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Jüdische Wochenschau · 1960-05-27 · 1781 (27.5.1960) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1781 (27.5.1960)
Date
1960-05-27
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German, Spanish
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■■■SK*-?-. “JP*! 1 z. FRANQUEOPAGADO Concesión 908 TARIFA REDUCIDA Concesión 1629 MANA ISRAELITA EL EJEMPLAR« en toda la República Q ■* Buenos Aires PUEYRREDON 2190 1? ixq. T. E. 83 . 2613 Año XXI. BUENOS AIRES, VIERNES 27 DE MAYO DE 1960 No. 1781 V* uss.an Die russische Regierung | hat das Angebot des israelischen Ministerpräsidenten, sich mit dem Premierminister Russlands zu treffen, negativ beantwortet. Jakpb Ma- 1' *, stellvertretender Aussenminister Russlands, der die Antwort dem israelischen Gesandten in Moskau übergab, sagte dazu, dass die Regierung Russlands „der Meinung ist, dass angesichts der Erklärungen, die von Personen der Oeffentlichkeit und sogar von Mitgliedern der Regierung abgegeben wurden und die dem Frieden nicht dienten, ein Besuch des Ministerpräsidenten von Israel in Russland verfrüht wäre.” Malik fügte hinzu, „die Politik aer Sowjetunion basiere auch weiter auf dem Wunsche, gute Beziehungen mit allen Staaten des Mittleren Ostens ohne Unterschied zu unterhalten.” Es hat wenig Zweck, auf den Wert dieser zusätzlichen Erklärung einzugehen, weil es klar ist. dass die Ablehnung des Ansuchens des Ministerpräsidenten Israels diesen Zusatz null und nichtig macht. Was am meisten an der russischen Antwort interessiert, ist der Grund der Ablehnung. ' Schliesslich muss es Russland überlassen bleiben zu entscheiden, welche Besuche erwünscht sind und welche nicht, welche Staatsführer ihnen annehmbar erscheinen und welche von DOW JOSEPHI nicht. Der Grund indessen, den der russische Vertreter angab, ist überraschend. Auf welche öffentliche Erklärungen bezieht er sich? EINE FRIEDLIEBENDE NATION Das israelische Volk ist friedliebend. An der Spitze all seiner Bestrebungen steht der Frieden — Frieden mit seinen Nachbarn und Frieden in der ganzen Welt. Israel ist für eine allgemeine Abrüstung und gewiss für Abrüstung im Mittelosten. Immer wieder hat die Regierung Israels ihre Bereitwilligkeit angekündigt, mit den arabischen Herrschern über den Frieden zu sprechen; mehr als einmal hat der Ministerpräsident seine Bereitschaft ausgedrückt, sich mit dem ägyptischen Diktator überall zu treffen, wo er will. Der Standpunkt der Knesset in Fragen des Friedens und der Abrüstung in der Welt und im Mittleren Osten geht mit dem Vorschlag des russischen Premierministers einer allgemeinen Abrüstung Hand in Hand. Der Grund, der von der Regierung Sowjet-Russlands angegeben wird — weit entfernt davon, ernst zu sein — ist beleidigend. Krutschew j trifft dauernd mit Staatsmännern zusammen, die er entweder nach Moskau einlädt oder besucht. Er tut dies nicht aus Freude am Reisen. Jedem Treffen und jedem seiner Besuche liegt ein tiefes Interesse zugrunde. Die Reisen werden entweder aus dem Grunde unternommen, einen Nutzen aus ihnen zu ziehen oder um Freundschaften zu befestigen oder in der Hoffnung, in den Reihen der gegnerischen Front durch Unterminierung , eine Spaltung zu verursachen. Krutschew widmet einen grossen Teil seiner Zeit dieser Tätigkeit. Kein Land ist ihm weit genug oder zu unwichtig. Die Zusammenkünfte finden statt, ohne dass Bedingungen gestellt werden, und ohne vorherige Versicherungen eines gewünschten Erfolges. Er ist auch absolut nicht wählerisch hinsichtlich der politischen Linie der Staatesmänner. mit denen er sich unterhält. Er trifft sich sowohl mit Freunden wie mit offenen Feinden oder Neutralen; er hatte Unterredungen mit Mau Tse-Tung und Konrad Adenauer, mit Gomulka und Nasser, mit Tito und de Gaulle; die Liste kann beliebig erweitert werden. Es soll auch eine Besprechung zwischen Krutschew und Menderes, dem türkischen Ministerpräsidenten, vorgesehen sein. Die Türkei ist Mitglied der NATO, und auf ihrem Gebiet befinden sich Luftbasen. Der türkische Hafen von Ismir dient als Basis für die 6. amerikanische Armee. Es ist auch kein Geheimnis, dass bei den NA- TO-Beratungen die Türkei nicht zu den gemässigsten Mitgliedern gehört. All dies verhindert indessen den russischen Ministerpräsidenten nicht, sich mit türkischen Politikern zu treffen. Im Gegenteil, die grosse Kluft zwischen diesen beiden Staaten spornt Krutschew nur noen mehr an, die türkischen Staatslenker zu sprechen und sich zu bemühen, die Beziehungen zwischen den beiden Ländern zu verbessern. JUDEN i DER USA-ARMEE New York. — Die Zahl licher Flugzeuge behender in den USA-Streitkräfj sehen, welche einen Teil der J!-J-~ Juden, deren | heutigen Verteidigungsme- . . .UND ISRAEL? La Gesta Patria de Mayo (viene de la primera página) Nicht weit entfernt von der Türkei liegt Israel. Es ist nicht Mitglied der NATO, und auf seinem Gebiet und in seinen Häfen befinden ] sich keine ausländischen Basen. Trotzdem sind die Beziehungen zwischen diesem kleinen Staat und dem grossen russischen Reich ausserst schlecht. Israel wollte durch das Zusammentreffen versuchen, den Hass zu vermindern, der heute Russlands Haltung zu Israel cha rakterisiert, und ein grosse res Mass an gegenseitigem Verständnis und gutem Willen zu wecken. Moskaus Weigerung, einer Zusammenkunft der beiden Staatsmänner zuzustimmen, kommt einer Ablehnung der Besserung der Beziehungen zu Israel ten dienenden Frauen und Kinder mit ih ren leben, ist in ständigem Wachsen begriffen. Dieser Zustand stellt den Jüdischen Wohlfahfts-Rat, der für die Familien der jüdischen Soldaten Gottesdienste und Unterhaltungen organisiert, vor ein besond res Problem. In den Militärposten gibt es keine jüdischen Religions j schulen, keine Synagogen oder Gemeindezentren. Aber | die jüdischen Familien brauchen ein jüdisches Milieu, in dem ihre Kinder aufwachsen können. Weiterhin sind die Heime der jüdischen Soldaten und ihrer Familien vorübergehend, da das Militärpersonal von einem Ort an den anderen versetzt wird. Der Jüdische Wohlfahrts-Rat muss bemüht nein, diesen Menschen ein Gefühl der Beständigkeit und Sesshaftigkeit zu vermitteln. Unter den jüdischen Militärs gibt es eine grosse Anzahl von Männern, die mit den schwierigsten modernen Waffen umzugehen verstehen, die die neuen Arten von Verbindungen und die verwickelten Svteme der Aufspürung feindthoden bilden. Diese Männer die im Durchschnitt älter als die früheren gewöhnlichen Soldaten sind, haben den Militärdienst zu ihrem Beruf gemacht. Für sie und ihre Familien bedeutet der Dienst in der USA-Armee ihre Lebensweise, wie sie das auch für viele nichtjüdische Heeresangehürige darstellt, die ebenfalls mit ihren Familien zusammen oder in deren Nähe leben. Heute stehen 2.600.000 Männer im Militärdienst, deren 3.400.000 Familienmitglieder in der Umgebung der Militärposten wohnen. Die Institutionen aller Religionen, einschliesslich des Jüdischen Wohlfahrts-Rates, müssen die Aufgabe erfüllen, für die religiösen Bedürfnisse, die Unterhaltung und den Gesundheitsdienst des Militärpersonals und ihrer Familien Sorge zu tragen, was ihnen eine neue Verantwortlichkeit auferlegt. Hinzu kommt die Fürsorge für die Jugendlichen zwischen 16 und 19 Jahren, die eine ihrem Alter entsprechende Ausbildung erhalten müssen. Boris Smolar fern, .est.tar die Siunde der Völker, die keine zahir.ä Herde mehr waren. Und wann die Völker aufhören, eine furchtsame Masse zu sein, dann werden die falschen Hirten gestürzt, selbst wenn sie in ihrer Demagogie ihre Säbel als demütige Schäferstäbe vermummen. In diesem Cabildo, der in einem kleinen Dorf des jungen Amerika Stand, versammelte sich am 22. Mai 1810 ein kleines Häuflein von vortrefflichen Patrioten, die, „weil sie keine Glocken hatten, um Sturm zu läuten”, ihre Stimme und ihre Forderung erhoben, die ein tausendfach stärkeres Echo als die tönende Bronze erweckte. Und drei Tage darauf entzündeten sie mit der Demut, welche die Tapferkeit und Grösse denen verleiht, die fiir die Freiheit ihrer Brüder kämpfen, die Fackel des Vaterlandes, die in kurzer Zeit das Feuer eines riesigen Schmelzofens werden sollte, in dem die Rassen und Völker der Welt zu dem Stahl geschweisst wurden, der heule das grosse und freie Argentinien ist. Dieser bescheidene Cabildo, die geheiligte Gemeinde dieser ersten Männer, wurde •von den Generationen als historische Reliquie bewahrt. Heute scheint er vor der Grossartigkeit der Casa Rosada und den ihn umgebenden Fortschritts verlassen inmitten der grandiosen Plaza de Mayo. Aber dies scheint nur so. Denn auch heute noch ist er die entschiedene Warnung jenes Entschlusses unseres Volkes, der alleinige Herr seiner Entscheidungen zu sein. Das kleine Dorf ist ein grosses Vaterland, Es ist ein Volk. Und vor allem ist es eine wahre und mannhafte Republik, und dies wird sie immor sein, denn niemals wird es an Argentiniern fehlen, und es hat niemals an ihnen gefehlt, die bereit sind, ihr Leben für die Aufrechierhaliung und! gleich. reunían el 22 de Mayo de 1810, un puñado j Die russisch - Israelischen de preclaros patriotas que, “a jaita de cam- 1 Beziehungen haben einen +n,.nm n 'rí'hnin” hacían sentir i Tiefstand erreicht. In der politischen Arena geht Russ- 1 land Hand in Hand mit den pana que tocara a rebato , su voz y su demanda, con ecos mil veces más potentes al del bronce. Y tres dias , Janü m nana mu un. después, cotí la humildad que da el coraje ■ geschworenen Feinden Israels; es überschüttet sie mit modernsten Waffen, obwohl es sehr genau weiss, dass die Araber diese Waffen nur im Kampf gegen Israel veiweny la soberbia de los. que luchan por la libertad de sus hermanos, encendían la Antorcha de la Patria, que a poco habria de ser la hoguera de un enorme crisol de voluntades, donde con razas y pueblos del mundo, se templaba el acero de esta Arden wollen. Auf wirtsehaftli I chem Gebiet bestehen keine : Verbindungen. Seit der ein- I seitigen Aufhebung des Vertrages, Israel mit Rohöl zu beliefern, hat sich Moskau geweigert, wirtschaftliche und kommerzielle Beziohun- 1 gen mit Israel einzugehen, sind in gentina grande y libre del presente. Ese humilde Cabildo, —municipio sagrado de esos primeros hombres— fué conservado por las generaciones como reliquia histórica. Hoy, ante la imponencia de la Casa Rosada y el progreso de cuanto lo rodea, parece relegado en el marco grandioso de la Plaza de Mayo. Pero sólo parece. Sigue siendo aún hoy, una firme ad- - vertencia de aquella decisión de nuestro l,n(3 Israel-Orangen pueblo de ser el único soberano de su des- Russland tabu. tino, j Die Gründe für ein sol- La pequeña aldea es Patria grande. Es ches Verhalten sind nur zu Nación. Y por sobre todo, es república, au. bekannt: die Aufrechterhalténlica y viril; y lo será pues nunca han tung des kalten Krieges, der de faltar —y siempre hubo—, argentinos Wunsch, die Freundschaft dispuestos a dar su vida, por mantener y der Araber zu gewinnen, das legar al futuro, ese mandato histórico que Bestreben, jeden Einfluss Isnos viene del 25 de Mayo de 1810. El saraels auf die Juden Sowjetgrado mandato de la autodeterminación de russlands zu verhindern etc. los pueblos. El sagrado mandato de Iw Trotzdem sah es die Regieigualdad y la fraternidad dentro la líberrung Israels als ihre Pflicht tad. I an. jede Anstrengung 'zu machen, um zu besseren Beziehungen mit Russland zu gelangen. Eine direkte Aussprache zwischen den beiden Staatsmännern wäre ein Weg gewesen, dieses Ziel zu erreichen. Obwohl wenig Grund vcriag, grosse Resultete von einem solchen Zusammentreffen zu erwarten, musste ein Versuch gemacht werden. DIE REAKTION IN DER WELT Aufgrund der russischen Antwort werden es die Führer der Sowjetunion nicht leicht finden ,ihre Haltung mit ihrer gewaltigen Anstrengung in Einklang zu bringen, sich vor der Welt als Friedensfreunde zu zeigen, die politische Spannungen vermeiden wollen. Israel ist eines der kleinsten Länder der Welt, aber die Aufmerksamkeit der Welt ist trotzdem darauf gerichtet, was sieh in Israel und um Israel herum ereignet. Die öffentliche Weltmeinung wird schwer begreifen, warum der russische Ministerpräsident mit deutschen und türkischen, ägyptischen und indonesischen Führern zusammentrifft, aber nicht mit Weiterführung dieses historischen Mandats xu geben, das uns am 25. Mai 1810 übertragen wurde, das geheiligte Mandat der Selbstbestimmung der Völker, das geheilig, le Mandat der Gleichheit und Brüderlichkeit in Freiheit. Vorfaelle in Paris bedauerlich Tel Aviv. — Aussenminister Golda Meir erklärte, Israel bedauere zwar den Zusammenbruch der Gipfelkonferenz, doch hätte das Treffen unter günstigeren Bedingungen stattgefunden, so würde dies noch nicht bedeutet haben, dass das Problem der Beziehungen Israels mit seinen arabischen Nachbarn „automatisch gelöst worden wäre.” In einem dem Blatt „Jediot Achronot” gewährten Interview äusserte Frau Meir, dass die Spannung zwischen Ost und West entscheidende Rückwirkungen auf. die Mittelostlage habe und von „unserem Standpunkt aus ebenso wie nach allgemeiner Ansicht das Scheitern der Konferenz in Paris bedauerlich ist." Zu der Frage der arabischen Flüchtlinge bemerkte Golda Meir, wenn Nasser wirklich gewünscht hätte, eine Lösung herbeizuführen, so hätte er dies schon längst tun können. Sie fügte hinzu, dass es Nassers einziges Bestreben sei, „Israel zu vernichten, und die Flüchtlinge bieten ihm nichts als eine Handhabe, um sein Ziel zu erreichen.” (ITA) J V I I dem Ministerpräsidenten des jüdischen Staates. Einer diesbezüglichen Reaktion gab bereits das pariser Organ „Le Monde” Ausdruck. das schrieb: „Zum ersten Male hat die Sowjetunion sich geweigert, dem Ministerpräsidenten eines Staates zu begegnen, der ein Treffen vorgeschlagen hatte. Möglicherweise lässt eine solche Haltung auf Antisemitisi ius schliessen, aber nicht weniger auf den Wunsch, sich die Achtung und Freundschaft der arabischen Staaten zu bewahren. Wenn diese Haltung die diplomatische Aktivität Russlands widerspiegelt, so sind die Möglichkeiten für eine Reduzierung der Spannung im Mittleren Osten nur imaginär.” Der logische Schluss, zu dem die Welt gelangen mur;, ist, dass die Antwort Russlands auf Israels Initiative dem Frieden im Mittleren Osten nicht dienlich ist. Ml Registro de Ja Propiedad Intelectual 624 Ó79 Impreso en la Imprenta POLIGLOTA — Corrientes 3114

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