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Jüdische Wochenschau · 1960-05-13 · 1777 (13.5.1960) · p. Seite 5

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1777 (13.5.1960)
Date
1960-05-13
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German, Spanish
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In dieser Eigenschaft hat Eban ein Prestige erworben, das ihn zu einem der bekanntesten Männer m der Welbpolitik gemacht hat. Eban wird in den nächsten Tagen hier erwartet. In aem von David Ben Gurion präsidierten Kabinett hat Eban das Amt eines Staatsministers inne. Zugleich ist er der Präsident das Wissenschaftlichen W ei-zmann-Instituts in Rechowoth, der bedeutendsten Hochschule Israels für Studium und Forschung, die den Namen des ersten Staatspräsidenten trügt. Abba Eban ist ein noch junger Mann. Er wurde am 2. Februar lfeö in Kapstadt (Süaatrika) geboren, doch seit seiner Jugend hat er sein Schicksal mit dem des jii- ._ dischen Volkes verbunden, das für seine Rückkehr nach Zion kämpfte. Er oesuchte die Universität seiner Heimatstadt und begaD sich später nach England, wo er sein Studium vollendete und an der Universität von Cambridge promovierte. Dort wurde ihm auch eine Professur übertragen. Abbai Eban spezialisierte, sich in orientali-; sehen Sprachen und veröffentlichte verschiedene Arbeiten über dieses Gebiet; im besonderen beschäftigte er sich mit der mitteialter-1 iichen hebräischen’ Literatur und hiermit zusammenhängenden philologischen und historischen Fragen. Nach seinem Eintritt in die Jewish Agency, der damaligen Vertretung der Judenheit! von Palästina unter dem Mandat, nahm Dr. Eban an den, heftigen politischen Kämpfen und der intensiven diplomatischen Aktion teil, die schliesslich zur Proklamierung,1 des Staates Israel führte. Er war im Jahre 1947 Verbindungsoffizier mit der Kommission der Vereinten Nationen, de"en Untersuchung und Bericht für den Beschluss der Versammlung im gleichen Jahr massgebend waren, als die UN am 29. November die souveräne Existenz Israels proklamierten. An dieser Versammlung nahm Eban als Mitglied der Delegation der Jewish Agency teil. Später war er der Repräsentant der provisorischen israelischen Regierung :n den UN, bis er schliesslich zum Delegierten Israels, zum Chef der ständigen UN-Delegatiori und Botschafter Israels vor der Regierung der USA ernannt wurde. Lange Jahre hindurch versah er diese beiden Aemter, um 1959 nach Israel zurückzukehren, wo er bei den letzten Wahlen zum Deputierten im Parlament gewählt und vom Ben Gurion in das Kabinett berufen wurde. Eban ist der Verfasser verschiedener Bücher und einer Unzahl von Arbeiten über politische Themen und seine wissenschaftliche Spezialität. Eines seiner Bücher „Die Stimme Israels”, ist in Argentinien in spanischer Üebersetzumg verlegt worden.' Als Präsident des Weizmann-Instituts hat Abba Eban eine Weltkonferenz einberufen, die in diesem Jahr in Israels unter der Devise „Die Wissenschaft in der Entwicklung junger Völker” stattfinden wird. An ihr wird sich als offizieller Repräsentant Argentiniens Dr. Rolando Garcia, der Dekan der Fakultät für Exakte W i sse n sc halt e n von Buenos Aires, beteiligen. JÜDISCHE WOGHEHSCHAH n (“L. T. I.”), die weniger durch Reden, Artikel, Flaggen und Plakate als durch ständige Wiederholungen von Einzelworten, Redewendungen und Satzformen der Menge in Fleisch Und Blut überging. Vieles (einschliesslich der Sprache des Judenhasses) hat Professor Klemperer mit der ihm eigenen philologischen Liebe zur Sprache nur im engen Kreis einiger dresdner Judenhäuser, in Fabriken, bei der Gestapo, auf der Flucht vor den Bomben weniger lesen, als hören und aufschnappen können: Beispiele von hungerten Schlagwörtern, zum Begriff geworden, gedankenlos nachgesprochen Und noch lange nach der Katastrophe gebrauent — der Zahl nach weit mehr als die, die Sternberger, Storz und Süskind in ihrem nach anderen Gesichtspunkten geordneten .Wörterbuch des Unmenschen“ (Hamburg 1957) gleichfalls mit dem Ziel, „uns diese Sprache fremd zu machen“, fes lg eh alter haben. An das populäre, lebendig geschriebene, manche Üragi- Seinem Ende 1946 abgeschlossenen ,,Notizbuch eines Philosophen", 1947 erstmals in Berlin erschienen, gab Victor Klemperer den Titel „L. T. I.“, und — nach Franz Rosenzweig — das Motto „Sprache ist mehr als Blut“. Der Autor, von 1920 an Professor für romanische Spreche und Literatur an Per Technischen Hocnschule Dresden (vorher in München) und Verfasser wissenschaftlicher W erke auf dem Gebiet der französischen Literatur des 18., 19. und 20. Jahrhunderts, wurde später seines Lehrstuhls, ja auch der Möglichkeit der Benutzung öffentlicher Bibliotheken beraubt. Als Judensterntragender Zwangsarbeiter halte er es seiner tapferen nichtjüdischen Frau zu verdanken, dass er die Nazihölle in Deutschland überlebte. Trotz aller Beschränkungen, Gefahren und Nöte blieb eisernen sprachwissenschaftlichen Neigungen und Beobachtungen treu: er beschäftigte Sich mit der Sprache des scg. Dritten Reiches, der „Linguae Tertii Imperii” n sehe Episode im Leben Naziverfolgter in Deutschland heftig anklingen lassende „L. T. I.“-Tagebuch, zugleich ein Dokument grausiger Geschehnisse, wird man erinnert, wenn man erfährt, dass Victor Klemperer kürzlich in Dresden, im Alter von 78 Jahren, das Zeitliche gesegnet hat; er war am 9. Oktober 1881 in Landsberg a. d. Warthe geboren. E. G. L. Appell an Moskau Haifa. — Die Sowjetunion wurde aufgefordert der jüdischen Bevölkerung die gleichen Rechte wie allen anderen Gemeinschaften zu gewähren, und den Juden, die dies wünschen, die Auswanderung nach Israel zu erlauben. Die Resolution wurde von der Sozialistischen Internationale angenommen. Die sozialistischen Führer brandmarkten gleichzeitig die Poltik der Apartheid in Südafrika und verlangen die Einstellung der Koiomal- Politik in Afrika. (ITA) MEHR FLUGPASSAGIERE Tel Aviv. — Die Zar-;, der Flu-gpassagiere, die um vergangenen Jahr von den verschiedenen intern i jcnalen Luftfahrtgesellschaften von tr d nach Israel befördert wurden, betrug über 155.000 und übertraf d-;e Anfang des Jahres gemac-nien Voranschläge um ca 8 Pro zent. F ii'r das Jahr 1960 wird mit einer weiteren Steigerung des Flugverkehrs von und nach Israel gerechnet. Nach Schätzungen werden ca 80.000 Reisende in diesem Jahr per Flugzeug ins Lat.d kömimen und 100.060 Reisende Israel auf dem Luftwege Verlassen. Angesichts der Erweiterung der Dienste der meisten Fluggesellschaften und besonders durch die Inbetriebnahme der neuen grossen Düsenflugzeuge werden ftir diese Flugzeug-Passagiere insgesamt 340 000 Plätze zur Verfügung stehen. Auch der Frachttransport per Luft ist' ständig im Wachsen begriffen. Im Jahre 1959 wurden 2,5 Millionn Kilogramm Fracht auf dem Luftwege transportiert, d. n. ea 20 Prozent mehr als im Vorjahr. (AWZ) Ehrenmedaille für Armee-Rabbiner New York/— Eine Enre-.imedaille für vorbildliche Pflichterfüllung erhielt der amerikanische Armee-Rabbi her Jehoshua Goldberg von der Stadt New York bei der Niederlegung seines Amtes als Chäplain im Range eines Marinekömmandeurs Zu seinen Ehren Veranstaltetc- Bürgermeister Wagner einen feierlichen Empfang. (AWZi ZUM 20. JUBILAEUM DER JUEDiSCHEN WOCHENSCHAU DER GLUKCKWUN SCH DER NCI Sehr geehrter Herr Dr. Sw-arsensky, Der Vorstand der Gemeinde gestattet sich hiermit, Ihnen anlässlich des 20jährigen Jubiläums Ihrer Zeitung seine herzlichsten Glückwünsche zu übermitteln. Die Gründung der „Jüdischen Wochenschau' und ihre Tätigkeit ist engktens verbunden mit der Entwicklung und Geschichte d'es institutionellen Lebens unseres Seniors in diesem Lande, und darüber hinaus in alien Ländern des sikfemsrikanischen Kontinents. Ehe „Jüdische Wochenschau”, die einzige jüdische Zeitung deutscher Sprache auf diesem Kontinent, ist nicht nur Informationsblatt über alle Ereignisse des jüdischen Lebens, aber insbesondere eine lebendige Brücke der Juden Südamerikas mit dem Staate Israel, sondern darüber hinaus hat sie Einfluss genommen und ist richtunggebend auf die Einstellung unserer Menschen zu den jüdischen Problemen und der Lösung der vie1 fälligen Aufgaben unserer Gemeinschaft im religiösen und vor allen Dingen im nationalen Sinne. Die Arbeit, die Sie, sehr geefaYter Herr Dr. Swarsensky, in diesen 20 Jahren geleistet haben, ist wahre geistige Chaluziuth gewesen, die Tätigkeit eines wahrhaften Pioniers, der trotzaller Widerstände jeglicher Natur mit festem Willen, mit unermüdlicher Energie und vollem Bewusstsein .einen Weg gegangen ist. Unsere Gemeinde, die sich mit Ihnen engstens verbunden fühlt, und wir dürfen auch umgekehrt sagen, der SL innigst verbunden sind, wünscht Ihnen, dass es Ihnen noch lange Jahre vergönnt sein möge, Ihr Werk, das nunmehr auf eir 2öjähriges Bestehen zurückblicken kann, in demselber Sinne und mit demselben Zielbewusstsein wie bisher wei terZUführon. Wir benutzen gerne diese Gelegenheit, Sie zu begrüssen mit Vorzüglicher Hochachtung Schalom! JOSE FRANK gescl äftsftihrender Präsident V/ALTER JUDA Sekretär Rabbiner HANNS HARF Gemeinderabbiner RUDI SCHMUL Schatzmeister ►««vvvwwww» Restan wwwww^wwwwwww^wwvwwo Restaurant «Paso ” l&D Paso 452 (al fondo) — T. E. 87-9259 Unter Aufsicht des Vaad Harabonim der Kehilla MITTAGS- Und ABENDTISCH * Anrichten von kleinen Festlichkeiten und Banketten 1 WIE LIEGEN DIE FEIERTAGE DES JUEDISCHEN JAHRES 5720 Sonntag, den 15. Mai Dienstag, den 31. Mai Mittwoch, den l. Jan» Dmwieretaf, d«® 2. Ami Dienstag, den 12. Juli Montag, den 1. August Dienstag, den 2. August Mittwoch, imn St. Septeothec Lag b’Omer Erew Schawuot 1. Tag Schawuot 2. Tag Schawuot 17. Tammus (Fasten) Erew Tischa b’Aw Tisch* b’Aw Erew Roach HasefeaM 8721 20 Jahre 20 Jahre Aus Anlass des zwanzigjährigen Jubiläums der Jüdischen Wochenschau veranstalten wir in unseren Räumen, Pueyrredon 2190, 1° izq, am DONNERSTAG, DEN 19. MAI, VON 18 BIS 21 UHR einen COCKTAIL, zu dem wir unsere Leser und Mitarbeiter hiermit her*, lieh eirdaden. Jeder, der sich mit der Zeitung verbunden fühlt, ist willkommen. .iiiiiiiittMtiiiuniniinaiihiüiiiiiiiiimnnTiWrtniTtiiiiiiiinHinniiHiuHruuiülüiflähdtaimiuuuummbHffftummmmbnf

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