Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1807 (26.8.1960)
- Date
- 1960-08-26
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes.!t de Agosto de 1960 L A SEMANA Afto XXI. 5 DIE EREIGNISSE DER WOCHE {Fortsetzung von Seite 4t Arbeitsprogramm soll dementsprechend entwickelt werden. Der Botschafter Israels. Don Itzchak Arcavi, begriisste auch bei dieser Gelegen, heit wärmsten« alle Amve- I senden und forderte sie auf, | all ihre Kräfte bedingungsj los für Israel zur Verfügung j zu stellen und an seiner! Weiterentwicklung mitzuar beiten. Die Rede Tzurs Das Haupt - Referat des Abends hielt Dr. Tzur, wel- : eher betonte, dass es schon! endlich Zeit ist, dass die Juj den in der Galut sich über die Rolle des Zionismus klar werden müssen. Heute haben wir einen festgefügten Staat; man müsse der irrigen Meinung energisch entgegentreten, dass es sich hier nur um ein Experiment handelt. Die kleine Nation ist stark ur.d besonders nach dem Sinai-Feldzug hat die freie Welt erneut ihre Sympathie - für Israel bekundet und einen freundschaftlichen Kontakt zu uns gefunden. Es gibt leider immer noch einen Hassfeldzug der arabischen 'Länder gegen Israel, das man mit allen Kräften boykottiert und befehdet. Diese Situation hat sich bis heute nicht geändert. Aber Israel hat Freunde in Amerika, in Westeuropa und vor allem in den ner entstehenden Staaten Afrikas und Asiens, die ihre Vertreter nach Israel schicken, um den fortschrittlichen Aufbau des Landes und seine modernen Entwicklungsmethoden zu studieren und dort zu lernen. Besonderes Interesse fin. den die Agrarreformen in Israel, die von den neuen Staaten eingeführt werden. An der Hebräischen Universität in Jerusalem studieren hunderte Studenten aus Jai pan und anderen Ländern! Asiens sowie aus Afrika, die perfekt hebräisch sprechen und treue Freunde Israels geworden sind. Das Land hat auigehört, nur ein Zufluchtsort für Flüchtlinge zu! sein. Es ist heute ein aufstrebender fortschrittlicher Staat, dem überall in der Welt das grösste Interesse entgegengebracht wird. Israel feiert bald sein ..Bar Mizwah-Jahr” und ist bereits so weit, dass es sich auch ohne die Hilfe des Weltjudentums erhalten kann. Aber die Hilfe der Juden in der Welt ist eine einzigartige Leistung, Man muss anerkennen, dass die Juden unermüdlich ihre Beisteuerungen leisten, die zehn Prozent des Staatsbudgets dekken. Israel müsse immer noch vielen Gefahren entgegentreten und hat noch viele bittere Problem zu lösen. Heule stehen wir vor dem Zusammenbruch der jüdischen Kehillot in Kongo und Katanga, gestern waren es tausende Jahre alte Gemeinden in Marokko. Niemand weiss, was uns morgen bevorsteht. Das ganze jüdische Volk, das heisst alle Juden in der Welt müssen helfen. Alle Juden können stolz auf Israel sein. Wir brauchen ei-! nen starken Zionismus.. Des- 1 halb sind alle verpflichtet die zionistische Bewegung! als Juden und Chawerim,! nach Kräften zu unterstützen. Am nächsten Tage fanden Beratungen statt. Ein gemeinsames Mitagessen ver. j einigte alle im Gemeinde.! haus der deutsch-jüdischen I Kehilla in Montevideo, wo ' die Nachmittagssitzungen! stattfanden, die später bis! nach Mitternacht im Gebäude der sefardischen Kehilla! fortgesetzt wurden. —r. t t HAENSEL UND GRETEL Regie: HEDWIG SCHLICHTER - CRILLA Das erste deutsche Kindermärchen seit vielen Jahren 2 Stunden Kinderjubel — Geschenke Ueberraschurgen LETZTE VORSTELLUNG: Sonntag, den 4. Seotember, um 14 Uhr 30 Eintrittskarten an der Theaterkasse, Esmeralda 367, Tel. 45-3591, Werktags von 10—12 und von 15 bis 20 Uhr i TAILOR HENRY H. ROSENZWEIG Tucuman 563. piso I Neues Telefon: 32.0913 - Grünte Auswahl tu Imp. und hiesigen Stoffes pwwtfwwt I I 4 4 4 « I 4 4 4 4 4 Ein Communiqué Dr. Goldmanns Nachdem bekannt wurde, dass die Bemühungen gescheitert sind. OeKU-rmch nun Erlass einer Gesetzgebung für die materielle \N iedergutmachung an die Opfer der Naziverfolgungen zu heden österreichischen Botschafter in Argentinien, Di Wulfgang Hudler. gev u und diesen ersucht, un men des von ihr vertretenen Comités für jüdische Ansprüche gegen Oesterreich den Text einer Erklärung zur Kenntnis zu nehmen, die dieses Comité kürzlich veröffentlicht hat. In dieser Erklärung be. zieht sich der Präsident dieser Körperschaft. Dr Na chum Goldmann, mit Pessi mismus auf die ganze Ent- Wicklung der leidigen Angelegenheit und gibt sein ^rossen Enttäuschung u e die Nichterfüllung der formellen Versprechen Oesterreichs Ausdruck. Dr. Goldmann beginnt mit der Fest Stellung, dass nach Jaugen und schwierigen Verhandlungen von der österreichischen Regierung einige Konzessionen erreicht werden konnten, die er selbst jedoch als „nicht im geringsten zufriedenstellend“ bezeichnet. Aber in den vergangenen .fünf Jahren seien die Gesetze nicht erlassen worden, die die vereinbarte Mindestentschädigung in die Wirklich, keit umgesetzt hätten. Es wären Versprechen abgegeben worden, die nicht erfüllt wurden, und dies habe Dr. Goldman n veranlasst, im Mai dieses Jahres nach Wien zu reisen, wo er den Eindruck gewann, dass.die österreichische Regierung wirklich entschlossen sei, alle notwendigen Gesetze in der Form vorzubereiten, dass das Parlament in der am 15. Juli abgeschlossenen Periode über sie hätte abstimmen können. ' Angesichts der Tatsachen erklärt Dr, Goldmann, er sahe sich ..im Namen der im genannten Comité vertretenen 23 jüdischen Organisationen und Institutionen” ge. zwungen, zu seinem Bedauern zu erklären, „dass sein Vertrauen in den guten W illen Oesterreichs zur Lösung der Wiedergutmachungs-Fragen eine starke Erschütterung erlitten habe . Lind er schiresst' mit den Worten: Wir sine, überzeugt, dass die öffentliche Meinung in der westlichen Welt volles Verständnis für die Verbit terung haben wird, welche die österreichischen Verfolgten vor dieser Gleichgültigkeit gegenüber ihren gerechten Ansprüchen empfinden." Restaurant -Paso” Paso 452 (al fondo) — T. E. 87-9259j Unter Aufsicht des Vaad Harabonim der Kehilla MITTAGS, und ABENDTISCH Anrichten von kleinen Festlichkeiten i und Banketten twMWWVWWHWWWVIWWWMWWWW Antina/ifilm für Deutsche! Bonn. — Zum ersten Mi seit dem Zusammenbruc des Naziregimes sehen di Deutschen einen Antmazfilm. Dieser Doktimentai film heisst „Mein Kampf und wurde vor Erwin Le ser zusammengestellt. Leiser ist schwedische Staatsbürger. Er fand einig Filmstreifen im frühere warschauer Ghetto in einer Kasten, der den Name „Richthofen“ trug. Ander Fragmente befanden sich i englischen, sowjetischei französischen und ostdeul sehen Archiven. Hohe deutsche Beamte hi ben die Vorführung diese Films gefördert, und di Katholische Kirche hat ih „als besonders sehenswert empfohlen. (ITA) ISRAEL I T A — No 1607 — Israels Verleidigungs-Heer * i#pi®§ig mm mmm?- ■ WÊÈÈÊÊM y * sis Manöver in der Negew-Wüste re organisierten dischen Lebens n Jrnentinien Ausserordentlicher Kongress des Landesverbandes der jüdischen Kehillot am 27^ 28. und 29. August 1960 in Buenos Aires im Hause der Kehilla. Pasteur 633 \ ■ ' giöse Fragen. Redner Chaim Finkeistein. Thema: Unsere Kultur- und Erziehungsprobleme. Redner Professor Schallmaan. Thema: Nuevas Generaciones. Eröffnung des Kongresses am Sonnabend, den 27. August, um 21 Uhr. Tagesordnung: Absingen der argentinischen Nationalhymne und Hatikwa durch den Chor Kasomir. Eröffnungsansprache: Dr. Tobias Kamenszain, Präsident der Kehilla und des Landesverbandes der Kehillot. Thema: Unsere Gemeinschaft im Lichte ihres hundertjährigen Bestehens. — Begriissungen durch die zentralen jüdischen Institutionen, der israelischen Botschaft, der Provinzgemeinden und lateinamerikanischen Gemeinden, des Jüdischen 'Weltkongresses, der Zionistischen Weltorganisation. Chorkonzert: Chor Hasomir unter der Leitung von Herrn Bernardo Feuer. Sonntag, den 28. August: 9 Uhr 30: Religiöse Feier am Monument für unsere Märtyrer in Tablada. Feier zu Ehren der vernichteten Kehillot in Europa. Es spricht der Aw Bet Din. Rabbiner Dr. Jakob Fink. Liturgischer Teil: Abraham Blecharowitsch. 12 Uhr 30: Ehrung des Generals San Martin durch einen Kranz am Monument. 15 Uhr 3©: Referate über „Probleme unseres Kehilla-Lebens”. Eröffnung durch Herrn Elieser Friedmann. Generalsekretär der Kehilla und des Landesverbandes der Kehillot. Redner Mark Turkow. Thema: Politische und gesellschaftliche Probleme. Redner Sahnen Wasserzug. Thema: Probleme der Organisation. Redner: Dr. Abraham Salzman (Concepciön dei Uruguay). Thema: Die Funktionen der Provinzcomites. Redner Dr, Jakob Fink. Thema: Reli- 18 Uhr 30: Sitzung mit den sefardischen Kehillot. Eröffnung Dr. Máximo Jagubsky. Redner Ing. Alfredo Abulafia und Dr. Bohor Isaeff. Von 20—21 Uhr: Empfang der Delegationen in der israelischen Botschaft in Arroyo 910. 22 Uhr: Kommissions-Sitzungen. Montag, den 29. August: 10 Uhr 30: Sitzung der Kommissionen. 15 Uhr: Besuch in der IWO. 16 Uhr: Sitzungen der Kommissionen. 19 Uhr: Plenarsitzung. Beschlüsse. 22 Uhr: Feierliche Schluss-Sitzung mit einem Referat über das Thema: „Aussichten des jüdischen Lebens in Argentinien." Einleitung: Dr, Tobias Kamenszain. Referate: Dr. León Dujovne. Ing. Schalom Rosenberg. Salomon Susskowitsch und Dr. Nathan Lerner. Beratungen der Kommissionen; 1) Unsere Beziehung zum Weltjudentum und zu Medinat Israel. 2) Die Organisation unseres Jischuw. 3) Aufgaben und Tätigkeit des Waad Hakehillot (Kultur-Erziehung — Die neue Generation). 4) Religiöse Probleme. 5) Probleme der sefardischen Kehillot. 6) Die Beziehungen der lateinamerikanischen Kehilot untereinander. 7) Resolution.