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Jüdische Wochenschau · 1960-03-08 · 1759 (8.3.1960) · p. Seite 5

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1759 (8.3.1960)
Date
1960-03-08
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German, Spanish
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Año XXI. — No. 1759 — 5 ¡JJ Die neue Theatersaison iií ísrae Hin Deutsch.aiK on 2uVenei •ü ^ssen a-!lt?rl«bt ha£ f¡fC r nicnt m.f 7 'achter, aktiv FREEDEN des Missverständnis aus. Die Studie, die in erster Linie eine Studie über den jüdischen Arbeiter ist, wird von nun an als unentbehrliches Kompendium für Historiker und Politiker zu gelten haben: an Hand von Materia- GeschekT 1111 Uen und Dokumenten räumt ■eiter der " der Verfasser mit alten Urtür BerliS°aa' teilen und Vorurteilen auf, irbeiterf-8 101 Miss Interpretationen der %r a],UrfJr^ Anzahl, Beschaffenheit und tär; r£SSen Rolle der Ostjuden in ¿u i»; er Deutschland, beginnend mit Institut; Kttader grassen Wanderung vor ie dje ® dem 1. Weltkrieg, über den and u Ut'M Kriegsausbruen und seine en ^uten Folgen: gerade hier zeigt er las v*i au^’ zu weIch grossem Teil knnV - die OstJudenpolitik der deuta,oris°h ^den Heeresbehörden, be- Sch' sonders in der Kriegsarbeideut' k M'StU1>' Erfrage, e'ne entscheidende na Juden- Verantwortung für die ostjüdische Existenz in Deutsch-;1 ist ein Mann land trug- ’en Arbeit, eia Mit einer wohltuenden Ab- " anderutigsta- Wesenheit von Pathos und kher Sozialpoli. iiberhaunpt emotioneller ¡h ist eine Chro- Stellungnanme untersucht anderungen und Adler-Rudel die Ansätze der 'tischen Organidauernden Eingliederung sich der IVannach dem Kriege, die Schinnen. Wenn er kane der Behörden und die 'gischen Probteersten Verluste der Selbsticologischen Zuhilfe, die sich langsam von hi spricht, so der Fürsorge zur Arbeitsbe- *st zögernd, als Schaffung entwickelten, oder klukt ein zeitwie es im Buche heisst: reichen von der „Von Fürsorge zu Sozialpo- Linie, zu der er litik”. Diese Komplexe sind kehrt. Der Unverwoben mit der Spannung Buches „Zuinnerhalb der jüdischen Ge- Geschichte der meinden z-wiscnen West- und en. die sie (d. h. Ostjuden, verwoben mit dem en) betreuten", in'ernationalen Problem der vornherein je jüdischen Flüchtlinge und mit der grossen politischen Tragödie, in der die Ostjuden in Deutschland nur ein Kapitel bildeten. Hier ist ein Stück jüdischer Geschichte objektiv „losgelöst”, aber umso faszinierender dargestellt. Die Menschen, die die Verantwortung der Arbeit trugen, sind plastisch gezeichnet, und ihren Leistungen ist ein würdiges Denkmal gesetzt. Für die meisterlicne Knappheit der Schrift, sowohl in Konzeption wie Formulierung, ist der Schlussaz bezeichnend: „Das Ende ist bekannt. Tausendjährige Verwurzelung oder sechzig jähriger Aufenthalt machten keinen Unterschied mehr in den Augen der Machtnaber. Deutsche Juden und ausländische Juden erlitten das gleiche Schicksal.” Nur einmal hätte man vielleicht gewünscht, dass der Verfasser von seiner selbstgewählten Beschränkung abgehe: in dem Kapitel „Die Intellektuellen” wäre es reizvoll gewesen dem Einfluss der Ostjuden in Deutschland nicnt nur, wie er es tut, auf die jiddische und hebräische Literatur nachzugehen, sondern auch ihre Ausstrahlung über den jüdischen Bezirk hinaus auf das Geistesleben inrer Umgebung — auf die deutsche Publizistik, das deutsche Theater, das künstlerische Schaffen — zu beleuchten. Das Vorwort schrieb Dr. Siegfried Moses, Vorsitzender des Leo Baeck-Instituts, der selbst mit manchen der dargestellten Vorgänge aktiv verbunden war. setzen, soweit Linie dem Leiter der Veran Macht liegt, an staliung, Herrn Professor iden Seminaren Dr. Pinkuss, seinem Kollel teilzunehm gen, Herrn Rabbiner Dr. uf Wiedersehen, Diesendruck, sowie dem Pä- Mädels die Ihr dagogen Prof. Sztulman (Spo Harmonie und Paulo) und Herrn Abrarn ine einen eins- Maguenzo (Santiago de Ohiellen Zwischenle). Wir sprechen weiter unm besten Eurer seren aufrichtigen Dank aus Stätigkeit die der ^trefflichen Gouvernante zu nutzer, w» Donna Ring für ihre aufop- CENTSA und fernde Arbeit für das leiblich aus vollem cne Wohl ihrer Schützlinge.;en haben i i der CSKTRA o benutzt d®8 der Cotgrega- Pauüsta, 'a0 ,n herzlichsten Abhaltung des Semim-'s zu® i bringen- B sondere für d'3 der Kos!« ält in dbrasiliam*3 Anerbe*®! gilt gan* Herren und D* besonderer L£ r dieses*«* eine» •t haheuflSi h bracW3- - , ’ „ ihnen« igu giins^n ndeB ¿lir?» gute 0411 nstaltu»! p Viele andere wären noch zu nennen, die Zeit und Energie aufwandten, wie Donna Le tte Pinkuss. Herr Dr. Hans Feuereisen und andere. Technische Komplikationen vieler Art hatten verhindert, dass ausser dem bewährten Abram Maguenzo auch andere Person' c.ikeiten aus anderen CENTRa- Gemeinden als Leh, xr.if+e im Seminar Campos do Jordao tätig waren. Umso grösser ist die Anerkennung für LU ACH (Kalender) Dienstag, den 8, März 9 Adat Mittwoch, den 9. März 10. A dar Donnerstag, den 10. März 11 A dar Freitag, den 11. März 12 Adar Sonnabend, den 12. März 13. Adar Schabbat TEZAWE — Parchat Sachor Haftara: I Schmu’el XV 2—34 Sonntag, den 13. März 14. Adar P U R I M Montag, den 14. März 15. Adar Dienstag, den 15. März 16. Adar Mittwoch, den 16. Mära 17. Adar Donnerstag, den 17. März 18. Adar Freitag, den 18. März 19. Adar Sonnabend, den 19. März 20. Adar Die neue Theater-Saison in Israel bedeutet eine Abweichung gegen frühere Jahre in der Theaterwelt Israels. Es zeigt sich, dass das israelische Theater im Begriff ist, sien von den Fehlern und Krisen zu befreien, die frühere Spielzeiten kennzeichneten. Die drei zentralen Theater — Habima, das Cameri und das Ohel — erfreuen sich einer Rekordbesucherzahl wie nie zuvor. Dies ist ein ermutigendes Zeichen und das Resultat einer künstlerischen Revolution im. israelischen Theater. REORGANISIERUNG BEI DER HABIMA Vor der Eröffnung der Saison fasste die Habima, das israelische Nationaltheater, den Entschluss, ihre Schauspieler nicht mehr in mehrere Gruppen einzuteilen, wodurch ihi'e Kräfte bisher gespalten waren. Nur die besten Schauspieler werden jetzt auftreten, sowohl in den grossen als aucn in den geringfügigen Rollen. Die auf zeitweiliger Basis engagierten Schauspieler für die kleineren Rollen wurden entlassen. Die positiven Resultate dieses Schrittes waren deutlich in der Aufführung „Der Besuch der alten Dame” von Friedrich Duerenmatt spürbar, mit welcher die Saison eröffnet wurde. Dieses Spiel umfasst 30 Rollen. Die Regie führte Joseph Milo, der Begründer des Cameri-Theaters, der sich, nacn einjähriger Abwesenheit aus dem Lande, zur Aufführung dieses Stükkes entschloss, an dem er mehrere Jahre gearbeitet hat. Joseph Milo ist seit langem für seine Vorliebe für das epische Spiel bekannt, das durch Berthold Br een t initiiert wurde. Seine Aufführung für das Cameri- Theater des Stückes „Die gute Seele von Se Chusn” brachte ihm beträchtliche Anerkennung. Dieses Habima - Spiel zeichnete sich duren die Zusammenarbeit zwischen der alten und der neuen Generation aus; die führenden Rollen wurden dem alten Schauspieler -Aaron Meskin und der 30jährigen Schauspielerin Elisheva Michaeli (als die Alte Dame) zugewiesen. Die Aufführung zog ein grosses Publikum an, das beim Verlassen des Theaters zwar keine Tränen in den Augen hat. aber dessen Gemüt mit sorgenden Gedanken über die Lage des heutigen Menscnen erfüllt ist. Der künstlerische sowie der Kassenerfolg dieser Vorstellung bestärkte das Thea- Professor Pinkuss una seine Mitarbeiter. Wir hoffen, dass für das nächste Seminar dar CEN- TRA, aufbauend auf der Erfanrung von Piriapoiis und Campos do Jordao, eine grössere Anzahl von Personen für Vorbereitung und Leitung des Seminars gesichert werden kann. von ISRAEL GUR anW in Israel - Marken tn grösster Auswahl: u a. VIERERBLOCKS — MARKEN MIT PLATTEN NUM- MER - MARKEN MIT BAND - KOMPLETTE BOGEN (planchas) - VOLL. STAENDIGE SAMMLUNGEN - WERTVOLLE AUSGABEN - ERSTE SERIE VORHANDEN - VERTRAUENSWÜRDIGE BERATUNG Vlfonso MORITZSON Guanacache 2351, dep. 2 Mf. CASILDO _ ter darin, das künstlerische Niveau auch in den folgenden Aufführungen zu halten. „Zwölf zornige Männer" von Reg.nald Rose kommen natürlich nicht an den Standard von Durenmatts Drama heran, aber es war eine überzeugende Darstellung der zwölf männlicher. Scnauspieler unter aer Regie von Abraham Nino, der selbst aus der Habima hervorgegangen ist. Andere Spiele, die in dieser Saison von der Habima aufgeführt wurden, waren u. a. Eugene O’Neills „Eine lange Reise in der Nacht” und „Galileo Galilei” von Berthold Brecht. NATUERLICHER UEBERGANG Für das Cameri-Theäter war der Uebergar.g von der früheren Saison zur jetzigen anscheinend ein viel natürlicherer Prozess als für die Habima. Die vorige Spielzeit bedeutete für das Cameri eine Wiederbelebung und Erstarkung, die der Krise folgte, die duren den Rücktritt ihres Gründers Joseph Milo hervorgerufen worden war. Bei Beginn der vorjährigen Saison verminderte das Cameri sein Ensemble und behielt nur seine führenden Schauspieler. Es war so eher ein Repertoireals ein Saison-Theater. Die frühere Spielzeit hatte viele Erfolge, mit dem Ergebnis, dass das Tneater die diesjährige Saison nicht mit neuen Stücken eröffnete sondern mit dem Programm der letzten Saison, nach dem rege Nachfrage herrschte, wie ..Marius” von Pagnol, „Nora” von Ibsen, „Der steinerne Engel” auf einer Novelle von Thomas Woolf basierend. Erst später kam das Cameri mit seinem ersten neuen Stück des Jahres, Shakespeares „Die 12. Nacht” in der Uebersetzung von Raphael Eliaz und unter uer Regie von Samuel Bun.rn heraus. Die Vorstellung war ein Erfolg, obzwar die poetisene Seite des Dramas durch die komisch-pos.enhafte Interpretierung -überschattet wird. Langjährige Theaterbesucher hatten eine Gelegenheit, die Version des Cameri-Theaters mit jener der Habima zu vergleichen, dre das gleicne Stück im Jahre 1930 unter dem russischer. Regisseur Tschekhow herausbrachte. OHELS PROBLEME Die Eröffnung der gegenwärtigen Saison durch aas Ohel-Theater war von grösseren Problemen überschattet. Das Ohel war noen nicht in der Lage, die Krise früherer Jahre abzuschütteln, die hauptsächlich durch se.nen Mangel an künstlerischen Talenten hervorgerufen war, obgleich Zeicnen einer Wiederbelebung bereits am Ende der letzten Saison zu sehen waren, als Peter Shaffers „Fünf-Finger - Uebung” und Tennessee Williams „A Street-Car Nanred Desire” auf geführt wurden. Die Eröffnung der gegenwärtigen Saison brachte indessen eine neue Krisis. Die dürftige Wahl des Dramas und die unzulängliche Auiführung von Georg Kaisers .Tanaka, der Soldat’ hatte zur Folge, dass es bald vom Spielplan abgesetzt wurde. Indessen war dies nur eine kleinere Schwierigkeit, weil das Stück bald von der Wiederaufführung zweier friinerer Stücke gefolgt war: „Hotel Paradiso“ von den französischen Schriftstellern George Feydeau und Maurice Devalliere und „One more River” von Beverley Gross. Das eine ist eine französische Farce mit dem bekannten Komiker Meir Margalit in der Titelrolle das andere ein Drama über’ das Problem menschlicher Beziehungen zwiscnen Herrschern und Beherrschten in Form eines Geric-ntsverfanrens an Bord eir.?> Schiffes. Besonders das letzte Stück war stark besucht. HEBRAEISCHE SCHAUSPIELE Auch das heoräische Stück kommt zu seinem K.-ciit. Während es in der .cuen Saison scnlecht damit bestellt war, nat das isra. tische Publikum in diesem Janr Gelegenheit, zv e. hebräische Dramen zu senen. Eines, das vom Cameri-Th-.ater aufgeführt wira, ist Nathan Altermahr.s ..Geis.erherberge”; das andere wird von der Habima gegeben und ist Nissim Atoms „Der König ist nackt”. Die Nachricht, dass Nathan Altermann, der grösste hebräische Dicnter der gegenwärtigen Generation, ein Drama geschrieben hat, löste «irrer dem Theaterpublikum rpürbare Erregung aus Aitermann hatte bisher die grössten klassischen Dramen wie „Athalie”, „Phaedra’, „Die lustigen Weiber von Windsor”, etc. ins HebräLcne übersetzt. Diesmal aber handelt es sien um ein Originalwerk von ihm. In das Stück, das die Probleme des heutigen Menschen zu ergründen sucht sind zahlreiche Gesänge und kleine Lieder eingeflochten. Nissim Alonis satirisches Drama wird in der Habima unter der Regie von Joseph Milo aufgeführt. Es ist nicht das erste Drama dieses jungen Scnriftstellers. Sein erstes biblisches StücK „Am grausamsten von allen ist der König” wurde, von dem gleichen Theater vor sechs Jahren gegeben und war eines der wenigen hebräischen Dramen, das von bemerkenswertem literarischem Können zeugte. NEk NR- ESTUDIO JURIDICO fTERNAGOMl Dr. Hardi Swarsensky j Waehrend der Monate Februar und Maerz? GESCHLOSSEN * Asuntos Europeos exclusivamente SPRECHSTUNDEN NUR IN DRINGENDEN FAELLEN DIENSTAG UND FREITAG VON 16—18 UHR Dr. Gunter Frey Asuntos Argentinos y Sudamericanos TESTAMENTE - EBBSCHAFTSSACHEN VERTRAECE - VERWALTUNGEN m—^ _ BUEROZEIT: 10—12 und 15—18 Uhr PUEYRREDON 2190 esq. Av. LAS HERAS - T. E. 83 2613 * 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0

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