Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1809 (2.9.1960)
- Date
- 1960-09-02
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/9616703-9611224-9611808--0691-9611813- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Viernes. 2 de Septiembre de I960 LA SEMANA DIE EREIGNISSE DER WOCHE Kongress der jüdischen Kehillot In. der vergangenen WocnC fand in Buenos Aires der Kongress des Waad Hakehillot statt, zu dem alle jüdischen Gemeinden in Argentinien Vertreter entsandt hatten, um über das weitere Arbeitsgebiet der Kehillot und brennende Tagesfragen zu beraten. Wir haben bereits hierüber kurz informiert. Auch aus dem Ausland waren Delegierte erschienen, um eine ergere Zusammenarbeit mit der Ke. hilla von Buenos Aires zu erreichen. Die Eröffnung fand im Hause der Kehilla statt, zu der Hunderte erschienen waren, um auch gleichzeitig die Feiern „Hundert Jahre jüdischen Lebens in Argentinien” einzuleiten. Die Versammlung bot ein stimmungsvolles Bild. Der Präsident der bonaerenser Kehilla, Dr. Tobias Kamenszain, eröffnete die Versammlung, die mit dem Gesang der argentinischen Nationalhymne und der Hatikwah eingeleitet wurde, und sprach in seiner Eigenschaft als Präsident des Lan- Gratulieren Sie zu t?K"l nwn allen Verwandten, Freunden and Kunden mit einer Glückwunsch- Anzeige in der »HIN Bestellungen unter T. E. 83 - 2613 80 - 6930 Pueyrredón 2190 1? desverbandes der argentinischen jüdischen Gemeinden, über die hundert Jahre, die die jüdische Gemeinschaft in Argentinien besteht sowie über das rege jüdische gesellschaftliche und kulturelle Leben, das die Juden entwickeln konnten. Die Juden bilden einen festen Bestandteil in der argentinischen Familie und haben eij nen grossen Teil zur Entwicklung des Landes beige-! tragen. Die Kehilla ist heute! die grösste Gemeinschaft un. ¡seres Jischuw und erfasst al le bestehenden Institutionen, die ihr als Zentralorgan'sation argeschlossen sind; sie betrachtet sich als Nachfolgerin der vernichteten jüdi- I sehen Kehillot in Europa, deren Tradition sie würdig fortsetzen will. Die jüdische Gemeinschaft feiert auch neben dem Jubiläum der „Hundert Jahre jüdischen Lebens in Argentinien" das „Herzl-Jabr” und andere Jubiläen, doch wurden leider die Feiern durch wilde antisemitische Ausfälle getrübt, die wir aber überwunden zu haben ho!- fen. Trotzdem müssen wir auf der Hut sein; wir sird absolut überzeugt, dass sich diese Ausbrüche wilden Rassenhasses durch den demokratischen freiheitlichen Geist, der in Argentinien herrscht, nicht wiederholen werden. — Rede Awidas Im Namen der israelischen Botschaft überbrachte ihr Geschäftsträger, Botschaftsrat Dr. Awida, die Grösse Israels an die jüdische Gemeinschaft Argentiniens urd beglückwünschte diese zu ihrem Jubiläum. Dr. Awida sprach die Hoffnung aus, dass weitere Erfolge im zweiten Jahrhundert erzielt werden. Im Namen der Zionistischen Weltorganisation ergriff Herr Menachem Gelernter das Wort, der dem Kongress Erfolg wünschte und zur Mitarbeit mit Israel aufforderte. Nach den Ansprachen wurden viele Begriissungstelegramme verlesen, die aus aller Welt an den Kongress gerichtet waren, und den jüdischen Kehillot weiterhin Erfolg in ihrer jüdischen gemeindlichen und sozialen Hilfsarbeit wünschten. Am folgenden Tage besuchten die Delegierten das Mahnmal auf dem jüdischen Friedhof in Tablada. um der vernichteten jüdischen Kehillot und der sechs Millionen jüdischen Märtyrer zu gedenken. Die religiösen Zeremonien wurden von dem neuen Aw Bet Din der Kehilla. Rabbiner Dr. Jakob Fink, und dem sefardischen Rabbiner Restaurant »Paso ” n&D Paso 452 (al foitdo) — T. E. 87-9259 Unter Aufsicht des Vaad Harabonim der Kehilla MITTAGS, und ABENDTISCH Anrichten von kleinen Festlichkeiten; und Banketten H. ROSENZWEIG TAILOR HENRY Tucumdn 563. piso 1 Neues Telefon: 32.0913 CräMte Anwihl ia imp. h*4 Unig*B Stoffes " Ü98S! Aron Angel, durchgeführt. Alle Redner gedachten mit Wehmut und Schmerz der grossen Zerstörung und der grausamen Wunden, die unserem Volke geschlagen wurden und von denen wir uns noch lange nicht erholt haben. —r Kammerkonzert in der WIZO Aus Anlass ihres 4&jährijgen Bestehens veranstaltete die argentinische WIZO (Centro Juana Klepetsr) eiine Feierstunde, in deren 'Mittelpunkt ein Kammerkonzert stand, welches von jfünf ausgezeichneten Instrujmentisten bestritten wurde, j Nach kurzen einleitenden j Worten über di - Bedeutung ■des Abends von Frau Mary Chwat kam das g-dur Trio für Flöte, Geige und Klavier von Johann Seb. Bach zu Gehör. Die hervorragend musizierenden Instrumenta, ■listen wTaren Gerardo Levy. der gleich seinem Klarinet- , ten-Kollegen Efrain Guigui zur Zeit wieder unter uns weilt, Julio Sensebastiano (Konzertmeister des staatlichen Rundfunkorchesters) und Osias Wilenski (Pianist des philharmonischen Orche. sters). Anschliessend erklang, entzückend musiziert, das Mozart-Trio für Klarinette (Guigui), Bratsche (Eugenio Berman, Solist im Nationalen Symphonie-Orchester) und Piano (Wilenski). Vor Beginn des zweiten Teils sprach Frau Dr. Hadassa Grinberg über die Ent. Wicklung der WIZO in den 40 Jahren ihres Bestehens und fand rührende Worte über ihre Gründerinnen Romana Goodman, Rebecca Sieff. Edith Eder. Hanr.ah Meisl und Vera Weizmann, die sicher mit dem Erfolg der Organisation, die nunmehr 54 Vereinigungen mit insgesamt 220.000 Mltelie. dem umfasst, zufrieden sein dürften. Der bedeutendste musikalische Genuss des Abends war zweifellos die Interpretation der Beethoven-Serena, de op. 25 für Flöte (Levy), Violine (Sensebastiano) und Bratsche (Berman). In perfektem Zusammensp'el gaben uie Künstler ihr Bestes. Als Abschluss hörte man die Tarantella op. 6 für Flöte (Levy), Klarinette .Guigui) und Klavier (Wilenski), deren Spiel, ebenso wie die anderen Werke, begeisterten Applaus unter dem Publikum auslöste, das das schöne Wizoheim bis in den lezten V/inkel füllte. Professor Davis in Buenos Aires Der nordamerikanische Universitätsprofessor Mosche Davis, der auch gleichzeitig Gastprofessor an der Hebräischen Universität in Jerusalem ist, besucht jetzt zu Studienzwecken über den gesellschaftlichen und kultu. rellen Aufbau der südamerikanischen jüdischen Gemeinden Buenos Aires, um' einen Kreis von Mitarbeitern für die neue Abteilung der Hebräischen Universität zum Studium des jüdischen Lebens in Lateinamerika zu bilden. Prof. Davis sprach in einer Pressekonferenz über die Arbeit der Hebräischen Universität, die im Büro des argentinischen Freundeskreises der Universität stattfand, und richtete einen Ruf an die argentinischen Juden für verstärkte Zusammenarbeit mit dieser grossen hebräischen Bildungsanstalt. Die Hebräische Universi- No. 1809 Año XXI. ISRAELIT Nächtliches Lagerfeuer im Dorf des Beduinenhäuptlings Scheich Suliman. Juden auf der Rom. — Rund 200 jüdische Turner, darunter 18 Sportler aus Israel, beteiligen sich an den Olympischen Spielen. Die Führer der Juden Roms veranstalteten für die jüdischen Sportler einen Sondergottesdienst in der Hauptsynagoge und einen Empfang im jüdischen Gemeindezentrum. Die israelischen Sportler nahmen an einer Audienz beim Papst teil. Vorher war im olympischen Dorf die israelische Fahne feierlich ge-nisst worden, wobei eine Kapelle der italienischen Marine die Hatikwa spielte. Ungefähr hindert italienische Gemeindeführer wohnten der Zeremonie bei und begleiteten die isralischen Sportler später in ihre Unterkünfte, die in der „Via Israel” bereitgestellt wurden. Diesen Namen soll die Strasse auch nach Beendigung der Olympiade beibehalten, wenn das Dorf von Italienern bewohnt sein wird. Bei den verschiedenen gesellschaftlichen Veranstaltungen gesellten sich die jüdischen Sportler aus Marokko. Australien und anderen Ländern zu den Israelis. (ITA) tat steht in engem Kontakt mit allen grösseren jüdischen Gemeinschaften der Welt und will jetzt auch Lateinamerika in ihren Arbeitskreis einbeziehen, das zu den jüngsten jüdischen Gemeinschaften der Welt gehört und bereits eine eigene jüdische Kultur zu entwikkeln beginnt. In den letzten 20 Jahren hat das Weltjudentum gewaltige Umwälzungen durchgemacht; deshalb ist es notwendig, neue jüdische Lebensformen zu finden, um der fortschreitenden Assimilation entgegentreten zu können. In der ganzen Welt fehlt jüdisches Lehrpersonal, und die Hebräische Universität tut alles Mögliche, um diesem Mangel abzuhelfen. Die Hebräische Universität hat eine Forschungsabteilung für zeitgemässes Judentum gegründet, die von ¡Professor Davis geleitet wird |und Filialen in der ganzen [Welt unterhält. Professor Davis bereiste jetzt Spanien, Belgien und Frankreich, um die dortigen jüdischen Gemeinschaften und ihr geistiges Leben kennenzulernen und ist jetzt zum ersten Mal in Südamerika. Professor Davis ist von dem regen jüdischen Leben in Argentinien tief beeindruckt und bedauert es stark, dass man der argentinischen jüdischen Gemeinschaft nicht die genügende Aufmerksamkeit schenkt, die sie eigentlich verdient. Das Forschungsinstitut für zeitgemässes Judentum der Hebräischen Universität hat drei Aufgaben: das Studium des geistigen Lebens jeder jüdischen Gemeinschaft in der Welt, die Schaffung eines Seminars zur Vorbereitung von Mitarbeitern, die Orientalen in der Israel-Armee Jerusalem. — Die Zahl der Offiziere in der Israel- Armee, die in orientalischen Ländern geboren wurden, hat sich in den letzten sechs Jahren um rund 400 Prozent erhöht, wie jetzt mitgeteilt wurde. Aharon Doron, Chef der Personal-Abteilung des Heeres, berichtete, dass einige der aus diesen rändern gebürtigen Offiziere gegenwärtig bis zum Rang eines Oberstleutnants aufgestiegen sind. Die Hälfte der Bezirks, kommandanten und Feldwebel sind heute orientalischen Ursprungs. (ITA) Transjordanischer Boykott Washington. — Die transjordanische Regierung hat beschlossen, die Brandeis- Universität zu boykottieren, da die Universiät dem israelischen Ministerpräsidenten bei seinem Staatsbesuch in den Vereinigten Staaten die Ehrendoktorwürde verliehen hat. (ITA) diese Gemeinschaften in der Galut besuchen sollen, und | das Studium der gesellschaftlichen und kulturellen Eigenarten der einzelnen Kehillot in der Welt, um mit ihnen an der Vertiefung des jüdischen Lebens mitzuarbeiten und zu helfen. Professor Davis hat bereits hier die Verbindung mit einigen jüdischen Institutionen aufgenommen, die ihre Mitarbeit versprechen haben. Professor Davis wird auch Vorträge über seine Studiengebiete halten. » >■ *■ i An alle Inlab von XHAIL-TITELr Die dritte Ziehung in Höhe von 10.000 Dollar findet am 15. September in Jerusalem statt. Alle Interessenten, die die gezeichneten Titel bezahlen odér bis zum 8. September spätestens neue kaufen wollen, können sich unter den Gewinnern mit Gewinnen bis zu 10.000 Dollar befinden. Tel. Auskunft unter 40-7106. Einzahlungen an unser Büro in Lavalle 1464, 2. St. „JAIL Soc. Israelí de Fomento Económico