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Jüdische Wochenschau · 1960-08-19 · 1805 (19.8.1960) · p. Seite 5

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1805 (19.8.1960)
Date
1960-08-19
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German, Spanish
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Viernes, 19 de Agosto de 1960 LA SEMANA ISRAELITA Año XXI — No. 1805 — 5 DIE EREIGNISSE DER WOCHE CENTRA TAGUNG TM OKTOBER Wie bereits angekündigt, hat das Comité der CENTRA sich entschlossen, den diesjährigen Kongress für die dritte Oktoberwoche in Montevideo einzuberufen. Am Sonntag, dem 24. Juli a. c. hat in Montevideo das Plenarcomité der CENTRA unter Anwesenheit aller uruguayischen und argentinischen Delegierten getagt und bezüglich des Kongresses sich insbesondere mit der Frage der aufvustellenden Tagesordnung beschäftigt. Wir geben im fo'genden die Punkte an, die nach Beschluss des Comités zunächst für die Tagesordnung in Aussicht genommen wurden, damit alle in der Lage sind, sich evtl für die Teilnahme an diesen Debatten entsprechend vorzubereiten. Es bedarf keiner besonderen Erwähnung, dass Anregungen diese Tagesordnung zu erweitern, sehr gern studiert werden. 1. Generaldebatte: Wie üblich, wird das Comité einen Tätigkeitsbericht geben, dem dann eine Generaldebatte folgen wird, die sich sowohl mit den Arbeiten der letzten zwei Jahre, als auch mit generellen Programmpunkten für die zukünftige Arbeit beschäftigen wird. 2. Neuaufnahmen: Zu diesem Punkt wird das Comité sowohl um die Bestätigung von ihr selbst vorgenommener Aufnahmen bitten. als auch Punkte prinzipieller Art zur Beratung und Beschlussfassung vorlegen, insbesondere die Resolution, die bei der regionalen Tagung im August v. J. in Sao Paulo beschlossen worden und Ihnen bekannt ist. 3. Beziehungen mit Weltorganisationen- Im Laufe der letzten zwei Jahre sind verschiedene Organisationen von weltumfassender Bedeutung an die CENTRA herangetreten, um ihre Mitarbeit teils anzv bieten, teils für kollektiven Eintritt zu werben. Das Comité der CENTRA ist sich darüber einip dass infolge der nichteinheitlichen Struktur der CENTRA auf verschiedenen Gebieten insbesondere religiöser Art kaum kollektive Eintritte in Weltorganisationen von der CENTRA beschlossen werden können. Das Comité ist jedoch der Ansicht, dass eine der Aufgaben der CENTRA ist, leitenden Persönlichkeiten der verschiedenen CENTRA-Gemeinden Gelegenheit zu geben, mit Kollegen aus anderen Gemeinden über solche allgemein interessierende Punkte Erfahrungen und Meinungen auszutauschen und sich gegenseitig zu beraten. 4. Herr Dr. Alfred Hirschberg (Sao Paulo) hat ein Referat „Gemeinden und Public Relations" angeboten, das vom Comité der CEN¬ TRA sehr gern angenommen worden ist. 5. Vom 8. bis 10. Oktober findet in New York eine Welttagung des Council of Jews from Gejmany statt, bei dem CENTRA vertreten | sein wird. Das Comité der ¡CENTRA hat dieser Tagung sehr umfangreiche Projekte vorgelegt mit dem Antrag, diesen Projekten aus den dem Council zur Verfügung stehende Mitteln bedeutende finanzielle Beihilfen zukommer zu lassen. Sollte dieser Antrag erfolgreich durchgebracht werden können, so werden auf der CENTRA- Tagur.g auch diese Projekte über eine umfangreiche Kulturarbeit auf dem Kontinent sowohl ir, den grossen wie in den kleinen Gemeinden zur Debatte gestellt werden. 6. Kleine Gemeinden. Ein besonderes Thema soll die Betreuung der in Südamerika bestehenden kleinen Gemeinden unseres Kreises sein, der sich CENTRA selbst und die der CENTRA angeschlossenen Grossgemeinden unterziehen sollen. 7. Wie bereits angekfmdigt, soll gleichzeitig mit dem Kongress (eventuell einen Tag vorher beginnend), eine Tagung des der CEN¬ TRA ar geschlossenen Rab- | binerverbandes stattfinden: es ist wahrscheinlich, dass bei dieser Gelegenheit Anregungen gemacht werden, die im Plenum des Kongresses weiter behandelt werden. 8. Es ist bereits angekündigt worden, dass CENTRA eine grosse Comitésitzung der der CENTRA angeschlossenen Jug -idorganisationen j. N. D. A. mit dem Kongress verbinden will. Zu diesem Zweck hat CENTRA die Gemeinden gebeten, wenigstens einen jugendlichen Delegierten mit ihren Delegationen mit nach Montevideo zu bringen. Auch hier ist ».s sehr wahrscheinlich dass abgesehen von dem Bericht über Jugendarbeit, der in den Tätigkeitsbericht der Generaldebatte eingeschlossen sein wird, noch besonders sper.ielle Punkte der Jugendarbeit im Pleno der CENTRA-Konferenz behandelt werden. 9. Ein weiterer Punkt, der auf der Tagesordnung Berücksichtigung findet, betrifft die Arbeit des Leo Baeck Instituts sein. 10. Es wird ein Bericht über einen erfolgreichen Versuch der Gemeinde in Montevideo vorgetragen werden, entsprechend der Anregung des bonaerenser Kongresses den Beginn zum Aufbau eines hebräischen Szhuhvei.kes zu legen. 11. Der Kongress wird sin neues „Comité” für die kommende Zweijahresperioöe wählen. WIE LIEGEN DIE FEIERTAGE DER JUEDISCHEN JAHRE 5720/21 Mittwoch, den 21. September Erew Rosch Haschono 5721 Donnerstag, den 22. SeptemberRosch Haschono 5721 Freitag, den 23. September 2. Tag Rosch Haschono Sonnabend, den 24. September Schabat Schuwoh Sonntag, den 25. September Zorn Gedaljah Erew Jom Kipur Jom Kipur Erew Sukot 1. Tag Sukot 2. Tag Sukot 1. Tag Chol Hamoed Hoschano Rabo Schemini Azeret Simchat Tora Freitag, den 30. September Sonnabend, den 1. Oktober Mittwoch, den 5. Oktober Donnerstag, den 6. Oktober Freitag, den 7. Oktober Sonnabend, den 8. Oktober Mittwoch, den 12. Oktober Donnerstag, den 13. Oktober Freitag, den 14. Oktober Empfang in der israelischen Botschaft In der israelischen Bot. Schaft fand ein Empfang für die „Freunde der Hebräisehen Universität" in Ramos Mejia statt. Der stellvertretende Bevollmächtigte. Dr. Awida, empfing die Gäste, die ihre Verbundenheit mit Israel durch Mitarbeit mit mit der Hebräischen Universität bezeigen. Im , Namen der Vereinigung sprach deren Präsident, Irg. Bernardo Bukatinsky, der Dr. Awida ein Buchgeschenk als symbolischen Ausdruck des Dankes für den Empfang überreichte. Die Vereinigung arbeitet erst kurze Zeit, hat aber doch schon gute Erfolge erzielt und wird alles tun, um die Arbeit weitestgehend zu intensivieren. Im Namen der Comisión Directiva sprach Herr Jaime Wolfowitsch, der in hebräischer Sprache Minister Dr. Awida willkommen hiess und die Grüsse der Juden aus Ramos Mejia überbrachte. Zum Schluss der kleinen Feier würdigte Botschaftsrat Dr. Awida die Arbeit zu | Gunsten des Kulturwerkes jin Israel; er drückte seine Anerkennung für die in kurzer Zeit vollbrachte Israels Verteidigungs-Heer .V.bvftï »■¿■a- Bei den israelischen Manövern im Negew wurden Sherman-Tanks eingeseixi Leistung aus und dankte auch für das Buchgeschenk. Später vereinigten sich die Gäste und Mitglieder der Botschaft zu einem kleinen Cocktail, um sich noch zwanglos über die noch zu leistende kulturelle Aufbauarbeit in Israel zu unterhalten. 110. Todestag San Martins 110 Jahre sind seit dem Tode San Martins verflossen, doch der Lauf der Jahre lässt die Gestalt unseres grössten Nationalhelden immer schärfer hervortreten. Sein Leben liefert uns täglich von neuem ein leuchtendes Beispiel, welches dem Dasein von Völkern und Menschen Würde verleiht. Die DAIA, die als Vertreterin der jüdischen Kollektivität ein unlöslicher Teil des argentinischen Volkes ist, schliesst sich aufrichtig den Feierlichkeiten zur Ehrung dieses grossen Mannes an, der in ganz Amerika Verehrung geniesst. Sein Todestag bietet Gelegenheit, seiner Taten durch das Schwert und,seiner Öurch den Geist vollbrachten Leistungen zu gedenken. Der Befreier steht vor uns in seiner Selbstlosigkeit, im Glanz seiner Ideale von einer besseren Welt mit freien und gleichen Menschen ohne Ausschluss irgendeiner Rasse. Er weihte sein Leben der Sache der amerikanischen Freiheit, und daher verehrt ganz Amerika sein Andenken, das ein Vorbild der Gerechtigkeit, der Achtung vor den Rechten der Völker und eines jeden Menschen ist. Berlins Innensenator in Buenos Aires Joachim Lipschitz, der Berliner Innensenator (Innenminister des Landes Berlin) wird in der nächsten Woche «inen Besuch in Buenos Aires abstatten. Der Innensenator befindet sich auf einer Besuchsreise durch einige amerikanische Länder. Auch für die jüdische Kollektivität in Argentinien dürfte dieser Besuch von grossem Interesse sein. We*r ist der Senator Lip. schitz? Geboren am 19. März 1918 in Berlin besuchte Lipschitz in seiner Heimatstadt ein Gymnasium, konnte aber nicht studieren, weil er väterlicherseits „nichtarischer” Abstammung ist. 1939 wurde er in den Arbeitsdienst eingereiht, nahm am Kriege als deutscher Soldat teil und wurde schwer verwundet. Im Jahre 1944 wurde er als „Mischling” erneut Verfol. gungsmasnahmen ausgesetzt. Er wurde nach dem Krieg Mitglied der SPD, der bereits sein Vater angehört hatte. Er nahm verschiedene verantwortliche und kommunale Positionen ein, bis er 1954 Berlins Innensenator wurde; Ende 1958 wurde er wiedergewählt. Seine besonderen Aufgabengebiete umfassen das Gebiet der inneren Sicherheit, das Polizei- und Verwaltungswesen, Verfassungsschutz, öffentliches Dienstrecht und Wiedergut machung. Senator Lipschitz hat bereits verschiedene Auslandsreisen unternomen, und u.a. die Vereinigten Staaten, England, Frankreich und Israel besucht. Jetzt führt ihn sein Weg nach Brasilien, Uruguay und Argentinien. Senator 'Lipschitz spricht Englisch, Französisch, Spanisch und Russisch. Soweit wir erfuhren, wird er voraussichtlich während seines Aufenthaltes in Buenos Aires einen öffentlichen Vortrag in einem grossen Saal der Bundeshauptstadt in spanischer Sprache halten. Aerzte-Kongress in Rio An dem 5. Lateinamerikanischen Kongress für Angiologie, der in Rio de Janeiro stattfindet, wird der bonaerenser Arzt Dr. Saul Umansky teilnehmen, der bei dieser Gelegenheit verschiedene Arbeiten über die Erkrankungen an Krampfadern, Geschwüren und Arteriosklerose zu unterbreiten beabsichtigt. Dr. Umansky wird ferner auf besondere Einladung einige chirurgische Interventionen nach seiner persönlichen, von ihm geschaffenen Methode durchführen 50 Jahre Kehilla von Tucumán Die Kehilla von Tucumán, die Unión Israelita de Tucumán, konnte am Sonntag, den 14. ds. Mts. ihr SOjähri. ges Bestehen feiern. Es wurde eine grosse Feier im Gebäude der Kehilla veranstaltet, an der sich auch Vertreter der tucumaner Behörden und Delegierte aller jüdischen Organisationen der Provinz und der Hauptstadt beteiligten. An der Spitze der bonaerenser jüdischen Institutionen begab sich der Präsident deraechkenasischen Kehilla von Buenos Aires, Dr. Tobias Kamenszain, na.li Tucumán. Die Feiern wurden mit einem grossen Oneg Schabbat eingeleitet, bei dem der Präsident der tucumaner Kehilla, Herr Mordechai Saphir, und einer ihrer Gründer, Dr. Machlin, sowie Dr. Kamenszain das Wort ergriffen. Israel fabriziert Nylon Tel Aviv. — Die ersten Nylonfasern sind von der Rogosin-Fabrik in Aschdot hergestellt worden. Die Produktion wird 1.220.000 K'lo Garn betragen, wovon 35 % für den Innenmarkt und der Rest für den Export bestimmt sein soll. (ITA) Material gegen Krumey Frankfurt. — Der ehema lige SS-Führer Hermann Krumey, Stellvertreter und engster Mitarbeiter von Adolf Eichmann, dem Leiter der Dienststelle „Endlösung der Judenfrage" im Reichs- | Sicherheitshauptamt, ist, wie bereits gemeldet, auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft in Frankfurt zum dritten Mal verhaftet worden. Zweimal war Krumey bereits wegen „Mangels an Beweisen” aus der Haft entlassen worden. Wie aus Israel berichtet wird, ist der Staatsanwaltschaft in Frankfurt eine Fülle von Material aus dem Jad- Waschem-Institut in Jerusalem zugegangen. Der leitende Frankfurter Untersuchungsrichter hat Jad Waschern schriftlich für die Zusendung der d kumentarischen Unterlagen gedankt. Das übersandte Material enthält u. a. einen von Krumey unterschriebenen Befehl zur Vernichtung der Kinder des tschechischen Ortes Lidice, der dem Erdboden gleichgemacht worden ist, und Zeugenberichte, aus denen die Zusammenarbeit Krumeys und Eichmanns bei der Verschleppung und Vernichtung der ungarischen Juden hervor- ’ geht. (AWZ) j: Restaurant »Paso — T. E. 87 9259 Harabonim der Kehilla MITTAGS, und ABENDTISCH Anrichten von kleinen Festlichkeiten und Banketten \ i Paso 452 (al fondo) Untar Aufsicht des Va ad DAUNENDECKEN1 - GARDINEN IMPORT. CHINTZ und VOILE BENNO DE LEVTE &RJ. T E. 76 415* NUR: ECHEVERRIA 2242 -9 < ) t > ► ► > > > I ► ► I >! «rÖMW Auswahl ia imp. und bissige*, Stoffes H. ROSEN ZWEIG TAILOR HENRY Tucumán 563, piso 1 j Neues Telefon: 32.0913

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