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Jüdische Wochenschau · 1960-04-08 · 1768 (8.4.1960) · p. Seite 5

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1768 (8.4.1960)
Date
1960-04-08
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German, Spanish
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_Viernes, 8 de Abril de 1960 LA SEMANA ISHAELITA Año XXI. — No. 1768 — 5 DIE EREIGNISSE DER WOCHE (Fortsetzung von Seite 4) im zentraleuropäischen Sektor aufgebrachten Beitrages verzeichnen kann, so entepricht die erzielte Summe doch nicht der wirtschaftlichen Kapazität dieses Kr ei-, ses. Das argentinische Judentum gehört zu einem der grössten jüdischen Zentren, sein Anteil am Aufbau-Prozess Israels muss daher entsprechend sichtbar zum Ausdruck kommen. Der technische Sekretär, Herr Hans Silber, zeigte an Hand einer vielseitigen Statistik das Arbeitsbild des zeatraleuropäischeu Comités aus. Die Einnahmen konnten um 54 Prozent erhöht werden. Günstig auf dieses Resultat wirkte sich der Beschluss der vorigen Generalversammlung aus> den Mindestbeitrag auf m$ii 1.000.— festzulegen. Das bedeutete, dass auch die anderen Beitragshöhen dieser Mindestsumme angepasst wurden. Dank der Mitarbeit des Comité Consultivo, das in diesem Jahr unter der aktiven Leitung von Herrn Ernesto Calvary stand, wurden die Beiträge der grösseren Beisteuerer in einer Reihe von Fällen bedeutend erhöht, auch auf Dollar-Basis. Aus der Statistik ergab sich, dass alle zugesagten Beiträge bis auf 4 Prozent einkassiert werden konnten; doch auch die Aussenstände sind sichere Posten in der Bilanz des Comités. Die dem Comité angesehlossenen Gemeinden und Organisationen haben fast ein Drittel des Gesamtertrages aufgebracht und 42 Prozent der Beisteuerer erfasst. Diese Zahlen beweisen die Notwendigkeit, sich die Mitarbeit der Gemeinden und Organisationen zu sichern und sie noch mehr als bisher für die grosse Aufgabe heranzuziehen. Während im vergangenen Jahre (Einheitskampagne 1958) an 33 Prozent der Zahler denselben Beitrag wie irn vorhergegangenen Jahre geleistet hatteni waren es in der Berichts-Kampagne nur 14 Prozent. Ueber 40 Prozent der Beisteuerer haben in diesem Jahre ihre Zahlungen um 50 bis 100 Prozent erhöht. Wie in jeder Kampagne, so konnten auch in diesem Jahre neue Beisteuerer gewonnen werden. Herr German Levy ging anschliessend daran, auf Grund des Zahlenberichtes die einzelnen Phasen der getätigten Arbeit zu erläutern. Er erwähnte die drei grösseren Veranstaltungen, die im Lau' fe des Berichtsjahres stattgefunden haben, zwei davon in Privathäusern. Herr Walter Lebach, der sich in diesem Jahre mit Er+'olg um grössere Beisteuerer oemüht hatte, stellte liebenswürdigerweise sein Harns zur Verfügung, um Herrn Dr Nachum Goldmann die Gelegenheit zu geben, zu einem Kreise von grösseren Beisteuerern zu sprechen Herr Ernst Calvary lud auf Bitte der Einheitskampagne in sein Haus zu einem Konzert des israelischen Pianisten Bar Ilan ein. Eine eindrucksvolle Kundgebung unseres Sektors im Rahmen der Einhe:t:kampagne war die Begrüssung des Ehrengastes Argentiniens, Frau Golda Meir, in den Räumen der JKG, an der die Vorstände aller angeschlossenen Organisationen und Gemeinden, sowie die Aktivisten der Kampagne teilnahmen. Die gute Organisation, an der die JKG wesentlich beteiligt war, trug dazu bei, dass dieser Empfang für alle Teilnehmer zu einem grossen Erlebnis wurde. Herr Levy dankte in herzlicher Weise den Herren Calvary und Lebach, sowie der JKG und allen seinen engsten Mitarbeitern in der Exekutive, sowie den Delegierten der Organisationen und Gemeinden im Plenum, die grösstenteils schon seit Beginn der Einheitskampagne (1948) fiir das gemeinsame Ziel tätig sind. Eine besondere Anerkennung zollte Herr Levy dem Büro, dessen Angestellte trotz Verringerung des Personals die dadurch entstandene Mehrarbeit leisteten. Herzliche Worte fand der Präsident des Comités für den langjährigen Mitarbeiter, Herrn Adolf Fisch. Ferner erwähnte er die wertvolle Unterstützung die die Herren Alfons Marx und Dr Ludwig Meyer der Kampagne gewährt haben. Herr Levy gab der Hoffnung Ausdruck, dass der Nachfolger von Herrn Marx, Herr Moosberg, im gleichen Geiste der Mitarbeit für die Kampagne wirken w-ird. Ausgezeichnet sind, so hob Herr Levy hervor, die Beziehungen zum Direktorium der Kampagne, die durch die Tätigkeit von Herrn Dr. Harry Cohn als Vertreter des zentraleuropäischen Comités im Direktorium gefördert wurden. Als Beweis dafür verlas Herr Levy einen Anerkennungsbrief des Direktoriums für die geleistete Arbeit. Eine erfreuliche Tatsache stellt aie harmonische Zusammenarbeit aller unserer Organisationen und Gemeinden im Rahmen unseres Comités dar und bietet die Garantie für eine erfolgreiche Arbeit für die neue Kampagne. Debatte WMWViWWUWWVWWWWVWWWWV I JETZT IM NEUEN HAUS Í j: Pension Familiar f; M. Flamm IVi/—1 Î sCHASCOMUS F. c N. G. R. M. 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An der hierauf folgenden Aussprache beteiligten sich die Herren Artur Lang, Curt Wilk, Ernst Calvary Julio Tonn, L. S. Cohen (Bemal) und Dr. Ballin. Herr Germán Goldschmidt schlug vor, eine jüngere Person (25—40jährig) für die Exekutive zu delegieren, die sich mit der Zeit neue Mitarbeiter heranziehen soll. Die Anregung von Herrn Lang, mit Kreisen wie etwa dem Golden Age Club in Verbindung zu treten, um die von der Wiedergutmachung Begünstigten zu einer entsprechenden Beisteuerung heranziehen zu können, wurde mit Interesse aufgenommeii. Auch die von Herrn Tonn erneut zur Diskussion gestellte Frage der Beteiligung und Aktivierung der Jugend soll als eine wichtige Aufgabe in der neuen Exekutive behandelt werden. Die Sonderregelung, die Herr Cohen für die Jubilierten erbat, ist im Verlauf der diesjährigen Kampangne bereits berücksichtigt worden. Fiir die neue Exekutive erbat Herr Levy Vorschläge, da bisher noch keine vorlägen. Hem Dr. Ballin schlug im Namen aller Anwesenden vor, dass die bisherige Exekutive, die sich in ihrer Arbeit ausgezeichnet bewährt hat und das volle Vertrauen aller Kreise geniesst, auch für das Jahr 1960 die Arbeit weiter leitet mit dem Versprechen der Generalversammlung, darum bemüht zu bleiben, geeignete Menschen zu suchen, die der Exekutive koordiniert werden können. Da kein anderer Vorschlag gemacht wurde, nahm die Exekutive ihre Wiederwahl an. Herr Levy verlas die Namen der Herren, die die Exekutive für die Kampagne 1960 bilden werden und gab die Namen der Delegierten bekannt, die von den Organisationen und Gemeinden für das Plenum bestimmt worden sind. Mit dem Hinweis auf die Proklamierung der neuen Kampagne am 2. April und mit dem Aufruf an alle Anwesenden, sich für die Kampagne 1960 mit allen Kräften einzusetzen, schloss der Präsident die Generalversammlung. Prokamation der Einheitskampc gne 1960 Die Leitung der Einheitskampagne für Israel lud zu einer Pressekonferenz ein, um über die Vorarbeiten zur Eröffnung der Kampagne 1960 und die stattgehabte Landeskonferenz, au der sich 32o Delegierte aus allen Teilen des Landes beteiligt hatten, zu berichten. Die Eröffnungsfeier fand im Automobilklub statt und die Beratungen im eigenen Hause der Kampagne. An den Sitzungen nahm der Delegierte des Keren Hajessod aus Jerusalem, Herr Leon Dulzin, teil, welcher auch die Pressekonferenz leitete, die von Herrn Safran, dem neuen Leiter der Propaganda-Abteilung eröffnet wurde. Dulzin informierte über die allgemeine Lage in Israel, die als verhältnismässig gut bezeichnet werden müsse. Doch die Alija der jüdischen Massen, die im jüdischen Land Zuflucht suchen, geht immer weiter. Man rechnet in diesem Jahre mit einer grösseren Einwanderung als im vergangenen Jahr. Es sind deshalb immer noch grosse Geldsummen zur Einordnung der Einwanderer vonnöten. Aus der Galut fliessen zu wenig Gelder ein im Verhältnis mit den Anforderungen. Im Augenblick müssen noch 50.000 Familien eingeordnet werden, die noch nicht imstande sind, sich selbständig zu erhalten, weil sie noch von Gelegenheitsarbeit leben, die ihnen das Existenzminimum nicht gewährleistet. Es leben auch heute noch 16.000 Familien in Baracken und werden ebenfalls vom Staat erhalten, so dass für ihre Einordnung ’ und die Lösung des Wohnungsproblems gesorgt werden muss. Hierzu gesellt sich noch, so fuhr der Redner fort, der soziale Unterschied, der zwischen diesen Familien und den alteingesessenen Olim klafft, und der bereits zu schweren Unruhen geführt hat. Auch hier müsse schnellstens einzugreifen versucht werden. Vor allem müsse dafür gesorgt werden, dass die Kinder aus diesem Milieu herauskommen und in eine passende Umgebung und in Schulen gebracht werden, was bei der augenblicklichen Ueberfüllung der j Sshulen ebenfalls schwierig sei. In den letzten 11 Jah-1 ren, d. h. seit Staatsgründung, wurden 50.000 Familien auf dem Landes angesiedelt, die noch finanzielle Hilfe vom Staat brauchen, bis sie endgültig selbständig sein werden. Daraus folgt, dass ein Viertel der israelischen Bevölkerung sich heute nicht allein ernähren ka: n. Hier müssen die Juden in der Welt helfend eingreifen und ihren Brüdern beistehen. Die Beisteuerungen Israel hat in kürzester Zeit eine Million Menschen aufgenommen, von denen der weitaus grösste Teil vollkommen mittellos ist und keine andere Zuflucht hatte als die „jüdische Heimstätte”. Aber mit der rapider. Entwicklung des Landes wachsen auch die zu lösen den Probleme. Die Beisteue rungen der Juden in der Galut werden noch jahrelang gezahlt werden müssen, um eine definitive Regelung dei Situation der Olim zu erreichen. Das ist die wirkliche Lage in Israel, und mar hofft deshalb, dass die Jude, in der Welt ihr Rechnung tragen und ihre Beiträge entsprechend erhöhen werden. Seit Bestand des jüdischen Staates hat der Keren Hajessod, die Einheitskam pagne für Israel, in 11 Jahren die Summe von 632 Millionen Dollar aufgebracht, die das Budget der Jewish Agency darstellen. Die Jewish Agency hat aber in dieser Zeit (bis zum Oktober 1959) 1.150 Millionen Dollar verausgabt, so dass ein Defizit von rund 500 Millionen Dollar besteht, welche die Jewish Agency durch Anleihen ausgelegt hat, für welche man hohe Zinsen bezahlen muss. Ein Teil dieser Schuld konnte aus den Fonds der Wiedergutmachungs-Gelder erlegt werden; das übrige Geld schoss Israel vor. Die gesammelten Beträge werden ausschliesslich für die Olim, und nicht für den Aufbau des Landes verwendet. Wieder steht eine Masseneinwanderung bevor, und erneut ruft man die Juden in der Welt auf, damit sie sich grosszügig besteuern. Es wurde betnot, dass die Juden in Argentinien im Verhältnis zu ihren Möglichkeiten und im Vergleich mit MIß. «lllß I. Am 7. Nissan, das ist der 4. April, jährte sich zum fünften Male die Jahrzeit des Rabbiners Dr. Zvi Herrman Ha-cctven Klein, der jahrelang das Amt des Rabbiners an der Gemeinde Achdut Jisroel innehatte. I Rabbiner Dr. Klein, in Argentinien als die grösste rabbinische Autorität allgemein anerkannt, war auch Aw Bet Din im Vaad Harabonim der aschkenasischen Kehilla, der alle deutsch-jüdischen Synagogenverbände angeschlossen sind. Neben seiner rabbinischen Tätigkeit trat auch Herr Rabbiner Dr. Klein schriftstellerisch hervor und verfasste ein viel beachtetes Buch über Raschi, das in jiddischer und spanischer Sprache erschienen ist. Rabbiner Dr. Klein schrieb auch viele Jahre hindurch die Wochenabschnitte für die Jüdische Wochenschau und war mit der Jüdischen Wochenschau von ihrer Gründung an freundschaftlich verbunden. Möge sein Andenken zum Segen gereichen. anderen jüdischen Gemeinschaften in der Welt zu wenig Geld aufbringen. Der argentinische Jischuw steht an letzter Stelle der Beitragszahler, wobei zu bemerken ist, dass die reichen Leute nicht im Verhältnis zu ihrem Vermögen beisteuern. BOLOGNE SUR MER 547 T. E. 88-9420 I F T FREITAG UND SONNABEND UM 22 UHR SONNTAG UM 18 UHR Drei Komödien | Der Baer — Die Hochzeit | Der Heiratsantrag ♦von ANTON TSCHECHOV (gespielt in Jiddisch) ► > I t > > I > > I » > > ► H. ROSENZWEIG TADLOR HENRY Tucumdn 563, piso Neues Telefon: 32.0913 Grösste Auswahl in imp. und hiesigen Stoffen I 4 4 4 4 I 4! 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