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Jüdische Wochenschau · 1960-03-11 · 1760 (11.3.1960) · p. Seite 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1760 (11.3.1960)
Date
1960-03-11
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German, Spanish
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K£A£fl K¿*y£rtV£T COMITE CENTROEUROPEO Corrientes 2294 — VI. Stock — T. E. 48-369S, 48-5683 P U Kein „Fest" im Sinne der religiösen Ueberlieferung, aber ein Tag nationaler Freude, der Fröhlichkeit, des Scherzes, war Purim auch in Zeiten schwerster Leiden unseres Volkes. Nicht nur einst in der persischen Gola, sondern in jeder Generation standen die Nachkommen Amaleks gegen uns auf, und oft gelang es erst im allerletzten Augenblick, einen Umschwung herbeizuführen, den Juden Rettung zuteil werden zu lassen. Deshalb sehuf sich das jüdische Volk in Purim denjenigen Tag. an dem es seiner Dankbarkeit gegenüber der Vorsehung dafür Ausdruck verlieh, dass die rohe Gewalt, der Vernichtungswille unserer Feinde nicht zu triumfljhieren vermochte. Vor vierzehn Jahren schritt ein moderner „Haman” in Nürnberg zum Galgen mit den sarkastischen Worten „Purim 1946". Zum 11. Male in einem RIM .souveränen jüdischen Staate begeht der Jischuw von Erez Jisrael Purim in innerer Geschlossenheit, im Bewusstsein der eigenen Kraft, im Vertrauen darauf, dass die im Trüben fischenden Mächte, welche die arabischen Nachbarvölker in einen sinnlosen Bruderkrieg gegen Israel hetzen wollen, niemals ihr Ziel erreichen werden. Man freut sich zu Purim, bringt Opfer für die nationalen Fonds, bei denen noch weiter das Schwergewicht der Aufbauarbeit ruhen wird und weiss, dass „Wunder nicht nur an unseren Vätern in jenen Tagen um diese Zeit” geschahen, sondern dass sich das Wunder tagtäglich im jüdischen Leben vollzieht. Der Geist der Estherrolle beherrscht die Purimtage in diesem Jahr trotz äusserlicher Bedrohung: „Bei den Juden gab es Licht und Freude, Fröhlichkeit und Ehre.” Erinnerung an Max Aus unserer Arbeit Das Ehepaar Federico und Marion Gotheim, Vicente Lopez,) spendete anlässlich der Barmizwahfeier ihres Sohnes Pedro Luis den Betrag von t 2.000.— zu Gunsten des KKL; der Junge wird in das „Sefer Barmizwa” eingetragen. AUS UNSEREN KOLONIEN Herr Rudi Wildau, unser Vertreter in der Kolonie „La Juanita", Las Palmeras, Sta. Fe, überwies uns den Betrag Orthodoxe Initiative Athen. — Ein Führer der griechiseh-orthodoxen Kirche in Griechenland hat sich an seine Vorgesetzte Behörde mit dem Ersuchen gewandt, die antijüdischen Gebete aus der Liturgie zu entfernen. Prof. Arnikas Alevizatos stellte diese Forderung in der religiösen Zeitschrift „Nea Zoi" und beruft sich auf die jüngste Anordnung des Papstes Johann XXIII., der die gegen Juden gerichteten Gebete aus der katholischen Liturgie eliminierte. Alevizatos verlangte, dies solle noch vor Ostern geschehen da die Ostergebete viele solcher Stellen enthalten. (ITA) i von $ 2.050.— von Büchsenleerungen und Sammlungen. Wir danken allen unseren Spendern u nd Mitarbeitern. Unser Telegrammdienst: Bei freudigen und traurii gen Begebenheiten rufen Sie, j bitte, eine der folgenden Te- |lefon-Nummerniön, um Ihre Wünsche durch unsere KKL- Telegramme auszudrücken, sowie Verwandte und Freunde mit Baumpflanzungen zu beschenken, bzw. das Andenken Ihrer teuren Toten zu ehren: 70-9931 73-4916 68-7004 64-2966 54-3209 76-1396 (Fiambreria Coghlan) 48-3695 (Sekretariat) 48-5683 Im März 1946 feierten Mast und Martha Osborn in der Emigration, in New York, ihre Goldene Hochzeit. Wenige Monate danach, Ende September des gleichen Jahres, schloss Max für immer die Augen. Die Witwe (die ihm im April 1951 in den Tod folgte) schrieb damals: „Jeder Brief enthält die gleichen Worte über die Mentalität, das Temperament, das Aus-dem-Vollen- Schöpfen; bis in die letzte Stunde seines 'Lebens hatte sich mein teurer Mann diese Schaffenskraft, Arbeitsfreudigkeit und geistige Frische erhalten. In einer Sekunde war j alles aus, unwiederbringlich aus!” In der Tat zeichneten diesen deutschen, jüdischen Kunstwissenschaftler und Kunstsehriftsteller, dessen Geburtstag sich kürzlich zum 90. Mal j ährte, eine tiefe, unerschöpfliche Kenntnis seines Fachgebietes, der Kunst des 19. Jahrhunderts, der Kunstgeschichte und der Kunstwelt und dazu eine meisterhafte Art der Darstellung aus, sodass er unter den Kunstschriftstellern und Journalisten eine besondere Stellung einnahm. Diese Eulogie würde auch, wenn er noch unter uns Lebenden weilte, den Grundton eines Glückwunsches bilden. So aber wollen wir des lebensvoll sprühenden, humorvollen, charmanten Mannes gedenken, der jahrzehntelang, als Autorität von internationalem Rang galt. Seinem ganzen Wesen nach war Max Osborn, den der Zwang zur Auswanderung nach Paris (1938—1941) und New York trieb, ein gutes Gemisch von geborenem Kölner (sein ursprünglicher Name war Ochs) und Wahlberliner. Seitdem er 1893 seine literatur- und kunstwissenschaftlichen Studien abgeschlossen hatte, gehörte er mit seinen Interessen und Anregungen zum geistigen Berlin: als Mitherausgeber der „Jahrbücher für neue Literaturgeschichte” (1894 bis 1914), als zeitweiliger Feuilleton - Redakteur der Berliner Nationalzeitung, vor allem aber als Kunstkritiker der Ullstein-Blätter „B. Z. atu Mittag" und „Vossische Zeiung”. Damit nicht genug: sein wissenschaftliches Werk fand seinen Niederschlag u. a. in seiner volkstümlichen „Geschichte der Kunst”, in zahllosen Auflagen erschienen und in mehrere Fremdsprachen übersetzt, in seiner „Kunst im Leben des Kindes” (1902), der „Kunst des Rokoko” (1929) und in seinen Einzelarbeiten über Künstler (darunter Reynolds, Pechstein, Liebermann, Ury, Chagall, Pasternak), Entwicklungen in der Kunst sowie über Kunststätten. Eine Auswahl seiner Lebenserinnerungen ist 1945 unter dem Titel „Der bunte Spiegel” zusammengefasst worden. Als Kunstautor und -kritiker stand Dr. Osborn schon früh auch der jüdischen Presse, namentlich in Berlin, NACHRICHTEN AUS ISRAEL DIE BRUECKE ZWISCHEN UNS UND ISRAEL IST DIE BLAUE BÜCHSE DES KKL Jüdische Wochenschau in Montevideo/llruguay Einzelnummer 30 Centesimos ANZEIGENANNAHME HEINZ M. EHRLICH BOTJL. ESPAÑA 2573 opt 18 — Tel. 41 02 00 Jahresabono 22.50 $ urug. ABONOS — AVISOS Sra. L. Lob I owitz SALTO 931 Tel. 4-89.42 Apt. 8 AUSNUTZUNG VON WASSERSCHAETZEN Das Regierungs-Budget, für 1960'61 sieht einen Betrag von etwa 50 Millionen IL für die Entwicklung der Wasserschätze des Landes vor. Hiervon sind 25 Millionen IL für den Bau der Landeswasserleitung, 20 Millionen für regionale Wasserwerke und der Rest für verschiedene andere Projekte bestimmt. WASSERVORKOMMEN IN SODOM Bei Bohrungen, die im Gebiet von Sodom für die Toten Meer-Werke vorgenommen wurden, ist man vor kurzem auf reiche Wasservorkommen gestossen. Der Salzgehalt des Wassers beträgt weniger als 1.000 Milligramm. Jetzt hat man eine weitere Bohrung in Angriff genommen, und die Leitung der Gesellschaft glaubt, dass nach Durchführung einiger weiterer Bohrungen der Gesamtbedarf an Wasser, das man zum Spülen der Kalibassins braucht, lokal gedeckt werden kann. EXPORTSTEIGERUNG Die beträchtliche Steigerung des israelischen Exports im Jahre 1959 zeigt, dass die Bemühungen der zuständigen staatlichen Aemter die seit einigen Jahren bestehende Stagnation in der Ausfuhr zu überwinden, von vollem Erfolg gekrönt worden sind. Der Export von Industrie- Erzeugnissen ist uni nicht weniger als um 65 Prozent gestiegen, und dieser Erfolg weist auf günstige Aussichten für einen weiteren gesteigerten Absatz israelischer Waren im Ausland hin. Insgesamt wurden 1959 um 40 Millionen Dollar mehr exportiert als 1958. ENTSALZEN VON WASSER Im Laufe der nächsten zwei Jahre sollen bei Elat 2 Anlagen zum Entsalzen von Wasser nach der Methode Sarchin errichtet werden. Jede von ihnen wird eine Kapazität von mehr als einer Million Liter pro Tag haben. Dit* ArlKMtssfemeinschiift jüdischer Rechtsanwälte zur Wiedergutmachung Die Arbeitsgemeinschaft jüdischer Rechtsanwälte und Notare bittet uns um Veröffentlichung folgender Mitteilung: Die Arbeitsgemeinschaft jüdischer Rechtsanwälte und Notare befasste sich in der letzten Sitzung mit der Erklärung des Generalsekretärs des Zentralrates, Dr. van Dam, über einen „glatten und befriedigenden” Verlauf der Wiedergutmachung. Diese Verlautbarung erweckt bei den Verfolgten einen völlig falschen Eindruck. Die Anwälte wissen aus der täglichen Erfahrung, dass die Bearbeitung der Wiedergutmachungsfälle keineswegs so verläuft, wie selbst die Vorgesetzten Dienststellen (Regierungspräsident und Innenminister) es wünschen. Die Arbeitsgemeinschaft will hier nicht die Gründe des Versagens im einzelnen erörtern. Sie will nur die Veröffentlichung des Herrn Dr. van Dam dahin richtig gestellt wissen, dass vop einer guten Abwicklung’ der Wiedergutmachung’ keine Rede sei« kann. Die Arbeitsgemeinschaft wird in dieser Richtung erneut Schritte bei den Vorgesetzten Dienststellen unternehmen, da nach ihrer Erfahrung die Wiedergutmachung weder glatt noch beschleunigt vonstatten geht. zur Verfügung. Er gehörte zu den Mitgründern und, mit vielen Vorträgen und Aufsätzen, zu den Mitarbeitern des „Jüdischen Kulturbundes Berlin”, 1934/35 studierte er alte und neue Kunst in Palästina. Eis war seine besondere Gabe, Verständnis für bildende Kunst, zu vermitteln, und so werden viele seiner Freunde und Verehrer sich dankbar seiner erinnern. Sein Sohn Franz, seit 1934 in London lebend, als Schnabel- und Kreutzer - Schüler zu einem hochgeschätzten, Werktreuen Pianisten geworden, starb kaum 56 Jahre alt, ’ 1955 in Basel. Seine Tochter, Hilde Grünfeld, lebt in Tel Aviv. Dr. Ernst Gottfried WIE LIEGEN DIE FEIERTAGE DES JUEDISCHEN JAHRES 5720 Sonntag, den 13. März Montag, den 11. April Dienstag, den 12. April Mittwoch, den 13. April Montag, den 18. April Dienstag, den 19. April Montag, den 2. Mai Sonntag, den 15. Mai Dienstag, den 31. Mai Mittwoch, den 1. Juni Donnerstag, den 2- Juni Dienstag, den 12. Juli Montag, den 1. August Dienstag, den 2. August Mittwoch, den 21. September Purim Erew Pesaach 1. Tag Pessach 2. Tag Pessach 7. Tag Pessach 8. Tag Pessach Jom Haaama’ut fUnabhängigkeitstag Israels) Lag b’Omer Erew Schawuot 1. Tag Schawuot 2. Tag Schawuot 17. Tammus (Fasten) Erew Tischa b'Aw Tiacha b’Aw Erew Roach Haschana 5721 |Campaña Unida pro Israeli In diesen Tagen s 2 haben Sie noch Gelegenheit, I IHREN BEITRAG FUER DIE CAMPANA UNIDA PRO 9 ISRAEL 1959 | endgültig einzusenden, |den bereits geleisteten Beitrag zu überprüf en,j |eine nachträgliche Erhöhung vorzunehmen, •die Restzahlungen zu überweisen. CAMPAÑA UNIDA PRO ISRAEL Comité Centroeuropeo SARMIENTO 2376, III T. E. 47-3820 int. 13; tüii; *39

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