Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1752 (9.2.1960)
- Date
- 1960-02-09
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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O) C h V < O FRANQUEO PAGADO Concesión 908 TARIFA REDUCIDA Concesión 1629 Ano XXI ■ V BUENOS AIRES, MARTES 9 DE FEBRERO DE 1960 No. 1792 EL EJEMPLARI •n toda la República] $ Buenos Aires ' BHSYRREDO N 2190 19 iaq. TVE. 83 - 2613 Eine neue Lektion l)r für die Syrer Tel Avjv. — In einem der Abendzeitung „Maariw” gewährten Interview erklärte GeneraLstabsehef Chaim Laskow. Syrien werde eine neue Lektion erhaltenj wenn es versuchen sollte, Israel erneut anzugreifen. Da die Syrer die Angreifer gewesen seien, so führte Laskow aus, hätten sie eine Lektion verdient, und wenn sie keine zweite erhalten wollten, so täten sie besser, keinen weiteren Angriff zu versuchen. Auf die Frage, ob bei dem jetzigen Ueberfall auf Israel russische Instrukteure anwesend gewesen seien, entgegnete Laskowr, er glaube nicht, dass dies der Fall gewesen sei. denn ..die Syrer sind selbst geschickt genug.” Er fügte hinzu, es seien zwar unbestreitbare Anzeichen vorhanden, dass die Syrer von den Sowjets in Artillerie-Operationen ~ Unterweisung erhalten hätten. Hierauf frage der Interviewer, ob der Generalstabschef der Meinung sei, dass die VAR für eine dritte Runde vorbereitet ist. Laskow erwiderte, seiner Meinung nach würde die in früheren Jahren erteilte Lektion den Arabern zu denken geben, so dass sie es sich zweimal überlegen dürften, bevor sie einen neuen Krieg provozieren. UNEINGESCHRAENKTER FRIEDEN Jerusalem. — Israel bot Syrien den „völligen Frieden” an. Das Angebot ist in einem Schreiben enthalten, das das israelische Aussenministerium an General Carl von Horn, den Chef der UN- Waffenstillstands - Kommission richtete, in dem eine Versammlung mit den Sy- Repräsentant in Washington Washingon. — Das American Jewish Committee hat Roy H. Millenson aus Maryland zu seinem Repräsentanten in Washington ernannt. Miilenson dient als Assistent von Javits im Repräsentantenhaus und im Senat. — -(A WZ) rem an gleich welchem Ort und zu jedem beliebigen Zeitpunkt angeregt wird, um über den uneingeschränkten Frieden, die Mittel zu seiner Wahrung und die Ruhe längs der Grenze vorgeschlagen wird. Vor Erhalt dieser Note war ein syrisches Ersuchen zum sofortigen Zusammentritt der syrisch-israelischen gemischten Waffenstillstands- Kommission eingegangen. Trotzdem die Syrer hin und wieder Schüsse abfeuern, herrscht der allgemeine Eindruck, dass die Spannung in der entmilitarisierten Zone sich ein wenig gelockert hat. ANGEBOT ISRAELS Jerusalem. — Israel teilte der syrisch-israelischen gemischten Waffenstillstands- Kommission offiziell mit, es sei bereit, mit den arabischen Landwirten, die in der nahe Ben Katzir gelegenen entmilitarisierten Zone Böden besitzen, zu verhandeln, sowie über Mittel und Wege zu diskutieren, damit diese Araber ihre Ländereien weiter bebauen können. Die Unterhaltungen könnten beginnen, so informierte die israelische Regierung, sobald die syrischen Streitkräfte aus den Stellungen zurückgezogen würden, die sie in der Gegend von Ben Katzir und in dem Dorf Twafik unrechtmässig besetzt haben. Zur Zeit dieser Mitteilung herrschte Ruhe in dieser Zone. KABINETTSSITZUNG Jerusalem. — Das israelische Kabinett trat zusammen, um über die letzten Ereignisse zu beraten, welche im Zusammenhang mit den jüngsten Zusammenstössen längs der syrischen Grenze die Sicherheit und Aussenpolitik berühren. Des weiteren stand der Mangel an Energie des UN- Generalsekretärs Dag Hammarskjöld zur Diskussion, dem es nicht gelungen ist, vom Präsidenten der VAR, Abdel Gamal Nasser, eine befriedigende Antwort über die Freiheit der Schiffahrt im Suezkanal zu erhalten. UTA) Synagogenschänder verurteilt Köln. — Die beiden Männer, die am Weihnachtsabend die Kölner Synagoge mit Hakenkreuzen be- «cnmierten, womit sie in der ganzen Weit eine antisemitische Weile auslösten, wurden zu Gefängnisstrafen und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt. Der 25jährige Arnold Struk erhielt 14 Monate Gefängnis. Der ebenfalls 25 Jahre alte Paul Schönen bekam 2 Jahre Gefängnis. RiV.U_• A. Metze verurteilte sie zi m Verlust der oürgenichen Ehrenrechte iiir den Zeit, rnum von zwei Jahren. Im Urteil heisst es, die Beweise hatten ihre Beeinflussung durch die Nazi-Ideologie ergeben. doch nicht, dass ihr Vergehen Teil eines organisierten?ntisim« tischen Programms gewesen sei. Der Stautsanw ilt plädierte auf zweieinhalb Jahre Gefängnis -ir len Bäckerlehrling Struk und 21 Monate für Schonen, der einer „guten” Familie entstammt und im Geschäft seine? Vaters arbeitete. Ueber 170 deutsche und auslä'iji.sci-c Korrespondenten wohnten der Gerie' ■ x-dii-. i t?i. «ITA) ■■ "-****-&£*?» ► ‘•fr- 1111 Während seines AuHsiÖiaites in Bonn stattete Dr. Nach um Goldmann, Präsident dee Jüdischen Weltkongresses (Mit« le), dem erkrankten Bundestagspräsidenten Dr. Eugen Gerstenmaiez (recht«) in dessen Privatwohnung einen Besuch ab. Die Unterredung wurde ausgeseichHel durch die Teilnahme von Ahbundespräsideni Prof. Dr, Theodor Heuss (L). Aufhebung einer Verfügung Jerusalem. — Die irakische Regierung erklärte ein im Jahre 1951 erlassenes Gesetz für ungültig, das den Verlust der irakischen Staatsangehörigkeit für diejenigen Juden verfügte, die nach Israel auswandern. Diese | Nachricht stammt aus in Isj rael eingetroffenen arabii sehen Zeitungen. Gieichzei-; tig wurde die Zwangsverj waltung aller von den ausj gewanderten Juden zurück- I gelassenen Besitztümer aufgehoben, die seither als „herrenlos” beschlagnahmt wurden. In der Begründung der Verfügung heisst es, dass diese getroffen wurde,' weil „die Aberkennung der Staatsbürgerschaft im Falle der Auswanderung der irakischen Verfassung zuwiderläuft und die Staatsbürgerschaft ein unveräusserliches Recht aller Iraker ist.” (ITA) Um die Jordan wasser London. — Der Kampf der arabischen Lander um die Jordanwasser wird immer heftiger. Die libanesische Regierung hat sich entschlossen, den Habbani-Fluss, dessen Wasser in den Jordan fliessen, umzuleiten. Minister Hussein Owein kündigte an. seine Regierung werde für diesen Plan 1.600.000 Pfund verausgaben und die Frage der Jordanwasser würde auf einer Konferenz der Aussenminister in Kairo im nächsten Monat zur Diskussion gelangen. Wie erinnerlich hat die tiansici dänische Regierung kürzlich der Arabischen Liga geraten, dass Libanon, iSyrien und Transjordanien, I durch deren Territorium der Jordan fliesst, deq, Lauf seijner Nebenflüsse ., Yarn#uk, Bariias und Habbarii umlei- , ten sollen, um di? israeli- ¡sehen Projekte zur Bewässerung der Negew-Wüste zu durchkreuzen. (ITA) Antisemitismus in Deutschland Bonn. — Die Probleme der extremen politischen Parteien und der Antisemitismus in Westdeutschland wurden in einer Sitzung der Innenminister der deutschen Provinzen erörtert, während die lokalen Behörden neonazistische Uebergrifffe bestraften. Das Gericht von Bad Kissingen verurteilte einen Kaufmann zu 3 Monaten Gefängnis, weil er einen jüdischen Touristen in einem Hotel beleidigt hatte. In Dinslaken verurteilte der Jugendrichter einen 19jährigen Malergehilfen zu einem Monat und einen 20jährigen Kellner zu 3 Monaten Gefängnis. Zwei Klempnergehilfen erhielten Gefängnisstrafen von 4 und 6 Wochen. In Hamburg wurden zwei Arbeiter verhaftet, weil sie „Hitler kommt bald wieder” geschrieen batten. Im Darmstadt wurden zwei ungarische Flüchtlinge, Stucrenlen, die öffentlich erklärt hatten, „es seien noch nich *§§5lug Juden vergast worden”, für zwei Monate ins" G^fäznguie geschickt. Der 34 Jahre Herbert Rötseher wurde in Northeim zu 8 Monaten Gefängnis verurteilt, und in Oppenheim wurde Adolf Theiss wegen antisemitischer Bemerkungen seines Postens als Gymnasiallehrer enthoben. Ein hamburger öerdcht bestrafte einen Taxichauffeur wegen Beleidigung eines jüdischen Kaufmanns mit 6 Wochen Gefängnis. (ITA) Registro de la Propiedad Intelectual N? 624.070 impreso en la Imprenta POLIGLOTA — Corrientes 3114 "leo B; SCífl j };0'í’TTUTE! e- ■se y i-njur-V?;