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Jüdische Wochenschau · 1960-06-24 · 1789 (24.6.1960) · p. Seite 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1789 (24.6.1960)
Date
1960-06-24
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German, Spanish
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Año XXI. 3 TR ■ A Cl Viernes, 84 de Junio die Ï9wl BLIKDEHHEIM %'>s -*s ' mmm - w*; Der Text der Grundsteinurkunde ist in Braille auf Metall gestanzt worden, damit ein blindes Kind den Wortlaut der Versammlung vorlesen konnte. Der 13jährige Junge las '''essend und deutlich, während seine älteren Kameraden Tom Blindenheim die Pi :tte in der richtigen Höhe hallen. En Memoriam Lazarus Goldschmidt (ZUM 10. TODESTAGE DES GELEHRTEN) Vor zehn Jahren starb in London, wo er etwa anderthalb Jahrzehnte gelebt hat. te. Prof. Dr. Lazarus Goldschmidt, der sich durch seine Uebersetzung des babylonischen Talmuds ins Deutsche einen ganz besonderen Namen in der wissenschaftlichen Welt gemacht hatte. 1871 in Litauen geboren, hatte Goldschmidt die berühmte Jeschiwa von Slofoodka bei Kowno besucht und späterhin in Berlin und Strassburg orientalische Sprachen studiert. Bald galt er als besonderer Kenner des Aethiopischen, und ihm verdankt man die Uebertragung des nachbiblischen, mystischen Buches Henoch, das nur ln aethiopischer Uebersetzung erhalten geblieben war, ins ursprüngliche Hebräische. Goldschmidt war ein leidenschaftlicher Sammler und Bibelforscher, der eine Weltberühmte Bibliothek besass, deren wichtigster Teil von der Kgl, dänischen Universität erworben worden ist und sich heute in Kopenhagen befindet. Fast einmalig ist die Zahl der von ihm gesammelten Früh, drucke, Bücher von klassischer und moderner Poesie in kostbaren Ausgaben.Doch so wertvoll seine vielen Fachwerke sein mögen, sie treten allesamt zurück hinter der gigantischen Lebensleistung der Talmudübersetzung, die er 1896 begonnen und in fast vierzigjähriger gigantischer Arbeit 1935 beendet hatte. Er war der Erste, welcher den ganzen Talmud ohne irgendeinen Mitarbeiter und ohne eine Subskription in die deutsche Sprache übersetzt hat; es handelt sich um ein 12-bändiges Werk, das den Ruhm seines Schöpfers weitertragen wird. Durch viele Jahre hatte Lazarus Goldschmidt in Berlin gelebt, ein stiller Gelehrter, doch unbeugsam im Kampf um das von ihm als richtig Erkannte, ein Kämpfer für Wissenschaft und Wahrheit, eine wahrhaft grosse Persönlichkeit, die das jüdische Erbe einer neuen Generation überge ben wollte. C. W. COMITE CENTROEUROPEO Corriente« 2294 — VI. Stock — T. E. 48-3695, 46-5888 Concurso de Dibujo Artístico para Tarjetas de Felicitación del KKL La próxima acción de Tischri, con sus tradicionales felicitaciones parr Rosh Hashana, se destacará por un concurso de dibujos artísticos estimulando a jóvenes y mayores a participar en el mismo. Habrá que dar expresión a la felicitación para el año 5721, (tamaño tarjeta postal) representando simbólicamente al KKL y el significado del mes de Tishri. Un jurado, integrado por cinco personas, cuyos nombres se darán a conocer, examinará los proyectos presentados y premiará ios mejores. Los dibujos deberán ser enviados a: Keren Kayemeth Leisrael — Comité Centroeuropeo, Corrientes 2294, VI., hasta el 30 d* junio pxmo. Invitamos a toda persona con vocación al dibujo, sin distinción de edad, a participar de este interesante y grato concurso, ya que nuestra juventud llevará el dibujo premiado, ya convertido en nuestra felicitación, a cada hogar judío. Dr. Abraham Granott 70 Jahre alt Dr. Abraham Granott (Granowsky), langjähriger Vorsitzender des KKL-Direktoriums, seit kurzem Präsident des gesamten Keren Kajemeth Lejisrael, beging am 16. Juni den 70. Geburtstag. Granott stammt aus Russland und begann seine Laufbahn im Hauptbüro des KKL im Jahre 1919. Seit 1935 dem Direktorium an gehörend, wurde er zehn Jahre später Vorsitzender d«s Direktoriums. Den „Theoretiker und Praktiker der zionistischen Bodenpolitik in einer Person-’ hat man ihn genannt, und diese Bezeichnung charakterisiert vielleicht treffend seine Arbeit. Breda-Häftling freigelassen Amsterdam. — Von den acht Deutschen, die noch wegen Kriegsverbrechen in dam niederländischen Zuchthaus Breda festgehalten werden, ist der 52jährige R. Nitsch jetzt freigelassen worden. Er war 1948 wegen Mitschuld an der Hinrichtung holländischer Geiseln von einem niederländischen Sondergericht zum Tode verurteilt. später jedoch zu lebenslänglicher Haft begnadigt worden. (AWZ) Unsere Mutti, Frau MARGARETE LUDWIG geb. Goldfeld ist nun doch von uns gegangen. HERRMANN LUDWIG PETER. HANNI. SUSI und MONI WACHSMANN Perreyra Iraola 561 Palomar FCNSM 23. Juni 1960 Die Beerdigung hat bereits stattgefunden. Wir bitten, von Beileidsbesuchen Abstand nehmen zu wollen Anne-Frank.W aid Der Vater von Anne Frank, Otto Frank, hat anlässlich seines Besuches in Israel ein Bäumchen selbst gepflanzt. Er erklärte, dass dieser Wald, aus dem ständig neues Leben hervorgehe, ein herrliches Denkmal für Anne Frank und alle jüdischen Kinder, die umgekommen sind, darstelle. Veranstaltungen mit Beteiligung des KKL im Monat Juli 8. Juli. Freitag abends 21 Uhr: ONEG SCHABBAT — Israelische Filme im „Bar Kochba"-Heim, Gorriti 3951. Wir bitten um zahlreiche Beteiligung. Aus unserer Arbeit Anlässlich der Brith Milah des Sohnes des Ehepaares Dr. Carlos und Elena Bamberger in Haedo wurde durch die Mitarbeit von Frau Teresa Bamberger eine Sammlung für den KKL durchgeführt, welche die Summe von 1.000.— Pesos ergab; das Kind, Gustavo Ernesto, wird in das „Sefer Hajeled’’ eingetragen. Bei der Barmizwahfeier von Ricardo Goldschmidt ergab die Sammlung den Betrag von 2.000— Pesos; der Junge wird in das „Sefer Barmizwah” eingetragen. Anlässlich der Barmizwahfeier von Ricardo Enrique Bustin, Haedo, war das Ergebnis der, von Herrn Grerorio Witemberg und Frau Lidia Tichauer durchgeführten Sammlung 1.435.— Pesos; auf den Namen des Barmizwah werden Bäume in Israel gepflanzt. Wir danken allen unseren Spendern und Mitarbeitern. Granotts Streben ging dahin, den Inhalt der Prinzipien, ihren nationalen Zweck und das soziale Ideal in Einklang zu bringen mit der wirtschaftlichen Beurteilung der Probleme, mit den Möglichkeiten der Durchführung, vor Schwierigkeiten nicht zurückzuschrecken. Als auf der letzten zionistischen Aktionscomite-Sitzung von Dr. Nachum Goldmann der Vorschlag gemacht und dann einstimmig angenommen wurde, Dr. Abraham Granott zum Präsidenten des KKL zu bestimmen, Midraschim zvun Wochenabschnitt Korach 4 8. M. XVI 1 — XVIII 32 Korach ging als Spötter unter den bne YIsrael einher. Er vernahm, was Gott durch Mosche zum Schutze der Armen befahl, dass die Ecke des Feldes, die vergesse, nen Aehren, die ungelesenen Trauben den Witwen und 'Waisen und dem Fremdling bleiben sollen, dass der Zehnte dem Levi gebühre, damit er frei von der Sorge um die Landbestellung dem Dienste Gottes sich widmen könne. Doch was tat Korach? Er verkehrte die Lehre und stellte sie zum Gespött hin. Er erzählte von einer W'i’we, die sich mit ihren zwei Kindern von der Frucht ihres Feldes ernähren wollte. Als sie das Feld pflügte, befahl ihr Mosche: „Du sollst nicht mit einem Ochsen und Esel zu g eich pflügen.’’ Als sie säen wollte, verbot er ihr Misc.itiucht auszusäen. Als sie erntete, verlangte er von *hr die Ecke des Feldes, die Nachlese und das Vergessene. Als sie die Frucht einfuhr, verlangte er die Opfergabe, den ersten und den zweiten Zehnten. Als die Witwe unter der Last der Vorschriften nicht mehr fortfahren konnte, beschloss sie, das Feld zu ver. kaufen, und zwei Schafe für ihre und ihrer Kinder Nahrung und Kleidung zu halten. So zog sie diese Tiere ner.m. Als diese Junge warfen, erschien Mosche und forderte die Erstgeburt, denn alle Erstgeburt ist Gott geweiht. Sie tat wie gefordert. Doch als sie die Tiere zum ersten Mal schor, verlangte Mosche auch die erste Schur. Da ver. zweifelte die Frau und beschloss, die Tiere zu schlachten und zu essen. Doch schon hörte sie die Forderung: „Gib den Bug, die Kinnlade und den Magen als Priestergabe.” Da rief sie das verhängnisvolle Wort aus: „Kann ich denn nichts vor diesem retten? Dem Himmel sollen sie gehö. ren!” Und schon kam Mosche, um die Tiere ganz und gsr zu holen, denn was dem Himmel geweiht war, gehört dem Priester. ’ Die Witwe weinte mit ihren zwei Töchtern. Docn Korach tilgte hinzu: „So treiben es Mosche und Aharon und sagen *uns, Gott habe es befohlen!” sollte hiermit der engen Verbindung zwischen der Persönlichkeit dieses Mannes und seinem Lebenswerk, dem KKL, Ausdruck gegeben werden. Tatsächlich hat Granott wie kaum ein zweiter die Tätigkeit des Jüdischen Nationalfonds seit 40 Jahren entscheidend beeinflusst. Die jüdische und zio. nisthehe Welt danken dem treuen und vorbildlichen Kämpfer für die nationale Sache an seinem 70. Geburtstage und wünschen ihm noch viele glückliche und erfolgreiche Lebensjahre. Campaña Unida pro Israel Dein Beitrag für die bedeutet für ISRAEL: Siedlung Industrie Schulwesen Kulturarbeit Annahmestellen: COMITE CENTROEUROPEO der CAMPAÑA UNIDA PRO ISRAEL Sarmiento 2376, 3? — T. E. 47-3820 und sämtliche Sekretariate der angeschlossenen Organisationen und Gemeinden «MV

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