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Jüdische Wochenschau · 1960-04-12 · 1769 (12.4.1960) · p. Seite 7

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1769 (12.4.1960)
Date
1960-04-12
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German, Spanish
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Martes, 12 de Abril de 1960 LA SEMAMA ISRAELITA * - — Año XXL — No. 1769 '1 LESERZUSCHRIFTEN Unsere Aufforderung, zu dem Programm der Chewra-Wahlen und der Arbeit der AMIA Stellung zu nehmen, wurde bereits entsprochen. Für die in dieser Rubrik veröffentlichten Artikel iragea die Autoren die allgemeine Verantwortung. Die AMIA, die in der raschen Aufwärtsentwicklung begriffene Grossgemeinde Buenos Aires, eines der bedeutendsten Diaspora-Zentren steht vor den Neuwahlen ihrer Körperschaften. Längst über die einstigen, fast ausschliesslichen Aufgaben der Friedhofsverwaltung und des Beerdigungswesens hinausgewachsen, umfasst sie heute alle Gebiete des jüdischen Lebens. Mit ihren etwa 45.000 Mitgliedern ist die Kehilla atch zahlenmässig ein grosj ser Organismus. dem sich die aus Zentraleuropa stam- I menden Juden, die ungefähr ' 10 % der Mitgliedschaft ausmachen, in immer stärkerem Masse seelisch, geistig, moralisch verbunden fühlen. Begreifen sie auch häufig nicht, weshalb eine Gemeinde nach parteipolitischen. Gesichtspunkten, wie sie sich aus dem politischen Alltag von Israel ergeben, zusammengesetzt sein muss, so nehmen sie doch mit Befriedigung das kraftvolle Aufblühen wahr, das sich allenthalben bemerkbar macht. Ihrer Einstellung gemäss, in dankbarer Erinnerung an die grossartigen Einrichtungen jüdischer Gemeinden der europäischen Herkunftsländer, schwebt ihnen die Ausgestaltung der AMIA nach dem wunderbaren Beispiel vor, das Gemeinden wie Warschau und Budapest, Prag und Wien, Frankfurt und Berlin, um die allerwichtigsten herauszugreifen, dort einmal boten. Deshalb ist auch, wie vor drei Jahren, in einmütiger Geschlossenheit unseres Sektors, eine sogenannte ,,landsmannschaftliche“ Liste aufgestellt worden, die alle Schichten umfasst und wiederum damit rechnet, von den Angehörigen dieses Kreises gewählt zu werden. Die Ziele, die den zentraleuropäischen Juden besonders am Herzen liegen, ergeben sich aus dem Gesagten! Sie betreffen den Ausbau aller religiös-traditionellen Institutionen in der Weise, dass niemand in einen Gewissenskonflikt geraten kann, die Förderung des gesamten Schul- und Erziehungswesens auf der nationalen Grundlage, die Weiterentwicklung aer schon heute bedeutenden Kulturarbeit und der Bemühungen um die Erwachsenen-Weiterbildung, die Ausgestaltung des Beerdigungswesens in einer Form, die der Würde und dem Ansehen unserer Gemeinschaft entspricht — wir denken dabei insbesondere an der, Ausbau der ,,progresiven Quote“ —, und schliessl ch die Intensive Tätigkeit für die heranwachsende Jugend, um diese zu ganzen Juden zu formen. Jüdischer Jugend soll geholfen werden, damit sie in der Kehilla diejenige Einrichtung findet, die ihren Lebenswunsch befriedigt, das jüdische Erbe zu be-i wahren und das grosse Werk der älteren Generation fortzusetzen Diese Aufgabe, die über die Schaffung von Sportplätzen und Jugendheimen zu einer der zentralsten geführt werden muss, erfordert allein schon die Anspannung aller materiellen und moralischen Kräfte. Sie hat sich, nach unserer Auffassung, auf alle Jugendlichen zu erstrecken, unabhängig von parteilichen Gruppierungen, unter der Voraussetzung, dass nichts geschieht, was gegen die Grundlagen des nationalen und religiösen Lebens verstoßest. Die Sorge um die älteren Menschen, um Kranke und Bedürftige, ist uns selbstverständlich nicht weniger wichtig. In Stunden der Trauer und der Entmutigung jüdischen Menschen beizustehen, war immer eine heilige jüdische Verpflichtung. Auch hier liegen vor der Gemeinde zahlreiche Aufgaben sozialer, humanitärer Argentinien kauft in Israel Der Export israelischer Waren nach Argentinien ist von 1957 bis 1958 wesentlich gestiegen. Nachdem Argentinien im Jahre 1956 nur für 50.229 Dollar Waren aus Israel bezogen hatte, und 1957 der israelische Export nach Argentinien gar auf 35.983 Dollar zurückgegangen war, belebte er sich 1958 und bezifferte sich auf 222.135 Dollar, um sich aber 1959 auf 216.923 Dollar wieder ein wenig zu verringern. Die stabilste Position in der israelisch-argentinischen Handelsstatistik bilden Briefmarken, die in den vier Jahren seit 1956 mit folgenden Ziffern figurieren: 23.522 Dollar, 22.276 Dollar, 28.380 Dollar und 24.132 Dollar. 1958 gab es einen Export von 1600 t Schwefelammonium für 88.798 Dollar, 1959 einen Export von 8.800 t Zement für 91.812 Dollar, ärztliche Instrumente wurden im gleichen Jahr für 20.697 Dollar aus Israel bezogen, Farben und Lacke für 10.281 Dollar, Autoreifen für 20.837 Dollar und 29 t gemischte Plastik-Pulver für 16.907 Dollar. 1 Wenn man bedenkt, dass der Export Israels nach den USA im Jahre 1959 immer i hin über 27 Millionen Dollar betrug, so erscheinen daneben die 216.923 Dollar Export nach Argentinien nicht gerade eindrucksvoll, aber für die Wirtschaft Israelr ist jeder Exportmarkt von Bedeutung. Wenn sich die Judenheit Argentiniens, die in der Wirtschaft ihres Landes Hierdurch sprechen wir Herrn Dr. CARLOS KOST und seiner Familie unser aufrichtiges Beileid zum Tode seiner Mutter, Frau Eva Kost geb. Lipschütz aus, die am vergangenen Schabbat im Alter von 82 Jahren in Israel verstarb. SEINE FREUNDE KEHILLA PASTEUR 633 T. E. 47-9C96—89 Zu den Wahlen am 24. d. M. 1) Es können nur diejenigen Mitglieder ihr Stimmrecht ausüben, die ihre Mitgliedsbeiträge bi» zum Dalum der Wahl oder mindestens bis Anfang des Jahres gezahlt haben. 2) Alle Mitglieder können nur in dem Wahllokal wählen, in dem sie registriert sind, und müssen ihre Beilragsquiliung und persönliche Ausweise wie Cedula, Librela, usw. vorzeigen. 3) Alle Mitglieder können ihre noch fälligen Beiträge im Sekretariat der Kehilla täglich bis zum Mittwoch, den 20. April, bezahlen. Wir bitten alle unsere Mitglieder, sich an der Wahl zu beteiligen und damit ihre Pflicht der jüdischen Gemeinschaft gegenüber zu erfüllen. Natur, die unsere mitteleuropäischen Juden ebenso ernst nehmen wie jeder andere Sektor in der Gemeinschaft. Und schliesslich soll allen Gemeindemitgliedern immer wieder deutlich vor Augen geführt werden, dass die grosse Kehilla von Buenos Aires sich stets als unabtrennbarer Teil des jüdischen Volkes in der WTelt fühlt, innerlich verbunden mit Medinat Jisrael. Am Aufbau des jüdischen Staates, seiner Sicherung und Entwicklung mitzuschaffen, ist eine Pflicht, der sich kein Jude mehr entziehen darf, der diesen Namen mit Stolz tragen will. Zur Erreichung dieser Ziele nach Kräften beizu- +ragen, ist der Wunsch unseres Sprachsektors, der seine Erziehung den alten Kchillot von Europa verdankt, und sich, von echt jüdischem Enthusiasmus getragen, in den grossen Zielen mit allen anderen jüdischen Schichten dieser Stadt einig weiss. Curt Wilk Teatro Colón Miércoles 13, a las 21.30 Función Extraordinaria No. 9. Ballets: “Jean von Zarissa”, Egk: E. Agoglia. J. A. Neglia, M. Fernández, O. Francés. A Kristel, Y. Dimitrievit h., R. Molet. J. A. Barcelo, L. Casa. Don Quijote. Minkus: E Agoglia, R. Rodríguez. El Sombrero de tres picos. Falla: N. Cssella R. Rodríguez, J. L. Olmos. E. Deperte, C. Yurekoff. R. Molet. N. Matushak E. Pinto, B. Lemos. M. L Lemos S. Bochowsky, N. López, J. Serrano. Una Voz: T. de Igarzábal. Director Artístico: Antonio Truyol. Maestro de Ballet: Nicolás Zvereff. D de Orquesta: M. Drago, H. Carfi. A. Tauricllo. Director Técnico: T. Capoblanco. Cuerno de Baile v Orquesta Estable del T. Colón Platea r$ so.—. immerhin eine Rolle spielt, die Einfuhr aus Israel etwas mehr angelegen sein lassen würde, so könnte das für den Export Israels von nicht geringer Wichtigkeit sein, besonders mit Bezug auf Chemikalien, Zement und Modewaren dürfte Israel wohl ein leistungsfähiger Lieferant sein. Der Export Argentiniens nach Israel belief sich 1952 auf 5.978.000 IL, 1954 auf 6.043.000 IL, 1955 auf 1.458.000 IL, 1956 auf 2.195.000 IL, 1957 auf 394.000 IL und 1958 auf 3.151.000 IL, erreichte also noch weniger Stabilität als der Import aus Israel, wenn die Beträge auch wesentlich höher sind. Israel wäre schon zufrieden, wenn EISE LE VERLOR EINEN PROZESS Berlin. — Das Bundesverfiigung trotz Rechtsmittelbewaltungsgericht in Berlin wies eine Klage des ehemaligen SS-Arztes in den KZs Buchenwald und Dachau. Dr. Eisele, gegen die Bundesrepublik aus formalen Gründen ab. Das Gericht konnte sich mit den Einwänden Eiseies gegen eine Beschränkung der Gültigkeit seines Reisepasses nicht befassen, da Eisele die für die Klageerhebung gesetzte Frist von einem Monat nach Erlass der beanstandeten Versieh sein argentinischer Import und Export die Wage halten und ausbalan zieren würden. Meir Faerber, Tel Aviv lehrung versäumt hatte. Vor dem Gericht klagte Eisele, der gegenwärtig m Kairb wohnt, gegen eine Verfügung der deutschen Botschaft in Kairo, durch die sein Reisepaas tür eir e Rückreise in das Bunde.gebiet auf drei Monate Gült.gkeit beschränkt worden war. Die Anordnung war erlassen worden, weil sich Eisele einer Strafverfolgung in der Bundesrepublik entzogen hatte. (AWZ) „Jerusalem Times” London. — Als erste englischsprachige Tageszeitung Transjordaniens erscheint seit kurzem die „Jerusalem Times”. (AWZ) i 7 POHLE SION HITAJDUTH (MAP/U] 7 j fordert alle AMIA-Mitglieder des deutschsprachigen Sektors auf, die Liste der Partei von BEN GURION AM S0NNTAC, DEN 21 APRIL, zu wählen. FUER FORTSCHRITT UND AUSBAU DES JUEDISCHEN UNTERRICHTSWESENS — FUER EINE AUF DEMOKRATISCHER UND VOLKSTUEMLICHER BASIS STEHENDE GEMEINDE — FUER ENGSTE VERBUNDENHEIT MIT ’ ISRAEL — wählt die Liste der sozialen und nationalen Volksbewegung. WAEHLT LISTE Nr. 7 ¿i iiuuuuniniHiiiinniiiiiuniiHnunnmniiiiniminiimniiHiiiiuiiHHiHiiiiiiiimiiiiniiniiiit-: Grossartige in derEnfwisklung Israels Die Antwort der Juden in aller Welt: Ein würdiger Beitrag zur [mHEITSIMUPAENE î= J. W. 2 iiiiimtitHimuii ...*1 . ■ 9053234823532323232323534853535323485353484848484848534848

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