Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1785 (10.6.1960)
- Date
- 1960-06-10
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, 10 de Junio de 1960 LA SEMANA ISKAILIti Año XXI. — No. 1785 — T DIE EREIGNISSE DER WOCHE Neuer Botschaftsrat für Wirtschaftsfragen Vor einigen Tagen traf Herr Jacob Barmor, der neue Botschaftsrat für Wirtschaftsfragen der Israel-Botschaft in Buenos Aires ein und hat inzwischen sein Amt angetreten. Barmor ist aus dem diplomatischen Dienst des israelischen Aussenministeriums hervorgegaugen, dem er seit Staatsgründung angehört. Er hat nicht nur im Aussenministerium selbst wichtige Posten bekleidet, sondern wurde auch verschiedentlich mit diplomatischen Missionen betraut, die ihn ins Ausland führten. Der neue Botschaftsrat war Erster Adjutant der Abteilung für Osteuropa und später Erster Sekretär der israelischen Legation in Warschau. Er war Mitarbeiter in der Wirtschafts-Abteilung des Aussenministeriums und wurde dann als Konsul nach Zypern geschickt, wo ihm im besonderen die Wahrnehmung ökonomischer Interessen anvertraut war. Bis zu seiner jetzigen Versetzung nach Buenos Aires, lagen ihm die Funktionen eines Ersten Adjutanten der Abteilung für die Vereinigten Staaten des Aussenministerium: ob. Jacob Barmor wurde 1915 geboren. Er traf in Beglei- Iiung seiner Gattin und dreier Kinder in Buenos Aires ein. Dr. Chaim Pazner abgereist Der bisherige Botschaftsrat für Wirtschafts-Fragen des: Israel-Botschaft in Buenos Aires, Dr. Chaim Pazner, ist mit seiner Gattin nach Stockholm abgereist, wo er seinen Sitz als Botschaftsrat für Wirtschafts- Fragen der skandinavischen Länder nehmen wird. Zur Verabschiedung Dr. Pazners auf dem Flugplatz von Ezeiza waren der israelische Botschafter, Dr. Arie Levavi, mit Gattin, alle hohen Botschafts-Beamten, die Präsidenten und Vorstände der jüdischen Institutionen von Buenos Aires, im besonderen diejenigen, mit denen Dr. Pazuer durch seine Tätigkeit in direktem Kontakt stand, erschienen. Die Anwesenheit der zahlreichen, persönlichen Freunde bei der Abreise Dr. Pazners bewies die lebhaften Sympathien, die er und seine Gattin sich während ihres Aufenthaltes in Argentinien erwerben konnten. Studienreisen nach Israel In der Jewish Agency fand ein Empfang für die erste Gruppe sefardischer Jugend- Miclraschim zum Wochenabschnitt: Beha alotcha 4. B. M. VIII. 1 XII. 16 Vom Licht und vom Manna „Wenn du den siebenarmigen Leuchter entzündest, sollen alle sieben Lichte erstrahlen”, so erging der Befehl Gottes an Mosche, um ihn an Aharon weiterzugeben. Aber was brauchte er dies eigentlich anzuordnen? Hat Gott nicht genug Licht in seinem grossen Schatz? Ein Gleichnis mag es erklären: Einst sagte ein König zu seinem Jugendfreund, einem schlichten Handwerksmann: An dem und jenem Tag komme ich auf meiner Reise zu dir in dein Haus. Empfange mich, wie es unter Freunden Sitte ist. — Der Freuni rüstete sein Haus, bereitete ein bürgerliches Mahl, richtete ein schlichtes Bett, entzündete seine gewohnte Lampe, aber mit all ihren geputzten Lichtern. Siehe da, es kam der König an; die Dieser umgaben ihn von allen Seiten, bald war das Haus voll von ihnen, ein jeder trug etwas ins Haus, der und dieser je eine Lampe, jener und aber jener Schüsseln voll von herrlichen Speisen, das Haus füllte sich mit königlicher Pracht. Der Handwerksmann schämte sich, verschloss fest die Kammer, wo das Bett für den König gerichtet war, versteckte die Lampe, die er mit so viel Erwartung gerichtet hatte und seine einfachen Speisen verwahrte er vor den Augen der Gäste. Als der König den Freund begrüsst hatte, klatschte er in die Hände und sein Gesinde verlless den Raum. Dann sprach er zu seinem Freund’ „Bat ich dich nicht, mich heute hier wie einen Freund zu empfang.n? Doch ich sehe nicht, dass du dich auf diesen Tag gerüstet hast.” — „O doch! Allein vor so viel Herrlichkeit, die deine Diener in mein Haus gebracht haben, schämte ich mich und verbarg alles vor deinen Augen.” Da nahm ihn der königliche Freund bei der Hand und bat, ihm alles zu zeigen. Als er die Freude in den Augen seines Juegndfreundes sah, rief er froh aus: „Ich schwöre dir, dass alle Kostbarkeiten meiner Diener nichts mir gelten gegen deine Liebe.” Sie sassen und assen die schlichte Nahrung des Handwerkers und entsannen sich ihrer Jugendspiele. — So ist es auch bei Gott, der Mosche und Aharon den Auftrag erteilte, die siebenarmige Menora im Stiftszelt zu entzünden und bei ihrem Kerzenschein sich der Liebe der bne Yisrael zu erfreuen. liehen statt, die im Rahmen der Studienreisen zwei Monate in Israel, waren. Die Gruppe umfasste 18 Jugendliche, welche verschiedenen sef ard ischen Organ isatio nen angehören und jetzt im Rahmen der Werbearbeit im sefardischen Sekte: der Bundeshauptstadt und der Provinz eingesetzt werden. Bisher ist der sefardische Sektor nicht in die Arbeit der argentinischen Jewish Agency einbezogen worden, und es steht zu hoffen, dass von jetzt an die sefardischen Juden, die zahlenmässig sehr stark sind, aktiver zur zionistischen Arbeit heran gezogen werden. Zur Organisation der Arbeit im sefardischen Sektor wurde aus Israel der sefardische Schaliach Mejuchass delegiert, der in zäher Kleinarbeit verschiedene Arbeitsgruppen in der Hauptstadt und der Provinz gegründet hat, die überraschend gute Erfolge zeitigten. Die erste Gruppe der Jugendlichen, welche die Reisekosten selber aufgebracht und hierfür grosse finanzielle Opfer gebracht haben, sind von ihren Eindrücken in Israel begeistert und erwarten, alle Kreise der sefardischen Kollektivität intensiver zur Arbeit für Israel heranziehen zu können. Eine zweite Gruppe soll bald zusammen gestellt werden, um einen innigeren Kontakt der sefardischen Gruppen in Israel mit denen Latein amerikas zu schaffen und einer Entfremdung der Jugend gegenüber Israel entge^enzutreten. Die Jugendlichen haben viele durchführbare Vorschläge angeregt und auch eine festere Zusammenarbeit mit den aschkenasischen Jugendlichen ist geplant, da diese die gleiche Sprache sprechen, um keine unnötigen Schranken zwischen Gruppen der jüdischen Gemeinschaft Argentiniens zu errichten. Nach dem offiziellen Empfang fand eine Aussprache und Diskussion über allgemeine und aktuelle jüdische Probleme statt. Versteigerung von Einstein-Briefen Marburg. — Acht von Einstein geschriebene Briefe wurden auf einer Auktion an einen deutschen Sammler für 7.000 Mark verkauft. Ein nordamerikaniseher Sammler zahlte für einen von Sigmund Freud geschriebenen Brief 2.000 Mark (ITA) Ein „Führer” weniger Das Manna wird bald dem Brot verglichen, bald dem Oel, bald dem Honig. Wgm gleicht es nun wirklich? Wenn Kräftige es assen, so war es ihnen im Mund, als wenn sie Brot kauten; wenn Greise es in den Mund nahmen, so zerging es ihnen wie Honig, und wenn Säuglinge danach langten, zerfloss es ihnen im Mund wie Oel. Auch ward einmal gesagt, das Manna legte sich wie eine Tauschicht auf das ganze Lager. Ein andermal heisst es, sie zerstreuten sich, das Manna aufzulesen. Ein drittes Mal heisst es, das Volk ging hinaus, das Manna aufzulesen. Wie verhielt es sich nun in Wirklichkeit? Die Frommen fanden es vor dem Eingang ihrer Zelte und brauchten es nur aufzuheben. Die Mittelmässigen brauchten nur «ias Lager zu verlassen, umes zu finden. Die Böse wich »er mussten sich aber plagen und herumstreifen bis sie es fanden. München. — Ein prominentes Mitglied der „Braunen Internationale”, der Verleger Heinz Priester, ist in Wiesbaden einem Herzinfarkt erlegen. Priester war der Deutschland-Exponent bei der antisemitischen Internationale in Malmö; er war Herausgeber mehrerer Bücher, die im Gegensatz zu der jetzigen Geschichtsschreibung standen und die Kriegsschuld von Hitler auf andere zu schieben versuchten. Als Chef der Abteilung der Europäischen Sozialen Bewegung für Deutschland und der Deutschen Abteilung der ENO (Europäische Neuordnung), war Priester mit den berüchtigten Antisemiten und Faschisten mehrerer europäischer Landet verbunden, an deren Zusammen k »Wien er stets teilnahm. (IPN) NACHRICHTEN AUS ISRAEL EINWEIHUNG EINES PACXHAUSES „Pfikar”, eine Anlage zum Nachreifen, Verpacken und Vermarkten von Obst wurde vor kurzem in Naaman errichtet. Bis jetzt wurden hierbei 250.000 IL investiert, und man beabsichtigt, die Kapazität der Anlage durch die Investition von weiteren 150.000 IL zu verdoppeln. Gegenwärtig werden dort 20 Arbeiter beschäftigt. BLUMENZUCHT IN ELAT Das Landwirtschafts-Ministerium plant,- Gladiolen in den Sanddünen bei Elat z-u setzen und sie mit den Abwässern der städtischen Kanalisation zu bewässern. Die Blumenzucht bildet eine der wichtigsten Wirtschaftszweige von Jotwata, und die Fachleute sind der Ansicht, dass die Bedingungen für die Blumenzucht in Elat ebenfalls günstig sind. WASSERVORKOMMEN In Wadi Keren, Westgaliläa, stiess man bei einer von der Gesellschaft „Mekorot” vorgenommenen Bohrung auf reiche Wasservorkomimen in einer geologischen Schicht, die bis jetzt noch kaum ausgebeutet worden ist. Das Wasser, das süss ist und .sich zum Trinken und für Bewässeftmgszwecke eignet, wurde in einer Tiefe von 440 Metern gefunden. UMSATZ DER CHEMI¬ SCHEN INDUSTRIE Der Umsatz der israelischen chemischen Industrie betrug im Jahre 1959 120 bis 130 Millionen IL. In diesem Industriezweig sind 7.000 Arbeiter in grossen kleinen Betrieben beschäftigt. Der Direktor von „Fertilizers and Chemicals Ltd.” äusserte sich dahin, dass die chemische Industrie im Lande eine sehr hohe Stufe erreicht habe. LANDWIRTSCHAFTLICHE MASCHINEN Es gibt in Israel 40 Fabriken und Werkstätten, die landwirtschaftliche Maschinen herstellen; ihr Jahresumsatz beläuft sich auf 7 Millionen IL, und sie decken zwei Drittel des Bedarfs an landwirtschaftlichen Maschinen und erzeugen den grössten Teil der im _,nnde benötigten Ersatzteile ceisitAEC COMITE CENTROEUROPEO Corrientes 2294 — VI. Stcck — T. E. 48-3695, 48 5683 Concurso de Dibujo Artístico para Tarjetas de Felicitación del KKL La próxima acción de Tischri, con sus tradicionales felicitaciones par a Rosh Hashana, se destacara por un concurso de dibujos artísticos estimulando a jóvenes y mayores a participar en el mismo. Habrá que dar expresión a la felicitación para el año 5721, (tamaño tarjeta postal) representando simbólicamente al KKL y el significado del mes de Tishri. Un jurado, integrado por cinco personas, cuyos nombres se darán a conocer, examinará los proyectos presentados y premiará los mejores. Los dibujos deberán ser enviados a: Keren Kayemet Leisrael — Comité Centroeuropeo, Corrientes 2294, VI., hasta el 15 de junio pxmo. Invitamos a toda persona con vocación al dibujo, sin distinción de edad, a participar de este interesante y grato juventud llevará el dibujo premiado, ya convertido en nuestra felicitación, a cada hogar judío. Veranstaltungen mit Beteiligung des KKL im Monat Juni: Sonnabend, 18. Juni, abends 21 Uhr: Nueva Comunidad Israelita, Villa Ballester: Ansprache: Juan Meyer Keyt. Israelische Filme. Mittwoch, 22. Juni, abends 21 Uhr: „Bet Israel”: Ansprache: Dr. Juan Klepetar. Israelische Filme. Wir laden unsere Freunde ein, an diesen Veranstaltungen zahlreich teilzunehmen! Aus unserer Arbeit Anlässlich der Barmizwahfeier von Ricardo Marcelo Oppenheimer ergab die Sammlung zu Gunsten des KKL durch die wertvolle Mitarbeit von Frl. Mausi Juda und Frl. Evelyn Grünebaum die Summe von Pesos 5.000.—; die Eltern des Barmizwah werden in das „Goldene Buch” eingetragen. Gelegentlich der Barmizwah von Robbi Ciier, V. Lopez, spendete die Familie finden 'KL den Betrag von $ 1.000.—; auf den Namen des Jungen werden Bäume in Israel gepflanzt. Beider Barmizwahfeier von Raul Ricardo Maier, Quilmes, wurde für den KKL der Betrag von 7CÖ.— Pesos gesammelt: auf den Namen des Barmizwah werden Bäume gepflanzt. Herr Martin Gronich spendete anlässlich der Briih Milah seines Enkels- Cls’rdio Marcelo Grcnieh. den B n g von $ 500.—, wofür Bäume auf den Namen des >,ti geborenen gepflanzt werden. Anlässlich der Feier cer Silbernen Hochzeit des Ecepaaras Simon und Etty Schönberg ergab die von Frau Ilka Besthof dura:’geführte Sammlung die Summe von $ 1.80G.—; auf ¿e:i Namen des Ehepaares werden Bäume in Israel gepflanzt. Wir dan! en allen, ur seren Spendern und Mitarbeitern. Anfertigung von Jahrzeitstafeln: Wir geben unseren Freurden bekannt, dass wir die AuferLgun?. von JAHRZEITS¬ TAFELN übernehmen; wir bitten, diese im Sekre ar at oder bei unseitm Vorst adsmitglied, Herrn Strauss, T. E. 40-8442. z.u bestellen. Unser Telegrammdienst Telegramme und Eaumspenden, bei jedem Anlass, sind unter folgenden Telefon-Nummern aufzugeben; 40-8442 (Herr Strauss) 73-4916 68-7004 64-2966 34-3209 76-1396 (Fiambreria Coghten) 48-3695 (Sekretariat) 48-5683 nida pro Israel Monal JUNI IÜ0KAÏ der Einheitskaoipagne i960 Sendet Euren angemessenen Beitrag ANNAHMESTELLEN: CAMPANA UNIDA PRO ISRAEL 1 Comité Centroeuropeo Sarmiento 2376, 3° T. E. 47-3820 — | Sekretariate der angeschlossenen $ Gemeinden und Organisationen