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Jüdische Wochenschau · 1960-03-04 · 1758 (4.3.1960) · p. Seite 2

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1758 (4.3.1960)
Date
1960-03-04
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German, Spanish
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i — Viernes 4 Zum ersten gesagt (Schluss von Seite 1) I Birkenau als Fronknechte lung voq Entschädigungen die Entscheidung" -Sin-über iangefordert haben- Hierüber berücksichtigt werden muss, aie imiscneiaung am uoei arriti;„v,0 T_ . „ibt es noch amtliche Unteranmasst, in welcher W eise j lagfrIlf sodass man d ss zu geschehen habe. Aus ¡verbrecherischen v. ihen Gründen sind DM der Verantwortlichen für die IG-Farben nicht deuteln und an dem Treiben 5.0uO;— eine angemessene Entschädigungsleistung für ,. , T ■ , •» o n rüttcin kann. Hier geht es die Arbeit und Leiden.' Soll aber nicht da£.um, ob djese man noch dankbar dafür sein> duss Kruppe 5.00Ö.— DM zc.ilen will und nicht 3.000 oder 4.000.—? Die Willkür ist unerträglich. Wir wollen in diesem Zusammenhang weder auf die Praxis der einzelnen Entschädigungsämter eingehen, die in einer immer kleinlicheren Interpretation ihre Verpflichtungen aus eigenem Antrieb oder auf Veranlassung der übergeordneten fiskalischen Instanzen die Leistungen einzuschränken versuchen, noch auf die Rechtsprechung der Gerichte, die bis zum Bundesgerichtshof durch juristische Kunststücke den Kreis der Berechtigten zu ' schmälern bemüht sind. Sicher ist, dass es sich hier um ein Vorgehen handelt, das mit dem Sinn, wenn man so will, mit dem Geist und mit den Absichten der gesetzgebenden Organe nicht in Einklang zu bringen ist. Sicher ist ferner, dass diese Methode nur deswegen Platz greifen konnte, weil man diejenigen, die den Schaden angerichtet haben, zu Richtern über die Geschädigten gemacht hat. Dass diese Auffassung begründet ist, dürften die letzten sehr unerfreulichen Ereignisse und die antisemitischen Vorfälle hinreichend bewiesen haben. Das Bild wird abgerundet, wenn man sich nur auf die Veröffentlichungen der deutschen Zeitungen zum Thema ,,Nazis in der Justiz” bezieht, t III. Beim Abschluss des Vergleiches mit den IG-Farben- Werken wurde — wie wir glauben völlig zu Unrecht — die Tatsache berücksichtigt, dass sich dieses Unternehmen in 'Liquidation befand. Allerdings wurde nicht bestritten, dass die alten IG- Farben-Werke in einer neuen juristischen Form weiterbestehen werden. Die formelle Umwandlung konnte nicht darüber hinwegtäuschen. dass es im Grunde genommen das gleiche Unternehmen ist, dessen frühere Direktoren in einer so schändlichen Weise die Gefangenen von Auschwitz und Dr. FREY Abogado PUEYRREDON 2190 1? liq. nachm. 16—18 Uh* V* REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschäft CORRIENTES 569 T E. 49-5850 l FOURNIERS — SPERRHOELZER DIAZ VELEZ 5flS4 «t 4» Y. E. «3-2340/9349 7 Uebeltäter als ganz gewöhnliche Kriminelle abgeurteilt wurden, sondern ob dies Riesenwerk seinen.Verpflichtungen nachkam. Es steht ausser Frage, dass der Vergleich von beiden Seiten unterzeichnet worden ist, von jüdischen Repräsentanten in Vollmacht der Opfer, und von den zuständigen Leitern der IG-Farb-n. Die Werke haben sogar den Vergleich sofort erfüllt, die Verteilung der Gelder wurde einer hierzu geschaffenen, neuen jüdischen Organisation übertragen, die nun meint, in einem langwierigen Verfahren die Rolle eines Entschädigungsamtes spielen zu müssen. — Aber auch dies ist in dem gegebenen Zusammenhang nicht wesentlich. Dagegen dürfte es angebracht sein, die Frage genauestem zu erwägen, ob der Vergleich nicht angefochten werden kann, weil die Voraussetzungen unter' denen er geschlossen worden ist, unrichtige gewesen sind Massgebend könnten hier-1 für in erster Linie diejeni-1 gen Gesichtspunkte sein, die im englischen Oberhaus kürzlich bei einer Ansprache vorgetragen wurden, die sich mit der Erklärung Knipps auseinandergesetzt hat, der „seinen” Zwangsarbeitern DM 5.000.— zahlen will. Die englischen Lords haben dieses Angebot des Grossindustriellen Krupp heftig kritisiert. Sein Vorschlag, so sagten sie, sei völlig unzureichend. Die Entschädigung, so wurde ausgeführt, sei vollkommen inadäquat. Hierbei wurden zwei Argumente vor allem ins Feld geführt. Der angebotene Betrag stehe in keinem Verhältnis zu der Fronarbeit, die geleistet wurde, und zu den ungeheuren Leiden, die von den Zwangsarbeitern ertragen werden mussten. Darüber hinaus aber sei von einem so reichen Manne wie Krupp ein höherer Betrag zu verlangen. Schliesslich wurden auch die politischen Massnahmen der Alliierten in Deutschland beanstandet, die aus „diesem Ausbeuter von Sklavenarbeit den reichsten Mann Europas gemacht haben. Aus dieser Stellungnahme des englischen Oberhauses ergibt sich, dass bei der Zahwer diese Leistungen zu entrichten hat. Wenn ein armer Mensch für ein von ihm getanes Unrecht einen kleinen Betrag zurüekerstattet, dann mag die geringfügige Zählung zwar für den Geschädigten nicht ausreichend sein, wohl aber stellt diese Entschädigung ein Opfer dar. Und so soll es auch sein. Denn sonst wird die Entschädigungsleistung zu einer Farce. Für den reichsten Mann Europas, der all sein Besitztum und Vermögen zurückerhalten hat, und dem nach seiner Entlassung aus der Haft, die - er als Kriegsverbrecher verbüsstc, die Möglichkeit gegeben worden ist, neue Reichtümer anhäufen zu können, bedeutet die angebotene Zahlung keine Sühne und kein Opfer. Die Stimme der englischen Lords sollte gehört, verstanden und befolgt werden. IV. Nicht um eine historisch bedeutsame, grosse Tat besonders hervorzuheben wohl aber um eine Wahrheit auszusprechen, muss einmal untersttichen werden, dass in diesen Spalten erstmalig die Forderung nach deutschen Reparationsleistungen zu ei- | ner Zeit erhoben wurde, als [ die Armeen des Dritten Rei- [ ches noch an allen Fronten siegreich vormarschierten. In den künftigen Friedensverträgen, so wurde verlangt, müssten die Rechte der Juden eine weitgehende Berücksichtigung finden. Die Errichtung des jüdischen Staates und die Wiedergutmachung des uns angetanen Unrechtes waren die beiden konkreten Bedingungen, die vom jüdischen Volk für einen Frieden der Alliierten mit Deutschland aufgestellt worden sind. Die Schaffung Israels wur- Vor einer Mittelost-Krise? Paris. — Die Zeitung „Le Figaro” sagte voraus, es könne in Kürze zu einer neuen und scharfen Krise im Mittelosten kommen, die von der Sowjetunion geschürt werde. Das Ziel dieser Strategie sei, die Westmächte zu zwingen, in das Programm fiir die im kommenden Mai geplante Gipfelkonferenz die Mittelost-Lage einz-uschliessen. : Gleichzeitig wird berichtet, aus hier erhaltenen Ini formationen sei zu ersehen, dass Aegypten eine teilwei- : se und inoffizielle Mobilisierung vorgenommen habe, j Israel eng verbundene Kreise wollen wissen, dass die Regierung der1 VAR Lastwagen und andere Transport- I mittel requiriert habe. Aus diplomatischen Quellen stammt die Ansicht, dass sieh Nasser der sowjetischen ■ Provokation beugt, um seine Stellung in der arabischen Welt zu festigen, die vom Irak aus bedroht erscheirt, und dass er ferner Ziele der inneren Propaganda verfolge. Diese Quellen betrachten. Nassers Vorgehen nicht als ernste Drohung für Israel, und seine Beschuldigungen in Damaskus werden als Vorwand für die Mobilisierung der VAR ausgelegt. (ITA) La remana Israelita de nicht nach Kriegsende,be-| sej unterzeichnet, und die schlossen, wie wir uns gefestgesetzten Pflichten werdacht haben. Es war erst ein den e;ngelöst, ist nicht stichhaltig. Denn der Vertrag gibt den Deutschen das Recht, im negativen Fall, wenn sie aus irgendwelchen Gründen nicht zahlen können, die Leistungen einzuschränken. Warum also soll im positiven Fall Deutschland nicht weitere, als die ursprünglich . vorgesehenen Biaemanario: vfis Marte* y Eck tado por Estrellas Ecutw.ai Verantwortlich: Dr. ti Swarsenskf Pueyrreaon ¿ISO lv lzq T £ 83 - 2613 aparece Viernes Ltda Aoono-Preise. Argentinier,. $ 60.— pro Quartal blutiger Kampf unseres Volkes um sein Recht erforderlich, bis die Vereinten Nar tionen ihre berühmt gewordene Resolution fanden. Auch in der Frage der Reparationen wurden ändere Wege eingeschlagen, aber die Deutsche Republik hat sich zü solchen Leistungen verpflichtet. Das war vor einigen Jahren. Damals Zahlungen vornehmen? I&t , . ,, versi” j die, Parallele zum Fall Krupp cherte ein geschlagenes1 - Deutschland, das soeben erst seine Souveränität . wen'g- { Dr* i 1 B.Sebwarez! i i f ZAHNARZT f rESTOKBA 2283 — 52-8214? f RATOS X j! PARADENTOSE f AUF URLAUB BIS ENDE FEBRUAR F stens in beschränktem Umfang wieder erhalten hatte, zu grösseren Leistungen als denen, die im Vertrag niedergelegt wurden, nicht in der Lage z-u sein. Heute haben wir aber ein ganz anderes, ein wirtschaftlich erstarktes, ein finanziell gefestigtes Deutschland vor uns, die führende Wirtschaftsmacht Europas. Wäre es unter solchen Umständen nicht angebracht, wenn Deutschland von selbst seine Verpflichtungen erweitert und seine Bereitwilligkeit erklärt, über den Luxemburger Vertrag hinaus Zahlungen an Israel zu leisten! Der Einwand, der Vertrag I und zu der von den Lords an der Zahlungsbereitschaft des Gross-industriellen geübten Kritik abwegig? Was bedeuten schon für Deutschland, das durch die amerikanische Politik zum reichsten Land Europas wurde, die im Vertrag vorgesehenen, Zahlungen? Nur nebenbei sei erwähnt, dass von deutscher Seile immer wieder versichert worden ist, man wisse wohl, dass mit den Reparationen nur eine Teilschuld abgedeckt werde. Die Deutschen sind aber jetzt in der Lage, einen weiteren Teil ihrer Schuld einzulösen. Wir geben die Anregung, die Erfüllung dieser Verpflichtung der Bundesrepublik nahezulegen. — Wirtschafts-Attache in Buenos Aires Jerusalem. — Jaakow Barmore wurde zum Wirtschafts-Attache an der Israel- Botschaft von Buenos Aires ernannt. Barmore ist Erster Sekretär in Warschau und Konsul in New York gewesen. (ITA) Dr. JOSE L C0HL1 ORTOPEDIA — FRACTURAS Pampa 2926 T. E. 73-1116 Solicite hora f NERVENu. GEMUETS- J f KRANKHEITEN f f Br. M. J. Kuhn f I RIVADAVIA 2625, 3? f I T. E. «8-7524? i Mont., Mittwoch, Freitag! I 17—19 Uhr. 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