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Jüdische Wochenschau · 1960-08-09 · 1802 (9.8.1960) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1802 (9.8.1960)
Date
1960-08-09
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German, Spanish
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f s« * s -a jj C u 2 0 *4 Ä B C U u o < O FRANQUEOPAGADO Concesión 908 TARIFA REDUCIDA Concesión 1629 Año XXI. BUENOS AIRES. MARTES 9 DE AGOSTO DE 1960 No. 1802 EL EJEMPLAR« en toda la República J Buenos Aires PUEYRREDON 2190 19 izq. T. E. 83 . 2613 Wiedersehen mit der Hula Der Chamsin lag schwer auf den Bergen, als wir von Tiberias die steilen Kurven hinauf nach Rosch Pina nahmen. Rosch Pina — nicht das vor fast achtzig Jahren gegründete Dorf, sondern der neuere Teil mit Garagen, Tankstationen und Kiosken — ist das Tor für die Hula. Hier beginnt die von HERBERT FREEDEN kann man spazieren gehen. Die “rde ist zwar noch nicht überall bearbeitet, aber das Dorf Yesod Hamaale hat vom Keren Kayemet einige hundert Dunam Boden erhalten, um die Einwohner für den Verlust der Fischehaben, um die reiche Tierwelt beobachten zu können. Auf dem Teich, der das Zentrum des Naturschutzparkes bildet, mit seinen Inseln und Schilfgestrüpp, sah ich eines Nachmittags Pelikane, Taucher, Reiher, - 't»- - Wie Zind festgenommen wurde Haifa. — Vier israelische Matrosen, die sich auf Urlaub in Neapel befanden, erkannten den flüchtigen Nazi Ludwig Zind und übergaben ihn der italienischen Polizei, wie jetzt enthüllt wurde. Zind hat eine Freiheitsstrafe von emem Jahr in Westdeutschland zu erwarten. Vier Mann des israelischen Schiffes „Theodor HerzI’' sahen Zind, wie er sich des nachts gerade an Bord eines ägyptischen Frachters begeben wollte, der nach Tripolis risten ist natürlich etwas ausfahren sollte. Sie folgten Zind und einer der Matrosen. sprach ihn an, während die übrigen drei die Polizei verständigten. Italienische Geheimpolizisten eilten in den Hafen, identifizierten Zind und nahmen ihn fest. Die vier Matrosen sind Zwi Trebitsch, der im vergangenen Jahr Ben Gurion auf seiner Fahrt nach Frankreich als persönlicher Kellner bediente, Mosche Leizerowitsch, der das Bordbuch der Theoder Herzl führt, Baruch Marco und Zwi Mader u ten sich wegen des Chamsins die Vögel im Schilfdschungel verborgen, um sich abzukühlen. Vom Standpunkt des Tou- Chaussce, die an den ehemaligen Sümpfen vorbei zum neuen Zentrum dieser Gegend führt — der kaum 10 Jahre alten Stadt Kiriat Schmona. Aber es lohnt sich, vorher in eine kleine Landstrasse abzubiegen und nach Jesod Hamaale zu fahren. . 1 Jesod Hamaale war einmal ein Fischerdorf, am Hulasee gelegen. Die Landkarte von Israel zeigt zwar immer noch den blauen Fleck im Norden des Landes, der einmal den Hulasee bezeichnete. Aber wenn man in den alten Fischerhafen von Jesod Hamaale geht, findet man nicht einmal mehr eine Spur von Wasser, Alles was vom Hafen üb-üggeblieben ist, ist eine Mauer, offenbar einmal der Quai, die ohne Zweck und Funktion herumsteht, und ein paar umgekippte Fischerkähne — leblos wie Fische auf dem Trockenen. In Seebett selbst Gladiolenfeld rei zu kompensieren, der sie jahrelang nachgegangen sind Aus den Fischern sind Farmer geworden. Fischerei war füf das Dorf seit siebzig Jahren ein wichtiger Einkommenzweig. Offenbar ist ihm die Umstellung auf Landwirtschaft nicht schlecht bekommen. Neben den noch aus der Jahrhundertwende stammenden Häusern wachsen neue Schikunim auf, die Entsumpfung des Tales, als deren Folge auch der See getrocknet wurde, hat die Wirtschaft aller anliegenden Dörfer belebt. Für Spaziergänger gibt es unweit des Dorfes eine Sehenswürdigkeit — das Naturschutzgebiet, das sich über 2800 Dunam erstreckt und noch die alte Romantik der Hula hat. mit stillen, verträumten Wassern und dem so alten berühmten charakteristischen Papyrus. Allerdings muss man Glück von der Schönheit der Hula durch die Trockenlegung des Sees und der Sümpfe verloren gegangen. Wenn man oben von der Polizeistation von Nebi Yoscha hinab ins Tal schaut, so ist der Blick noch bezaubernd: die grünen Felder und die neu angelegten Fischteiche bilden ein glitzerndes Mosaik. Der einmalige Papyrusdschungel der Sümpfe, der diesem Tal sein besonderes Gepräge verlieh, ist verschwunden. Statt dessen sind insgesamt 125.000 Dunam fruchtbaren Bodens durch das Drainageprojekt des KKL gewonnen worden, davon 60.000 Dunam, die vom See und Sumpf bedeckt waren, und weitere 65.000 Dunam, deren Grundwasserspiegel zu hoch für landwirtschaftliche Kulturen gelegen hatte. Durch das langgestreckten Felder ziehen sich neue Strassen, und neue Brücken verbinden das Netz der Kanäle. Bisher gemessen 17 Dörfer die Früchte des Drainagewerkes. Im Zentrum des trockengelegten Marschlandes steht der Gebäudekom- | plex der Hula-Entwicklungsgesellschaft, die von der Re- AUSLIEFRUNG FRAGLICH Bonn. —- Es besteht die Möglichkeit, dass Zind, der in Deutschland eine einjährige Gefängnisstrafe wegen antisemitischer Betätigung abzusitzen hat, nicht ausgeliefert werden wird. Beamte des westdeutschen Aussenministe. riums bestätigten, dass Zinds Auslieferung problematisch sei, denn die Anklagen, die gegen Zind in Offenbach im Jahre 1958 erhoben wurden und zu seiner Verurteilung führten, gelten nach dem italienischen Kriminalrecht als „politische Vergehen”. Nach diesen Gesetzen sind die Ver. leumdung von Toten und mündliche antisemitische Beleidigungen nicht als gewöhnliche Verbrechen sondern als „politische Delikte” ar.zusehen. die höchstens mit sechs Monaten Freiheitsentzug bestraft werden können. Um die Auslieferung zu rechtfertigen, muss der Angeklagte sich eines Verbrechens schuldig gemacht haben, auf das ein Jahr Gefängnis steht. (ITA) Farm auf über drei Millionen IL und der Reingewinn auf ca 800.00Ö IL. Der Baumwollertrag ergab 400 kg pro Dunam, ein Erfolg, der auch den Baumwollpflückern zugute kam, deren Tageslohn bis auf ungefähr 10 IL stieg. Aufgrund der guten Ergebnisse ist dieses Jahr die * * * •* ✓ > « M Jüdische Flüchtlinge aus dem Kongo Tel Aviv. — Rabbiner Mosche Levi, der Führer der jüdischen Kollektivität von Elizabethville, traf in Israel ein. um mit den Beamten der Jewieh Agency ütxr die Hilfe für die jüdischen Flüchtlinge aus dem Kongo zu beraten, die sich gegenwärtig in Rhodesien befinden. Rabbiner Levi ... h der Hoffnung auf den Fortbestand der jüdischen Kollektivität im Kongc Ausdruck. Er hoffe, so äusserte er, dass die Juden, die während der Unruhen zu flüchten gezwungen waren, wieder zurückkehren könnten, wenn sich die Lage beruhigt habe. Ferner berichtete er. dass der Ministerpräsident von Katanga. Mi>-che Tschombo. versprochen habe, diejenigen zu entsch 'üigen, die durch die revolutionären Geschehnisse Verluste erlitten haben. Rabbiner T.evi beabsichtigt, nach P»i iisscl zu .¡sen und von dort nach Katanga z.u- O ■ V ’ " ’ * H m't**’*' /i .>* jggS. ^"Y V- Wildenten, Wasserhühner und andere Wasservögel in dichten Schwärmen. Die Reiher bildeten eine Art militärischer Formation und kämmten mit ihren langen Schnäbeln das Wasser nach Fischen durch. Sie sind die einzigen, die das dürfen; für Mer sehen ist Angeln und Jagen verboten. Wie gesagt, man muss Glück haben, denn als wir neulich dieselbe Stelle besuchten, um stolz j Gäst'n c as herrliche Bild zu. zeigen, war das Paradies der Fauna leer, und es gehörte schon einige Phantasie dazu, sich die Landschaft belebt Gurkenernte gierung, der Jewish Agency nnd der.. KKL gegründet worden ist. Zum ersten Mal wurde hier in Israel der Versuch gemacht, einen grossen Teil der neugewonnen Böden nicht zu parzellieren sondern als ein Ganzes zu bearbeiten. Die Hula- Entwicklungsbehördc hat 26.000 Dunam Boden unter ihrer Jurisdiktion, und zwar verbindet sie Industrie und Landwirtschaft, d. h. die Produkte jener Böden werden an Ort und Stelle industriell verwertet, vue z. B. Baumwolle. Erdnüsse, etc. Im Jahre 1959 belief sieh Baumwollfläche um weitere 1000 Dunam ervroitert worden. Auch der Anbau von Erdnüssen ergab hervorragende Resultate, sodass man jetzt eine Erweiterung der Fläche in Angriff nimmt; •19(10 Dunam erbrachten 1520 Tonne, von denen ein Gross- Teil nach England exportiert wurde. Die Halle, in denen die Erdnüsse gespeichert, maschinell geöffnet und für den Export aus.gelescn werden, bietet einen interessanten Anschauungsunterricht für die Industrialisierung der Franco und die Sefardim London. — General Franco empfing kürzlich eine Delegation des Sefardischen Weltverbandes, wie jetzt ein Mitglied dieser Delegation enthüllte. Die Audienz fand in Madrid statt. Die Delegierten reisten dorthin, um Franco von dem Plan in Kenntnis zu setzen, in Spanien und in Israel Institutio-' nen zur Förderung der spanisch-jüdischen Kultur zu gründen. Der Sprecher der Delegation teilte mit, Fran. co habe seiner Wertschätzung für die sefardischen Gemeinden in der ganzen Welt Ausdruck verliehen, die mit so grosser Sorgfalt die spanische Sprache und Sitten bewahrt und nunmehr die Absicht haben, die kulturellen Bande mit Spanien zu pflegen. Die Delegierten dankten ihrerseits Franco für das Asyl, welches er vielen Juden während des Krieges gewährte. (ITA) israelischen Landwirtschaft. Weiterhin werden Mais, Kartoffeln und Reis angebaut und Spargel, Tomaten und Zwiebeln für den Export gezüchtet. Quer durch den ehemaligen See und die getrockneten Sümpfe läuft eine neue Strasse parallel zur syrischen Grenze in einer Länge von fünf km. Es ist nunmehr geplant, diese Chaussee um weitere fünf km nach Süden zu verlängern und ferner eine zweite Strasse zu bauen, die die neue Chaussee an die Hauptverbindung Rosch Pina-Kiriat. Schmone anschliessen wird, um damit den Abtransport der reichen Erträge der- Hulafarm zu vereinfachen und verbilligen. vor/.us teilen. Vielleicht hat-! der Wert der Erzeugnisse der Registro de la Propiedad Intelectual No. 656.635 Impreso en la Imprenta POLIGLOTA — Corrientes 3114 * .Ikfrfei. - AtA.-.g-

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