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Jüdische Wochenschau · 1960-06-29 · 1799 (29.6.1960) · p. Seite 2

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1799 (29.6.1960)
Date
1960-06-29
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German, Spanish
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2 — Viernes, 29 de Julio de 1960 JÜDISCHE WOCHENSCHAU Año XXI. — No. 179* Nicht immer Böswilligkeit (Sch’uss von Seite 1) de$. F^^chismus, damit ist der Hass unter den^Vblkein auch :n das Fleisch da* südamei Manischen Republiken eingespritzt worden. Die Ergebnisse dieser unerfreulichen Entwi cklung treten täglich mehr in Erscheinung. Die Nazis haben nach dem Kriege in einigen arabischen Ländern eine wesentliche Unterstüzung gefunden. Mit dem üblichen Begriff des Antisemitismus kann man diese Erscheinung nicht erfassen. nicht nur deswegen, weil die Araber selbst Semiten sind, sondern weil ihre antijiidische Einstellung auf völlig andere, rein politische Faktoren zurückgeführt werden muss. Die Nazis selbst haben die jüdische Auswanderung nach Palästina gefordert. Eine ihrer berüchtigten Parolen war „Die Eiru bahnstrasse naci. Palästina”. Sie haben diese Auswanderung der Juden nach dem Machtantritt im Jahre 1933 aktiv gefördert, indem sie denjenigen Juden die Mitnahme von begrenzten Kapitalien gestatteten, die nach Palästina ausgewandert sind. Vom Standpunkt gewisser arabischer Kreise aus gesehen, die gegen die jüdische Einwanderung in das damalige Mandatsgebiet gewesen sind, war die nazistische Haltung eine politische Massnahme, die sich gegen die arabische Position gerichtet hat. Die offizielle Einstellung der arabischen Länder wen- Dr. FREY Abogado PUEYRREDON *190 1* «q nachm. 16—16 Uh* REAL PENj Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschäft L CORRIENTES 5b9 T E. 49-5850 det sich gegen die Existenz des Staates Israel. Unverkennbar haben antijiidische Aktionen in arabischen Ländern immer den Stempel einer antiisraelischen Kampagne getragen. Selbst Nasser hat noch vor einigen Jahren gut Freundschaft zu den ägyptischen Juden gehalten und ausdrücklich hervorgehoben, dass er kein Feind der Juden, sondern ein Gegner Israels sei. Wenn sich sein Standpunkt geändert hat, so waren hierfür nicht allgemeine antijüdische Sentimentalitäten oder Argumente massgebend, wie sie von den Antisemiten aller Schattierungen üblicherweise gebraucht werden, sondern politische Erwägungen, die darauf hinzielen, die Stellung Israels und des jüdischen Volkes in den Ländern der Zerstreuung zu schwächen, weil diese Judenheiten sich weitgehend mit Israel solidarisch erklärten. Auf diesem Umwege kam Nasser zu einer allgemeinen judenfeindlichen Haltung und suchte hierbei seine natürlichen Verbündeten in den Kreisen der ausrangierte« Nazis und Kriegsverbrecher. Deshalb ist Kairo heute ein Sammelpunkt dieser finsteren Elemente. Die arabischen Kreise in Südamerika sind aktiv, wenn sie auch nicht immer und überall in Erseheinung treten. Hinzu kommt, dass die arabischen Länder manches zu bieten haoen und recht interessante Partner für Handelsbeziehungen sind. Wie reizvoll Arabien als Partner für gewisse Geschäfte ist, kann man beurteilen, wenn man die Haltung des mächtigen Nordamerika zu diesen arabischen Staaten betrachtet. Man ist garnicht darauf angewiesen, die wirtschaftlich viel schwächeren südamerikanischen Republiken hierfür heranzuziehen. Selbst die Nordamerikaner haben in sehr vielen Fragen den Arabern nachgegeben, obwohl sie ausdrücklich bel tonen und selbstverständlich genau wissen, dass damit nicht den eigenen Prineine Stütze an grossen Ost- ¡frage wird auf die politische zipien entsprochen wird, sondern den schmierigen Oelinteressen schwere Ojh l'er gebracht werden müssen. Wie viele Konzessionen haben die Nordamerikaner selbst den Nasserschen Provokationen gegenüber' gemacht, mit welchem Pcmp empfing Eisenhower den Wüstenkönig Saud, obwohl er sich über die in der amerikanischen Verfassung verankerten Prinzipien hinwegsetzt? Die moderne Zeit zeichnet sich dadurch aus, dass ihre bewegenden Kräfte und Mächte nicht mehr so einfach zu betrachten und zu behandeln sind, dass ihre Probleme nicht mehr so leicht umrissen werden können und zu lösen sind, wie dies früher einmal der Fall gewesen sein mag. Im Hintergrund lauert überall und stets die Rivalität zwischen den beiden Weltmächten Amerika und Russland, die auf allen Kontinenten hartnäckig um ihren Einfluss ringen. Wir sahen dies soeben beim Kampf um die Zukunft des neuen Staates Kongo, dessen Entstehen mit ungewöhnlichen Auseinandersetzungen verbunden ist. Für einige Augenblicke musste man befürchten, dass der Streitapfel Kongo Grund genug dafür bieten würde, die ganze Welt in den Wahnsinn eines dritten JCrieges zu stürzen. Noch vor zehn Jahren dürfte es als eine völlig abwegige Idee erschienen sein, dass die Sowjetunion eine unmittelbare Bedrohung für die lateinamerikanischen Staaten darstellen würde. Heute kann man diese Bedrohung, die zu einer neuen Realität und damit zu einer neuartigen politischen Kraft auf unserem Kontinent wurde, kaum noch bestreiten. Nicht nur Kuba ist gefährdet und schickt sich an, sein Schicksal an den Ostblock zu knüpfen oder wenigstens 1. Liebling j fourniere — f SPERRHOELZEB * DIAZ VELEZ 5224 al 46 ] T. E. 43-2349/0340 T 3021 > Propiedades Frankenberg berät Sie kostenlos und unverbindlich beim Kauf oder Verkauf von WOHNUNÓEN HAEUSER GESCHAFFTEN Manuela Pedraxa 2530 pl. b. Dp. B T. E, 70-7244 1 Aiattka. (?h*peau.x HUTSALON Jetzt in Belgrano MOLDES 2 56 1 T. E. 73-9229 73-9155 machten zu finden. Wie jeder Diktator skrupellos vorgeht und nicht nur in seiner Innenpolitik Terrormassnahmen zur Regierungsmaxime erhebt, so trägt auch seine Aussenpolitik den Stempel der Grundsatzlosigkeit und eines hemmungslosen Opportunismus. Auf diesem Prinzip der Prinziplosigkeit baute Nasser seine Hausmacht auf, indem er bald den einen Blockführer als Verbündeten suchte, um dann bei besserem Angebot eine hundertprozentige Schwenkung vorzunehmen und mit dem anderen zu paktieren. Fidel Castro hat aus dieser Methode gelernt. Er spielt heute die Russen gegen die Amerikaner aus. Ihn interessiert es wenig, dass er damit die Struktur der amerikanischen Kontinente in einer unerträglichen Weise gefährdet, deren Folgen bisher nicht zu übersehen sind. Mit de- Verurteilung dieses Vorgehens allein ist es aber nicht getan. Es kommt auch nicht darauf an, dass wir in dieser Streitfrage nun eine besondere Stellung beziehen, wohl aber müssen wir die Konsequenzen zu erkennen versuchen, die sich daraus für uns ergeben können. Denn alle Mächte, die aus dem Westblock herausstreben, die von den Nordamerikanern oder den dazu gehörenden Europäern enttäuscht oder nicht voll zufriedengestellt sind, streben nach anderen Allianzen, nach neuen Verbündeten, nach neuen Partnern. Viele südamerikanische Länder sind mit der nordamerikanischen Politik nicht einverstanden. Viele von ihnen sind enttäuscht, weil sie nicht diejenige Hilfe oder Mitarbeit erhalten, haben, die sie sich wünschen und die sie auch gebrauche«. Deswegen sehen sie sich in der Welt um, wo sie vielleicht eine andere Macht gegen die Amerikaner ausspielen können. Schliesslich werden damit in die Politik nur übliche Handelsmethoden hineingetragen, das Gesetz von Angebot und Nach, Ebene transponiert, dem bisher konkurrenzlosen Lieferanten wird zum Bewusstsein gebracht, dass man nicht mehr unbedingt auf ihn allein angewiesen ist und die notwendige Ware, den erforderlichen Kredit, die erbetene Hilfe unter Umständen auch von anderer Seite beziehen kann. Schliesslich gibt es nicht nur ein „Entweder-oder” Man könnte sich an solche Mächte wenden, die nicht unbedingt zum Westen oder Osten gehören, die vielmehr durch eine lavierende Haltung sich selbst alle Wege offen halten, wie ... Nasser. Hier ist der gegebene Mittler gefunden, der intervenieren kann. Vielleicht bietet sich ein Weg, mit den Russen in Kontakt zu kommen, ohne gleich mit ihnen direkt zu verhandeln, wie das die Kubaner ein wenig voreilig getan haben. Vielleicht genügt der Druck auf diesem Umweg, um die Amerikaner gefügiger zu machen, die ängstlich über wachen, La Temana Israelita Biaemanano: apar aca tot Martes y Viere** Editado por Estrellas Ednonai Ltda V eran twcithch: D*. H. Swarsensky Pueyrreaón ¿ISO 1' uq T E. 83-2613 Aoono-Preise. Argentinien. $ 60.— pro Quartal als ihre eigene Macht Einfluss in Lateinamerika gewinnen zu lassen. Wenn diese Gefahr vor. liegt, dann wird die antijü. dische Front auf einer Ebene gestärkt, die bisher nicht im südamerikaniseken Kräftefeld lag. Diese Entwicklung hat mit antijüdischer Böswilligkeit nichts zu tun, berührt aber unsere Exi. stenz unmittelbar. Deswe. dargen sollte man diese Entkeine andere Wicklung genau beobachten. Dr. PEDRO HABERFELD PRAKTISCHER ARZT Arzt am Instituto de Investigaciones Médicas der Universität Buenos Aire? hat seine Praxis eröffnet. Ordination: Montag bis Freitag von 15 bis 18 Uhr DELGADO 1324. Höhe ElCano 3500. T. E. 54-8025 Dr. j B.Scbwarcz I ZAHNARZT j ESTOMBA 2283 — 52-8214Í RAYOS X J PARA DENTOSE f TELEF. f VORANMELDUNG f NERVENu. GEMUETS- KRANKHEITEH Dr. M. J. Kuhn BULNES 193C. pl. b., 1? T. E. 80-0249 Mont., Mittwoch Freitag 117—20 Uhr. Tel. Anmel- | düng erbetevi. Judith Schenkolewski Kullusslickezeien 1 Schabbosdecken - Tallisbeutel . Käppchen Maslot-Taschen . Hand- und Maschinenstickerei von Bett und Tischwäsche BEBEDERO 2585 T. 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