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Jüdische Wochenschau · 1960-07-12 · 1794 (12.7.1960) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1794 (12.7.1960)
Date
1960-07-12
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German, Spanish
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o « m 5 *3 FRANQUEO PAGADO Concesión 908 * « ♦« „Q » O O * o <u TARIFA REDUCIDA Concesión 1629 Año XXI. BUENOS AIRES. MARTES 12 DE JULIO DE 1960 No. 1794 EL EJEMPLAR en toda la República Buenos Aires PUEYRREDON 2190 1? T. E. 83 . 2613 3, l*q. Neues Komplott in Amman Ben Gurion kritisiert Senator Fulbright Jerusalem. — Premierminister David Ben Gurion kritisierte den kürzlichen Bericht des demokratischen USA-Senators für Arkansas, J. W. Fulbright, über den Status der arabischen Flüchtlinge. Ben Gurion kommentierte Fulbrights Ausführungen in Beanwortung eines von der Cherut in der Knesset eingebrachten Antrags auf eine Debatte über diesen Bericht. Der Senator besuchte bekanntlich nuf seiner Orientreise vom vergangenen Mai sowohl Kairo wie Jerusalem. Der Ministerpräsident bestritt entschieden die Be. hauptüng des Senators, in der VAR wie auch in Israel herrsche Pressezensur. Er unterstrich, dass die Presse in Israel volle Freiheit ohne Einschränkungen geniesst. Ebenso bestritt er die Angabe Fulbrights, es gäbe eine Million arabischer Flüchtlinge. Ben Gurion berief sich auf den statistischen Beweis, dasr auf dem Gebiet des jetzigen jüdischen Staates rund 500.000 Araber gelebt haben, von denen, wie er betonte, 100.000 ihren Boden nicht verlassen haben, als die Araber ihre Invasion Israels entfesselten. (ITA) Aus aller Welt Die transjordanische Polizei hat bis jetzt Glück gehabt; sie hat die Verschwörungen, die immer wieder gegen das Regime ausgeheckt werden, stets rechtzeitig entdeckt und vereitelt. Sie stören aber doch den wirtschaftlichen Aufbau und beeinträchtigen die Möglichkeiten eines Fortschritts und einer Verbesserung der Lebensbedingungen des Volkes. Unmittelbar vor dem Ende des Fastenmonats Ramadan wurde ein neuer Anschlag aufgedeckt; seine Urheber planten die Ermordung des Premierministers Hazaa Majali und des Obersten Naser Ibn Jamil, eines Onkels des Königs. Die Verschwörung sollte, wie alle früheren Unternehmungen ähnlicher Art, als Instrument des politischen Kampfes in den arabischen Ländern dienen und verfolgte den Zweck, eine Aenderung der Politik Transjordaniens herbeizuführen. Die Anstifter der neuen Verschwörung nützten die Notlage einiger junger Leute aus, verführten sie mit Geld und Versprechungen und versuchten, sie zu iiberaeugen, dass die Beseitigung politischer Gegner durch Mord eine vaterländische Tat sei. Als Handlanger der Verschwörer diente ein junger Mann von 26 Jahren namens Nasri Mohammed, der aus einem Dorf in dem arabischen Teil Palästinas stammte. Er verliess Transjordanien in der Hoffnung, in Damaskus oder Beirut Arbeit zu finden; er wurde schliesslich von dem bekannten „Orient Club” in Damaskus vorübergehend als Kellner angestellt. Dort wurde er mit Abdulla Rimawi bekannt, der 1957 dem transjordanischen Kabinett angehörte, früher Sekretär der Baat-Partei war und nach dem erfolglosen Staatsstreichversuch vom April 1957 ausser Landes floh. Rimawi verstand es, das Vertrauen Nasri Mohammeds zu gewinnen; er gab ihm reichliche Trinkgelder und lud ihn gelegentlich in sein Haus ein m t der Begründung, sie stammten beide aus der gleichen Gegend und müssten deshalb einander helfen. Rimawi stellte eines Tages seinem jungen Freunde Ali Abu Nuwar, den einstigen Generalstabschef Transjordaniens vor. Die drei Männer sprachen über die angebliche Verschlechterung der Lage und die antiarabische Einstellung der transjordanischen Regierung sowie über die Frage, was der junge Mann für sein Land tun könne. Dieser wurde zu weiteren Besuchen eingeladen, erhielt reichlichere Trinkgelder als je, und die Verschwörer besprachen schliesslich mit ihm ernstlich das Thema der politischen Morde. Nasri Mohammed gab später in einer Pressekonferenz, die in Amman abgehalten wurde, alle Einzelheiten der Pläne seiner „Arbeitgeber” bekannt. Als er — so führte er aus — sich von den Verschwörern lossagen wollte, drohten sie ihm offen, sie würden ihn dem „Deuxieme Bureau” in Damaskus unter der Angabe, er sei ein transjordanischer Spion, ausliefern oder ihn umbringen. Nasri Mohammed liess sich schliesslich überreden, die ihm zugedachte Aufgabe zu übernehmen. Er wurde mit einem gefälschten Pass versehen, der auf den Namen eines libanesischen Christen lautete, und angewiesen, unter dem Vorwand, die Heiligen Stätten während der Osterfeiertage besuchen zu wollen, die transjordanische Grenze zu überschreiten. Er erhielt vorläufig 20 Pfund ausbezahlt und wurde beauftragt, eine Fünfpfundnote, die mit einem besonderen Jüdische Sportler aus 35 Ländern werden sich an der 6. Makkabiade beteiligen, die in der Zeit vom 29. August bis 5. September 1961 in Israel stattfinden wird. Dies gab P. Bildesgame, der Vorsitzende der Leitung des Makkabi-Weltverbandes, auf einer Pressekonferenz in Tel Aviv bekannt. Aus 28 Ländern liegen bereits die Zusagen von Sportlern vor. Der Makkabi-Weltverband hofft jedoch, dass die Zahl der teilnehmenden Länder noch auf 35 ansteigen wird. An der Makkabiade werden nicht nur Vertreter der Makkabi-Vereine teilnehmen, sodern auch andere Kennzeichen versehen war, einem Komplizen in Amman zu übergeben, der weitere Weisungen erteilen würde. Dieser Mittelsmann, ein entlassener Polizeibeamter namens Mohammed el Mutlag, versorgte den jungen Mann mit einer Pistole und sagte ihm, wo und wann er den Premierminister oder den Onkel des Königs damit erschiessen könne. Dieser sollte an einer gefährlichen Stelle der Gebirgsstrasse, die er mit seinem Auto zu passieren pflegte, überfallen werden. Wenn die Kugel ihn verfehle, so würde er doch die Herrschaft über seinen Wagen verlieren, und dieser würde über den steilen Abhang in eine Schlucht hinunterstürzen, wo dann das Opfer den Tod finden würde. Da sich der Gemüsemarkt in der Nähe befand, hätte der Mörder leicht Gelegenheit gehabt, sich unter die Menge zu mischen und zu fliehen. Nasri Mohammed wollte vor der Ausführung des Anschlags nochmals — vielleicht zum letztenmal — seinen Vater sehöfi. Er besuchte ihn in seinem Heimatort und unterrichtete ihn über das geplante Attentat. Der Vater versuchte, ihn vor dem Unternehmen abzuhalten, doch vergeblich. Er beriet sich darauf mit den Verwandten, und diese ka. men zu dem Schluss, dass die Polizei von dem Anschlag in Kenntnis gesetzt werden müsse. Diese ‘griff jüdische Sportler, um den Wettspielen einen umfassenden Charakter zu geben und Touristen nach Israel zu ziehen. Der Makkabi-Weltverband selbst ist, wie Gildesgame berichtete, heute in 35 Ländern vertreten und zählt 180.000 Mitglieder. Für die Vorbereitungen zur 6. Makkabiade werden rund 500.000 IL ausgegeben werden. Ferner müssen die Teilnehmer noch 2—3 Millionen IL an Reisekosten aufwenden. Ein besonderer Exekutiv - Ausschuss wird die Vorbereitungen für die Makkabiade treffen; in Israel wird ein öffentlicher Ausschuss unter Beteiligung der Regierung, der Ortsgemeinden, der Sochnut und der Erziehungs-Institutionen zur Förderung der Makkabiade geschaffen. Eine Sachverständigen.Kommission wird sich mit der Vorbereitung der einzelnen sportlichen Ereignisse befassen. Von besonderem Interesse wird eine den. Veranstaltungen der Pfadfinder nachgebildcte „Jamboree” sein, an der 2.000 Jugendliche im Alter von 13—17 Jahren aus vielen Ländern leilnehtnen sollen. Das „Makkabiade . Dorf” soll zu einer ständigen Ju- . gentüherberge für Jugendlidarauf ein. Der junge Mann hatte inzwischen seinen Mordplan aufgegeben und wollte nach Beirut fliehen. Er wurde jedoch verhaftet, bevor er Amman verlassen konnte. Premierminister Mejali erklärte, dass die Verschwörer vom Staatssicherheitsgericht abgeurteilt werden sollen. Um jedoch der Veröffentlichung entstellter und falscher Berichte über die Verschwörung vorzubeugen, wolle er die Schuldigen der Presse vorführen. Er habe auch die Absicht, künftig alle Einzelheiten staatsfeindlicher Pläne öffentlich bekanntzugeben, in der Hoffnung, dadurch auf ihre Urheber einen heilsamen Einfluss ausüben zu können. Der Premierminister erklärte ferner, er werde die Vereinigte Arabische Republik ersuchen, Abdulla Rimawi und Ali Abu Nuwar auszuliefern, damit sie in Transjordanien als Anstifter des neuen Komplotts abgeurteilt werden könnten. Er werde sich auf das Abkommen mit Syrien vom Jahr 1956 über die Auslieferung von Verbrechern berufen; die beiden Verschwörer seien eines Verbrechens angeklagt und könnten nicht das Asylrecht politischer Flüchtlinge für sich in Anspruch nehmen. Die Antwort auf das Ersuchen werde einen wesentlichen Einfluss auf die Beziehungen zwischen zwischen Transjordanien und der Vereinigten Arabischen Republik haben. che aus dem Ausland gestaltet werden. Auf diese Weise soll vermieden werden, dass das Makkabiade-Dorf nach jeder Makkabiade leer und unbenützt bleibt. Während seines Aufenthaltes im Lande traf Gildesgame mit dem Finanzminister, mit Aussenminister Golda Meir, mit dem Innenminister und dem Präsidenten der Knesset zusammen. Mit allen erörterte Gildesgame Wege und Möglichkeiten, um die Makkabiade zu einem jüdischen Weltereignis zu machen. Mit dem Histadrut - Generalsekretär besprach Gildesgame die Frage der Beteiligung des Hapoel an der Makkabiade, mit Bürg rmeister N«unir beriet er über die Vorbereitung des Stadions in Tel Aviv für die leichtathelitischen Wettbewerbe im Rahmen der Makkabiade. Der Leiter der Kanzlei des Ministerpräsidenten T, Kol. lek versprach H.lfe bei der Organisierung der Touristik. Man hofft, dass während der Makkabiade 30.000 Touristen ins Land kommen. Adv. Tori, der die Pressekonferenz leitete, gab bekannt, dass vorder Makkabi ade der 14. Kongress des Makkabi. Weltverbandes in Israel abgehalten wird. Ein Minister muss gehen Havanna. — Die Regierung Fidel Castros ernannte einen neuen Verkehrsminister anstelle von Enrique Oltuski, dem einzigen Juden, der dem Kabinett angehörte. Oltuski, der in Miami studiert hat, wurde im Januar 1959 ernannt, als Castro an die Macht kam. Nach einer 13stündigen Kabinettssit zung kündigte Präsident Osvaldo Dorticos den „Rücktritt” Oltukis und die Ernennung seines Nachfolgers, Raúl Moraes, an. Es heisst, man werfe Oltuski vor, sich nicht aggressiv genug für die revolutionären Prinzipien eingesetzt zu haben. — (ITA) Konferenz in London (London. — Hier fand eine Versammlung von Delegierten aus 28 Ländern statt, um das Programm der Welt föderation der Allgemeinen Zionisten auszuarbeiten, über das bei dem nächsten Kongress im Dezember beraten werden soll. (ITA) USA.Dampfer in Haifa Tel Aviv. — Der 23.000 T- Dampfer der American Export Lines „Independence” brachte 557 Passagiere zu einem zweitägigen Aufenthalt nach Haifa. An Bord befanden sich auch die leitenden Persönlichkeiten der Linie; sie wollen Pläne für dio Einsetzung einer Linie New York—Haifa durch ihren Dampfer „Atlantic” entwikkeln. (AWZ) Erlernen russischer Kampfmethoden Tel Aviv. — Die israelische Armee trifft Vorbereitungen, russische Kampfmethoden zu erlernen. Dies erweist sich als nötig, um dem Training von Tausenden von ägyptischen Offizieren aus Aegypten in sowjetischen Militärschulen gewachsen zu sein. Das Trainings . Programm wird auch als Mittel benutzt, die VAR vor Angriffen abzuschrecken. Nur das Wissen um Israels schlagkräftige Streitmacht kann Nasser vor neuen Abenteuern abhalten. — (AWZ) } Was würde Argentinien tun? Madrid — In einer Pressekonferenz, die Argentiniens Präsident, Dr. Arturo Frondizi hier abhielt, wurde er von den Journalisten gefragt, was seine Regierung tun würde, wenn Eichmann an Argei tinien zurückgegeben werden sollte. Dr. Frondizi lächelte sarkastisch und antwortete: „ „ . .. .. ... „Wir würden die iniernstionsler- Verträge, die über Völkermord unterzeichnet worden sind, respektieren, und Eichmann würde in dem Land, in dem er seine V brachen begangen hat oder von einem intcinationav-i c. rieht abgeurteilt werden.“ Auf eine andere Frage entgegnete Dr. Frondizi, Argentinien habe niemals in Betracht gezogen, gegen die uf seinem Übenden Juden Repressalien zu ev- Ausschreitungen in Italien Rom. — Allem Anschein nach neofaschistische Vandalen schleuderten "ine Bombe in ein Auto, das dem italienisch-jüdischen, bekannten Schriftsteller und Maler Dr. Carlo Levi gehört. Eine Tür und die Scheiben des Autos wurden zertrümmert. Dr. Levi befand sich gerade nicht in seinem Wagen. Er erklärte später, das Attentat sei wahrscheinlich deshalb verübt werden, weil er mit ander :i italienischen Intellektuellen zusammen ein Manifest unterzeichnet habe, das sich gegen das offizielle Verbot antifaschistischer Versammlungen und das Einschreiter, der Polizei bei derartigen Kundgebungen richtet. In dem Manifest wurde ferner gefordert, von der Staatsgewalt gegen die Faschisten Gebrauch zu machen, statt „die Bürgerechte zu schmälern“. Die Polizei zerstreute inzwischen die Veranstaltung, die rund 50 Juden vor dem Denkmal für die jüdischen Märtyrer in der Nähe der Grossen Synagoge durch- Lührten, wo sie einen Lorbeerkranz niederlegten. Die Polizisten behaupteten, die Gedenkfeier sei behördlicherseits nicht autorisiert worden. (ITA) Registro de la Propiedad Intelectual N9 624.OTO Iroprcao (B la Imprenta POLIGLOTA — Corrientes SHA 6. MAKKABIADE IN ISRAEL

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