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Jüdische Wochenschau · 1960-03-08 · 1762 (8.3.1960) · p. Seite 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1762 (8.3.1960)
Date
1960-03-08
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German, Spanish
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4 — Viernes, 18 de Marzo de 1960 A SEMANA ISRAELITA Año XXL — No. 1762 —!■ von Dr. ERNST GOTTFRIED (London/Frankfurt a. M.) MEDIZIN Professor Dr. Jona Salk, Pirtsburgh (USA), 1955 der Entdecker des inzwischen zu Massenimpfungen verwandten Mittels zur Bekämgfung der Kinderlähmung (Poliomyelitis i, hat zu den zahlreichen Ehrungen, die ihm in den letzten Jahren zuteil geworden sind, eine weitere Auszeichnung erhalten: er ist kürzlich zum Ehrenmitglied (Hon. Fellow) des Wissenschaftlichen Weizmann-Institu* in Rechowot ernannt worden. Die Zeremonie fand in New York statt, wo ihm, in Gegenwart pn-minenter Vertreter der Naturwissenschaften, die Urkunde durch den Instituts - Präsidenten, kannten (früheren Berliner) IKinderspezialisten. Professor Dr. Ludwig F. Meyer. I ISRAEL ( WIRTSCHAFTSKUNDE | Der Ordinarius für Wirt- 1 Schafts-Wissenschaften und Soziologie an der Hebräischen Universität in Jerusalem, der Nürnberger Alfred Bonne, ist kürzlich 60 Jahre alt geworden. Seit 1925 in | Palästina ansässig und in 'langjähriger Forschungs- | und Lehrtätigkeit mit dem praktischen Wirtschaftsleben stets verbunden geblieben, (ist er heute eine Autorität auf dem Gebiet der Beob- ' achtung und der Analyse der 1 ökonomischen Entwicklung i Wanderer von besonderem Wert. Unterdessen ist die Kette fachkundiger Veröffentlichungen aus seiner Feder nicht abgerissen. Seit 1936 gehört Bonne zum 'Lehrkörper, aber schon seit 1931 zum Stab der Hebräischen Universität. Oftmals ist er zu Gastvorlesungen nach Amerika gereist. Professor Bonne ist Mitglied des Vorstandes des Israel-Arbeitszentrum des ,,Leo Baeck Institute of Jews from Germany”. MENSCHENRECHTE Die britische „Standing Conference on the Economic and Social Work of the United Nations”, 1952 auf Anre- , Warburg, der, 1900 als Sohn des Eotanikers und späteren Präsidenten der Zionistischen Oragnisation, Professor Otto Warburg, in Berlin geboren, 1921 in Freiburg i, Br. zum Dr. jur. und 1924 in Heidelberg zum Dr. rer. pol. promoviert wurde, wanderte 1933 nach England aus Vorher war er Redakteur bei der „Schleswig-Holsteinischen Volkszeitung’' (Kiel) und beim „Hamburger Echo”. 1939 kam sein Buch „Six Years of Hitler: The Jews under the Nazi Régime" heraus. Damals hatte Dr. Warburg das Amt des Leiters der Informationsabteilung des „Board of Deputies” inné, später, bis 1943, Von dem bedeutenden Beitrag, den Israel *ur Kernforschung leistet, zeugt der in Nabbi Rubin erstellte Atommeiler Dewey B. Störte, überreicht Wurde. Vor kurzem hatte Professor Salk erst die Ehrenmitgliedschaft der englischen „Royal Society of Health” erhalten. Dr. Walter Hirsch, seit 1948 der Leiter der Kinderpoliklinik und der Abteilung für zurückgebliebene Kinder am Hadassa-Krankenhaus in Tel Aviv, hat einen Lehrauftrag für Kinderkrankheiten «m Max Planck-Institut der Freien Universität in Berlin erhalten, der Stadt, in der er bis 1933 als Arzt wirkte. Von f935 bis 1947 praktizierte er in Jerusalem. Hirsch um die Jahrhundertwende in Köln geboren, ist der Schwiegerhn des im Herbst 1954 in fei Aviv gestorbenen beim ganzen Mittleren Osten, gleichermassen anerkannt in Israel wie in der Sphäre der internationalen wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Diskussion. Nach Besuch der Universitäten Erlangen, Frankfurt a. M. und München war er kurz wissenschaftlicher Assistent an der letzteren und arbeitete 1926/31 als Statistiker im Hauptbüro des Keren Hajessod und 1936/43 im Wirtschaftsforschungs - Institut der Jewish Agency for Palestine in Jerusalem. In der Zeit ab 1932 entstand sein Werk „Palästina, Land und Wirtschaft”, in mehreren Auflagen (später auch in hebräischer Sprache) erschienen und für viele Ein- Jüdischer und Deutsch-Unterricht EINZELN UND KURSE BAR MIZWA-VORBEREITUNG Dr. Carlos Vogel JURAMENTO 3361, 1», dp. B T. E. 76-8304 gung der „United Nations Association”, der Organisation zur Förderung des UN- Gedankens, geschaffen, beschäftigt sich u. a. mit Fragen der Menschenrechte, des Flüchtlingsstatus und der Staatenlosigkeit. Dieser Körperschaft gehören zahlreiche englische Vereinigungen an, auch jüdische — wie der „Board of Deputies of Britisch Jews”. Anfang Dezember ist Dr. Gustav Warburg (London) zum neuen Vorsitzenden der „Standing Conference” gewählt worden. Seit Jahren fungiert er in Genf als d rr Ständige Berater des Koordinierenden Ausschusses jüdischer Organisationen, der (sich aus dem britischen und dem südafrikanischen Board of Deputies und der Bne Brit zusammensetzend) wie andere jüdische Organisationen und Gruppen beratenden Status bei den Vereinten Nationen und bei gewissen UN-Abteilungen hat, und ist fast ebensolange der Geschäftsführer des Auswärtigen Ausschusses des briti sehen Board of Deputies. Israel - Marken [n grösster Auswahl: u. a. VIERERBLOCKS — MARKEN MIT PLATTEN-NUM- MER — MARKEN MIT BAND — KOMPLETTE BOGEN (planchas) — VOLL- STAENDIGE SAMMLUNGEN — WERTVOLLE AUSGABEN — ERSTE SERIE VORHANDEN — VERTRAUENSWUERDIGE BERATUNG Alfon&o MORITZSON Guanacache 2351, dep. 2 MC. CABILDO war er der Bibliothekar des „Jewish Central Information Office” („Wiener Library”) und danach . der Dezernent für auswärtige Angelegenheiten hei der „Anglo-Jewish Association”. Er gilt als vorzüglicher Kenner politischer Zusammenhänge und als sachlich-kritischer Beobachter politischer Entwicklungen und Tendenzen, ireht allein, soweit sie die Situation der Juden in Europa und in der Welt betreffen. Umfrage in Deutschland Bonn. — Eine Meinungsumfrage, die unter der westdeutschen Bevölkerung über die antisemitischen Ausschreitungen angestellt und nunmehr beendigt wurde, ergab folgendes Resultat: 80 % antworteten, dass sie die Vorfälle nicht billigen, 10 % versuchten, die Bedeutung der Zwischenfälle zu bagatellisieren, 1 Prozent zeigten antisemitische Tendenzen, und 9 Prozent erklärten, keine Ansichten hierüber zu haben. (ITA) I Gelegenheit 6 Lederstühle J BESTENS ERHALTEN,! BILLIG t! < i 76 . 1065 «! j (Sonnab. od. Sonntag vormittags) níiui Nahum N. Glalzer: „Some of Zunz's letters to the Ehrenbergs” (Proceedings of the American Academy of Jewish Research” Vol. XXV, New York). Ueber den Verfasser der vorliegenden Arbeit, Professor Dr. Nahum N. Glatzer, Brandeis - Universität, Waltham Mass.. USA, habe ich vor einiger Zeit in diesen Spalten anlässlich seines schönen und wertvollen Werks über „Hillel, den Aelteren” ausführlicher berichtet. — In der vorliegenden Publikation, die wohl im Rahmen seiner weiteren Forschungen über den grossen jüdischen Gelehrten Leopold Zunz liegt, gibt der Verfasser eine lebensvolle Einsicht, vielfach recht persönlich und familiär gefärbter Natur, in das Privatleben des bedeutenden Meisters der jüdischen Wissenschaften. Wir sind in die erste Hälfte des vorigen Jahrhunderts versetzt, nach Berlin, von wo aus Leopold Zunz mit seinem verehrten Lehrer und väterlichen Freund Professor Samuel Meir Ehrenberg (Wolfenbüttel) und späterhin auch mit dessen Sohn Dr. Philipp Ehrenberg in regelmässigem Briefwechsel verblieben ist. — Diese Korrespondenz beleuchtet die vielfachen Facetten des intimen Lebens der beiden Familien die mann:gfachen politischen und sozialen Probleme jener ganzen Zeit und vor allem auch das damalige Auf-und-Ab der gesamten jüdischen Kultur- und Glau-! benswelt. — j Diese Arbeit von N. N. Glatzer verdient besondere Aufmerksamkeit, und gerade heute aufs neue. Die klare, schöpferische Einstellung des grossen Gelehrten und Erziehers Leopold Zunz zu den Grundfragen und Grunderlebnissen der gesamten jüdischen Welt kann gar nicht genug herausgehoben wer- 1 den, auch seine immer wieder verfochtene Grund-Intuition von den ewigen, gültigen Werten der jüdischen Geschichts- und Geisteswelt, seine radikale Ablehnung der Reform sein vollblütiges, ausstrahlendes Jude- Sein, das doch von so gewaltigen Kenntnissen untermauert und erweitert gewesen ist. — Daneben erscheint auch die Privatperson von Leopold Zunz in dem vollen Glanz einer mächtigen und gleichzeitig herzgewinnenden, selbst sentimentalen Persönlichkeit. Zu ihrer besseren Kenntnis und Erkenntnis trägt die vorliegende Veröffentlichung wesentlich bei. Gleichzeitig hat mit ihr der Verfasser einen neuen Beweis seiner emsigen, empfindenden und weite Zusammenhänge suchenden Darstellungskunst gegeben. — Dr. H. Weyl findet s. G. w. am Samstag, den 26. März 1960. um 9 Uhr in der Synagoge Leo Baeck, Vidal 2049, statt. PETER O. KATZ und Frau GRETA geb. LERSE 5 de Julio 1620 Vicente Lopez Empfang: am 26. 3. 60 von 18 bis 20 Uhr Die BARMIZWAH unseres Sohnes Die Trauung in der Chaim Weizmann-Synagoge, Arcos 2319, findet s. G. w. am 26. März um 21 Uhr 15 statt. Buenos Aires, Olleros 2910 GUIDO B. BIEBER EVELINA BIEBER geb. JAKOBI gratulieren herzlichst zum Unserer geliebten Mutter, Schwiegermutter und Grossmutter, Frau ihre Kinder: Rosa Stark and geb. Epstein und José Siarkamd und Enkelkinder Empfang: Sonntag, den 20. März, von 17—20 Uhr, Giribone 1372, dep. B (fr. Barcelona) LU AC H ( Ka lender) Freitag, den 18. März 19. Adar Sonnabend, den 19. März 20. Adar Schabbat KI TISSA — Parchat Para Haftara: Yecheske’el XXXVI 16—38 Sonntag, den 20. März 21. Adar Montag, den 21. März 22. Adar Dienstag, den 22. März 23. Adar Mittwoch, den 23. Mära 24. Adar Donnerstag, den 24. März 25. Adar Freitag, den 25. März 26. Adar Sonnabend, den 26. März 27. Adar Schabbat WAYAK’EL PEKUDE — Parchat Hachodesch Sonntag, den 27. März 28. Adar Montag, den 28. März 29. Adar Dienstag, den 29. März 1. Nissan Mittwoch, den 30. Mära 2. Nissan Donnerstag, den 31. März 3. Nissan 236547315589097^52

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