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Jüdische Wochenschau · 1960-06-28 · 1790 (28.6.1960) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1790 (28.6.1960)
Date
1960-06-28
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German, Spanish
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.8« a -a t c 5 3 w u O < o FRANQUEOPAGADO Concesión 908 TARIFA REDUCIDA Concesión 1629 Ano XXI. BUENOS AIRES. MARTES 28 DE JUNIO DE 1960 No. 1790 EL EJEMPLAR en toda la República Buenos Aires PUEYRREDON 2190 19 feq. T. E. 83 . 2613 So wurden (Fortsetzung von Seite 3) über eine Verletzung seiner Souveränität beschwert. Mir ■würde der Gedanke logisch erscheinen, dass die Argentinier froh sein sohlten, den Prozess gegen Eichmann nicht führen zu müssen. Sie wissen sicherlich, dass Israel diesen Verbrecher in einem gerechten Gerichtverfchren aburteilen wird.” ■ EICHMANN gegen ARGENTINIER Wir veiöffentlichen neben, stehend ein Dokument,' das vom Jüdischen Weltkongress I zur Verfügung gestellt wurde. Es handelt sich um ein Faksimile eh»es Dokumentes, das aus Paris stammt, und aus dem sich ergibt, dass Eic-hmann Massnahmen , ge. gen argentinische Bürger verfügt hat. c-il sie Juden ■waren Das Dokument befindet sich i.m Dokumentenzentrum von imagistischer jCi-if.geyerbrechen ~in Paris. auch Argentinier, vom Gaskammern geschickt 4::r' ü- : ' ■■■•* ■NEUE VERHAFTUNGEN Eonn. — Die Regierung in Bonn teilte die Verb von \\ illiam Koppe angcklagt wird, unter Eichmann bei der.^Vernichtung von 6 Millionen Juden miigewirkt zu haben. Koppe war SS-General, der an der Besetzung Polens mitgewirkt hat und das militärische Kommando führte, während Eichmann die Ausrottung der Juden organisiert hat. Koppe wird direkt zur Last gelegt, die Ermordung von über 300.000 Juden veranlasst und kontrolliert zu haben. Mit Koppe ist damit ein weiterer I\ ’i-egsverbreeher gefasst worden, nachdem bereits eine Reihe Kriegsverbrecher nach der Verhaftung Eichmanns festgesetzt wo"- den sind. Es ist auffällig, dass d:e Verhaftung dieser Kriegsverbrecher in Deutschland erst jetzt nach dem Eingreifen der israelischen Kommandos vor sich ging. Bonn. — Das deutsche Justizministerium soll davon Abstand genommen haben, die Auslieferung des früheren Funktionärs im Reichsaussen - Ministerium, Karl Kbngenfuss, zu veranlassen. Kbngenfuss wird zur Last gelegt, au der Vernichtung belgischer Juden mitgewirkt g-u haben. Dieser Fall steht im e: gen Zusammenhang mit dem Verfahren gegen «einen früheren Vorgesetzten im Aussenministerium. Kurt Rademacher, dem es unter merkwürdigen Um. Ständen gelang, während des gegen ihn schwebenden Verfahrens zj iliiehten. Rademacher ,o l sich im Nahen Oste.. aiifhVten. Dife u-'ut-v'.en Justizbehörden :f dem Standpuekh J-"' ein Verfahren ge-or KVrgoufuss nicht du.!- mv führt werden kann, wem ¡v.,-n ..teilt gleichzeitig die wt m. na/-- ¿iiu /: . ~ “P Nachrlchtens '■> <• <-/* S\ t _ %_yjh. , >;* ' % - * *** *■ h~î' ‘ 4-B m mm JIJEDINNEN » - < Vt#'; AN; ALLE STAfOiLEITISTELLEN;;$'iCHEftH£ITSFat fZ£? IH b«Ü ™unS ‘/V rV^CHRICHTLiCH A} AN =r Adolf : :: L>) AN BtE„ (NSP.* D, 'SICHERHEtTSPOi;UESpi|C" DE JUSEN -- »-“»««iLikeüi« SAEHTL.ICHE JUDEN STAATSANG£H0ER(6KElf S^ND, $ 0 fß; R F£ST DIESE "JUDEN”$IND „UMGEHENDST UNTEB^BjENA^HUNG _; AUFENTHALTS!. AG£R a€R&£N~BEt.S£if«' C£li£;.S£ ^HANNOVER "¿UZöFüEHREN UND DORT'DEM MIT DEN, S ICH £RH£ I TS P0LI2E IUCHEN < AUFGABEN'" BEAUFTRAGTEN SS-HAüPTSJURH^iChRE* -DR* SEIDL ZU ' UEa£-t3E8£N--.DA$ VERM0ESEN DER ftSTGENGHMENEN IST; SICN£R?«STEl.LEN* NACH-- ¥OLL2uS3M£tDUNG 'ERFOLGEN WEITERE , * 1 At! I sunger •«* ■;.' fusatz f her, ms. SIND ALS UE8E8HÖLT AN2USEHEN ÖEN HAA6*~ SAEMTLICME BIS'HER ENTSTANDENEN 0*STOBAF 4- EiCHMANN ♦ < ■ DROHBRIEFE WIEN IN Wien. — Die wiener Juden ¡iahen in Verbindung mit der Festnahme des Nazihäuptlings Adolf Eichmann zahlreiche Drohbriefe erhalten, wie jetzt enthüllt worden ist. Diese Briefe waren mit „Geheim•.¡rgiiiü,-* tion der SS'1 unterschrieben. « VATIKAN DEMONTIERT Rom. — Dt»’ ..Oss» wutore Romano“, das Orr-ac des Vä. tikans, k*»eiihjwU #it im "M SS*«**»” v«critalienischen Zeitungen veröffentlichten Berichte, der Vatikan habe Eichmann bei seiner Flucht nach Südamerika geholfen, als „verleumderische Erfindung“. Eiu kommunistisches Blatt hatte behauptet, die kirchlichen Kreise seien bemüht, Nachforschungen .'.w verhindern, die ergebet) k-r ntenj dass die Kirche in ö> Flucht des Nazi Verbrechers „Terwikkelt“ gewesen sei. Die nicb ko*.nrnunist!"che sicherte, Kichmann habe in Genua einen Vatikan-Pass von einem Franziskaner-Pater erhalten, dem die Identität Eichmanns nur vage bekannt war. Zu diesen Beschuldigungen erklärte der Vatikan- Sprecher: „Wir haben nichts hierüber zu enthüllen, denn wir lieh*.- Le •<> Phantasien. Wir wissen mir, dass dieser Mann niemals eine« Vstikanpass erhnUen hrt, auch nicht nrtev einem rngenoin- N«iiicn denn der Bei. lige Stuhl pflegt Menschen, die keinen Anspruch hierauf haben, derartige Papiere nicht auszustellen.“ ■ FALL EICHMANN ABGESCHLOSSEN Den Haag. —■ Premierminister Ben Gurion erklärte sich bereit, den Streit zwischen Israel und Argentinien über den Fall Eiemnaun als abgeschlossen zu betrachten. Er zeigte sich wegen des durch den Sicherheitsrat gefassten Beschluss weder besorgt nach beeil'., die von den Ratsmitgliedern empfohlene ..Wiedergutmachung“ an Argentinien zu leisten, Ben Gurion äusserte, ihm sei nichts bekannt, wofür Israel Argentinien tan Entschuldigung bitten müsse. Auch erwähnte er nichts von einer zeitweiligen Rückgabe Eichmanns an die argentinische Botschaft in Tel Aviv. Eichmann, so betonte er, werde ebenso gerecht prozessiert werden wie irgend ein anderer Angeklagter. Wenn irgendein Land, einschliesslich Argentinien Beobachter zu entsenden wünsche, so „werden wir sie mit Vergnügen empfangen“. Der Ministerpräsident gab bekannt, Eichmann werde gestattet sein, seine Verteidiger aus Westdeutschland oder einem anderen Land zu wählen, nur dürften dies „keine Nazis’sein. Nach der Abstimmung im Sicherheitsrat habe er nur zwei Bemerkungen zu machen. Die eine beziehe sich auf die freundschaftlichen Beziehungen mit Argentinien, die, wie er hoffe, fortgesetzt werden würden, und der zweite Punkt sei, dass Eichmann in Israel abgeurteilt werden wird. Ben Gurion verwies darauf, dass Eichmann vielleicht nicht vor Gericht gestellt werden würde, wenn man ihn nach Argentinien zurückbrächte. Er erinnerte an die Anzahl von führenden Nazis, die nach Argentinien flüchteten, und fügte hinzu, dass man „bei der Einschätzung eines Landes die Vergangenheit nicht von der Gegenwart unterscheiden“ könne. Dabei liess Ben Gurion jedoch die Möglichkeit einer persönlichen Aussprache mit Präsident Frondizi offen, der in Brüssel zu einem dreitägigen Besuch eingetroffen war. Aber, so fuhr er fort, die Initiative hierzu müsse von dem Präsidenten Argentiniens ausgehen. Nach Israel zurückgekehrt Den Haag. Ministerpräsident Ben Gurion verliess mit seiner Gattin Paula und seiner Tochter Roana mit einem El l Al-Flugzeug den Flughafen Schipol, um nach Israel zurückzukehren. Den letzten Tag seines Aufenthales in Holland benutzte er, um auszuruhen und neue Bücher über biblische und alte griechische Themen einzukaufen. (ITA) Registro de la Propiedad Intelectual Nv 624 Ov0 ImpreM en la Imprenta POLIGLOTA — Comentes 3114-

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