Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1781 (27.5.1960)
- Date
- 1960-05-27
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Año XXI. — No. 1781 — 11 Viernes, 27 de Mayo de er Fall Eichmann (Schluss von Seite 2) direkter Anordnungen Eichmanns in den Gaskammern umgebracht worden sind. Ueber die Person dieses Juden wurden keine Mitteilungen gemacht. Dieser Jude soll geschworen haben, den Rest seines Lebens nur der Verfolgung und Verhaftung Eichmanns zu widmen. Vor sechs Monaten soll er die Spuren Eichmam.s gefunden und die israelische Regierung gebeten haben, diese Spuren zu verfolgen, die dann schliesslich zur Verhaftung des Kriegsverbrechers geführt haben. Grosses Echo Die Verhaftung Eichmanns und die Eröffnung eines Prozesses haben in allen diplomatischen Kreisen lebhaftes Interesse ausgelöst, zumal man der Meinung ist, dass weitere Verhaftungen erfolget!, könnten, und Eiehmatin Mithelfer preisgeben werde. Prof. Heuss, der Expräsident der Bundesrepublik Deutschland, der gerade in Israel weilt, erklärte, er verstehe die allgemeine Genugtuung über die Verhaftung Eichmanns, des Kriegsverbrechers Nr. 1. Heuss gab seiner Ueberzeugur.g Ausdruck, dass der Prozess nach den Prinzipien der Gerechtigkeit geführt werden würde. Dr. Nachum Goldmann bezeichnete die Verhaftung Eichmanns als ein Geschehen von histor.scher Bedeutung für das jüdische Volk. Oberrabbiner Isaac Niss.m meinte, in der an Verfolgungen reichen jüdischen Geschichte gäbe es keinen zweiten Verbrecher wie Eichmann. Man darf erwarten, dass dieser Mann, der ungezählte Juden gefoltert und hingemordet hat, seiner gerechten Strafe zugeführt wird. Yad Vaschem, die zentrale Organisation zur Sammlung von Material über die jüdische Katastrophe unter dem Nazifaschismus, wird dem Justizministerium alle notwendlgèn Dem . Herausgeber der JÜDISCHEN WOCHENSCHAU Herrn Dr. SWARSENSKY, die herzlichsten Glückwünsche zum 20jährigen Jubiläum. Familie WLOSKO La valle 2760 APFELDORF und LEBENBAUM wünschen Herrn Dr. HARDI SWARSENSKY. dem Herausgeber der JÜDISCHEN WOCHENSCHAU ein herzliches Masel Tow und weitere hundert Jahre segensreicher Tätigkeit. Meinem Freunde, Herrn Dr. HARDI SWARSENSKY die besten Glückwünsche zum 20. JUBILAEUM Jose Matzner und Familie Die besten Glückwünsche anlässlich des 20jährigen Bestehens BUCHHANDLUNG — LEIHBIBLIOTHEK COSMOPOLITA Tucumán 413 — Corrientes 424 — Sucre 2390 Auslieferung zentrale für Argentinien der Zeitschrift AUFBAU New York. Dem Herausgeber der JÜDISCHEN WOCHENSCHAU. meinem Freunde Herrn Dr. HARDI SWARSENSKY, alles Gute zum 20. Jubiläum. Peter Bussemeyer Libreria B. de Herzfeld Reconquista 424 Zum 20jährigen Jubiläum der JÜDISCHEN WOCHENSCHAU meine herzlichsten Glückwünsche dem Herausgeber, Herrn Dr. HARDI SWARSENSKY Ernst Koppel und Familie die ganze Welt Date aus seinen Archiven zur Verxugung stellen. Keine Geldbelohnung Tel Aviv. (ITA) — Der Chef des israelischen Sicherheitsdienstes bestritt, dass die Verhaftung Eichmanns durch einer Juden erfolgen konnte, der ausschliesslich von Motiven persönlicher Rache geleitet worden sei. Keine Person, die ausserhalb des israelischen Sicherheitsdienstes steht, kann irgendeinen Anspruch darauf erheben, an der Verhaftung Eichmanns mitgewirkt zu haben. Es wurde auch mit aller Entschiedenheit in Abrede gestellt, dass für die Verhaftung Eichmanns eine Geldprämie gezahlt wird. Der Chef des Sicherheitsdienstes fügte hinzu: „Keine materielle Rekompensation kann die tiefe Befriedigung fiir die Menschen ausgleichen, die ihn gefunden und hierher gebracht haben.” — Nach der Information des Leiters des israelischen Sicherheitsdienstes wird die Regierung niemals bekannt geben, wo Eichmann verhaftet worden ist und auf welchem Wege er nach Israel kam. Die Nachrichten über Einzelheiten des Falles, die von verschiedenen Hauptstädten der Welt gegeben werden, stimmen im einzelnen nicht überein. Nach Berichten aus Bonn soll die Bundesregierung um die Auslieferung Eichmanns gebeten haben, damit sie ihn aburteilen kann. In jedem Falle aber wird die Bundesregierung an den Vorbereitungen des Verfahrens mitwirken, um dem israelischen Gericht das notwenige Material zur Verfügung zu stellen. New York. — Der Direktor der Liga gegen Diffamierung in New York, Benjamin Epstein, erklärte, dass die Verhaftung Eichmanns durch Tuvia Friedmann, den Direktor der Dokumentensammlung über die Nazi verbrechen, ermöglicht worden ist. Die Regierung in Jerusalem bestreitet die Richtigkeit dieser Information. Eine andere Quelle, als welcne die deutsche Regierung genannt wird, erklärte, die Verhaftung Eiehmanns, der Petroleumingenieur war, sei in Ku- | weit erfolgt. I Angeblich soll sich Eichj mann einer plastischen Opej ration unterzogen haben, damit man ihn nicht wiederer- I kenne. | New York. — Nach einer anderen Information soll die Verhaftung in Argentinien erfolgt sein, wo er als Grossgrundbesitzer gelebt haben soll. Diese Nachricht stammt aus Beirut und wird von der nordamerikanischen Zeitung „Daily News” verbreitet. Angeblich soll der israelische Geheimdienst Eichmann in Argentinien entdeckt und auf einem israelischen Schiff nach Israel gebracht haben. Jerusalem. — Andere Korrespondenten wissen zu berichten, dass Eichmanns Prozess in zwei Monaten beg.nnen soll. Es wird als eine Ironie des Schicksals bezeichnet, dass dieser grösste Judenmürder in seinem Gefängnis koscheres Essen erhielt. Linz. — Der Bruder Eichmanns, der in Linz lebt und dort als Rechtsanwalt arbeitet, zeigte sich über die Verhaftung äusserst überrascht und erklärte, dass sein Bruder seit Kriegsende Vermisst sei. Jerusalem. — Eine Fotografie, die von einer früheren Geliebten des Mörders zur Verfügung gestellt war, 'soll die Verhaftung erleichtert haben. Obwohl diese Fotografie vor mehr als 20 Jähren aufgenommen wurde, soll sich Eichmann nicht sehr verändert haben. Frankfurt. — In Frankfurt wurde Hermann - Kramer, ebenfalls ein hoher SS-Offizier und Komplize Eichmanns, kurz nach der Verhaftung des Massenmörders ergriffen und ebenfalls gefangen gesetzt. Bonn will Eichmann richten Aas Bonn wurde mitgeteilt, dass auch Hermann Krumay, der ebenfalls zum Stabe Eichmanns gehört hat, zum dritten Mal in Frankfurt verhaftet worden ist. — Die deutsche Regierung soll die Auslieferung von Eichmann verlangen, wird vor, einem Sprecher in Aussicht gestellt, wenn einmal der Prozess in Israel beendet worden ist. Ausserdem wird von Seiten der deutschen Behörden um die Teilnahme von Richtern und Experten am Prozess in Israel gebeten werden. Die deutsche Regierung erklärte ferner, sie sei über die Ergreifung des Kriegsverbrechers Eichmann zufrieden und habe keine Veranlassung, ihm irgendwelche Hilfe zu geben. Ob dem -Auslieferungsan trag der Bundesrepublik, falls er gestellt werden sollte, stattgegeben werden kann, erscheint zweifelhaft, da es keinen Auslieferungsvertrag zwischen den beiden Ländern gibt. Taylor mischt sich ein New York. — General Telford Taylor, Hauptankläger der Alliierten in den Nürnberger Prozessen, ist der Meinung, dass Eichmann nicht in Israel abgeurteilt werden könne, sondern entweder vor ein deutsches oder ein internationales Gericht gestellt werden müsse. Es gäbe viele Zeugen in Deutschland, die sich in. einer unbequemen Situation befinden würden, wenn sie nach Israel kommen müssten. Jerusalem. — Der Adjudant des Hauptanklägers bei den Nürnberger Prozessen, Dr. Robert Kemptner, hat dagegen aus New York dem israelischen .Tustizminister, Dr. Pinchas Rosen, telegrafisch seine Bereitschaft zur Mitwirkung an den Vorbereitungen der Anklage angeboten und erklärte, dass er umfangreiches Material zur Verfügung stellen könne. (Weitere Informationen in der nächsten Ausgabe) _, S.R.L Capital: $ 1.500.000.- ZABALA 2679 Buenos Aires T. E. 73-9763 — 73-5449 <► <► <► <> < ► < ► < ► < > < ► <► o <► n o n n n n Die herzlichsten Glückwünsche der JÜDISCHEN WOCHENSCHAU und ihrem Chefredakteur, Herrn D r . HAR DI SWARSENSKY wünscht anlässlich des 20jährigen Bestehens Kurt Zimmerspitz Junin 322 SIMMONDS y Cia. S. R. L. GENERAL AGENTUR DER HELVETIA Schweizerische Feuerversicherungsgesellschaft beglückwünscht die JUEEHSCHE WOCHENSCHAU Unserem lieben Dr. HARDI SWARSENSKY gratulieren wir herzlichst zum 20jährigen Bestehen der JÜDISCHEN WOCHENSCHAU SEINE FREUNDE Heinz Braun Peter Wind Heinz Friedländer Dr. Frey-Engel Enrique Jorge Benito Heidmann Isakowitsch Walter Katz Dr. Karl Kost John Meyer-Keyt Hans Silber Oskar Schwarz Julio Tonn Curt Wilk Walter Win# Der JÜDISCHEN WOCHENSCHAU und ihren Mitarbeitern zum 20. Jubiläum meinen herzlichsten Glückwunsch. SCHALOM Dr. Bernardo Goldstein Der JÜDISCHEN WOCHENSCHAU unseren herzlichsten Glückwunsch zum 20JAEHRIGEN JUBILAEUM und weiterhin vielen Erfolg in ihrer segensreichen Arbeit. SCHALOM Fligler Hnos. Zum 20jährigen Bestehen der JÜDISCHEN WOCHENSCHAU gratuliere ich Herrn Dr. HARDI SWARSENSKY herzlich und wünsche ihm weiter viel Glück und Erfolg in seiner Arbeit. Br. GUNTER FREY ENGEU. Und Familie 416609