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Jüdische Wochenschau · 1960-06-14 · 1786 (14.6.1960) · p. Seite 2

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1786 (14.6.1960)
Date
1960-06-14
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German, Spanish
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7 Martes, 14 de Junio de ISM JÜDISCHE WOCHENSCHAU Año XXI. — No 1788 Internationale Diskussion ISchluss von Seite I) hii’-jewiesei:. das uutei dem sinnv. aer. Motto ..Verloren ist n wer sich <*elbst auffe.c. steht, dem Revanche- 6'«-. .' •. :-n frönt und deswegen is offene Kriegstreiberei betrr ohtet werden muss. Dieses Buch ist vor einiger Zeit in Deutschland auf den Index gestellt worden, d'. es „die Verbrechen und den Krieg verherrlicht und damit geeignet ist, Jugendliche zu gefährden“. Eine weitere Herausforderung stellte die Publikation des Buches von Maurice Bardéche „Nürnberg oder das gelobte I«ind“ dar. das ebenfalls in 3uenos Aires (1950) unter 'der Firma “Ediciones del Restaurador” Casilla de Correo 2171 erschien. In einem anderen Zusammenhang wurde bereits darauf verwiesen, dass der frühere Abgeordnete Dr. Santander eine Fülle Materials vorgelegt hat, aus dem sich ergibt dass nazistische Würdenträger und manche Kriegsverbrecher selbst in hohe Amtsstellen eingerückt sind und hier auf allen möglichen Gebieten tätig gewe. sen sind, vor allem aber die Gastfreundschaft Argenti niens zu politischen Zwekkeo, zu ihren nazistischfaseh.stischen Zwecken missbrauchen. Es bleibt auch eine Tatsache, dass Pavelich nicht auzgi-iefert wurde, obwohl seine Identität feststand, und er selbst garnicht leugnete, der gesuchte Kriegsverbrecher zu sein, nachdejn er hier angeschossen wurde und in einem Krankenhaus lag. Selbst wenn es den argentinischen Behörden nicht bekannt gewesen ist, dass der Mann, der mit einem vatikanischen Pass eimvanderte, der gesuchte Kriegsverbrecher Pavelich gew'sen ist, so konnten diese Zweifel nach der Einlie- Dr, FREY Abifado PUEYRRZDON 1198 19 taq nachm. 18—18 Ufa ferung Pavelich* in ein bonaerenser Hospital nicht mehr bestehen, zumal ein fremder Staat (Jugoslawien) seine Auslieferung verlangt hatte. Trotzdem konnte Aute Pavelich ungehindert nach Spanien reisen, wo er gestorben sein *oll, worüber wir bereits an dieser Stelle vor kurzem berichteten. Unter den gesuchten Kriegsverbrechern standen Bormann und Eichmann an erster Stelle. Von beiden wusste man seit Jahren, dass sie sich entweder noch in Argentinien aufhalten oder vorübergehend unter falschen Namen hie: gewesen rind. Alle Bemühungen, sie hier zu lokalisieren, waren vergeblich. Dass Eichmann falsche Dokumente besass, ist inzwischen unstreitig. Er hatte nicht eine Cédula, sondern mindestens zwei. Dass hierbei die lokalen Behörden irgendein Verschulden treffen würde, ist nicht behauptet worden. Aber dass Eichmann einflussreiche Helfershelfer hatte, steht ebenso sicher fest. Das sind einige Perspektiveides Dramas um Eichmann-Klement, der in Argentinien gefasst wurde. Aber hierbei handelt es sich nur um die Zwischenfälle der letzten Zeit, die zu der Auseinandersetzung Argentiniens mit Israel geführt haben. Dabei ist noch in keiner Weise berücksichtigt, welcher Verbrechen Eichmann beschuldigt wird, dessen Rolle bei der „Endlösung“, d. h. bei der Ermordung der europäischen Juden, eine geschichtliche Tatsache ist. Eichmann ist nicht ein Krimineller,, der im Verdacht steht, gewisse Mordtaten begangen zu haben; seine Verbrechen stehen eindeutig fest; er hat Millionen auf seinem „Gewissen“ und niemals geleugnet. die ihm zur Last gelegten Taten begangen zu haben. Nach Himmler und Heydrich ist es der Name dieses Kriegsverbrechers Eichmann, der Schrecken 1 Ainttka J. Liebling ( FOURNEERE — Î SPERRHOELZEB j DIAZ VELEZ 5224 al 46! T. E. 43-2349/0340 y 3021 f ajaeauxï HUTSALON J Jetzt in I Belgrano I MOLDES 2 5 S 1 I T. E. 73-9229 { 73-9155! REAL PEN i! >; Í Füllhalter <; Sí REPARATUREN jj fl Spezialgeschäft CORRIENTES 569 i» TE. 49-5850 ii Optica i i DIPL. OPTIKER iento E. 35-735 Judith Sehenkolewski K ultusstickereien Schabbosd ecken - Tallisbeutel . Käppchen Maszot-Taschen . Handand MaschinenstickereJ von Bett und Tischwäsche BEBEDERO 2585 T. E. 73-9155 Propiedades Frankenberg berät Sie kostenlos und unverbindlich beim Kauf oder Verkauf von WOHNUNGEN HAEUSER GESCHAEFTEN Manuel« Pedxaxa 2531 F*. b. Dp. B T. E. 78-7X44 und Tod für Millionen Juden symbolisiert hat. Ihn in Freiheit zu wissen, bedeutete für alle Ueberlebenden der nazistischen Verfolgungen, bedeutete für das ganze jüdische Volk eine ungeheure Belastung. Gibt es doch keine jüdische Familie, die nicht ein Opfer Eichmanns in ihren Reihen zu beklagen hatte. Und es gibt Tausende, die durch die nazistische Mordmaschine, die dieser Eichmann in Gang gesetzt und kontrolliert hat. nicht nur die Eltern und Kinder, sondern die ganze Familie verloren haben. Diese besonderen und einmaligen Umstände des Falles Eichmann müssen berücksichtigt werden, um das Vorgehen des „israelischen Kommandos“ zu verstehen. Es gibt im nationalen wie internationalen Rechtsleben den Begriff des übergesetzlichen Notstandes. Schon die alten Römer wussten, dass „summum jus summa injuria“ bedeuten kann, dass die Wahrneh muiig des höchsten Rechtes mitunter dieses stärkste Recht in das höchste Unrecht verwandelt. Die Juristen mögen prüfen, ob hier ein solcher Fall gegeben ist. Wir wollen nur die Frage formulieren, ob der argentinische Standpunkt der Wahrnehmung eines der argentinischen Regierung zustehenden Rechtes, das sich aus der Verletzung der Souveränität ergibt, nicht zu einem Unrecht wird, falls die argentinische Regierung auf ihrem formalen Rechtsstandpunkt verharren würde, ohne den. ungewöhnlichen Besonderheiten dieser Angelegenheit hinreichend Rechnung zu tragen. Sicherlich sucht auch Argentinien, dass seine bisher freundschaftlichen Beziehungen zu Israel unterstrichen hat. einen Ausweg aus 1 < diesem Streit, der sich durch den versöhnlichen Brief Ben Gurions an den argentinischen Staatspräsidenten zu öffnen scheint. Jedenfalls hat der Fall Eichmann das Problem der Kriegsverbrecher wieder auf die Tagesordnung gestellt. Interessante Einzelheiten hierüber sind in einer neuen Information des Jüdischen Weltkongresses enthalten. Wie kompliziert dieser Fragenkomplex ist, sollte ein Besuch von Dr. Nehemia Robinson, dem Leiter des Instituts für jüdische Angelegenheiten des Jüdischen Mohel N. Plaksin Superi 2719 T. E. 76-6784 u. 76-2312 Weltkongresses, zeigen. Im Februar dieses Jahres befand sich Robinson in Westdeutschland, wo er sich mit dem Leiter des Büros für jüdisches Eigentum in den Vertreibungsgebieten unterhielt, der einen Bericht über diese Materie für die Besprechung mit Robinson vorbeitet hatte. Der Chef dieses Büros zeigte sich über die geringe Zahl der Anmeldungen erstaunt und bat um beschleunigte Reklamationen, damit die Angelegenheit abgeschlossen werden könne. Nur drei Monate später wurde Dr Robinson davon in Kei.ntnis gesetzt, dass der Chef dieses Büros verhaftet sei. Es hatte sich herausgestellt, dass er Mitglied des SS-Einsatzkommandos gewesen ist, von dem zahlreiche Personen, meist Juden, in der Ukraine während des Krieges erschossen worden sind... Wie Dr. Robinson mitteilt, werden für verschiedene Prozesse, die in Deutschland abgewickelt werden sollen, noch Zeugen gesucht. Auf die Veröffentlichungen des Jüdischen Weltkongresses und seine Aufforderungen, Zeuger sollten sich melden, haben bereits viele frühere Lagerinsassen geantwortet, vor allem für den bevorstehenden Auschwitz-Prozess, wo bekanntlich mehr als zwei Millionen Juden ermordet worden sind. Aus dem Vernichtungslager Belzec (Polen) konnten sich nur wenige Juden retten. Zeugen für dieses Lager werden noch gebraucht. Für die Vernichtung von beinahe 20.000 Juden, die in Przemysl lebten, konnte der Kongress den deutschen Behörden Zeugenaussagen zur Verfügung stellen. Eine ungeheure Zahl von Kriegsverbrechen ist bis heute ungesühnt. Hier sollen nur einige Beispiele gegeben werden, die vielle’cht dazu führen,- neue Zeugen festzustellen, um die Schul- NERVENu. GEMUETS-i KRANKHEITEN * Dr. M. J. Kuhn I BULNES 193C, pl. b„ 1? I | T. E. 80-0249 | | Mont., Mittwoch. Freitag j 117—20 Uhr. Tel. Anmell i düng erbeten. j Dr. S B.Schwarcz j ZAHNARZT j LESTOMBA *283 — 52-8214 *i RAYOS X 1 PARADENTOSE \ TELEF. i f VORANMELDUNG? ♦WWMWWMVMWWWWWMWWVWWWi;j Restaurant »Paso" *IBO ¡I Paso 452 (al fondo) — T. E. 87-9259;! Untar Aufsicht des Vaad Harabonim der Kehílla . ¡ MITTAGS- und ABENDTISCH * Anrichten von kleinen Festlichkeiten und Banketten BERNARDO STERN und JUAN JULIUSBURG AUSFUEHHUNG SAEMTLICHEH Malerarbeiten CONDE 231t I. E. 78 7533 digen ihrer vielfach verdienten Strafe zuzuführen, nämlich ft-r die Lager und Ghet. ti: Lemberg - Janowska, Zwangsarbeitslager Stalowa, Wola Neu-Saudez Radom, Schidlowitz, Heidekrug (Litauen), Jezierna, Birkenau, Budzyn (bei Lublin), Lopatin, ZAL Wiesenberg, Brody, Ghetto von Warschau, Theresienstadt, Ghetto von Grodno, Stanis’^w, Maidanek, Mielee, Flossenburg. Holeishow bei Pilsen, Tomashew-Lubelski, Biela- Bielitz, Lager Madnowitz. Manche, die in diesen Lagern gewesen sind, wollen nicht aussagen, weil sie den seelischen Qualen nicht gewachsen sind, die mit einem Bericht über das Erlebte verbunden sind. Einige haben sich geweigert, als Zeugen aufzutreten weil sie Repressalien befürchten, wenn auch ihre Zahl unbedeutend ist. Das gesamte auf d esem Wege beschaffte Material wird genauestens geprüft und dann den -uständ ger Gerichten zugeleitet, um auf diese Weise wenigstens nocv einige der Schuldigen fest zustellen und zu bestrafen. Der Kampf gegen die Kriegsverbreche: hat sich allmählich auch in einen Kampf gegen die Zeit verwandelt, da die gesetzlichen Fristen zur Verfolgung dieser Verbreche.. abzulaufen beginnen.Mit Ausnahme von Mord und Beihilfe zum Mord (auf Einzelheiten kann hier nicht eingegangen werden) verjähren die Verbrela Semana Israelita Nienunano: apar ace i ¿as Martes y Viernes * Editado por ¡ Estrellas -Editorial Ltda Verán twcrtbcb: Dx. H. Swarsensky Pueyrreoón 2190 ]> izq T. E 83-2613 A nono-Preise $ 60.— pro Quartal Arger, un jen.. eben nach 15 wahren; vom Ende des Krieges gerechnet, würden also die Verbrechen im Juni 1960 duicn Verjährung ungesühnt bleiben, in denen bisher keir.e Anklage erhoben wornen" ist. Von verschiedenen Seiten wurde verlangt, dass durch eine Sondergesetzge. bur 1 die Verjährungsfrist verlängert wird. Die Aussichten jedoch, dies zu erreichen, sollen schwache sein. Aus diesem G rur.de würden die Anstrengungen in den letzten Monaten verstärkt, um die noch vielen I fehlenden Kriegsverbrecüer aufzuspüren. Die Affaire Eichmann hat das Kapitel der Kriegsverbrecher erneut aufgerollt, deren Verfolgung nicht nur eine i-oralische Verpflichtung aller anständig gesirnten Menschen Ist, sondern eine Selbstwehr der demokratischen Welt. Dr. JOSE L COI ORTOPEDIA — FRACTURAS Pampa 2926 T. E. 73-1116 Solicite hora VARICES — ULCERAS DE LA PIERNA - ARTERIOSCLEROSIS Dr. SAUL UMANSKY SARMIENTO 3116 7. E. 87 13621 IDr. BENJAMIN LIPNIZKY ) ZAHNARZT 1 ROENTGENSTRAHLEH — ZAHNZIEHEN - 8E- HANDLUNG Mil GASBETAEUBUNG - REGU- I LIERUNG DER ZAHNSTELLUNG Sprechstunden- Dienstag — Donnerstag — Sonnabend | nach vorheriger Vereinbarung. 1 JOSE HERNANDEZ 2518 T. E *6-8673 **-•*» Dr. L. KLEIN Medico Magen, und Darmkrankheiten Röntgen -Untersuchungen SPRECHSTUNDEN: ¿Montag, Dienstag, Mittwoch u. Freitag von 15—19 Utej j Es wird gebeten, sich vorher telefonisch allzumelden1: SANTA FE 1391 T. E. 44 9493 u. 44-1542Î; um* »*»*»*«»»»»»»»**»*-* ***44»*«»»*««»*»* Dr. Bernardo Goldstein MEDICO CARDIOLOGIA — HOSPITAL FERNANDEZ Radio X — Durchleuchiung — Electrocardiograma* CUBA 2141 T. E. 73-8762 m. 73^817 Consultas: Montags bis Frailagss 15—18 Uht Souubtadt 14—18 Ote

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