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Jüdische Wochenschau · 1960-04-29 · 1773 (29.4.1960) · p. Seite 9

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1773 (29.4.1960)
Date
1960-04-29
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German, Spanish
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Die Bevoelkerung von New York In einer Uebersicht über die Leistungen der Juden in New York schreibt die „Fortune“, dass vieles von der Kraft, der Dynamik und vom Ansehen New York, als erster Stadt der Welt auf die jüdische Bevölkerung zurückzuführen sei. Die meisten der 2,5 Millionen Juden der Stadt und der Vororte sind in Amerika geboren Die Juden machen zusammen 27 Prozent 'öer Gesamtbevölkerung aus, in Brooklyn und Bronx ist jeder dritte Einwohner ein Jude, in Queens jeder vierte und in Manhatten jeder fünfte. In keiner anderen Stadt fühlen sich die Juden so zu Hause wie in New York, und sie fühlen sich auch für die Verwaltung der Stadt verantwortlich Obwohl die Juden nur ein Viertel ausmachen, gehören 45 Prozent der Grundeigentümer und Geschäftsleiter der jüdischen Gemeinschaft an, 33 Prozent der in freien Berufen Tätigen werden von den Juden gestellt. Von den städtischen Beamten und Angestellten sind 15 Prozent Juden. Die jüdische Bevölkerung der Stadt ist gut geschult. 17 Prozent der Juden über 18 Jahre haben eine College- Bildung, während dies für die Gesamtbevölkerung bei nur vier Prozent der Fall ist. An den Schülern höherer Schulen haben die jüdischen Studenten einen weit grösseren Anteil, als ihnen proportional zukommen würde. In zwei oder drei dieser höheren Schulen machen die jüdischen Studenten 70 Prozent aus. Jüdische Tages- AB0N0 A 8 CONCIERTOS A CARGO DE GRANDES SOLISTAS Y CONJUNTOS INTERNACIONALES ANDRES SEGOVIA (GUlTAffRAJ JACQUES KLEIN (Pt ANO] JOHANNA MARTZY (V)OilNI FRIEDRICH GULOA (PIANOj RUGGIERO RICCI (VIOLIN) LILI KRAUS (PIANO) ORQUESTA DE ARCOS DE MILAN CORO DE LA UNIVERSIDAD DE HOWARD (60 CANTANTES OE COLORI A REALIZARSE OE PREFERENCIA EN OIAS SABADOS X FERIAOOS Abonos en venta BOLETERIA DE 9 30 A tí 30 X OE 15 30 A 17 30 ISRAEL BRIEF¬ MARKEN kauft gegen bar JUAN J. HOLLER Ävdcz. L. N. ALEM 336 — Bs. As. — T. E. 32-3180 \ KOHL & ULLMANN S. R. L. — Cap. 100.000,— PARQUES y JARDINES ECHEVERRIA 3102—60 T- E. 73-1875 LUACH (Kalender) Freitag, den 29. April 2. Iyar 17. Omertag Sonnabend, den 30. April 3. Iyar Schabbat Tasria-Metzora — Haft. II Könige VII 3—20 18. Omertag Sonntag, den 1. Mai 4. Iyar Gedenken der Opfer des Befreiungskrieges 19. Omertag Montag, den 2. Mai 5. Iyar YOM HA’ATZMAUT Unabhängigkeitstag der Medinat Israel 20. Omertag Dienstag, den 3. Mai 6, iyar 21. Omertag schulen werden von 31.000 Kindern besucht. In den allgemeinen Schulen wurde im Jahre 1929 Hebräisch als moderne Sprache eingeführt Diese Kurse werden in 53 Schulen gegeben und von 4000 Knaben und Mädchen besucht. In philanthropischen Kreisen macht man sich Gedanken über die weitere jüdische Entwicklung New Yorks Muss man die Alterheime und die anderen Institutionen weiter ausbauen oder ist zu erwarten dass die Juden weiter in die Vororte gehen? Im Jahre 1975 wird New York 2.723.000 Juden haben. Die Zahl der älteren Juden wird weiter steigen. Gewiss wird die jüngere Generation in die Vororte ziehen, aber wenn die Kinder eigene Haushalte errichten, wird die Rückkehr einsetzen, so dass trotz der Abwanderung kein Rückgang der jüdischen Bevölkerung eintreten wird. Bereits jetzt wird auch die Frage ventiliert, ob New York auch einmal einen jüdischen Bürgermeister haben könnte. Republikanische und demokratische Kreise haben sich im Prinzip damit einverstanden erklärt. Man nimmt an, dass in einem solchen Falle eine Einigung auf einen Kandidaten erfolgen wird. Der republikanische Senator Jacob Javits erklärte, er wolle lieber sein Amt als Senator beibehalten. Man denkt nun an den Staatsanwalt Louis Lefkovitch, der für die Einheitskandidatur in Fra ge kommen könnte. ZWEI ZEILEN... (Schluss von Seite 8) den Weg offengehalten habe.“ Als Präsident hatte er auch viele Repräsentationspflichten. So wurde ihm einmal nahegelegt, eine Marc Chagall-Ausstellung zu besuchen. Liebermann lehnte ab: „Nee, da jeh ick nich hin.“ Als ihm dann entgegengehalten wurde: „Aber an dem Chagall ist wirklich etwas dran“, beharrte er: „Nee, ick will nicht! Wol möglich jefällt mir det Zeuch!“ Max Liebermann pflegte den berliner Dialekt, er gehörte zu ihm, zu seiner Persönlichkeit wie seine berliner Schlagfertigkeit, sein schnelldenkender und auf jede Situation reagierender Teatro Colón Viernes 29 de abril: Apertura de Abono, Serie ocho Conciertos de Grandes Solistas: A. Segovia; S. Gulda; J. Klein; L. Kraus; R. Ricci; J. Martzy; Conjunto de Arcos de Milán; Coro de la Universidad de Howard. — Precios de Abonos: Platea y Platea Balcón $ 1.400. Delantera del Paraiso $ 320. Lunes 2 de Mayo: Apertura de tres Abonos: 1er Abono: “London’s Festival Ballet”, tres funciones nocturnas. Sábado 21, jueves 26 y sábado 28 de mayo. Precios de abono: Platea y Platea balcón $ 1.500. Delantera de Paraíso $ 300. 2o Abono: Cíelo Internacional de Ballet: Gran Abono a Cinco Funciones Nocturnas Incluyendo “London’s Festival Ballet“ (2 funciones). Dame Margot Fonteyn- Michael Sommes (1 función con el Cuerpo de Ballet Estable de T. Colón en “Giselle”); Liane Dayde- Michel Renault (1 función con el Cuerpo de Ballet Estable del T. Colón); “Ballet Nacional Chileno” (“Carmina Burana“ 1 función) — Precios de abono: Platea y Platea Balcón $ 2.500; Delantera de Paraíso $ 500. 3er Abono: Abono Extraordinario a seis Funciones Vespertinas (Cinco en días domingos y un en día martes), incluyendo el “London’s Festival Ballet’’ (tres funciones); Dame Margot- Fonteyn-Michael Sommes (1 función con el Cuerpo de Baile Estable del T. Colón); “Ballet Nacional Chileno” (‘Carmina Bureada”) Precios de abono: Platea y Platea Balcón $ 2.400; Delantera de Paraíso $ 400. Horario de Boletería de 9.30 a 12,30 y, de 15.30 a 17.30 berliner Geist. Es wird berichtet, dass er eines Tages aus der Wohnung eines Freundes kam und zusah, wie auf der Treppe einem Möbelträger ein riesiger Schrank entglitt und droh, nend Stufe um Stufe hinunterpolterte. Mit typisch berliner Mundwerk rief Liebermann: „Junger Mann, hörnse, ick jloobe, Se ham da wat verlorn!1!1 Es ist weder die Absicht noch möglich, Liebermanns Schaffen und seinem umfangreichen Werk in einem kurzen Gedenkartikel gerecht zu werden. Es ist an der Zeit, dass man sich mehr als bisher dieses grossen Künstlers erinnert, dieser Persönlichkeit, des Deutschen und Juden Max Liebermann. Mit seinem Freunde Albert Einstein hat er oft — wie er selbst schrieb — über die Judenfrage gesprochen. „Mein ganzes Leben habe ich immer erst gefragt: Was bist du für ein Mensch? Niemals aber: Bist du Jude, Christ oder Heide? Ich bin als Jude geboren und werde als Jude sterben...“ In einer Danksagung für Glückwünsche zu seinem vierundachtzigsten Geburtstage schrieb Liebermann an Meier Ditzengoff. damals Bürgermeister von Tel Aviv, u. a.: „Und wenn ich mich durch mein ganzes Leben als Deutscher gefühlt habe, es war meine Zugehörigkeit zum Judentum nicht minder horas, A. Toscanini (Viamonte) 1124 Viernes 29, a las 21.30 hs. Tercera de Gran Abono (Serie “A”). Ballet Internacional del Marques de Cuevas: “Pas de Quatre”; “Corrida”; “Fete Polonaise”; “Piege de Lumiere”. Orquesta Filarmónica de Buenos Aires. Director: Jean Doussard. — Sobrantes de abono en venta. Sábado 30, a las 17.30 hs. Función Extraordinaria No. 14. “Ballet Internacional del Marques de Cuevas”: “Pas de Cuatre”; “Corrida”; “Fete Polonaise”; “Piege de Lumiere”. — Orquesta Filarmónica de Buenos Aires. — Director: Jean Doussard. — Platea $ 350. Loe. en venta. Sábado 30, a las 21.30 hs. Segunda de Gran Abono (Serie “C”). “Ballet Internacional del Marques de Cuevas”: “La Foret Romantique”; “La Mort de Narcisse”; “Sebastian”, Director de Orquesta: Jean Doussard. Sobrantes de abono en venta. ’ iílÜilw « wrnmm mmmm WÊmêmm Der frühere Präsident Argentiniens, Divisionsgeneral Eugenio P. Aramburu, wurde bei seinem Besuch in Israel mit grossen Ehre« empfangein. Auf unserem Bild sieht man ihn bei der Begriissung durch Israels Aussenminisler, Frau Golda Meir. stark in mir lebendig. Daher ist es mir eine grosse Ehre, die Zustimmung der Künstlerschaft Palästinas au meinen künstlerischen Werken ... empfangen zu haben.“ Sein Wirken wird von dem Kunstschriftsteller Scheffier gekennzeichnet: „Seit Menzels und Leibis Tod wurde kaum etwas Dautscheres in der Malerei der neueren Zeit geschaffen.“ Diesem weltberühmten Künstler erteilten die Nationalsozialisten 1933 Mal- und Ausstellungsveroot und massten sich an, sein» Kunst als „entartet“ zu bezeichnen! Als er am 10. Februar 1935 auf dem alten jüdisehen Friedhof in der berliner Schönhauser Allee an der Seite seiner Eltern und einem seiner Brüder die letzte Ruhestätte fand, folgten dem Sarg viele jüdische Menschen, der Vorstand der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, der Rabbiner Warschauer — und nur wenige andere, nur wenige Verehrer, unter ihnen die grosse — leider auch fast vergessen3 — Käthe Kollwitz, Konrad von Kardorff, Hans Purrmann, Karl Scheffier und auch sein Arzt, Professor Sauerbruch, Ihn, den Chirurgen, hatte er noch vor wenigen Jahren porträtiert. Und als sich Sauerbruch bitter beklagte, dass er zuviel Zeit durch die vielen Sitzungen verliere, hatte er ihm geantwortet: „Wissen Se, Professor, zwischen uns beeden ist ein janz jewaltiger Unterschied. Wenn Sie nämlich einen Strich zuviel oder zu tief machen — kein Malheur. Niemand sieht’s, der Kunde kommt unter die Erde! Ick muss aba uffpassen, dat ick keenen falschen Strich mache. Denn bei mir hängt der Kunde für alle sichtbar Jahrzehntelang im Museum.“ Hoebelhaiis WATEMANN Elegante Wohn- und Schlaf Zimmereinrichtungen — Aparte Beleuchtungskörper und Sesselgamituren. Entwürfe nach Zeichnung SARMIENTO 1147 T. E. 35-7032 13910^

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