Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 20 (1959)
- Issue
- 1743 (31.12.1959)
- Date
- 1959-12-31
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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»4J Juev«s, 31 de Diciembre de 1359 LA IIMAXA HI AELITA Año XX. No. 17431 In dem jetzt endenden Kalenderjahr kann die Jewish Agency auf ihr 30jähriges Bestehen zurückblicken. Im Jahre 1929 wurde sie als Repräsentanz von Zionisten und Nichtzionisten vor der britischen Regierung gegründet und erhielt vom Völkerbund das Mandat über Palästina. Seither hat die Jewish Agency fundamentale Wandlungen durchgemacht. Das erste Jahrzehnt bis 1939 war eine Zeit des politischen Kampfes. In London verteidigte sie vor dem Kolonialministerium und in Genf in den Vorzimmern des Völkerbundes das Recht der Juden auf eine Heimstätte in Palästina. Damals stand Dr. Chaim Weizmann, der nachmalige erste Präsident Israels, an ihrer Spitze. Die nächsten zehn Jahre von 1939 bis 1948 waren durch das Ausscheiden der Nichtzionisten aus der Jewish Agency gekennzeichnet, durch den Eintritt zehntausender jüdischer Jugendlicher in die britischen Palästinatruppen im Krieg gegen Deutschland und durch die von BORIS SMOLAR Abkommen mit „Telpress” Buenos Aires — Die Jüdische Telegraphen - Agentur (ITA) teilt mit, dass sie mit der bekannten Nachrichten- Agentur „Telpress” in Buenos Aires ein Abkommen über den Austausch von Nachrichten geschlossen hat. Aufgrund dieses Uebereinkommens werden von nun an wichtige Zeitungen der Hauptstadt und des Landesinnem ITA-Nachrichten veröffentlichen. Auch von „Telpress” bediente Ruadfunkstationen werden ITA-Nachrichten übertragen. (ITA) rege „illegale Einwanderung”. die trotz des britischen Beschlusses, den Juden die Tore Palästinas zu verschliessen, ihren 'Lauf nahm. Dies waren die Jahre des Kampfes gegen den Nazismus, denen Jahre folgten, in denen man bemüht war, die grösstmögliche Zahl von überlebenden Juden aus Europa nach Palästina zu bringen und die Errichtung des jüdischen Staates zu verwirklichen. In dieser Zeit leitete David Ben Gurion, der heutige Premierminister Israels, die Jewish Agency. Hierauf folgte die dritte Periode — von 1948 bis 1959, — in der die Jewish Agency es als ihre Aufgabe betrachtete, eine Million Juden aus den verschiedenen Ländern in Israel aufzunehmen und anzusiedeln, wofür eine Milliarde Dollar verausgabt wurden. In diesem letzten Jahrzehnt ging die Präsidentschaft auf Dr. Naehum Goldmann über, der sie auch jetzt noch in Händen hält. Die Verschiedenheit der von der Jewish Agency in den drei Jahrzehnten vollbrachten Arbeit beweist ihre Biegsamkeit und Anpassungsfähigkeit an die Forderungen des Augenblicks. Welche Funktionen erwarten nun diese Organisation am Beginn ihrer vierten Dekade? Die Tagung des Aktions-Comités, die Ende Dezember in Jerusalem stattfindet, wird über wichtige Aenderungen in der Verfassung der Zionistischen Weltorganisation abstimmen und der Jewish Agency neue Wege weisen. Wieder sollen diejenigen jüdischen Elemente der Weltjudenheit zur Mitarbeit herangezogen werden, die ein tiefes Interesse hegen, den jüdischen Zusammenhalt nicht nur durch die philanthropische Hilfe für die in Israel einwandernden Juden zu gewährleisten, sondern auch durch Kulturarbeit das „jüdische Bewusstsein” zu untermauern. So wie die israelische Regierung die zentrale Vertretung des Volkes Israel ist, so könnte die Jewish Agency im kommenden Jahrzehnt die zentrale Repräsentanz der ausserhalb Israels leben. Nachrichten aus Israel INDUSTRIE IN AFULE Afule zählt jetzt etwa 15.000 Einwohner, von denen ca. 56 Prozent nach Staatsgründung ins Land gekommen sind und zuerst in Maabarot und später in ständigen Wohnungen in Aful« untergebracht wurden. Es gibt dort heute schätzungsweise 6.000 Erwerbstätige, hiervon 4.000 Familienväter und der Rest erwachsene Söhne und Frauen. Di* Hierdurch erfüllen wir die traurige Pflicht, vom Ableben meiner lieben Mutter, unserer guten Schwester, Schwägerin und Tante, Frau Jolan Ungar geb. Hess kurz nach Vollendung des 65. Lebensjahres Kenntnis zu geben. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: MAX UNGAR ROSA HERTZ u- Familie, New York THERESE HESS, Wien ALFRED HESS u. Familie, Wien ILLONA FILLITZ, geb. HESS u. Farn. Wien. Die Beerdigung hat bereits stattgefunden. Buenos Aires, 24. Dezember 1959 (23. Kislew) Vidal 1718 Die GRABSTEINSETZUNG für meine liebe Frau Gerda Wainstock geb. SCHMANDT findet am Sonntag, den 3. Januar, um 10 Uhr in Tablada statt. GUENTHER WAINSTOCK LUACH (Kalender) Donnerstag, den 31. Dezember 30. 6. Tag Cahnukka Freitag, den 1. Januar 1. 7. Tag Chanukka Sonnabend, den 2. Januar 2 Schabbat MIKEZ — Haftara: i Könige VII 40 8. Tag Chanukka Sonntag, den 3. Januar 3 Montag, den 4. Januar 4 Dienstag, den 5. Januar 5] Mittwoch, den 6. Januar g Donnerstag, den 7. Januar 7' Freitag, den 8. Januar 8 Sonnabend, den 9. Januar 9 Schabbat WAYIGASCH Haftara: Yecheske’el XXXVII 15 — 28 Kislew . Tevet Tevet — 50 Tevet Tevet Tevet Tevet Tevet Tevet Tev.t den Juden werden. Diese Aufgabe kann von einer ebenso grossen Bedeutung sein wie das bisher von der Jewish Agency vollbrachte Werk. Ja. sie kann sogar noch wichtiger werden, im Falle — wie viele dies hoffen — die Sowjetunion sich entschlösse, ihre Tore den Juden zu öffnen, welche auszuwandern wünschen. Zehn Jahre sind eine lange Zeit, die Raum für viele historische Ereignisse bietet. Und wenn Ost und West in dieser Spanne zu einer Einigung über ihre Koexistenz gelangen sollten, so könnte der arabisch-jüdische Frieden eine der Folgen hiervon sein. Israel würden sich neue Horizonte eröffnen, neue Möglichkeiten für eine Massenauswanderung aus den kommunistischen Ländern könnten gegeben sein, und die Jewish Agency würde vor neuen Aufgaben stehen. Zuckerfabrik beschäftigt das ganze Jahr hindurch etwas mshr als 100 Arbeiter; während der Zuckerkampagne steigt jedoch ihre Zahl auf 300. Andere kleinere Betriebe geben 155 Arbeitern Beschäftigung. 1.400 Menschen finden ihrea Erwerb im Handel, Gewerbe und als Büroangestellte. Der Rest ist bei Entwicklungsarbeiten, die in Afule und Umgebung durchgeführt werden, beschäftigt. KUPERERZE ERBOHRT Das Kupferwerk in Timna meldete, dass Kupfererze mit einem Kupfergehalt von 5 Prozent im Untertagbau erbohrt werden konnten. Bisher wurde nur mit einem Kupfergehalt von 2 % gerechnet, so dass nun die Hoffnung auf weitere Verbilligung der Produktionskosten besteht, wenn weitere Adern mit solch hochwertigem Kupfergehalt gefunden werden können. EXPORT VON SPERRPLATTEN Eine Verdoppelung der Produktions - Kapazität an Sperrplatten ist in Aussicht genommen. Es wird ln diesem Jah~e mit einer Produktion von von 35.000 qm gerechnet; diese soll im kommenden Jahre, wenn die neue Koor- Fabrik die Produktion aufnimmt, auf 43.000 qm gesteigert werden und im Jahre 1961 — 60.000 und 1952 — 72.000 qm erreichen. GEMUESE. VERMARKTUNG I | Das von der dritten Knesset verabschiedete Gesetz i über die Schaffung eines |Beira‘s zur Vermarktung .von Gemüse trat kütz’.i h in 'Kraft. Vertreter uer Produzenten ur.d der Jewish Agency sollen die Hälfte der Mi glied> r des Beirats ausmachen, während dem Handel 20 Prozen aller Sitze Vorbehalten wurden. Eben o sollen die Gemüsekändleh und die Kon. sumenten durch i : 2 Mitglieder vertreten s-in. Eden schreibt seine Memoiren London. — Die Memoiren! des ehemaligen britischen Premierministers Eden sollen im Februar nächsten Jahres veröffentlicht werden. Eden, der wegen seines schlechten Gesundheitszustandes kurze Zeit nach der Suez-Krise zurücktrat, will in diesem Buch seine mit Spannung erwartete Darstellung über die britisch-französische Intervention am Suezkanal geben. Ein Band mit in dem er seine politische Laufbahn und Entwicklung bis 1945 schildert, soll später veröffentlicht werden. Ein Sprecher des Verlags, der die Memoiren herausbringt, sagte kürzlich, Eden sei überzeugt, dass die britische Regierung in der Suez- Affäre im Recht gewesen sei. Nichts, was er seitdem gehört oder gelesen habe, habe ihn überzeugt, dass er anders hätte handeln müssen. (AWZ) Midraschim zum Wochenabschnitt: Miketz 1. B. M. XLI, 1 — XLIV, 17 JOSEF, DER RATGEBER PHARAOS „Und niemand deutete Pharao seinen Traum.” — Sie deuteten ihn wohl, jedoch drangen ihre Worte nicht i-i Pharaos Gemüt. „Die sieben guten Kühe” deuteten sie als sieben Töchter, die ihm geboren werden. „Die süb?a schlimmen Kühe” wären sieben Töchter, die er beg.atcn müsse. Auch sagten sie, „die sieben guten Aehren” war e i sieben Königreiche, die er erobern werde, „die sieben schlechten Aehren” aber — sieben Provinzen, die geg n ihn meutern werden. j Und dies alles nur, damit zu allerletzt Josef auf trete und den Ruhm ernte. Gott sagte sich, wenn Josef zu Anfang gekommen wäre und den Traum gedeutet hätte, so würde dies nicht sein Ruhmesblatt sein. Die Weissager und Traumdeuter Pharaos würden ihm sagen: „Wenn dj uns gleich gefragt hättest, so würden wir dir den Trau n richtig gedeutet haben.” So aber wartete er ab, bis da s sie ihre Ohnmacht der richtigen Traumdeutung markte 1. Erst dann kam Josef und gab Pharao wieder Kraft zur Ueberlegung. ★ „Und ohne dich rege sich niemand in meinem Königreich”, sprach Pharao zu Josef vor all seinen Dienern. Die erwiderten ihm: ein Sklave, den du für zwanzig Silberlinge gekauft hast, soll uns befehlen? Doch Pharao meinte, königliche Spuren in Josef zu sehen, worauf sie ihm erwiderten: „Wenn dem so ist, so muss er auch die 70 Sprachen verstehen.” Pharao versprach, ihn morgen auf c.ie Probe zu stellen. In der folgenden Nacht kam der Engel Gawriel und lehrte Josef die 70 Sprachen. Als am näc - sten Morgen Pharao in jeder Sprache, die er selbst beherrschte, zu Josef sprach, antwortete er in dieser. Zuletzt begann Josef mit ihm in der heiligen Sprache zu reden, und Pharao verstand kein Wort. Da sagte ihm Pharro: „Lehre mich diese Sprache!” Er. lehrte ihn, aber Pharao begriff nicht und beschwor ihn, es nicht weiter zu sag n. Er schwor es ihm. Als später Josef die sterblichen Reste Ja’akows in Kena’an beisetzen wollte und Erlaubnis von Pharao mit der Begründung erbat: „Mein Vater hat mich beschworen ihn in Kena’an zu begraben”, erwiderte ihm dieser kühl: „Geh und befreie dich von diesem Schwur!” Josef ging auf dieses Ansinnen ein, fügte aber hinzu: „Nicht nur vom Schwur gegen meinen Vater werde ich mich befreien lassen, sondern auch von dem gegen meinen König.” Doch davon wollte Pharao nichts wissen und wider seinen W 1len musste er Josef gestatten: „Geh und setze deinen Vater bei, wie er dich beschworen hat.” Einwanderer oder Inversores in ISRAEL Auskünfte und Rat für eure Probleme, verbunden mit einer eventuellen Niederlassung oder mit einer stillen oder aktiven Beteiligung in der Landwirtschaft, Handel und Gewerbe erteilt Ihnen die WIRTSCHAFTLI¬ CHE ABTEILUNG der Z.O.A. (Departamento Económico O. S. A.) Larrea 744, Tel. 48-5028, Capital. Campana Unida pro Israel An alie unsere Beisteuerer» die lAguinaldo | erhalten. Vergessen Sie nicht leisteueiung bezw. Restzahlung : FUER DIE ¡EINHEITSKAMPAGNE Annahmestellen: CAMPAÑA UNIDA PRO ISRAE1 Comité Centroeuropeo SARMIENTO 2376, III T. E.: 47-3820 und sämtliche angeschlossenen Gemeinden und Organisationen