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Jüdische Wochenschau · 1960-08-26 · 1807 (26.8.1960) · p. Seite 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1807 (26.8.1960)
Date
1960-08-26
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German, Spanish
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4 — Viernes, 26 de Agosto de 1960 SRAELITA Año XXI. — Mo. lOOT Vi«1 Literarische Notizen Ir at ella Lazare ge tort en Ini Alten von 94 Jahren staro kii /lieh L Paris Isabella Lazare, die Witwe des bekannten jüdischen Schriftstellers Bernard La- 7-are. Isabella Lazare war in den Kämpfen uni die Rehabilitierung von Dreyfuss sehr populär geworden und aus jener Zeit datierte ihre Freundschaft mit Herzl, Nordau. Zola und Clemenceau. A szeichnung für Willi :íoi Wyler Der Verband der Regisseure Amerikas hat William W/ler seinen höchsten Ftl.npreis für die Regieleistung im MGM-Film Ben Hur verliehen. Weitere AuszeLeanungen wurden Gus Agost: und Alberto Cardone, den Regieassistenten Wylers bei dieser Riesenproduktion, zuerkannt. Studiochef Sol C. Siegel nahm in einer Zere- Hionie in Hollywood den Preis für Wyler. der sich auf einer Urlaubsreise befand entgegen. Kennen Sie die Milelistrasse? Aufführung des Deutschen Theaters Diese Komödie des jungen j nis. dass cs sehr schwer ist. Normale von dem Ungewöhnlichen zu unterscheiden. .. Ehrenbürger von Nazaret Dichters Karl Wittlinger ist bereits über viele Bühnen gegangen. Der Erfolg war in- -.er aussergewöhulich. Das kann man auch von der Aufführung sagen, die jetzt hier in Buenos Aires von der Deutschen Bühne geboten wird. Der Autor ist Doctor der Philosophie. Man darf von ihm sagen, dass er die Philosophie des Daseins mit grossem Erfolge studiert hat. Die gezeichneten Charaktere sind nicht nur lebensecht, sie symbolisieren und reflektieren Schwäche und Stärke des Menschen. Die philosophische Erkenntnis, die sich aus diesem j Theaterstück wiederspiegelt, i ist eigentlich deprimierend. 1 Für die Wahrheit und für einen anständigen Menschen j ist kein Raum in dieser Welt; des Formalismus und der j ..rauhen Tatsachen”. So lan- I det der anständige Mensch I im Irrenhaus und trium- I phiert letztenendes über die Aerzte, also über die ,norj malen’ Menschen die ihn heilen wollen. Wovon eigentlich, müsste man fragen. Von seinem Anstand, von seiner Abgeklärtheit, von seinen guten Absichten? Wenn man weiter forschen und fragen wollte, käme man schliesslich zum Ergeb- DIE EREIGNISSE DER WOCHE Einstimmige Erklärung des Senats vor Studenten, Eltern, Leh- Jehoschua Habbouchi, ein irakischer Jude, der 1933 nach Israel gekommen war, wurde vom Stadtrat von Nazaret zum Ehrenbürger , ernannt. Er steht an der rern und Touristen überge- Spitze der arabischen Sekj ben werden, tion des Arbeitsministeriums j Gie Feier fand wegen und ist der erste Jude, der ‘ Platzmangels im offenen Hof seit der Errichtung der i des Churchill - Auditorium» Errichtung christlichen Stactverwaltung von Nazaret. im Jahre 1875 geehrt wurde. 577 Diplome Die grosse Zahl von Diplo. men, die am Technion in Haifa verteilt wurden, konnten an einer Zeremonie statt. 12 Doktordiplome der Natur. oder technischen Wissenschaften, 48 Diplom« für Magis’er der Wissenschaften, 12 Ingenieure und 404 Bachelor-Diplome wurden verliehen. Unter den Diplomierten sind 32 weibliche Studenten, von denen eine Flugingenieur wurde. WIZO - KonzertSEKTOK Der JUANA KLEPETAR KAMMERMUSIK-ABEND, ausgeführt von einem QUINTETT HERVORRAGEN¬ DER KUENSTLER, findet am DIENSTAG, DEN 30. AU¬ GUST, in den Räumen des WIZO-Heims, Larrea 1225, pünktlich um 21 Uhr statt. Die beiden Schauspieler, die in diesem so ernsten und doch unterhaltsamen Theaterstück mitwirken, sind ausgezeichnet. Sie sind grosse Schauspieler, die es verstehen, ohne aufdringlich zu wirken oder zu übertreiben, ihr Publikum in Spannung zu halten. Hans Peters, der Arzt, und Rolf Moelders der Patient, haben den grossen Beifall verdient, der ihnen gezollt wurde, uni der auch dem Regisseur Gert Haucke gegolten hat. Man darf auch einige Vorbehalte machen. Die Szene der Todesfahrer war nicht sehr überzeugend, der Italiener würde sicherlich noch stärker wirken, wenn er nicht in dieser Form ein schlechtes Deutsch sprechen würde. Die Künstler sind gross genug, um auf äusserliche Effekte verzichten zu können. Der Kritiker gibt zu, dass man hierüber verschiedener Meinung sein darf. Aber diese einschränkenden Bemerkungen können nichts daran ändern, dass dieses Stück und diese Aufführung wirkliches und echtes Theater brachten, das seinem Publikum einen bleibenden Genuss und eine Belehrung brachte. „Kennen Sie die Milchstrasse"?, lieber Leser. Wenn Sie die Milchstrasse der menschlichen Verirrungen kennenlernen wollen, dann empfehle ich Ihnen, diese Aufführung anzusehen. Es ist die Geschichte des Menschen, der physisch lebt, aber statistisch gestorben ist, es ist die Geschichte der Umkehrung der Begriffe und einer hohlen Moral, es ist eine Geschichte aus der Wirklichkeit unserer Zeit, aber nicht nur unserer Zeit. Und diese Geschichte wird glänzend gespielt, als wäre sie eben nur Theater. Aber sie ist nicht allein das Produkt einer schöpferischen dichterischen Fantasie. Und das macht sie nicht nur lebensnah, sondern auch sympathisch. S. I. Der Senat Argentiniens hat vorgestern einstimmig eine Deklaration angenommen, die auf eine Initiative der Senatoren Lebrero und Gömez zurückgeht, um seinen Abscheu vor der rassischen oder religiösen Diskriminierung kundzutun. Darin wird festgestellt, dass derartige Akte „einen Ausdruck der Intoleranz darstellen, der im Gegensatz zu den elementarsten Gefühlen der Achtung vor menschlichen Normen und den Regeln des friedlichen Zusammenlebens steht, die die Tradition Argentiniens bilden.“ Proteststreik der Schüler Erklärung des Schuierver bandes Der bonaereneser Verband der Sekundarschiiler, der zu dem Streik aufrief und die Manifestation organisierte, gab eine Erklärung ab, in der er das Attentat auf den Schüler Trilnik verurteilt und hinzufügt, „das Erziehungsministerium, das mit den Interessen, welche diesen ganzen dunklen Vorgang bewegen, verbunden ist trägt dazu bei, dass die Schulen verfallen, die Anstalten dem Klerus übergeben werden, etc.”. Im weiteren wendet sie sich gegen die Tacuara - Organisation, die, wie festgestellt wird, das Hakenkreuz als Symbol gewählt hat. Lateinamerikanischer Zionistenkongress Heute, um 19 Uhr 45 im Teatro Odeon ÜKennen Sie die Milchstrasse?! von KARL WITTLINGER Regie: GERT HAUCKE Rolf Mölders und Hans Peters WEITERE VORSTELLUNGEN: Sonnabend, 27. August, um 20 Uhr Sonntag, 28. August, um 15 Uhr 30 ¡¡Donnerstag, 2. September, um 19 Uhr 45j| Eintrittskarten an der Theaterkasse, Esmeralda 367 Tel: 45-3591, werktags von 10—12 u. von 15—20 Uhr Angesichts des Beschlusses des Verbandes der Gymnasialschüler (FEMES), als Protest gegen die in der Sai miento-Schule gegen jüdische Schüler verübten Angriffe einen 24stiindigen Streik durenzufiinren, hatte die Bundespolizei besondere Ueberwachungs - Massnah. nahmen angeordnet. Der Streik wurde in den bonaerenser Mittelschulen durchgeführt, ohne dass grössere Störungen registiert wurden. Erst als sich eine Kolonne von Jugendlichen zum Sitz des Unterrichtsministeriums in Bewegung setzte, um gegen die Attentate zu protestieren, kam es zu Un ruhen. Die Polizei versuchte, auf der Höhe 700 der Córdoba die Demonstranten zu zerstreuen, wöbe' es zu Tätlichkeiten kam, so dass die Polizisten einige Tränengas- Granaten schleuderten. Gleich hierauf erschienen mehrere Polizeiautos, die in der Nähe Aufstellung nahmen, um weitere derartige Zusammenstösse zu verhindern, die von 9.30 bis 11.30 Uhr Störungen des normalen Verkehrs in dieser Strasse verursachten. Wie mitgeteilt wird, hat die Bundespolizei beschlossen. die Tätigkeit der nationalistischen Gruppe “Tacuara” zu untersuchen, der die Attentate gegen Schüler des Sarmiento-Gynmasiums zur Last gelegt werden. In Montevideo fand in der vergangenen Woche eine Zusammenkunft der lateinamerikanischen zionistischen Parteien und Institutionen statt, zu der Uruguay, Argentinien, Chile, Paraguay j und Bolivien Vertreter entj sandt hatten. Der Kongress! wurde von dem israelischen | Schaliach Dr. Jakrb Tzur, ' dem früheren Botschafter Is- (raels in Argentinien, Uruguay und Chile, und Menachem Gelernter geleitet. Argentinien hatte fünfzig Delegierte geschickt, unter ihnen den Präsidenten der Kehilla, Dr. Kamenszain. Die Beratungen waren den Vorbereitungen zum 25. Zionistischen Weltkongress in Jerusadem gewidmet. Im Kino Plaza fand eine Massenkundgebung statt, auf der der israelische Botschafter in Uruguay, Don Itzchak Arcavi, Dr. Jakob Tzur, und der Präsident der zionistischen Organisation in Uruguay, Herr Goldmann, das fvort ergriffen und alle Juden aufforderten, die zionistische Arbeit zu Gunsten des jüdischen Staates mit allen Kräften zu unterstützen und die Arbeit als ihre wich, tigste jüdische Aufgabe zu betrachten. schafter in der herzlichsten Weise begrüsst wurden. Die Botscnaft, die heute zum Mittelpun! t des jüdischen gesellschaftlichen Lebens geworden ist, bot ein festliches und eindrucksvolles Bild und gab ein Zeugnis des pulsierenden jüdischen Lebens in der uruguayischen Nachbarrepublik ab. die immer in besonderer Freundschaft mit Israel verbunden war und stets die Interessen Israels als ihre eigenen betrachtet hat. Die Beratungen Empfang in der israelischen Botschaft Der Botschafter Israels, | Don Itzchak Arcavi, gab für die Delegierten und für die ■jüdischen Organisationen ei- ■ nen Empfang, zu dem hunderte Menschen erschienen waren, um ihre Solidarität mit Israel zu bekunden, das ¡im nächsten Jahre sein „Bar Mizwah-Jahr" feiert. Zum . Empfang waren auch Vertreter der Behörden sowie In dea Räumen der sefardischen Kehilla in Montevideo fandsn die Beratungen für die Vorbereitungen zur Entsendung einer gemeinsamen lateinamerikanischen Delegation statt, die die Interessen unserer zionistischen Organisation in Jeru- Salem wahrnehmen soll. Das grosse Interesse, das alle Delegierten an den stun, denla’-gen Diskussionen bekundeten, ist ein erfreuliches Zeichen für die Anteilnahme, die heute alle Juden ohne Unterschied für Israel beweisen. Bei der Einweihurgsfeier, an der sich ebenfalls viele Zuschauer beteiligten, ergriff der Präsident der uruguayischen zionistischen Organisation, Herr Goldmann, das Wort ur.d plädierte vor allem für die Bildung eines einheitlichen Blockes aller lateinamerikanischen Zionisten sowie für die Anerkennung der spanischen Spraj che als Kopgressprache, um jden Sefaradim und der Jugend die Möglichkeit zu ge- I ben, sich in ihrer Mutterj spräche ungehindert ausdrücken zu können. Die- Teatro Culón ISR AEL - BRIEFMARKEN I AN WIEDER VERKAEUFER — ALLE NEU AUSGA¬ BE« ZUM OFFIZIELLEN PREIS Agencia Filatélica oficial del Estado de Israel, VIAMONTE SM, I/B — Bueaos AItm, R«p. Araeaäs« Hoy, Viernes 26, a las 21 horas. Cuarta Función del Abono Popular (2a. cuota). “Andrea Chenier”, de Giordano. Con: Tucker, Udovick, Serení, Cetera, Negroni, Reyes, Falaetti, Ferracani, Catena, Giusti, De Metthaeis, Gagliardo, Boschetti, Verazzi, Fóscolo. — Bailes: Alonso, Pinca, Sankaitis, Franco, Mollajoli y Zembrana. Director de Orquesta: Fernando Previtali. Regisseur: E. Poettgen. Director del Coro: T. Boni. Coreografía: A. Tru. yol. Escenografía: Ortolani- Walter. Director Técnico: T. Capobianco. Orquesta, Coro y Cuerpo de Bailes Estables del T. Colón. Sobrantes de Abono en venta. Sábado 27, a las 18 horas. Octavo y último Concierto del Abono a 8 de Grandes Solistas y Conjuntos. Presentación de la Orquesta de Arcos de Milán. En programa: “Las Estaciones”, de Vivaldi. — Sobrantes de Abono en venta. Platea $ 280.—. Sábado 27, a las 21.30 hs. Función Extraordinaria No. 44. Concierto Sinfónico-Vocal. Orquesta Estable del T. Colón. Director: Fernando Previtali. Solista: Gre Brouwenstjin. — Platea $ ,200.—. Loe. eh venta. Musik in Buenos Aires die Vertreter der jüdischen!se Vorbereitungen müssen — ... .. I schnellstens erfolgen. Das Presse Lateinamerikas erschienen, die alle vom Bot- (Fortsetzung auf Seite 5) ROBERT SCHUMANN. FEIER IN SALA RICORDI Anlässlich des 150. Geburtstages des grossen Romantikers, der sein Leben in geistiger Umnachtung aushauchen sollte, sprach der Musikologe Leopoldo Hurtado in knapper, klar umrissener Form über Leben und Werk Schumanns und insbesondere über seine Gattin Klara und beider Beziehungen zu Johannes Brahms. Anschliessend sangen die Sopranistin Dina Maria Perazzo und die Altistin Aura Sibel, von Jascha Galperin am Flügel begleitet, „An den Abendstern”. „Herbstlied”, „Wenn ich ein Vöglein wär‘ ”, „Friihüngslied”, „Sommerruh” und „Erste Begegnung”. Die jungen, begabten Sängerinnen musizierten mit Galperin in Schumannschem Sinn, lediglich die Diktion der Originalsprache müsste noch vervollkommnet werden. Es gäbe langen und echten Beifall. c-n Wir gratulieren unseren lieben Eltern und Grosseltern Julius Stein und Frau Rosa geb. Fürth (früher Klem-Krotzenburg bei Hanau) zu ihrer GOLDENEN HOCHZEIT am Sonnabend, den 3. September. Salli Rothschild und Frau Helene geb. Stein Jack Wolff und Frau Hilde geb. Stein und Enkelkinder Die religiöse Feier findet am Sehabbat, den 3. September. in der Synagoge der Achdut Jisrael in der Moldes 2449 statt. Empfang am Sonntag, den 4. September, Meliän 3680 ab 16 Uhr. WIE LIEGEN DIE FEIERTAGE DER JUEDISCHEN JAHRE 5720/21 Mittwoch, den 21. September Erew Rosch Haschono 5721 Donnerstag, den 22. September Rosch Haschono 5721 Freitag, den 23. September 2. Tag Rosch Haschono Sonnabend, den 24. September Schabat Schuwoh Sonntag, den 25. September Freitag, den 30. September Sonnabend, den 1. Oktober Mittwoch, den 5. Oktober Donnerstag, den 6. Oktober Freitag, den 7. Oktober Sonnabend, den 8. Oktober Mittwoch, den 12. Oktober Donnerstag, den 13. Oktober Freitag, den 14. Oktober Zorn Gedaljah Erew Jom Kipur Jom Kipur Erew Sukot 1. Tag Sukot 2. Tag Sukot 1. Tag Chol Hamoed Hoschano Rabo Schemini Azeret Simchat Tora Arbeit£ entsP Jen. per Don D te aucl beit * send#1 aU los für zu std Vei«re beitem Die & Das Abends eher endlich den in die Kol v/erdben Staat: gen gegentr hier nu handel ist stari dein freie patiiie und Kont gibt nen sehen das m; bsvkot Diese heute Israel rika. allem der. Asiens nach torisch! Landes Entwic’ studier, neu. Be den Israel Staate An de sität i

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