Mannheim
Compact Memory

Jüdische Wochenschau · 1960-04-29 · 1773 (29.4.1960) · p. Seite 15

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1773 (29.4.1960)
Date
1960-04-29
Page
Seite 15 (sequence 15)
Language
German, Spanish
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/9616703-9611224-9611468--0361-9611483
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

6 entity mentions

Viernes, 29 de Abril de 1960 A SE A ISRAELITA Año XXI. — No, 1773 15 i(£y£m£T I - ÿl* «ir far I COMITE CENTROEUROPEO Corrientes 2294 — VI. Steck — T. E. 48-3695, 48-5683 Fiesta de Iom Haazmaut para Chicos QUERIDOS CHICOS! Como todos los años, este año también organizará el Keren Kayemeth — Comité Centrceuropeo — una alegre FIESTA DE IOM HAAZMAUT PARA CHICOS el día de Iom Haazmaut, lunes, 2 de mayo pxmo. a las 17 horas en punto, en el salón de la Nueva Comunidad Israelita, Arcos 2319. Cada colegio representará su propio programa indivi dual: también se pasarán películas israelíes. Y para la alegría de todos — un regalo del KKL para cada niño! Les esperamos todos a las 17 horas en punto.! HERZLS VERMAECHTNIS Am 32. Jahrestag der Staatsproklamation von Medinat Jisrael, am 2. Mai, denkt das jüdische Volk mit besonders herzlichen Empfindungen an Theodor Herzl, dessen 100. Geburtstag nach dem bürgerlichen Datum auf den israelischen Nationalfeiertag, den Jom Haazmauth, fällt. „Es ist keine neue Idee, die ich predige”, sagte er 1896. ,.Im Gegenteil es ist eine uralte Idee; sie ist so alt Wie das jüdische Volk, das auch in den bitteren Tagen seiner Geschichte niemals aufhörte, an sie zu denken. Es ist die Idee von der Wiederherstellung des jüdischen Staates.” In diesen Tagen wird überall, wo Juden leben, des Schöpfers der zionistischen Bewegung gedacht werden, des Mannes, der durch sein politisches Werk die Grundlagen von Medinat Jisrael schuf, ohne ahnen zu können, wann sich der Traum realisieren könnte. Etwa acht Monate vor seinem allzufrühen Ende, im November 1903, schrieb Theodor Herzl in sein „Tagebuch”: „Wohl wurde ich vielfach bekämpft und geschmäht, aber da auch meine schlimmsten Feinde mir nie nachsagen konnten, dass ich in dieser Bewegung materielle Vorteile für mich gesucht oder gefunden hätte, so konnte ich die Angriffe gelassen ertragen. Hingegen wurde ich reich belohnt durch die Liebe meines Volkes, wie sie in solchem Ausmasse selten Leuten zuteil wurde, die viel mehr Anrecht darauf hatten als ich. Es ist ein gutes Volk, aber leider auch ein tief unglückliches.” Die Grösse Herzls bestand darin, dass eine alte Idee sich durch seinen Glauben, durch seine magische Persönlichkeit, durch seine ausser ge wohnliche Aktivität, in etwas vollkommen Neues und Dynamisches verwandelte. Wir, die wir die Ent- Midraschim zum Wochenabschnitt Tasria Umetzora 3. B. M. XII, 1 — XV, 33 Reinheit Der Aussatz trifft den Menschen für Sünden: wenn er Streit zwischen Brüder sät, wenn er lügt, wenn er unschuldiges Blut vergiesst, wenn er böse Absichten im Herzen hegt, wenn er den Sünden nachläuft und wenn er hochmütig ist. ★ Einst ging ein Händler durch die Strassen von Zippori im Galil und rief aus: „Lebenssaft, Lebenssaft zu verkaufen!“ Als Rabbi Yanai ihn bei seinem Lernen hörte, stand er auf und ging zu ihm auf die Strasse, um von ihm zu kaufen. Doch der Händler wehrte ab: „Nicht für dich; deinesgleichen will ich nicht bemühen!“ Doch Rabbi Yanai drängte in ihn, da zog er ein Psalmenbuch aus der Tasche und wies auf den 34. Psalm: „Wer ist der Mensch, der Leben wünscht, seine Tage liebt, um Gutes zu sehen? — Hüte deine Zunge vor Bösem und Deine Lippen Trug zu sprechen. Weiche dem Bösen aus, und tue Gutes, suche Frieden und jage ihm nach! ‘ i * Was lehrt uns der Satz von der Unreinheit der Frau, die während ihrer Zeit in ihrer Abgesondertheit sitze? Das ist ein Hinweis der Tora auf jene Tage, die da kommen werden über Israel, da kein wahrer Gottesglaube in ihm wohne, da kein Recht geübt werde, da kein Lehrer das Volk leite, wenn das Hohepriestertum aufgelöst sein wird, da die Tora nicht weiter erforscht werden, wenn das Synherium abgeschafft sein wird. Als das Volk solches vernahm, erschlafften aller Hände. Doch eine göttliche Stimme erscholl und verkündete: „S hlaffe Hände, stärkt euch zu neuem Werk!“ Für die aufrichtigen Beweise herzlicher Anteilnahme beim Hinscfaeiden meiner lieben Frau und Mutter, Frau HEDWIG METZGER geb. Blumenthal sprechen wir allen Freunden und Bekannten unseren herzlichen Dank aus. JOSEF METZGER und FbuiUm Cramer 3647, dp. 1 MUSIK IN BUENOS AIRES TILA UND JOHN MONTES UNTER TEVAH MIT PHILHARM. ORCHESTER Dank Viktor Tewahs Autorität begann das Philharmonische Orchester seine Saison unter denkbar günstigen Umständen. Der oft vielgeschmähte Klangkörper gab sich — offenbares Resultat peinlich genauer und detaillierter Probenarbeit — rein, sicher und musikalisch einwandfrei. Das Eröffnungsprogramm begann mit einer sauberen und ausgefeilten Interpretation der Phantasie über ein Thema von Thomas Tallis (englischer Komponist des IS. Jahrhunderts) aus der Feder von Ralph Vaughan Williams. Das gefällig instrumentierte und reif durchdachte Werk fand in Tewah einen vollendeten Ausdeuter. Im Mittelpunkt des Konzerts stand das d-moll Konzert von Francis Pouler.c für zwei Klaviere und Orchester Die originelle Komposition verrät erneut die Findigkeit des bekannten zeitgen össistehung des Staates Israel miterlebten, bewundern auch in ihm dieses Dynamische, Kraftvolle, den wunderbaren Enthusiasmus, der immer, oder fast stets, mit allen äusseren und inneren Schwierigkeiten fertig wird. Einst, vor nunmehr 59 Jahren, ist auf dem 5. Zicnistenkongress von 1901 der Keren Kajemeth Le jisrael, der Jüdische Nationalfonds, geschaffen worden. Damals schrieb Herzl: „Die Institutionen sind vielfach nur angedeutet und verbesserungsfähig. Das j üdische Volk kann sie ausbauen, verstärken und benutzen, wenn es will.” Nuii, das jüdische Volk wollte auch den KKL ausbauen und verstärken. Es schuf sich und dem Lande seiner Zukunft eines der besten Mittel zu seiner Entwicklung. Doch gleichzeitig verwaltete es damit das Erbe Herzls, sein Vermächtnis an sein Volk, und es kann am 100. Geburtstage, diesem 12. Jom Haazmautth, keinen schöneren Wunsch aussprechen und keine würdigere Ehrung durchführen als dieses erhabene Werk, das der Keren Kajemeth darstellt, zum Segen des jüdischen Landes zu erweitern. I F T Das jüdische Theater IFT wiederholt die drei Einakter von Anton Tschechow „Der Bär”, „Der Antrag” und „Die Hochzeit” un’er der Gesamtleitung von Atahualpo del Cioppe mit Regieassistenz von Ignacio Finder. Der IFT ist das einzige jüdische Theater in Argentinien. Die Aufführungen finden in seinem eigenen grossen Theatergebäude in der Bologne sur Mer 547, immer Freitag und Sonnabend und Sonntag nachmittags statt. Der IFT ladet die deutschsprechenden Juden herzlich ein, die Vorstellungen zu besuchen und die Arbeit des Jüdischen Theaters kennenzulemen. —:o:— Am Sonnabend, um 17 Uhr und Sonntag um 15 Uhr findet eine Vorstellung für Kinder mit der Aufführung des Stückes „Plunft el Fantasma' Von der brasilianischen Dichterin Maria Clara Machado unter der Regie von Atahualpo del Cioppo statt. j sehen französischen Ton- I1 Schöpfers, Humoristisch-Originelles mit Ernstem und kontrapunktisch meisterlich Gesetztem zu verbinden. Die an dieser Stelle schon so oft gerühmte Zusammenarbeit des Pianistenehepaars Tila und John Montes, die sich in perfekter Kongenialität widerspiegelt, bestätigte sich aufs neue: Tewah mit seinen Untergebenen waren die idealen, bis ins Letzte mitgehenden Begleiter. Der Abend fand mit der Wiedergabe von Brahms’ e-moll Symphonie No. 1 — ganz im Sinne des grossen Spätromantikers gespielt — seinen würdigen Abschluss Es gab vielen und herzlichen Beifall. NATIONALORCHESTER EROEFFNET HERBST¬ ZYKLUS Unter Leitung seines Titular-Dirigenten Juan José Castro begann das Nationale Symphonie-Orchester seine diesjährige Tätigkeit, indem es den — ganz zeitgenössischer Musik gewidmeten — Herbstzyklus startete. Tatsächlich waren in dem Programm nahezu alle Arten der tonalen bis einschliesslich der Zwölfton-Musik enthalten. Am Anfang der Spielfolge standen — als Ehrung für den im vergangenen November verschiedenen brasilianischen Komponisten — die „Bachianas Brasileiras Nr. 5” von Hector Villa-Lobos. Dieses folklorisch-melodiöse Opus wurde für 8 Violoncelli und Sopran geschaffen. Es besticht durch seinen einfachen, für sein Land charakteristisch rhythmischen Charakter und fand in den unter Castros bewährten Händen glänzend spielenden Instrumentisten und der sich immer mehr in die erste Reihe singenden Mirtha Garbarini eine ideale Interpretation. Dimitri Shostakowichs Suite aus der Oper nach Gogol „Die Nase” ist eine äusserst originelle> humoristisch-lakonische Schöpfung des berühmten Russen, die ihm seinerzeit die schimpfliche Bezeichnung bürgerlicher Dekadenz eintrug. Das viersä tzige Werk — besonders lobend seien die 9 Schlagwerk - Instrumentisten erwähnt, denen das gesamte „allegro molto” gehört — wurde humorvoll - spritzig von Castro ,’hingelegt”. — Anton von Webern war mit seinen berühmten, für Buenos Aires als Erstaufführung geltenden im Jahre 1910 komponierten „sechs Orchesterstücken, opus 6" vertreten. Der Vater der Zwölftonmusik nahm hier vieles voraus, was uns später aus anderen Federn erneut erscheinen sollte. Den Abschluss des glänzend gelungenen Vormittagskonzertes, in dessen sehr zahlreichem Publikum die Jugend einen erfreulich grossen Platz einnahm, bildete die von Kurt Weill seiest besorgte Orchestrierung der Suite aus seiner unvergänglichen „Dreigroschenoper ’, die. wie alle anderen Stücke auch, unter Castros raa schem Taktstock und dem frisch und sauber spielenden Orchester grossen, snont;- nen Erfolg hatten. c-n Die BARMIZWAH unseres Sohnes ROBERTO findet s. G. w. am Sonabend, den 7. Mai 1960, um 9 Uhr in der Synagoge Lamroth Hakol, Caseros 1450, Florida, statt. ENRIQUE GOLDSCHMIDT und Freu CLARA geb. MANN Empíang: Sonntag, den 8- Mai, von 17—20 Confitería Danubio, Pampa 2451 Uhr Wir gratulieren unserer lieben Frau PAULA SIMON geb. FLATOW zu ihrem 80. GEBURTSTAG am 30. April 1960. Gaspar Campos 2975 San Miguel Für die vielen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten anlässlich meines 8 0. GEBURTSTAGES danke ich allen Freunden und Bekannten auf das herzlichste. Sofia L. de Levy San Miguel Gaspar Campos 2975 Für die mir anlässlich meines 90.GEBURTSTAGES so überaus zahlreich erwiesenen Aufmerksamkeiten sage ich auf diesem Wege, da es mir perönlich nicht möglich ist, allen Verwandten, Freunden und Bekannten meinen innigsten Dank. Jenny K. de Weil 0 JURÍDICO INTERNACIONAL j * Dr. Hardi Swarsensky! 0 Asuntos Europeos exclusivamente g Sprechstunden: Dienstag, Mittwoch u. Freitag v. 15—19 Uhr jj ___ 0 0 Dr. Günter Frey ¡ Asuntos Argentinos y Sudamericanos 0 TESTAMENTE - ERBSCHAFTSSACHEN ¡ VERTRAEGE - VERWALTUNGEN í -..._ 0 BUEROZEIT: 10—12 und 15—18 Uhr $ PUEYRRBööN fóttQ esq. A*. MAS HERAS ~ T. K. 88-2613 kmm m m m m m mm m m m m m m mt

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.