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Jüdische Wochenschau · 1960-08-19 · 1805 (19.8.1960) · p. Seite 7

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1805 (19.8.1960)
Date
1960-08-19
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German, Spanish
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Viernes, 19 de Agosío de I960 AELITA Ario XXr — No. 1805 Midraschim zu den Wochenabschnitten Eke w i i, B. M. VII, 12 — XI. 2$ Vergeltung (Aus den Sprüchen der Viiler . Pirke awot.) Der Lohn einer guten Tat ist eine (neue) gute Tat, der Lohn einer Sünde ist eine (weitere) Sünde. ★ Schau auf drei Dinge und du kommst nicht zur Sunde: Wisse über dir ist ein sehendes Auge, ein horchendes Ohr und in einem Buch werden alle deine Taten verzeichnet. ★ Alles ist nur auf Pfand gegeben und ein grosses Netz über das ganze Leben gespannt (dass keiner entkomme). Der Kaufmannsladen ist geöffnet, der Krämer verkauft auf Borg, das Kassenbuch ist geöffnet und die Hand schreibt ein. Wer da borgen will, komme und borge. Aber die Geldeintreiber wandern stets herum und kassieren vom Menschen ein-, ob er es weiss oder nicht, doch sie wissen genau die Rechnung, und das Gericht ist ein wahrhaftiges Gericht. ★ Die Geborenen werden sterben, die Toten werden leben und alles, was lebt, wird gerichtet werden. Alle werden wissen und verkünden und inne werden, dass ER Gott ist, ER der Schöpfer, ER der Bildner, ER der Kenner, ER der Richter, ER der Zeuge, ER der Gegner, gelobt sei ER. — « Bei IHM ist keine Sünde, kein Vergessen, keine Begünstigung, keine Bestechung, denn alles ist IHM eigen. Wisse, alles hat seine Rechnung. Lass dein Trieb dir nicht vorspiegeln, dass das Grab dir Zuflucht gebe. Ohne gefragt zu werden, bist du im Mutterleib geschaffen worden. bist du geboren worden, lebst du und stirbst du. Ob du willst oder nicht, wirst du Rechenschaft ablegon müssen vor dem König der Könige, gelobt sei ER. ★ Seid nicht wie Knechte, die dem Herrn um des Lohnes willen dienen, sondern seid Knechte, di nicht um des Lohnes willen dienen. Re'eh 5. e. M. XI. 26 — XVI, 17 Segen Siehe, ich lege heute vor euch Segen und Fluch, den Segen, wenn ihr auf die Gebote eueres Gottes hören werdet, den Fluch, wenn ihr nicht auf die Gebote eueres Gottes hören und von dem Wege abweichen werdet, den ich teuch heute gebiete. Einst gingen Rabbi Eliezer, Rabbi Yehoschua und Rabbi Akiba nach Antiochia um Gelder für den Unterhalt der 'Lehrhäuser und für bedürftige Gelehrte aufzubringen. In Antiochia lebte ein gottesfiirchtiger vermögender Mann Abba Yudan, der es als seine Pflicht ansah freigiebig zu spenden. Aber seine Geschäfte gingen schlecht, Missgeschick nach Missgeschick traf seine Wirtschaft, kurzum, er war ein armer Mann, als die d’-ei berühmten Gesetzeslehrer aus Yehuda nach Antiochia kamen. Er sah sie in den Strassen der Stadt und verbarg sieb vor ihnen, denn er wagte nicht, ihren Wiiasc en sich zu entz:ehen In die Dachstube seines Hauses sc.rlors er sic*: ein und ward n.cht mehr uui den Strassen Antiochias gesetun. Seine Frau bemerkte sein wunderliches Verhalten. „Warum schlosst du dich sehen zwei Tage im Hause ein?’’ Er eröffnete ihr seine Schmach: „Ich schäme mich vor den Sendboten Yehudas mich sehen zu lassen, denn meine Hand ist leer und ich kann mich nicht an dem Werk, das die Pflicht aller ist, beteiligen.” Seine Frau, voller Verständnis für die bedrärg’.e Lage Abba Yudans, antwortete ihm: „Ein Acker ist uns noch geblieben. Verkaufe die Hälfte und gib den Erlös für die Gelehrten Yehudas.” Er tat wie sie ihm riet und gab den drei Sendboten das Geld. Er sagte dabei zu ihren: „Betet für mich!” Sie dankten ihm und beteten zu Gott: „Der Heilige, gelobt sei ER, gewähre dir alles, was dir mangelt;” Sie zogen ihres Weges um anderen Orts ihre Aufgabe zu erfüllen. Abbr. Yudan ging auf sein Feld, um seinen halben Acker zu pflügen. M’tten in der Arbeit sank die Kuh oeim Pflügen ir. eine Furche des Ackers und könnt? sich nicht allein befreien. Abba Yudan trat hinzu, um dem gepem gten Tier zu helfen, und Gott öffrete s”'- ne Augen: unter den Füssen der Kuh fand er einen Schatzkasten. „Um meines Glückes willen hat sich meine •K-Uh den Fu?s gebrochen!** Als Rabbi Elieser, Rabbi Ye’roschua und Rabbi Akiba auf ihrem Heimwege wieder nach Ant ochia 1-men fragten s.e nach Abba Yudan. Der segnete sie: „Euer Gebet wurde erhört. Es hat nicht nur Früchte (Zinsen) gebracht sondern Fruchte von Früchten (Zinseszin«en) ” Sohi°" Wei;Sencb€Z05en aUt ihn den Vers aus Mischle Schlomo: „Die Spende eines Menschen bahnt ihm den Weg und zu Grossem führt sie ihn.“ Heute verschied mein Leber Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Bruder, unser guter Opa, Herr LUISNUSSBAUM (fr. Mainstrckheim) im 74. Lebensjahre. Im Namen der B’amilie ROSA NÜSSE UM, gab SACKI Buenos Aires, 18. August 1950 Juramento 2981, dto. 9 Die Zeit der Beisetzung ist telefonisch unter 73-8249 zu erfragen. NACHRICHTEN AUS ISRAEL SCHWIMMENDES DOCK Bis Ende 1960 wird das Schwimmende Dock von Haifa in den Kischonhafen gebracht werden und dort mit einer Reihe von Werkstätten die Grundlage für eine Werft bilden. Aus dem Entwicklungsbudget wurde eine Summe von 3 Millionen IL für Vorbereitungs. und Baggerarbeiten im neuen Hafen ausgesetzt, und auch die Hafenverwaltung von Haifa hat die- Zuwendung von einer Million IL für den Bau einer neuen Mole beschlos- EXPORT DES SALK-PRAEPARATS Kürzlich ist auf dem Luftwege eine 30.000 Dosen zählende Sendung des Salk- Präparats gegen Kinderlähmung abgegangen. Bei der Versendung des von der jerusalemer pharmazeutischen Fabrik „Rafa” erzeugten Präparates wurde auf Wahrung der richtigen Temperatur geachtet, damit es einige Monate lang frisch bleibt. Im Laufe der letzten Monate sind etwa 100.000 Dosen des Salk-Präparats in verschiedene Länder exporliert worden, was einer» Drittel der Jahresproduktion von Israel entspricht, MIETWOHNUNGEN Die Gesellschaft Rassco hat in Beer Schewa und Kiriat Motzkin mit dem Bau von Mietswohnungen begonnen, die ohne Schlüsselgeld bezogen werden können. Der Bau erfolgt im Rahmen eines Planes, der vor einigen Monaten dem Arbeitsministerium vorgelegt worden ist und die Errichtung von 200 solchen Wohnungen vorsieht. FUENF HOCHHAEUSER In dem Choloner Vorort Tel Giborim sollen fünf Hochhäuser für Wohnzwecke von je 7 bis 8 Stockwerken sowie zwei vierstöckige Gebäude von der Wohnbauabteilung des Arbeitsministeriums errichtet werden. PHARMAZEUTISCHE INDUSTRIE In der Fabrik „Chemicals and Fertilizers” in Haifa ist der Versuch Zinkchlorid zu erzeugen erfolgreich zu En. de geführt worden; dieser Stoff, der bisher importiert werden musste, findet in der -SSSv. COMITE CENTROEUROPEO Corrientes 2294 — VI. Stock — T. E. 48-3695. 48-5683 „Tzur.Fonds” für Kultur-Beziehungen zwischen Israel und Frankreich Ein Fonds im Gesamtwert von 6,5 Miilolnen französischer Francs (13.000 Dollar), der die Namen von Jacob und Vera Tzur trägt, ist von der französischen Judenheit gestiftet worden, um ihrer Hochachtung für Israels früheren Botschafter in Frankreich, Herrn Jacob Tzur und seiner Gattin, Frau Vera Tzur, Ausdruc’- zu verleihen. Ein Uebereinkommen, das vor kurzem von Herrn Tzur und der Leitung des Keren Kayemeth unterzeichnet, wurde-, sieht vor, dass jedes Jahr zehn Prozent der Ge. samtsumme für die Stärkung der kulturellen Beziehungen zwischen Israel und Frankreich in Form von Stipendien für jüdische und nicht jüdische Jugendliche ausgegeben werden sollen, welche nach Israel zu kommen wünschen, um die Probleme des Staates kennenzulernen. Eine Kommission, der ausser Herrn und Frau Tzur, der Leiter des Keren Kayemeth in Frankreich, ein Vertreter der zionistischen Vereinigung Frankreichs und der Kulturattache der israelischen Botschaft angehören werden, wird über die Verteilung der Stipendien bestimmen. Nächste KKL- Veranstattung i Dienstag, 23. August, 21! Uhr: KKL-Abend des Culto Israelita de Belgrang, Vidal 2049. Unser, eben aus Israel zuriiekgekehrtes Vorstands- (mitglied, Frau Ana Mat’ , bach, plaudert über ihre ¡Reise. Drei isrfellsche Filme: Theodor Herzl, sein Le- I ben und sein Werk — Israel mi Patria — Noticioso de Israel. i Wii bitten bei dieser Verj anstaliung um zahlreiche Beteiligung. Aus unserer Arbeit Anlässlich der Barmizwahfeier von Bernardo Horacio Reck ergab die, unter den anwesenden Gästen durch, geführte Sammlung, durch die wertvoll’ Mitarbeit von Frau Ella Wajnbuch, die .. amrne von $ 5.000.—; Bernardo Horacio wird in das „Sefer Barmiz^ah” eingetragen und auf den Namen der Eltern wird ein „Gan” in Israel gepflanzt. Bei der Hochzeilsfeier von Geschaefie mit den „Rollen London. — Wie die „Sunday Times” berichtet, braucht man dringend 250.000 £, damit die transjordanische Regierung den Beduinenstämmen fünf Tote Meer-Rollen abkaufen kann. Wenn dieses Geld nicht beschafft werden kann, besteht nach Ansicht der Archäologen die Gefahr, dass die Rollen an private Sammler oder stückweise an Touristen „im Einzelhandel” verkauft werden. Leider steht die Antiquäten-Abtei- Inug Transjordaniens vor dem Bankrott, weil kürzlich beschlossen wurde, alle noch im Lande befindlichen Rollen aufzukaufen und ihre ursprünglichen Käufer zu entschädigen, / John Allegro, Dozent für semitische Sprachen an der Universität Manchester, der kürzlich eine Suchenpedition nach den Rollen leitete, berichtet, „die Beduinen seien schon ungeduldig und wollen verkaufen, aber sie kennen heute den Preis ihrer Rollen”, und auch gefälschte Rollen seien ihm schon angeboten worden. (ITA) Heilmittelindustrie als Rohmaterial Verwendung. Dieselbe Firma befasst sich mit der Vervollkommnung eines neuen Erzeugnisses „Silica-Amorph”, das in der plastischen Industrie gebraucht wird. Durch eine in Bälde zu errichtende Anlage wird der gesamte Bedarf des Landes befriedigt werden können. WOHNUNGEN FUER JUNGE EHEPAARE In diesem Budgetjahr sollen 1500 Wohnungen für junge Ehepaare gebaut werden, hiervon 700 in Entwicklungsgebieten und 800 in der Küstenebene. TREIBSTOFF NACH WESTEUROPA Der Generaldirektor der Oelraffinerie in Haifa begab sich nach Holland, um dort ein grosses Exportgeschäft abauschliessen, in dessen Rahmen die Raffinerie an einige westeuropäische Länder 700.000 Tonnen raffinier, ten Brennstoff liefern wird. Die Ausfuhr von Erzeugnissen der Raffinerie ist für die Entwicklung dieses Un. ternehmens von grösster Wichtigkeit, denn seit Staatsgründung konnte es nur einen Teil seiner Produktions- Kapazität ausnützen, weil bis nun keine Exportmöglichkeiten bestanden und der Bedarf des inländischen Marktes naturgemäss beschränkt ist KUNSTGEWERBE Die Firma „Gebrüder Digl“ hat im Jahre 1959 von ihr erzeugte Kunstgewerbe- Artikel im Werte von rund 160.000 Dollar ausgeführt, was mehr als einem Vie«£? des Gesamtexportes in dW» ser Branche entspricht. Der Betrieb beschäftigt 70 Arbeiter und hat im Jahre 1959 Waren im Werte von mehr als einer halben Million IL erzeugt. Bis jetzt hat er rund tausend Modelle von Krügen, Aschbechern, Obstschüsseln, Schreibzeuge, Bücherstützen etc. und auch jüdische Kultusgegenstände wie Schabbat- und Chanukkaleuchter sowie Mesusot hergestellt. Als Rohmaterial dienen hauptsächlich Kupfer, und Messingabfälle. LANDWIRTSCHAFTLICHE INDUSTRIE Von allen Industriezweigen war im Jahre 1959 die grösste Exportsteigerung in der landwirtschaftlichen Industrie und in der Lebensmittelindusrie zu verzeichnen, denn dort brachte die Ausfuhr 13.100.000 Dollar ein, gegenüber 8.400.000 im Jahre 1958. Gerardo Rosenberg und Frl. Juana Broniaiowski ergab die Sammlung für den KKL, welche von Herrn Albrecht Müller und Frl. Raquel Müller durchgeführt wurde, die Summe von 3.100 Pesos; auf den Namen der Neuvermählten wird ein „Gan” in Israel gepflanzt. Die Comunidad Israelita de Bemal überwies uns den Betrag zon $ 310.—, welcher anlässlich der letzten Veranstaltung zusammen mit dem KKL, gesammelt wurde; ausserdem erhielten wir die Summe von $ 500,— zur Pflanzung von Bäumen auf den Namen von Herrn Hans Silber anlässlich seines Abschiedes von Buenos Aires. Wir danker alien unseren Spend**-n und Mitarbeitern. DIE BRUECKE ZWISCHEN UNS UND ISRAEL IST DIE BLAUE BÜCHSE DES KKL CAMPAÑA UDA PRO ISRAEL AUGUST der : MOBILISIERUNGSMONAT der EINHEITSKAMPAGNE dem Angedenken von THEODOR HERZL gewidmet Erfüllet Eure PFLICHT und ^EBT MEHR Annahmestellen: CAMPANA UNIDA PRO ISRAEL ] COMITÉ CENTROEUROPEO Sarmiento 2376 31.' — T. E. 47-3820 ' und sämtliche Sekretariate der an. geschlossenen Organisationen und! Gemeinden '-.ü t*. ■■

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