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Jüdische Wochenschau · 1960-07-15 · 1795 (15.7.1960) · p. Seite 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1795 (15.7.1960)
Date
1960-07-15
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German, Spanish
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SEM Viernes, 15 de Julio de 1960 Año XXI. Wo 17J5 KÉAEtt ÄS& COMITE CENTROEUROPEO Corrientes 2294 — VI. Stock — T. E. 48-3695, 40-568» Dr. MAX I. BODEN HE IMER 21. 3. 1865 — 19. 7. 1940 Wenn heute, 59 Jahre nach seiner Begründung, der Keren Kajemeth Lejisrael eine Realität darstellt, um die es keine Diskussionen mehr gibt, so verdankt er diesen gewaltigen Aufschwung nicht zuletzt einem Manne wie Justizrat Dr. Max Bodenhekr.er (-Cüln/Rh.), dessen £0. Todestag auf den 19. Juli fällt. Max Bodenheimer gehörte au den ersten fünf Anhängern Xerzls und begleitete ihn c ch auf der berühmten Palästinareise, die zur Begegnung mit dem deutschen Kaiser führte. Er hatte schon im Jahre 1893 eine „Kölner National jüdische Vereinigung" gegründet und auch, gemeinsam mit David Wolffsohn, den „Ersten Deutschen Zionistentag" nach Bingen (1897) einberufen. Bald nach der Schaffung des KKL trat er in den Zentralrat als Direktor ein, und von 1907 bis 1914 ist Bodenheimer Präsident des Jüdischen Nationalfonds gewesen. Er unterstützte Arthur Ruppin tatkräftig bei -ier Durchführung der ersten Bodenkäufe in Er:- Israel durch den KKL in der Epoche von 1908—1914 und gehörte zu den begeistertsten Vorkämpfern der Bodenerlösung im jüdischen Lande. In der Nachkriegszeit hatte Bodenheimer zwar keine leitende Position mehr innerhalb der zionistischen Bewegung, blieb ihr jedoch innig verbunden. Er übersiedelte 1935 nach Erez Israel, vo ihn. noch fünf Jahre beschieden waren. An seinem 75. Geburtstag war er zum Ehrenbürger von Tel Aviv ernannt worden; vier Monate später starb er und wurde auf dem Oelberg bei Jeschuschalajim beigesetzt. Sein Grabstein trägt als Inschrift seine Lebensdevise; „Um Zions willen darf ich nicht schweigen, um Jerusalems willen nicht verstum- Veranstaltungen mit dem KKL im Monat Juli: Freitag, 15. Juli, 16 Uhr: WIZO — Centroeuropeo, Olivos veranstaltet einen Kindernachmittag mit Märionetten-Theater; Israelische Filme. Coca Cola, Kuchen und Bonbons gratis; im Saal des „Lamroth HakoT', Caseros 1450, Florida. Sonnabend, 16. Juli, 21 Uhr: Comunidad Israelita, Bernal, im Gemeindehaus Quilmes, Av. La Plata esq. Santiago del Est-ro. Ansprache: Curt Wilk, Heitere Rezitationen: Hans Silber. Sonnabend, 16. Juli, 19 Uhr: „RAMAH” Agrupación Juvenil de la Congregación Israelita de la República Argentina, Libertad 875. Películas israelíes: Las tres jovencitas; Saludos de Israel. Sonnabend, 30. Juli, 19 Uhr: “RAMA" Películas Israelíes: El ll-mo Aniversario de la Independencia del Estado de Israel. Noticioso de Israel. Wir bitten bei diesen Veranstaltungen um zahlreiche Beteiligung! Aus unserer Arbeit Anlässlich der Hochaeiisfeier von Herrn Dr. Ernesio Kolodzinski und Frl. Rosemary Schwarz, V. Ballester, ergab die Sammlung zugunsten des KKL, durch die wertvolle Mitarbeit des Bruders der Braut, Miguel Schwarz, sowie Frl. Auerbach, die Summe von 8.000.— Pesos; das junge Paar wird in das “Goldene Buch” eingetragen. Ausserdem wird zum Andenken an den Vater der Braut, Dr. Oscar Schwarz s. A„ ein „Gan” gepflanzt. Bei der Vermählung von Herrn José Goldschmidt und Frl. Inès Worms war das Ergebnis der Sammlung für den KKL der Betrag von $ 3.320.—; auf den Namen des Brautpaares wird ein „Gan” gepflanzt. Gelegentlich der Verlobungsfeier von Frl. Inès H. Neumark und Herrn Moïses Frankel führten die Damen Frl. Ana Kahn und Rosa Böniger eine Sammlung fiü den KKL durch, welche die Summe von $ 2.000.— ergab; auf den Namen des Braut- Aus aller Welt Botschafter in Havanna Jerusalem. — Zum Botschafter in Havanna ist Jehonatan Prato ernannt worden, der zuletzt Israels diplomatischer Repräsentant in Griechenland gewesen ist. Prato gehörte von 1952—53 der Israel-Botschaft in Buenos Aires an. (ITA) Rückgang einer jüdischen Gemeinde Amsterdam. — Vor zehn Jahren wohnten noch etwa 2.000 Juden in Indonesien, heute sind es nur noch 80. Im Laufe des letzten Jahres haben 20 Personen das Gebiet verlassen. In Bälde werden noch weitere Familien auswandern und zwar nach Israel oder Australien. Uebrig bleiben dann noch in Surabaja 20 bis 25 und in Djakarta 6 Personen. (AWZ) 165.000 Einwohner Jerusalem. — Die Regierung hat in den letzten elf Jahren 100 Millionen IL für die Entwicklung Jerusalems ausgegeben. Die Stadt zählt heute 165.000 Einwohner, gegenüber 72.000 in der Zeit des Unabhängigkeitskrieges. Man hofft, die Bevölkerungszahl in den nächsten drei Jahren auf 200.000 bringen zu können. (AWZ) paares werden Bäume in Israel gepflanzt. Anlässlich der Brith Milah des Sohnes des Ehepaares Juan und Livia Krieger, geh. Heimann, ergab die Sammlung zu Gunsten des KKL durch die Mitarbeit von Herrn Horst Spangenthal die Summe von $ 3.530.—; das Kind, Gabriel Emilio, wird in das „Sefer Hajeled” eingetragen. Ausserdem werden Bäume auf den Namen der Eltern gepflanzt. Anlässlich der Feier des 70. Geburtstages unseres ver. dienstvollen Vorstandsmitgliedes, Herrn Samuel Marguües, ergab die Sammlung zu Gunsten des KKL durch die Mitarbeit von Herrn Emanuel Nadelreich die Summe von $ 3.212.—; auf den Namen des Jubilars wird aus diesem Anlass ein „Gan” gepflanzt. Wir danken allen unseren Spendern und Mitarbeitern. .»„g,fr»»..»..«..»»«,,».. »..»..4 SCHEKEL-COMITE IN ARGENTINIEN AM MITTWOCH, DEN 20. JULI, UM 21 UHR Grosser im Festsaal der Kehilla, Pasteur 633 Es werden Vertreter aller zionistischen Parteien über da,s Thema: Zionistische Probleme im Lichte des 25, Zionistischen Kongresses sprechen. Die ganze jüdische Kollektivität ist herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Antiker Münzen, schätz entdeckt Haifa. — Ein aus Tausenden von griechischen und römischen Münzen bestehender Schatz ist in dem Drusendorf Ussafia bei Haifa entdeckt worden. Die Behörden wurden erst aufmerksam, als plötzlich zahlreiche antike Münzen auf dem Markt in Israel auftauchten. Nach israelischen Gesetzen müssen alle archäologischen Funde den Behörden gemeldet werden. Der Finder kann gezwungen werden, auf seinen Fund zu verzichten, falls der Staat ihn als wertvolles nationales Eigentum betrachtet. Da dies der Fall war, stellte die Polizei von Haifa Untersuchungen über die Herkunft der Münzen an. Die Spur führte nach Ussafia, und ein Einwohner dieses Dorfes gab zu, den Schata in zwei irdenen Krügen auf seinem Land entdeckt zu haben. Als er Von der i olizei verhört wurde, hatte er bereits ein Drittel der Münzen verkauft. Sachverständige stellten fest, dass die Münzen in der phönizischen Küstenstadt Tyrus geprägt wurden. (AWZ) Deplacierte Ueberschrift Linz. — Einer Meldung der Deutschen Presseagentur (DPA) zufolge hat sich der 59jährige ehemalige SS- Obersturmbannführer August Maier im Bayreutfaer Gef ängnügp erhängt. Maier war bescmiiitigt worden, als Leiter eines Exekutionskommandos im Jahre 1941 im Gebiet von Lemberg 1.412 Juden und Polen erschossen zu haben. Die „Öberösterreichischen Nachrichten” brachten diese Meldung unter der Ueberschrift „Späte Opfer”. Dieser deplacierte Titel zeigt klar die sonderbare Einstellung der Zeitung, wonach das Mitleid nicht den Hunderten Ermordeten, sondern dem Mörder gilt, der sich durch feigen Selbstmord der gerechten Sühne entzogen hat. Midraschim zum Wochenabschnitt Pinchas ,. B. M. XXV. 10 — XXX. 1 Pinchas, der Eiferer „Räche an den Midjaniten die bne Yisrael”. die ri. -r Volk durch die Verführungskürstp ihrer Töchter zur .> de zu verleiten wussten. Dieser Satz. „Räche an den isi a). - niten die bne Yisrael” wird zur Ehre der Führer des jüdischen Volkes von damals gesagt. Denn in der F. risetzung des Satzes wird der Auftrag an Mosche erteilt, sich auf den Tod vorzubereiten. Jiidische Führer sollen nicht von der Bühne ihres historischen Schaffens abtreten, o.me die Sühne von den Feinden Israels eingezogen zu hjbvn. Denn diese Rache fordern sie im Namen dessen, der mit seinem Wort allein die Welt schuf. „Und Mosche sandte die Soldaten eines jeden Stammes ind den Kohen Pinchas ben Elieser an ihrer Spitze, die heiligen Geräte und die Alarm trompeten in seiner Hand.” Eigentlich hatte doch Gott Mosche selbst anbefohlen, die bne Yisrael an den Midjaniten zu rächen. Warum sandte er andere aus? — Weil Mosche in Midjan Zuflucht gefunden und dort viele Jahre verbracht hatte, hielt er sich für ungeeignet, an diesem selben Land Rache zu nehmen. Wie sollte ich Böses dem vergelten, der mir Gutes getan hat! Das Sprichwort sagt: In den Brunnen, aus dem du getrunken, wirf keinen Stein! Als Pinchas mit seinem Heereszug nach Midjar. kam und dort den Bösewicht Bileam fand, streckte dieser gegen ihn seine zwei Arme aus und sie wuchsen zu riesigen Flügeln, mit denen er sich in den Himmel erhob. Pinchas sah ihn, verfolgte ihn und auch er konnte plötzlich fliegen. Pinchas setzte ihm in den Himmel naöh und fand ihn vor dem göttlichen Thron katzebuckelnd stehen. Da zog Pinchas das kleine Plättchen heraus, das der Hohepriester auf seiner Stirn zu tragen hatte und auf dem geschrieben stand: Heilig dem Herrn! Bileams Bück fiel auf das Wort Gottes und er fiel in sich zusammen. Pinchas packte ihn und brachte ihn zur Erde, vor Mosche. Sie verurteilten ihn und töteten ihn WIE LIEGEN DIE FEIERTAGE DER JUEDISCHEN JAHRE 5720/21 Montag, den l. August Dienstag, den 2. August Mittwoch, den 21. September Erew Tischa b'Aw Tischa b’Aw Erew Rosch Hasehono 5721 Donnerstag, den 22. September Rosch Hasehono-5721 Freitag, den 23. September 2. Tag Rosch Hasehono Sonnabend, den 24. September Schabat Schuwoh Sonntag, den 25. September Freitag, den 30. September Sonnabend, den 1. Oktober Mittwoch, den 5. Oktober Donnerstag, den 6. Oktober Freitag, den 7. Oktober Sonnabend, den 8. Oktober Mittwoch, den 12. Oktober Donnerstag, den 13. Oktober Freitag, den 14. Oktober Zaum Gedaljah Erew Jom Kipur Jom Kipur Erew Sukot 1. Tag Sukot 2. Tag Sukot 1. Tag Chol Hamoed Hoschano Rabo Schemini Azeret Simehat Tora 1 —MW9>m»iiwww»npm»«ftaowr « OIS erwartet Deinen meseenen 9 9 9 9 6» 9 9 & m 9 9 | Annahmestellen: CAMPANA UNIDA PRO ISRAEL,* COMITÉ CENTROEUROPEO Sarmiento 2376, 3? — T. E. 47-3820^ und sämtliche Sekretariate der ange-$ schlossenen Organisationen und ’ Gemeinden i

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