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Jüdische Wochenschau · 1960-03-15 · 1761 (15.3.1960) · p. Seite 2

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1761 (15.3.1960)
Date
1960-03-15
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German, Spanish
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/ / Worte genügen nicht mehr Untersuchung (Schiass von Seite 1) bleibt Nassers Geheimnis, wie er jemals die Milliarde Dollar für, den Bau des Stauo mms bezahlen will. Die c. sten Rückzahlungen beginnen 1964 und sollen dann auf zwölf v/eitere Jahre verteilt werden. Die Rückzahlungen für die zweite Bauphase sollen 1170 beginnen und auch weitere zwölf Jahre laufen, d. h., dass die Hypothek aus Moskau bis 1982 läuft, wenn sie nicht vorher aufgerut'en wird. Nasser kann in Damaskus genau beobachten, wie sich die sowjetische Hilfe* zugunsten Moskaus auswirkt. Eine sowjetische Gruppe machte topographische Karten von ganz Syrien. Die Aufgabe war im Dezember 1958 beendet. Die Negative wurden nach Moskau gesandt. Seitdem hat man in Syrien nichts mehr darüber gehört. Nur wenige Abzüge sind in Damaskus eingetroffen, die meisten befinden sich noch in Moskau. Ein Diplomat in Damaskus fasst die Sache so zusammen: „Syrien liefert den Sowjets gratis Informationen, für die sowjetische Agenten mit Freuden eine Million Dollar gezahlt hätten.” Die Lage erscheint ernst genug. Bisher wurde von amerikanischer oder westlicher Seite kein entscheidender Schritt unternommen, um den faschistischen und kommunistischen Kräften energisch entgegenzutreten. Man lässt sie gewähren. Nach einer alten Taktik flackern die Unruhen an den israelischen Grenzen hier und da wieder auf, um die Aufmerksamkeit der UN und der Westmächte von den Kernproblemen abzulenken. Mit interimistischen Massnahmen kann aber kein politischer Erfolg errungen werden. Heute geht es um weit mehr als um die Schlichtung von Grenzgeplänkeln. Der Mittlere Osten droht für den Westen verlo- Dr. FREY Abogado PUEYEREDON 11M 1* Uq. nachm. 11—11 Uhr J. Liebling FOURNIERE — SPERRHOELZER DIAZ VELEZ 5224 al 49 i T. E. 43-2349/8340 y 3021 | i( REAL PEN i! 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Man soll uns nicht erzählen, dass eine Reihe Jugendlicher, die beim Schmieren von Hakenkreuzen erwischt worden sind, inzwischen abgeurteilt wurden. Das entspricht zwar der Wahrheit, spiegelt aber das alte Volkswort wieder, dass man die Kleinen hängt und die Grossen laufen lässt. Die tatsächlich Verantwortlichen wurden nicht unschädlich gemacht, Justiz und Lehrkörper nicht von Nazis gesäubert. Eingreifende Massnahmen fehlen, um die offensichtlich wieder irregeleitete Jugend auf den rechten Weg zu bringen, eine Jugend, die doch Hitler nicht mehr miterlebt, sondern nur von ihm gehört hat. Im Lande Schleswig-Holstein geschehen die merkwürdigsten Sachen. Man braucht nur an den KZ-Arzt Heyde zu denken, der dort unter falschem Namen leben konnte, obwohl vielen sein richtiger Namen bekannt war. Ein weiterer Fall beschäftigt jetzt die Oeffentlichkeit, der ebenfalls alarmierend ist. Der Präsident einer hohen Verwaltungsbehörde war vor etwa einem Jahre vom Dienst enthoben worden, weil er einen Meineid zugunsten eines anderen hohen Nazis geleistet hatte, der für seine Handlungen in Griechenland zur Verantwortung gezogen worden war. Offensichtlich liegt tatsächlich Meineid vor, ein schändliches Verbrechen für einen hohen Staatsbeamten. Das Motiv der Tat ist War: die nazistischen Schreckenstaten sollten vertuscht und ein Mann entlastet werden, dem Mord in vielen Fällen zur Last gelegt wird; genauer muss man sagen, er wird Judith Schenkolewski Kultus« tickereien Schabboadecken - Tailisbeutel . Käppchen Maszot-Taschen - Hand- und Maachinenstickerei von ' Bett und Tiachwäache : BEBEDERO 259» T. K 73-915» Propiedades Frankenberg berät Sie kostenlos und unverbindlich beim Kauf oder Verkauf von WOHRURGER HAEUSERR GESCHÄRFTER Montevideo »TI, 4. St T. E. 49-499T y 79-7244 beschuldigt, die Anweisung zur Ermordung gegeben oder die Befehle weitergeleitet zu haben. Denn hohe Beamte haben niemals selbst geschlagen oder geschossen. Dennoch sind sie die eigentlichen Täter und nicht die primitiven Schinder, deren mangelhaft entwickeltes oder verkümmertes moralisches Bewusstsein erstickt oder missbraucht worden ist. — Eine ebenso eigenartige wie gefährliche Ansicht äusserte Herr von Hassel, der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, in dem so viele bedauerliche Vorfälle zu verzeichnen sind. Mit Vehemenz wandte sich von Hassel gegen jede Art von Pazifismus, und dies auf einer Versammlung christlicher Studenten, obwohl die offiziellen Vertreter des Christentums den Frieden predigen und lehren. Sogar als Kriegsgefahr bezeichnete der Ministerpräsident von Schleswig - Holstein, von Hassel, jede Art von Pazifismus angesichts der sowjetischen Drohungen. Vor dem Ring. Christlich-Demokratischer Studenten in Göttin gen meinte von Hassel, die Angriffslust Moskaus könne nur durch eine entsprechenden Verteidigungsbereitschaft des Westens gestoppt werden. Die These, men müsse durch eine Geste den Sowjets im Hinblick auf Abrüstung und Wiedervereinigung eine Art Vorleistung machen, sei nach den geschichtlichen Erfahrungen falsch. Die Unterwanderung der Bundesrepublik durch den Osten erläuterte von Hassel mit dem Hinweis, innerhalb von fünf Jahren sei die Zahl der Agenten von 4.000 auf 16.000 gestiegen. Täglich würden in der Bundesrepublik acht Agenten festgenommen oder stellten sich selbst. Fünf Millionen Briefsendungen mit propagandistischem Inhalt würden monatlich in die Bundesrepublik geschleust. Zahlen werden mobilisiert, um die Aufrüstung zu rechtfertigen. Man wird zugeben müssen, dass die Notwendigkeit von Abwehrmassnah- MOHELIM Mohel David Freimann T. E. 87-9932 Boulogne Stur Mer 352. L. Mohel N. Plaksin Superi 2719 T. E. 79-9794 u. 79-2312 Jerusalem. — UN-Beamte untersuchten auf israelisches Ersuchen, ob die mangelnde Wasserzufuhr durch den Dofila-Fluss, der in Syrien entspringt, auf die Trockenheit oder syrische Manöver zurückzuführen sei. Dieser Fluss liefert das Wasser für den Kibbuz Shamir und ist seit einiger Zeit ausgetrocknet. (ITA) men nicht mit einer Attacke gegen den Pazifismus begründet werden muss. Es fehlt nur noch, dass der Pazifismus als Schwäche hingestellt und eines Tages als Landesverrat angeprangert wird. Auch das ist schon einmal dagewesen. IV. Die Geschichte der westlichen Politik nach dem 2. Weltkrieg wird man später einmal unter der Ueberschrift „Die Serie der verpassten Gelegenheiten” zusammenfassen. Aegypten ist nur ein Beispiel. Ein neues Versagen der Westländer bahnt sich in Afrika an. Je mehr Staaten des schwarzen Erdteils unabhängig werden, desto härter treffen dort die Gegensätze zwischen Ost und West aufeinander. Die arabischen Ländern verstehen es glänzend, 'West und Ost gegeneinander auszuspielen. In den Ländern westlich von Aegypten ist der Einfluss des Westens weit stärker, so dass die östlichen Handelspartner es dort schwerer haben, sich mit ihren' Waren und ihrer Ideologie auszubreiten. Das übrige Afrika war bis vor wenigen Jahren fast ausnahmslos Kolonialgebiet. Aber der Einfluss des weissen Mannes ist dort nicht mehr gross, seitdem der afrikanische Nationalismus erwacht ist. Der west-östliche Kampf um wirtschaftlichen und damit auch um politischen Einfluss spielt sich hauptsäch- NERVENu. GEMUETS- KRANKHEITEN Dr. M. J. Kuhn RIVADAVIA 262», 3* T. E. 49-7524 i Mont, Mittwoch, Freitag 17—19 Uhr. Tel. Anmeldung erbeten iM iBuf-B > I t-t-81-tM * t •'*'*-*' Dr. j B.Schwarcz } ZAHNARZT I ESTOMBA 2283 — 52-8214? RAYOS X I PARADENTOSE f TELEF. I VORANMELDUNG í Restaurant .Paso" Paso 452 (al fondo) — T. 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Der Osten nützt die Gelegenheit, die Auseinandersetzung mit dem Westen auf handelspolitischen Pfaden auszutragen. Es gilt vor allem den afrikanischen Ländern bei der Ueberwindung der grossen Anlaufschwierigkeiten zu helfen. Die Förderung der afrikanischen Entwicklungsländer ist eine grosse und zugleich schwere Aufgabe. Gelingt es dem Westen nicht, diese Länder in das Weltwirtschaftsgefiige einzugliedern, dann verbleibt Afrika als wirtschaftliches Notstandsgebiet in einem Zustand, wie ihn sich die Sowjets nicht besser wünschen können. La remana Israelita Bisemanario: a par »ce ios Martes y Viernes Editado por Estrellas Editorial Ltda Verantwortiicii: Dr. H. Swarsensky Pueyrreaon 2190 1' izo T. K. 83-2613 A Dono- Preise. Argentinien: $ 60.— pro Quartal Allerdings muss man allmählich zu der Ueberztugung gelangen, dass die Russen keinesfalls nur politische Propaganda treiben, sondern gewillt sind, ihc heute grosses wirtschaftliches Potential zugunsten anderer Völker helfend einzusetzen. Mitunter wira dies bestritten. Der Wahrheit sollte n emand ausweichen. Man sollte verstehen lernen, dass politische Propaganda bei we_tem nicht so eindrucksvoll und deswegen bei weitem, nicht so gefährlich für den Westen ist, wie die neue Tendenz des Kreml, den schwächeren Nationen tatsächlich beizustehen. Hiergegen g bu es nur ein Mittel, dass die westlichen Mächte den weniger entwickelten Nationen wirkungsvoll beistehen, ohne ihnen dabei politische Bedingungen zu stellen. Denn Worte genügen nicht mehr. Dr. ALBERTO L COHEN ESPECIALISTA DE NIÑOS Pampa 2926 T. E. 73-1116 Solicite hora VARICES — ULCERAS DE LA PIERNA — ARTERIOSCLEROSIS Dr. SAUL UMANSKY! SARMIENTO 3116 T. E. «7 13621 Dr. BENJAMIN LIPNIZKY ZAHNARZT ROENTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN — BE¬ HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG - REGU¬ LIERUNG DER ZAHNSTELLUNG Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend nach vorheriger Vereinbarung. 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