Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1801 (5.8.1960)
- Date
- 1960-08-05
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Año XXI. — No. 1801 — 5 Viernes. 5 de Agosto de I960 LA SEMANA ISRAELITA DIE EREIGNISSE DER WOCHE Von der ,,Chai!"-Arbeit Seit einigen Wochen hat d ie Cha il ’-Arbeit, (Israeli, sehe Gesellschaft für ökonomische Entwicklung), die vor mehreren Monaten auch in unserem. Sektor begann, einen neuen Auftrieb erhalten. Um diese wichtige finanzielle Aktion wirksam durchführen zu können, bildete sich unter dem Vorsitz des Herrn Hermann Klinger ein zentraleuropäisches Subcomité, dem Herr Samuel Hirsch als Vizepräsident sowie die Herren Curt Wilk und Walter Katz als Sekretär bezw. Schriftführer angehörei.. Ferner nehmen die Herren Benito Heidmann, José Brecher, Oscar Schwarz und Julio Tonn aktiven Anteil an den Vorbereitungen für die planmiissige Arbeit. Wie bereits mitgeteilt, bezweckt die Gesellschaft, die mit Hnem vom Keren Hajessod eir.gebrachten Kapital von fünf Millionen Dollar grschaffen worden ist und deren Verpflichtungen von der Israelischen Staatsbank namens der „Jewish Agency” garantiert werden, neuen Einwanderern in Israel Kredit^ für konstruktive Zwecke zu gewähren, den Häuserbau in Lande zu fördern und die Einordnung neuer Immigranten zu er. leichtern. Ueber Einzelheiten, wie die Ausgabe von Titeln und Zahlung von Dividenden. die Auslosungen und die vielem interessanten Details, die mit dieser Vereinigung von öffentlichem und privatem Kapital Zusammenhängen, erteilt die hiesige Vertretung der „Jewish Agency”, Lavalle 1464, 2. St-, (T. E. 40-7106) jederzeit Auskunft. Uebersiedlung nach Montevideo In den näcnster. Tagen verlässt uns t'ner der aktivsten j .mischen Menschen unseres oprachkreises, Herr Hans Silber, um nach Montevideo zu übersiedeln und dort das Amt de- Generalsekretärs der Gemeinde zentraleuropäischer Juden, der „Nueva Congregación Israelita” zu übernehmen, eine Position, die ihm die Möglichkeit gibt, eine wesentlich erweiterte jüdische Tätigkeit als bisher zu entfalten. Der grösste Teil unserer Glaubensgenossen, sofern sie am jüdischen Leben Anteil nehme«, hc.t in den vergangenen Jahren Gelegenheit gehabt, mit Hans Silber im Kontakt zu stehen, sei es mit ihm als dem ersten Leiter des zentraleuropäischen Subcomités des Keren Kajemeth Lejisrael, oder später als mit'dem Manne, der im Jahre 1948 die erste „Einheitskampagne” in unserem Sektor organisieren half und durchf .rte, diese dann Jahr um Jahr erfolgreich weiter ausbaute, um sie schliesslich zu einem wichtigen Bestandteil der Arbeit für Israel zu gestalten. Vorbereitet durch die zionistische Arbeit innerhalb der „Gruppe deutschsprechender Zionisten”, der nachmaligen „Theodor Herzl Gesellschaft”, sowie für den Keren Hajessod, den zentralen Aufbaufonds seit vierzig Jahren, hat Hans Silber seinen ganzen jüdisch-nationalen, zionistischen Enthusiasmus in diese so wichtige Fondsarbeit gelegt und sie so über das rein Materielle hinaus zu einem wirklich konstruktiven und erzieherischen Faktor gemacht. Wer den Vorzug hatte, in diesen i Jahren mit Har.s Silber in der Aktivität für Israel und die Weltjudenheit verbunden zu sein, weiss, wie er seine wac.-senden Aufgaben 1 liebte, sich jeder unausi bleiblichen Schwierigkeit gern unterzog in dem Bei wusstsein, auf einem wickti- I gen Platz Wertvolles für jüdische Ziele und Ideale leisten zu können. Dass hierzu noch eine verbindliche, menschlich-mitfühlende, verj ständnisvolle unc. beseheide-! ne Umgangsform kommt, macht das Wegg ihen dieses i Mannes besonders bedauerlich. Doch harrt seiner an der In grossen Umrissen wurden der Beratungsstoff für den kommenden Kongress festgelegt und Details für das Jugendtrerfen im kommenden Sommer behandelt. Auch die sehr ernsten Fragen des Kulturaustausches sowie des Nacuwuchses an Rabbinern und Lehrern sind eingehend besprochen worden. Schliesslich gab es auch eine Dissussion' über die besonderen organisatorischen Probleme in Argentinien im Rahmen der Beteiligung der Gemeinden und Organisatinen von Euenos Aires an der Centra-Arbeit. Der überparteiische Charakter der .Centra“ hinsichtlich interner Konflikte und bezüglich ihrer Haltung gegenüber jüdischen Weltorganisationen bezw. der Frage eines etwaigen Anschlusses an diese ist klar betont worden. So dürfte diese Gesamtaussprac’ e der Aktivität der ..Centra“ neue neuen Wirkungsstätte eine t Impulse gegeben haben. Fülle von Aufgaben, die ihn für dieses Amt besonders geeignet erscheinen lasser.. Wird doch in der dortigen „Einheitsgemeinde” die bei uns sehr aufgeteilte jüdische Arbeit 'stark zusammengefasst, konzentriert und vielleicht oftmals glücklicher durchgeführt. Jüdisches Verantwortungsbewusstsein und Wissen um das Notwendige und Erfüllbare dürften Herrn Silber seine Pflichten leichter gestalten. Seine vielen Freunde in Argentinien, die sein Scheiden ungern se. hen, verstehen seine Beweggründe und wünschen ihm vollen Erfolg und innere Zufriedenheit in der Ausübung seiner neuen Aufgaben. Sie danken ihm, dem treuen Ju. den und Zionisten, für das, was er der jüdischen Gemeinschaft in Argentinien zu geben vermochte' als Mensch und Schriftsteller ebenso wie in seinen verschiedenen Aemtern zum Wohle der jüdischen Gesamtheit. Centra-Besprechimg Am 24. Juli fand in Montevideo eine Besprechung der Exekutive der Centra, unter dem Vorsitz von Rodolfo Hirschfeld, statt, an der auch die drei argentinischen Mitglieder, Curt Braun, Dr. Hardi Swarsensky und Curt Wilk teilnahmen. Die Beratungen, welche den ganzen Sonntag N C. W. Ehrende Auszeichnung dar OSE In der Generalversammlung der Welt-OSE, die in den ersten Tagen des Juli stattfand, wurde Dr. Boris Malamud, der Präsident der argentinischen OSE, zum Mitglied des Exekutivcomités ernannt. Konvention der ÄPgemeinen Zionisten Mit grossem Enthusiasmus wurde vom 15. bis 17. Juni in Rio de Janeiro die 3. Kontinentale Konvention der lateinamerikanischen Föderation der Allgemeinen Zionisten abgehalten, an der Delegationen aus acht Ländern teilnahmen. Die Eröffnung fand in Anwesenheit von Dr. Joaef Tekoah, Leon Dultzin und Mortimer May statt. An den Beratungen nahmen über 100 Delegierte aus Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Kolumbien, Mex.ko, Peru und Uruguay teil. Als Redner traten Leon Dultzin, Mitglied der Exekutive der Jewish Agency und Chef ihrer Wirtschafts . Abteilung, Mortimer May, Expräsident der Zionistischen Organisation Nordamerikas, und S.E. Dr. Josef Tekoah, Israels Botschafter in Brasilien auf. Die Debatten wurden auf AN WIEDERVERKAEUFER _ ALLE NEUAUSGA¬ BEN ZUM OFFIZIELLEN PREIS Agencia Filatélica oficial del Estado de Israel, VIAMONTE 550, I/B — Bueaoa Airea, Rep ArarentiM Anspruch nahmen und ir. ’t^hem Niveau geführt, und die verschiedenen Kommissionen entwickelten eine rege Tätigkeit. Bei der Schluss-Sitzung wurde die neue Leitung wie folgt gewähl.: Präsident: Herzl Gesang (Argentinien), Generalsekretär: Dr. Meir Muchnik (Argentinien), als Schatzmeister: Max Stark. man (Argentinien),.'Präsidenten.: Elias Hun (Bolivien), José Adler (Brasilien), Dr. Miguel Maldavsky (Chile), Jaime Fainboim (Kolumbien), Alberto Scheinberg (Mexiko), Marcos Perelman (Peru) und Jacobo Leszcz (Uruguay). Die Konvention debattierte eingehend über die Lage der zionistischen Bewegung im allgemeinen und die das Judentum des Kontinents betreffenden Probleme. Sie fasste u. a. die folgenden Resolutionen: 1. Verstärkung der zionistischen Arbeit auf allen Gebieten mit dem Ziel, den jüdischen Staat zu -konsolidieren. — 2. Durch die zionistische Arbeit das lateinamerikanische Judentum zu erfassen. — 8. Für die Einigkeit und Stärkung der allgemeinen zionistischen Kräfte einzutreten. — 4. sehr harmonischer Weise durchgeführt wurden, brachten eine weitgehende Uebereinstimmung in den wichtigsten Fragen, die zur Diskussion standen: Die in erfreulichem Aufstieg begriffene Jugendarbeit, die Vorbereitung der 3. Centratagung, welche Mitte Oktober in Montevideo stattfinden soll, die Verhandlungen mit dem „Council of Jews from Germany“, dic den endgültigen Anschluss der ehemals deutschen Juden in Lateinamerika repräsentiert durch die „Centra“, an die Gesamtorganisation in Kürze bringen dürften, die Vergrösse. rung der Arbeit des „Leo Baeck-Instituts“, die Fürsorge für die Kleingemeinden, die Probleme eines künftigen Rabbinerseminars. Neuerlich zu erklären, dass die lateinamerikanische Föderation der Allgemeinen Zioniste-i der S techer dieses Sektors in I.r.teinamerika ist. — 5. Die zionistischen Behörden in der Welt zur Sparsamkeit und Einschränkung der Kosten aufzufordera und eine strikte Kontrolle der Fonds zu verlangen, damit dieser nich' ihrem besonderen Zweck entzogen werden. — 6. Dic Arbeit der Wirtsehafts-Ab teilung der Jew.sh Ager.c;- anzuerkennen und ihre Fortsetzung anzuregen, um die Alija und Einordnung der Mittelklasse zu gewährleisten, wozu es angezeigt wä re, die Mittel und, den Aktionsradius zu erweitern. — 7. Der Erziehurgs- und Kulturabteilung der Jewish Agency nahezulegen, eine Reform ihres Programms und Arbeitsplanes durchzuführen, um sie den realen Bedürfnissen der jüdischen Erziehung in Lateinamerikr anzupassen. — 8. Die Auf merksamkeit der Oeffentlicbkeit auf das Auftauchen sogenannter „unabhängiger, liberaler oder progressiver" Gruppen zu lenken, dic Zweigstellen der Progressiven Partei Israels sind und das zionistische Panorama L.ateinamerikas noch mehr I verwirren. — 9. Die lateinamerikanische Judenheit zum aktiven Beitritt zum allgemeinen Zionismus aufzufordern. Reise nach Israel Auf dem Flugwege verliess der Dekan der Fakultät für »Exakte Wissenschaften, Dr. Rolando Garcia, am vergangenen Dienstag Buenos Aires. Dr. Garcia ist ebenfalls Mitglied des Consejo Superior der Universi- | tat Buenos Aires und wird, von Europa aus, wo er sich einige Tage aufzuhalten gedenkt, nach Israel reisen, j um als offizieller Vertreter Argentiniens an der Internationalen Konferenz über die Rolle der Wissenschaft in der Entwicklung junger Nationen teilzunehmen, die vom 15. bis 30. August auf Initiative des Weizmann-Instituts in Rechowot stattfindet. Das Ziel des Symposions in Rechowot ist es, über die Errungenschaften und Perspektiven der technologischen und wissenschaftlichen Revolution unserer Zeit zu beraten und die Möglichkeiten zu erwägen, diese neuen Methoden in der Praxis zur Lösung der Entwick--! lungs-Probleme junger Nationen anzuwenden. Das Programm ist ausgedehnt und umfasst das Studium zahlreicher Gebiete wie Landwirtschaft, Energiequellen. Ernährung, öffentliche Gesundheit, soziale Medizin, Erziehung und vor allem die Rolle der Wissenschaft im Rahmen der wirtschaftlichen, sozialen und politischen Entwicklung der jungen Staaten. „Kein Staat kann die Bedeutung der Wissenschaft gering achten”, erklärte Abba Eban, der neue " israelische Erziehungsminister und Präsident des Wissenschaftlichen Weizmann - Instituts, der die Konferenz in Rechowot angeregt hat. „Israel hat gezeigt, dass ein jedes Land, möge es noch so klein sein, eine wissenschaftliche Tradition entwickeln und sich der wissenschaftlichen Bewegung unseres Zeitalters einordnea kann.” Schon beginnen Wissenschaftler und geladene Gäste aus allen I .ändern der Welt in Israel einzutreffen. Die Teilnahme von Dr. Garcia -rd ein Symbol für den Anteil und dg.s Interesse! m. iS»'.- Jr *: ■ ’ ■ vi* Israels Bevollmächtigter Dr. Schabtai Rosenne verlässt nach seiner Unterredung mit dem Präsidenten der Repu- | blik Argentinien, Dr. Arturo Frondizi, in Begleitung seines argentinischen Kollegen, Dr. de Pablo Pardo, das Regierungsgebäude. sein, das die Wissenschaftler Argei. tiniens an der Lösung gemeinsamer Probleme hegen. Dr. Garcia wird auf der Konferenz eine Verlesung über die Rolle der Wissenschaft in der Entwicklung der lateinamerikanischen Länder halten. Argentinische Fahne für San Martin-Haus Die unzerstörbare Freundschaft zwischen Argentinien und Israel auf kulturellem und wissenschaftlichem Gebiet hat in letzter Zeit durch den wachsenden Austausch von Studenten und Wissenschaftlern eine Stärkung erfahren. Jetzt hat das „Comité Argenti.io pro Instituto Cientifico Weizmann” für das San j Martin-Haus in Rechowot — i der Pavillon für argentinische Studenten an diesem Forschungsinstitut — eine argentinische Fahne gestiftet, die zu gegebener Zeit in Vertretung dieses Comites von Herrn Noe W'erthein überreicht werden soll. Die argentinische Flagge wird in Zükunft auf dem San Martin-Haus an argentinischen Nationalfeiertagen wehen und auch anlässlich, des bevorstehenden Internationalen Kongresses für die Entwicklung der Wissenschaft, an der eir, Repräsentant Argentiniens teilnehmen wird, gehisst werden. IVWWWVWMWWWWVWWWWWHVWWVi Restaurant »»Paso" ntrs Paso 452 (al fondo) — T. E. 87 9259-:!> Unter Aufsicht des Vaad Harabonim der Kehilla <> MITTAGS, und AßENDTISCH jj Anrichten von kleinen Festlichkeiten \\ und Banketten!> ■»WWWWWWMWWWVWWVWMWWW» DAUNENDECKEN { - GARDINE NÍ IMPORT CHINTZ und VOILE BENNO DE LEVIE S.R.L I B. 76-4155 NUR: ECHEVERRIA 2242! ¡ELEGANTE PELZE | TEITELBAUM Hnos. | Détailu. 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