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Jüdische Wochenschau · 1960-03-08 · 1762 (8.3.1960) · p. Seite 7

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1762 (8.3.1960)
Date
1960-03-08
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German, Spanish
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1** Viernes 18 de Marzo de I960 (IMARA ISRAELITA Año XXI. — No. 1762 — 7 KéAE», i<*yEm*0 tfe*S«^EC! msom ni» EME ¡ NACHRICHTEN AUS ISRAEL (Nachman Krochmal zum Gedenken) COMITE CENTROEUROPEO Corrientes 2294 — VI. Stock — T. E. 48-3695, 48-5683 NEUE BAUMPFLANZUNGS-SAISON nach den ersten steht. Dieser neue Betriebs- Sotort nach den Regenfällen, begannen 7.000 Arbeiter des Keren Kayemeth die neue Pflanzungssaison> die die umfangreichste in’ der Geschichte des Fonds sein wird. Es werden neun Millionen Waldbäume zwischen Metulla im Norden und Dimona im tiefsten Negew' angepflanzt. Diese Saison eröffnet ein neues Kapitel im Wirken des KKL. dem jetzt sämtliche Aufforstungsarbeit in Israel obliegt. Auf einem vor kurzem in Eschtaol stattgefundenen Förstertreffen legte Herr Joseph Weitz, Leiter der Bodenabteilung des KKL den Zehnjahresplan des Fonds dar, der die Pflanzung von nahezu hundert Millionen Bäumen Vorsieht, sowie die Wiederbelebung von Ueberresten alter Wälder, die Verlängerung der Alleen längs der Landstrassen die Erweiterung des Netzes von Waldfeuerwarten und eine rationelle Planung in der Nutzung von Forstprodukten. Früherer Präsident Venezuelas pflanzt Baume im Bolivar- Wald Dr. Adgar Sanabria, ehemaliger Präsident Venezuelas und gegenwärtig Gesandter seines Landes beim Vatikan, Aussenminister Israels, Frau Golda Meir, der Gesandte Venezuelas in Israel, Herr Romulo Araujo. sowie hohe Beamte des Aussenministeriums und des Keren Kayemeth Leisrae] nahmen an der Pflanzung der ersten Bäume im Bolivarwald teil, der bei Eschtaol im judäischen Bergland gelegen ist. Pelzfarm im Hulegebiet Eine Nutriafarm wird auf Boden im Huletal angelegt, der jüngst noch ein Teil der grossen Hulesümpfe war; Nutriaratten sind am Wasser lebende Nagetiere, die einen besonders wertvollen Pelz liefern. Die Farm wird vor einer Einwandererfamilien errichtet, die vor kurzem aus Südamenka cingetroffen ist. Der KKL hat d?^ Fachleuten ein Gelände verpachtet das unter keiner landwirtschaftlichen Bearbeitung zweig, der bereits seit einigen Jahren von Dörfern im Beth Schean-Tal und im Scharon erfolgreich erprobt wurde, ist ausschliesslich auf Export gerichtet und verspricht eine ergiebige Devisenquelle für Israel zu werden. Aus unserer Arbeit Anlässlich der Hochzeiisfeier von Herrn Bernardo Itzcovich und Frl. Malka Slernlicht ergab die Sammlung für den KKL durch die wertvolle Mitarbeit von Herrn Adolfo Fisch den Betrag von $ 2.000.—; auf den Namen des jungvermählten Paares werden Bäume in Israël gepflanzt. Wir danken allen unseren Spendern und Mitarbeitern. Unser Teleg:rammdienst : Bei freudigen und traurigen Begebenheiten rufen Sie, bitte, eine der folgenden Telefon-Nummern an, um Ihre Wünsche durch unsere KKL- Telegramme auszudrücken, sowie Verwandte und Freunde mit Baumpflanzungen zu beschenken, bzw. das Andenken Ihrer teuren Toten zu ehren: 70-9931 73-4916 68-7004 64-2966 54-3209 76-1396 (Fiambreria Coghlan) 48-3695 (Sekretariat) 48-5683 DIE BRUECKE ZWISCHEN UNS UND ISRAEL IST DIE BLAUE BÜCHSE DES KKL In der bewegten Zeit um das Ende des 18. Jahrhunderts, im Jahre 1785, also vor nunmehr 175 Jahren, wurde Nachman Krochmal geboren in der schon damals nicht unbedeutenden Handelsstadt Brody im Nordosten Galiziens. Sein Vater, der Handelsmann Saicmon Krochmal, pflegte in seinen jungen Jahren des öfteren geschäftlich nach Berlin zu reisen wo er Moses Mendelssohn kennen- und schätzen lernte. Vielleicht rührt die spätere Bewunderung dieses Philosophen durch Nachman von den Schilderungen des Vaters her, der ein recht vermögender Mann gewesen ist und dem Sohne eine gute Erziehung angedeihen iiess. | Doch, angesichts der Zustände um 1800 kam nur ein Studium von Thora und Talmud, des rabbinischen Schrifttums in Frage. Weltliche Fächer, Sprachen, Literatur waren zu damüiger Zeit für einen jüdischen junger» Mann undenkbar. W:e ebenfalls einst üblich, wur der 14jähr.ge Knabe vorbei ratet, musste im Hause seiner Schwiegereltern w onnen, die, der Sitte entsprechend, noch mehrere Jahre für das sehr jugendliche Paar zu sorgen hatttn In Zolkiew (Polen) widmete sich Nachman vorerst ganz seiner Studien. Eine gev» isfse Unabhängigkeit ermöglichte es ihm, eine »iger.e 'Studienauswahl zu treffen, |Und es wird überliefert, dass er vorzugsweise die philosophischen Schriften des Msimonides las, auch'solche anderer jüdischer Autoren, und den Bibelkommentar des Ibn Esra bevorzugte. Auch deutsch wollte Nachman lernen, wobei es grosse Schwierigkeiten zu überw nden galt. Damals gab es hierfür keinen Lehrer, und der lernende Jude hatte sich seoien Weg selbst zu suchen. Aber er schaffte es irgendwie im Verborgener., denn die Strerg-Flommen jener Kleinstadt hätten daran Anstoss genommen. Er studierte die Werke von Mendelssohn, Lessing und Kant den er besonders bewunderte. Doch fehlte selbstverständlich die systematische Universitäts- Eröffnung eines Büros zur Erledigung der Krupp-Entschädigungsanträge Die „Compensation Treuhand G. m. b. H., Stauffenstr. 29 a, in Frankfurt am Main, wurde mit der Durchführung des Vertrages, der zwischen der Konferenz für materielle Entschädigungen gegen Deutschland (Claims Conference) und der Firma 100 Jahre jüdisches Leben \ in Argentinien Die Proklamation des Jahres „100 JAHRE JUEDI- SCHES LEBEN IN ARGENTINIEN" findet am Mittwoch, den 23. ds. Mts., um 21 Uhr im Saal der Kehilla in der Pasteur G33 mit der Beteiligung von Herrn Dr. NACHUM GOLDMANN statt. Am Sonnabend, den 19., und Sonntag, den 20. d. M. findet die Proklamation im Innern in Rosario, Tucumán, Paraná, Cordoba, Basavilbaso. Concepción del Uruguay, Concordia, Domínguez, Bahia Bianca, Santiago del Estero usw. statt. Jeder iii xu den Feiern herrlich esngeladen. Friedrich Krupp am 23. Dezember 1959 zustadekam, beauftragt. Alle Juden, die in Konzentrationslagern. waren, und imstande sind, Beweise zu erbringen, dass sie während des Krieges in den Krupp Fabriken Sklavendienste geleistet haben (dazu gehören die Fabriken in Essen, Berlin-Neukölln, Fünfteichen) und noch nicht ihre Anträge der „Compensation Treuhandstelle G. m. b. H.” direkt oder durch Vertreter zugestellt haben, müssen dies spätestens bis zum 31. Dezember I960 tun. Die Anträge müssen mindestens folgende Daten enthalten: Vor- und Nachname, (bei Frauen auch der Mädchenname), Geburtsort und Datum, derzeitige Adresse, Name der Kruppfabrik, in der Zwangsarbeit geleistet wurde und Zeit der Arbeitsleistung. Die Antragsteller erhalten dann einen Fragebogen der „Compensation Treuhandstelle G. m. b. H.” zugesteir, um alle im Antrag aufgegebenen Einzelheiten nochmals zu kontrollieren. bildung. Aber, nachdem Krochmal einmal deutsch erlernt hatte, widmete er sich dem Lateinischen und Französischen, ja, er begann sogar, arabische Sprachkenntnisse zu erwerben. Als er 24 Jahre alt war, erkrankte er schwer, was eine Reise nach Lemberg erforderlich machte, um die dortigen Aerzte zu konsultieren. Dies wurde zur Wende seines Lebens. Er sammelte junge Menschen um sich und fing an, als Lehrer zu wirken. Unter seinen Schülern befand sich Salomo Rapoport der spätere grosse Wissenschaftler und Oberrabbiner von Prag. Man berichtet, dass Nachman Krochmal eine fortgeschrittene Lehrmethode besessen habe, mehr als Kamerad denn als Lehrer unterrichtete, auf Spaziergängen vornehmlich seine Schüler ihren Neigungen entsprechend zu beeinflussen suchte. Der erwähnte Rapoport sagte lange danach von Krochmal: „Wie herrlich waren diese Spaziergänge, herrlicher als alle Vergnügungen dieser Welt. In Lemberg konnte Krochmal seine Gesundheit wiederherstellen, die seinen Gegnern schon Veranlassung zu spitzen Bemerkungen gegeben hatte, eben wegen seiner westlichen Studien. Doch gab er in Wirklichkeit keinerlei Gelegenheit zur Klage, denn er lebte streng religiös seiner Veranlagung gemäss und beobachtete alle rabbinischen aufs genaueste. Die einzige Freiheit, die er für sich und seine Schüler in Anspruch nahm, war Lehr- und Lernfreiheit. Als er 29 Jahre alt war, starben seine Schwiegereltern, und damit endete für ihn die Zeit sorglosen Studiums und Lebens. Er musste Kaufmann werden, wozu er keine Neigung hatte, und er blieb denn auch in diesem Beruf erfolglos. Zwölf Jahre danach starb PAPIERFABRIK VON CHEDERA Die Fläche der Anlagen der Papierfabrik in Chedera ist um 120 Dunam gewachsen und in dem Werk sind weitere 24 Millionen IL investiert worden. Die Produktion ist für 47 Tage unterbrochen worden, damit man zwei neue Maschinen montieren und einlaufen lassen kann. GESTEIGERTE KALIPRODUKTION Die Produktion der Poltaschewerke am Toten Meer war 1959 etwas höher als im Vorjahr und belief sich aut 110.000 Tonnen. Im Jahre 1959 erzeugte die Gesellschaft auch einige Tausend Tonnen raffiniertes Kali. Der Export von Kali hat 1959 vier Millionen Dollar eingebracht, während im Inland für eine Million IL verkauft wurde. Die Gesellschaft hat ferner Brom im Werte von Millionen Dollar ins Ausland versandt. ERZADER MIT EISENGEHALT In einem Stollen in Mirba Ramim / Minera / Obergaliläa, stiess man vor kurzem auf eine Erzader, die 75 Pro- Vorschriften; Religions- 1 schichtsphilosoph seine Frau, und die älteren Kinder gingen eigene Wege: es wurde einsam um ihn. Er fühlte sich früh alt werden, und sein Ableben erfolgte am 31. Juli 1840; er erreichte nur 55 Jahre. Als Führer der galizischen Aufklärungsbewegung, und Gehat Nachman Krochmal wesentliche Bedeutung. Sein Hauptwerk nennt sich „More Newuche ha-seman”, „Führer der Verirrten dieser Zeit”. Viele jüdische Gelehrte des 19. Jahrhunderts sahen in ihm ihren Meister, der unter so ungünstigen Lebensbedingungen der Wissenschaft des Judentums der folgenden Zeit den Weg geebnet hat. Curl Wille zent Eisen enthält. Es wurde dort im Jahr 1954 Erz mit einem Eisengehalt von 27 % bis 28 % entdeckt. Man schätzt die vorhandene Menge auf 40 Millionen Tonnen dieses Minerals. EXPORT VON ERDNUESSEN Man schätzt die Erdnufsausfuhr in dieser Saison auf 6.000 Tonnen; hiervon sit d bereits 2.000 Tonnen nacn Grossbritannien, Schweden, Oesterreich Deutschland, Frankreich, der Tschechoslowakei und Schweiz abgegangen. Dieses Jahr werden insgesamt etwa 15.000 Tonnen Erdnüsse von einer Anoaufläcbe von 50.000 Dunam geerntet werden. Man nirrnic an, dass in der nächsten Saison die Erdnussausfuhr grösser sein wird. NEUE FABRIK IN RAMLE Vor kurzem wurde in Ramie ein der „Genossenschaft „Haargas” gehörender neuer Betrieb eingeweiht, der Holzkisten für die Verpackung von Zitrusfrüchten erzeugen und auch Bautischlerei-Arbeiten liefern wird. „Haargas” hat vor 27 Jahren mit vier Mitgliedern zu arbeiten begonnen und beschäftigt heute — mit den Tochtergesellschaften „Ampa” und „Amcor” 1.200 Arbeiter. Der Jahresumsatz beläuft sich heute auf ca. 10 Millionen IL. Bei der Errichtung der neuen Anlagen für die Erzeugung der Zitruskisten sind 1.500.000 IL investiert worden. Der Betrieb beschäftigt bereits etwa 350 Arbeiter. WISSENSCHAFTLICHE FORSCHUNG Auch wissenschaftlich? Untersuchungen sind zu einem Ausfuhrartikel geworden; der Direktor von „Jeda”, der Anstalt für industrielle Forschung beim Weizmann-Institut, erklärte, dass 6u Prozent der Aufträge für Untersuchungen zu industriellen Zwecke, die dieses Institut durchgeführt hat, aus dem Ausland stammen. (Campaña Unida pro Israel jln diesen Tagen i | haben Sie noch Gelegenheit, I IHREN BEITRAG FUER DIE i CAMPAÑA UNIDA PRO I ISRAEL 1959 "endgültig einzusenden, i den bereits geleisteten Beitrag zu überprüfen,] [eine nachträgliche Erhöhung vorzunehmen, |die Restzahlungen zu überweisen. I | . CAMPAÑA UNIDA PRO ISRAEL 3 Comité Centroeuropeo X SARMIENTO 2376, in T. E. 47-3820 int. 13

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