Mannheim
Compact Memory

Jüdische Wochenschau · 1960-03-11 · 1760 (11.3.1960) · p. Seite 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1760 (11.3.1960)
Date
1960-03-11
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German, Spanish
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/9616703-9611224-9611351--0234-9611356
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

5 entity mentions

v> J Viernes, 11 de Marzo de 1960 LA SE MAKI ISRAELITA Año XXI. — No. 1760 uní '«ser sraeij Dii 5siden> jiidi- íigung, lie Inig des nach Muster er hier e Ani)Herrte 5' 1254 DIE EREIGNISSE DER WOCHE! Pressekonferenz der Einheitskampagne (Fortsetzung von Seite 4) schäften gefunden hat, konnte jetzt einen grossen Erfolg mit der Eröffnung eines eigenen Klubraumes im Hause des Makkabi in der Tucumän 3135 buchen. Der Golden Age Club im Zentrum der Stadt zählt schon 150 feste Mitglieder und ist von ietz;t an ieden Nachmittag geöffnet. Er steht allen Angehörigen der jüdischen Kollektivität ■ von über 60 Jahren zur Verfügung. Ein kleiner Kreis freiwilliger Helferinnen serviert nachmittags Kaffee und Brötchen; ein Mal in der Woche gibt es auch Torten und Kuchen, und für Unterhaltung ist durch Vorträge, Ra-, dio und Plattenmusik sowie durch eine Bibliothek, die von einem Mitglied des Klubs aufgebaut wurde, reichlich gesorgt. Die Bücher dürfen mit nach Hause genommen werden, doch fehlt leider noch Lektüre, um die Leihbibliothek gut auszustatten, sodass darum gebeten wird, der Bibliothek gute Bücher zu schenken, die gern angenommen werden. Die Golden Age Clubs erfreuen sich auch hier grossen Zuspruchs. Dies ist nun der erste dieser Klubs im Zentrum, der täglich am Nachmittag geöffnet ist, damit ältere Menschen, die nicht wissen, wohin sie gehen können, und die nicht über genügende Mittel verfügen, um täglich teuere Confiterias zu besuchen, das Gefühl haben, dass sie nicht allein sind sondern hier angenehme Gesellschaft finden. Es wird ein kleiner Unkostenbeitrag erhoben, doch wer ihn zu zahlen nicht in der Lage ist, ist gleicherweise herzlich willkommen. Auch freiwillige Helferinnen können hier mitarbeiten. Der Klub ist völlig unpolitisch auch nicht als Verein aufgezogen, und er macht keinerlei Propaganda irgendwelcher Art. Zur Eröffnung des Klubheims erschienen zahlreiche Vertreter der jüdischen Institutionen und Repräsentanten der Presse, die die Damenorganisation zu dieser sozialen Arbeit nur beglückwünschen können. Jüdische Volksbank Die neue Leitung der Jüdischen Volksbank in Buenos Aires hat an die jüdischen Tageszeitungen eine Bilanz geschickt, in der sie einige Angaben über ihre schwierige Lage macht. Wie bekannt, wurde das frühere Direktorium zum Rücktritt gezwungen, nachdem es die Bank in eine schwere Krise gebracht hatte. Eine Generalversammlung der Aktionäre ist für den 18ds- Mts. anberaumt, um neue Richtlinien für die Sanierung der Bank aufzustellen. Der Bericht wiederholt die schon bekannten Tatsachen, dass einige hohe Beamte und das zurückgetretene Direktorium durch Erteilung hoher Kredite in Höhe von 500 Millionen an die „Todres-Gruppe ihre Stellung missbraucht haben. Das neue Direktorium hat sich um die Lösung der Veroflichtungen der Bank im In- und Ausland bemüht. \ doch sind die für die Kredite erworbenen Waren von der Parlaments-Kommission, der Zentralbank und der Aduana interveniert, und es bleibt das Urteil der Jus iz abzuwarten. Bis es nicht vorliegt, ist die Situation weiterhin ungeklärt. Die Sonderkommission des provisorischen Direktoriums hat zu Beginn ihrer Tätigkeit eine „Comisión de Cobranza y Arreglos” ernannt, die durch Gutstellung von Garantien und Inkassos die Summe von 300 Millionen, also einen Teil der Gesamtschuld hereinbekommen hat. Eine Sonderkommission bestehend aus den Herren Guillermo Cracowsky.' Dr. Abraham Mibashan und Max Mazar Barnett unterhandelte mit Finanzinstituten in den USA, um einen Zahlungsaufschub zu erwirken. Laut dem Bericht soll sich die Situation der Bank gebessert haben, aber es sind noch genügend schwere Probleme zu lösen, wie die Deckung der Kredite und Statuten zur Verhütung einer Wiederholung ähnlicher Finanzgeschäfte seitens der Funktionäre. Daher wurden neue Statuten vorgeschlagen, die verhindern sollen, dass eine kleine Gruppe die Macht in die Hände bekommt und Manipulationen durchführt, welche dem Charakter des Instituts als Volksbank widersprechen, den guten Ruf der jüdischen Gemeinschaft schädigen und sie in finanzielle Schwierigkeiten bringen können. Es folgt der Text der neuen Statuten, den wir aus Platzmangel nicht im einzelnen bringen können. Jedenfalls steht zu hoffen, dass es der neuen Leitung gelingen möge, die Bank zu sanieren und der Schwierigkeiten Herr zu werden, mit denen sich die Presse des Landes schon genügend befasste und die auch weite nichtjüdische Kreise in Mitleidenschaft gezogen haben. jf ISRAEL - BRIEFMARKEN AN WIEDERVERKAEUFER _ ALLE NEUAUSGA¬ BEN ZUM OFFIZIELLEN PREIS Agencia Filatélica oficial del Estado de Israel, VIAMONTE 550, I/B — Buenos Aires, Rep Argentina Einheitskampagne I960 Die Leitung der Einheitskampagne berief eine Pressekonferenz, um die Eröffnung der Kampagne I960 bekanntzugeben, die in einigen Wochen stattfinden soll. Der Bericht für das jetzt abgeschlossene Geschäftsjahr, das besser als die früheren war, ist zufriedenstellend. Es scheint, als ob die Menschen die Wichtigkeit der Mitarbeit mit Israel nunmehr zu begreifen beginnen, und es konnten viele neue Beisteuerer gefunden werden, obwohl noch immer fast die Hälfte der Juden abseits steht. Die Leitung teilt die Arbeit jetzt zwischen einzelne Stadtcomités auf und hat auch für die verschiedenen Branchen Comités eingerichtet, welche die finanzielle Lage besser beurteilen und die einzelnen Leute zur stärkeren Mitarbeit heranziehen können, da diese Comités von Kaufleuten geleitet werden, die die Mitglieder näher kennen, als private Mithelfer es vermögen. Der Eröffnüngsakt wird im Mai, wieder im Lunapark, stattfinden, und man plant, hierzu auch in diesem Jahr eine bekannte Persönlichkeit aus Israel speziell einzuladen. Auch die Provinz wird heute wirksamer erfasst. Man hat eine Steigerung von 25 Prozent erreicht, hofft jedoch, noch grössere Erfolge zu erzielen. Unbedingt notwendig ist es, dass die Jugend stärker mitarbeitet, und so hat man, besonders junge Menschen als Helfer herangezogen. In der Provinz arbeiten Asehkenasim und Sefardim brüderlich in Einheitscomités zusammen, was die Aufgabe spürbar erleichtert. Der Beitrag zur Einheitskampagne stellt eine freiwillige Steuer dar, die von höchster Wichtigkeit für den Aufbau Israels ist, doch trotzdem halten sich noch Tausende abseits, obwohl sie beisteuern könnten. Es muss hervorgehoben werden dass sich der neue israelische Botschafter grosszügig in den Dienst der guten Sache gestellt hat und durch sein Erscheinen, besonders in den Provinzen, zum Erfolg erheblich bei getragen hat. Ebenso hat der Besuch von Frau Golda Meir viele Juden aufgerüttelt und wieder in die Reihen der jüdischen Gemeinschaft zurückgeführt. Die Kampagne braucht neue, freiwillige Mitarbeiter, und ein jeder ist willkommen, besonders Angehörige der jüngeren Generation. Ferner wurde auf die Notwendigkeit verwiesen rigoros die Bestimmung durchzuführen, dass niemand in einer Kommission sitzen oder an leitender Stelle im jüdischen Gemeindeleben tätig sein kann, der seine Pflicht gegenüber der E.inheitskampagne nicht hundertprozentig erfüllt hat. Es gibt gewiss viele Juden, die nicht imstande sind, grosse FIAMBRERIA Alle Arten Aufschnitt — Konserven — Getränke — Auch koschere Würste — Grosse Auswahl in Cognacs, Weinen, Likören etc. — Preisselbeeren — KNORRSUPPEN — FISCHKONSERVEN 25 DE MAYO 71» Inh.: FEDERICO SWARSENSKY Summen an die Einheitskampagne zu zahlen und doch treu ihre Beisteuerung leisten, während andererseits viele Menschen, die hohe Beiträge zu zahlen in der Lage wären, dies nicht tun und trotzdem hohe Stellungen im jüdischen Leben bekleiden. Das zentraleuropäische Comité Die Leitung der Einheitskampagne betonte, dass das Comité Centroeuropeo, ebenso wie das Comité der Sefardim, zufriedenstellend arbeiten. Die Sefarden konnten eine Steigerung ihrer Beiträge um 30 Prozent erzielen, während das zentraleuropäische Comité eine 50prozentige Erhöhung der Einnahmen aufweisen kann. Jetzt wurden in den verschiedenen Stadtteilen von Buenos Aires 32 Comités eingerichtet und 35 Branchen- Comités geschaffen, die bereits intensiv arbeiten und denen es auch gelungen ist, viele Juden, die bisher noch in keiner Organisation mitgearbeitet haben, zurückzubringen. So hat sich z. B. eine Gruppe von Menschen, die nirgends angeschlossen waren und zum ersten Mal zur Kampagne beisteuerten, zu einem festen Kreis zusammengefunden, ein eigenes Bet Am gegründet und eine ständige Arbeitsgemeinschaft in ihrem Stadtteil geschaffen, d.h. die Kampagne hat dazu beigetragen, jüdisches Leben wieder zu erwecken. In Gross-Buenos Aires, d. h. jn La Plata, Avellaneda, Quilmes usw., arbeiten 37 Comités mit freiwilligen Mitarbeitern, die alle ihr Bestes tun, um der Sache zu dienen. Die Leitung sprach allen Mitarbeitern ihren Dank aus und gab der Hoffnung Ausdruck, weiterhin mit Erfolg zu arbeiten und vor allem Helfer für die neu zu schaffenden Subcomités zu finden. BERICHT AUS AUSTRALIEN Heute wohnen in Australien 65 000 Juden, bei einer Gesamtbevölkerung von etwa zehn Millionen. In Melbourne und Sidney gibt es je 30.000 und auf viele andere Orte verstreut noch etwa 5.000. Im Jahre 1933 wohnten in Australien nur 23.500 Juden. Die grosse Einwanderung kam nach dem 2. Weltkrieg, in der Hauptsache aus Polen. Die frühere Einwanderung stammte aus Deutschland und England, teilweise aus Litauen und Polen. Die wirtschaftliche Lage ist günstig. Frühere arme Einwanderer sind jetzt Inhaber von Textil- und Schuhfabriken: auch in der Möbelindustrie sind viele Juden zu finden. In die freien Berufe geht die neue Generation. Arbeiter gibt es nicht viele. Mit der nicht jüdischen Bevölkerung bestehen die besten Beziehungen. Trotzdem antisemitische Drucksachen verschickt werden, meistens vom Ausland her, kann von Antisemitismus kaum die Rede sein. Die Zusammenarbeit unter den verschiedenen jüdischen Landsmannschaften wird immer stärker, dies zeigt sich so- . wohl in den Erziehungsbestrebungen als in der Hilfe für Israel. Durch die polnische Einwanderung hat sich auch das religiöse Leben verstärkt. Die Lubawitscher Chassidim sind besonders aktiv; ihre Jeschiwot wurden kürzlich in eine Tagesschule umgewandelt. Die orthodoxen Einiwanderer aus Ungarn und der Tschechoslowakei haben eine eigene Gemeinde die ..Adas Israel'’, gegründet und einen eigenen Friedhof erworben; bisher bestanden Hebräische Kurse New York. — An hebräi schäl Fortbildungskursen, die in New York von der KuHurabteilung der Sodmut gemeinsam mit der Jeschiwa University veranstaltet wurden, nahmen etwa 90 junge orthodoxe 'Lehrer teil. — (AWZ) nur« gemischte Friedhöfe. Die „Har Hazofim”-Tagesschule hat über 1.000 Schüler. Der „Bund” ist in der jiddischen Tätigkeit führend, er hat eine Anzahl Schulen mit 450 Kindern. Das wichtigste Kulturzentrum befindet sich im Gebäude der ,,Kadima”-Kulturorganisation in Melbourne, die eine grosse Bibliothek besitzt. Der „dramatische Kreis David Hermann” führt regelmässig Theatervorstellungen durch. Die meisten Jugendlichen gehören zu zionistischen Jugendbünden. Die Zahl der Mischehen ist nicht gross. Die Einwanderung geht weiter. In Melbourne befindet sich der Sitz des Hilfseomites, dem die jüdischen Verbände aller Gruppen angehören. Die Einwanderung wird gerne gesehen, weil sich dadurch das jüdische Leben verstärkt. Suchmeldungen Gesucht werden frühere Einwohner der Stadt Allenstein (Ostpreussen), insbesondere solche, die während des zweiten Weltkrieges dort ansässig oder im Arbeitseinsatz tätig gewesen sind. Anschriften erbittet das Kulturdezernat des Zentralrats der Juden in Deutschland, Düsseldorf, Fischerstrasse 49. Denkmal für ermordete Juden Wien. — Ein Denkmal zu Ehren von etwa 200.000 Lodzer Juden, die während der deutschen Besetzung umgebracht wurden, ist auf dem jüdischen Friedhof von Lodz enthüllt worden. Die jüdische Gemeinde in Lodz zählte vor dem letzten Krieg mit rund 250.000 Mitgliedern zu den grössten in Polen. Nach Abzug der deutschen Truppen wurden nur noch 900 überlebende Juden in der Stadt gefunden. (AWZ) Restaurant „Paso" Paso 452 (al fondo) — T. E. 87-9259 Unter Aufsicht des Vaad Harabonim der Kehilla MITTAGS, und ABENDTISCH Anrichten von kleinen Festlichkeiten! und Banketten; VERLANGEN SIE OFFERTE HOTEL I ACOnt!^ Sierras de Córdoba Inh. LEO KAHN « Rio Ceballos Casilla Correo 34;! GEOEFFNET bis ENDE MAERZ. — ANMELDUN J GEN FUER PESSACH WERDEN ANGENOMMEN £ j H. ROSENZWEIG i|; TAILOR HENRY Tucumän 563, piso 1 ' > Neues Telefon: 32.0913 Qrösste Auswahl in Imp. und bissigen Stoffen

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.