Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 20 (1959)
- Issue
- 1742 (26.12.1959)
- Date
- 1959-12-26
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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j Sábado, 26 d« Diciembre do 1959 * Midraschim zum Wachenabschnitt: LA S F M A NA ISRAELITA Año XX. — No. 1742 Wayeschew 1. B. M. XXXVII 1 — XL 23 Der Verkauf Josefs in die Sklaverei Als Josef zu seinen Brüdern kam, fielen sie über ihn her, schlugen ihn nieder und zogen ihm dett gestreiften Bock aus, den er trug. Dann warfen sie ihn in eine Zisterne, diese war zwar ohne Wasser, aber Schlangen und Skorpione hausten in ihr. In seiner schrecklichen Furcht schrie Josef mit lauter Stimme zu Gott, der die Schlangen und Skorpione sich in die Zisternenwand verkriechen hiess, so dass sie ihm nichts Böses zufügten. Aus der Zisterne rief Josef zu seinen Brüdern: „Was habe ich euch getan? Was habe ich verbrochen? Fürchtet ihr euch nicht vor Gott, mir solches zu tun? Bin ich nicht euer Fleisch und Blut? Ist nicht Jaakow euer Vater und mein Vater? Wie könnt ihr wieder vor ihm treten?” — Alle Brüder hörten seinen Aufschrei aus der Tiefe, doch sie rückten von der Zisterne weg, um ihn nicht zu hören, setzten sich ein wenig abseits, um dort ihr Brot zu verzehren. Während sie assen, berieten sie, was mit Josef zu tun. Da näherte sich eine Ismaeliter-Karawane vom Gile'ad auf dem Wege nach Aegypten. Und Jehuda riet, Josef nicht zu ermorden, sondern ihn den Ismaelitem zu verkaufen, die ihn nach dem Süden bringen würden, wo seine Spur unter den Menschen verloren gehen werde. Der Plan gefiel ihnen, doch da kamen schon wieder midjanltische Kaufleute vorbei, waren durstig und hofften, in der Zisterne Wrasser zu finden; doch was fanden sie — einen Jüngling schon an Gestalt und lieblich anzusehen. Sie zogen ihn heraus, nahmen ihn in ihre Gesellschaft auf und setzten ihren Weg fort. Als sie bei seinen Brüdern mit ihm vorbeikamen, protestierten diese: „Was stehlt ihr unseren Sklaven? Wir haben doch diesen widerspenstigen naben in die Grube geworfen. Gebt uns unseren Sklaven raus!” Sie zogen die Schwerter und begannen zu kämpfen. Schime’on rief ihnen zu: „Bin7 ich nicht Schime’on ben Ja’akow, der ganz allein die Stadt Sch’chem vernichtet hat? Und wenn ganz Midjan gegen mich aufstünde, ihr werdet mir nichts anhaben”. — Da fürchteten sich die Midjaniter und baten schüchtern von den Söhnen Ja’akows, ihnen diesen widerspenstigen, aber schönen Sklaven zu verkaufen. Sie wurden mit zwanzig Silberstücken handelseinig und die Brüder verkauften ihren Bruder. Die Midjaniter bereuten den Handel, als sie ahnten, dass der schöne Knabe wohl gestohlen sei und verkauften ihn den Ismaelitern. Als Josef hörte, dass diese mit ihm nach Aegypten zögen, weinte er sehr auf dem Kamel. Zur Strafe liessen sie ihn zu Fuss gehen. Aber er schrie immer weiter: „Mein Vater, mein Vater!” Da gab ihm einer einen Backenstreich. Er weinte immer mehr und konnte vor Schmerz nicht weiter gehen. Gott schickte ihnen Finsternis und Furcht und wer Josef schlug, dessen Hand verdorrte. Als sie bei Bet-lechem am Grabe Rachels vorbeikamen, rief er zu ihr: „Mutter, wach auf, steh auf und sieh, wie dein Sohn erbarmungslos in die Fremde geführt wird.” Josef hörte eine unterirdische Stimme zu ihm sprechen: „Mein Kind, ich kenne deine Not. Harre auf Got*; fürche dich nicht, denn Er ist mit dir. Zieh nach Aegypten. Er wird dich aus aller Not befreien!” (Aus Sefer hayaschar) COMITE CENTROEUROPEO CORRIENTES 2133, 1. Stock — T. E. 49-1319 danke ich allen Freunden und Bekannten auf das herzlichste. Willi Wertheim Moldes 2740 Für die vielen Gratulationen und Aufmerksamkeiten anlässlich meines DIEGO WOLFF DORIS WOLFF geb. Löwenstein zeigen ihre VERMAEHLUNG an. Trauung s. G. w. am Sonnabend, den 26. ds. Mts., um 21 Uhr 30 in der Synagoge Lamrot Hakol, Caseros 1450, Florida. Esmeralda 4047, Florida FCNGBM LUACH (Kalender) Sonnabend, den 26. Dezember 25. Kislew 1. Tag Chanukka — Neumonds-Ankündigung Schabbat WAYESCHEW — Hft.: Secharya 11.14—IV,7 Sonntag, den 27. Dezember 2. Tag Chanukka Montag, den 28. Dezember 3. Tag Chanukka Dienstag, den 29. Dezember 4. Tag Chanukka Mittwoch, den 30. Dezember 5. Tag Char.ukka Donnerstag, den 31. Dezember 6. Tag Cahnukka Freitag, den 1. Januar 7. Tag Chanukka Sonnabend, den 2. Januar 26 Kislew 27. Kislew 28. Kislew 29. Kislew 30. Kislew 1. Tevet 2; Tevet Regierung bestätigt Uebertragung des Aufforstungswesens In einer ihrer jüngsten Sitzungen beschloss die Regierung Israels, sämtliche bisher im Bereich des Landwirtschafts-Ministeriums befindlichen Aufforstungs-Arbeiten, an den' Keren Kayemeth zu übertragen. Damit fand die seit 1. April dieses Jahres praktisch bestehende Situation ihre offizielle Bestätigung. Der Vorschlag der Uebertragung des Aufforstungswesens an den KKL wurde der Regierung durch den damaligen Landwirtschafts-Minister, Hern Kadish Luz, vorgelegt und rückwirkend per 1. April 1959 angenommen. Kinder in Israel spenden 350.000 IL Während der zwei Jahre 5718—5719 haben Israels Schulkinder 350.000.— IL für die Entwicklung des Adullam - Gebietes aufgebracht, wie von Dr. B. Be.i Jehuda, dem Vorsitzenden der 'Lehrervereinigung für den Keren Kayemeth, bei dem Treffen in Neveh Michael, dem ländlichen Zentrum des Adullam-Gebietes, bekanntgegeben wurde. Herr Joseph Weitz, der bei dem Treffen einen Vortrag über Methoden der Urbarmachung hielt, wies auf die grossen' Möglichkeiten hin, die sich durch die Einführung schwerer Maschinen, wie Bulldozer und Rooter, auf diesem Gebiet eröffnen. Auf dem Treffen wurde ein Programm für die KKL- Tätigkeit an Schulen während des nächsten Jahres — dem des 100jährigen Geburtstages von Tterdor Herzl, dem Vater der Idee des Judenstaates, aufgestellt. Aus unserer Arbeit Anlässlich der Baimizwahfeier von Mario Felipe Tannenbaum wurde unter den anwesenden Gästen zu Gunsten des KKL die Summe von $ 10.700.— gesammelt; für diesen Erfolg sind, durih ihre äusserst verdienstvolle Mitarbeit, die Damen: Frau Ruth Anspach und Frau Lu Rubin, verantwortlich. Dar Junge wird in das „Sefer Barmizwah” eingetragen, au. sserdem wird ein Gän auf seinen Namen gepflanzt; die Eltern des Barmizwah werden in das „Goldene Buch” eingetragen. Bei der BarnRzwabfeier vcn Mario Rüben Weber führte dieser selbst eine Sammlung für den KKL durch, welche die Summe von $ 3.550.— ergab; d:r Junge wird in das Sefer Barmizwah eingeschri ben, ausserdem werden Bäume auf den Namen der Eltern gepflanzt. Gelege-i,:ch d'r B-ilh Milah des Si>hrchsns des Eh-- paares Enrirue und Ru*h Stecher, geb. Ko’od irski, ergab d'e für den KKL durchgefiihre Samml-ng den Betrag van $ i.7'0. —; das Kind. Mario Jo °e. wird t - TT'jH-’ mngetraeen und ausserd m werden Bäume auf den Namen der Eltern gepflanzt. Anlässlich der Hochzeitsfeier von Herrn Isaac Teler und Frl. Eva Löwenstein, Olivos, wurde für den KKL der Betrag von $ 1.370.— gesammelt; auf den Namen des jungen Paares werden Bäume gepflanzt. Bei der Vermählungsfeier von Herrn Leon Lang und Frl. Perla Neimarcas ergab die Sammlung für den KKL die Summe von $ 1.000.—, wofür Bäume auf den Namen der Neuvermählten gepflanzt werden. Anlässlich der Feier des 70. Geburtstages von Herrn Otto Rosenberg, Santa Fe, im Hause von Herrn Rodolfo Rosenthal, wurde für den KKL $ L200.— gesammelt; auf den Namen des Jubilars werden Bäume gepflanzt. Herr Julius Hermann spendete anlässlich seines 72. Geburtstages den Betrag von $ 200.— für den KKL. Wir danken allen unseren Spendern und Mitarbeitern. Eine wichtige Mitteilung Am 4. Janua» 1960 übersiedeln wir in uhiier neue! ro: Corrientes 2294. VI, T. E. 47-6385 — 47-641 Nachrichten aus Israel DIE BRUECKE ZWISCHEN UNS UND ISRAEL IST DIE BLAUE BÜCHSE DES KKL BLUMENAUSFUHR NACH DEN USA Gladiolen und Blumenzwiebeln im Werte von etwa 19.000 Dollar wurden vom Kibbuz Gabiir. im nördlichen Negew in diesem Jahre nach den USA exportiert. Der Kibbuz baut die Blumen und Zwiebeln auf einer Fläche von 100 Dunam, nachdem sich der Boden als sehr geeignet dafür erwies. REKORD-DIAMAN- TEN-EXPORT Mit einem Diamantenexport in Höhe von 4,5 Millionen im vergangenen Monat September gegenüber nur 3 Millionen Dollar im gleichen Monat des Vorjahres wurde ein neuer Rekord aufgestellt. Der: bisher höchste Rekord iiv Höhe 'von 4,1 Millionen Dollar war im März erzielt worden. Die Höhe des Gesamtexports des Vorjahres, mit rund 34 Millionen Dollar, konnte in diesem Jahr bereits in den ersten neun Monaten nahezu erreicht werden. TABAK- UND ALKOHOLVERBRAUCH Im Finanzjahr 1958/59 ist der Tabak, und Alkoholkonsum in Israel erheblich gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 22 Prozent mehr Champagne und zehn Prozent mehr Branntwein getrunken. Der Tabakverbrauch erhöhte sich um 25 Prozen,t und es wurden ,100.000 Kilogramm mehr Zigaretten geraucht. HANDEL MIT AFRIKA Der Steigerung des Aussenhandels mit den afrikanischen Ländern kommt wachsende Bedeutung zu. Während Israel im Jahre 1957 nur für 80.000 Dollar nach Ghana exportierte, wird dieser Export sich dieses Jahr auf rund 2 Millionen Dollar belaufen, stellt die Dizengoff - Gesellschaft für Westafrika fest. Im Handel mit Nigeria, mit dessen 4o Millionen-Bevölkerung, nimmt Israel einen wichtigen Posten ei . Nigeria kann zu einem sehr bedeutenden Kunden we.- aen. Aus Ostafrika berichtet der Vertreter der Gesel - Schaft für Aussenhandel und Einfuhr, dass auch dort d-2 Chancen gut sind, wenn auch in Kenya, Uganda ur.d Tanganyika sich der Hände, in den Händen der englischen und indischen Händler, die dort seit Jahrzehnten tätig sind, befindet und Israel die Konkurrenz mit ihnen aufnehmen müsse. ANSIEDLUNG VON KFAR MAIM^N Kfar Malmon, die 245. Siedlung im Süd-Distrik., konnte vor kurzem die Ansiedlung im norwestlic-er» Negew festijcfe begehen. Das Dorf, das i\acfT dem ersten israelischen Religionsmini, ster Rabbi Maimon benannt ist, wurde von der Jewish Agency / Keren Hajessod und der „JCA” errichtet. Kfar Maimon ist der erste Moschaw der Bnei Akiba in Israel, und die jungen Siedler gehören der zweiten Generation der Genossenschafts- Siedlungen des Hapoel Hamisrachi in Israel an oder stammen aus Europa und Afrika. Zum grössten Teil sind sie Absolventen der landwirtschaftlichen Schule von Mikwe Israel oder des „Nachal”. EXPORT VON OBERLEDER Der Oberlederfabrik „Eiion” in Nathania gelang es, Oberlederexporte zu tätigen. Es wird für dieses Jahr mit 50.000 Dollar Export gerechnet. Die Ware geht nach Italien, Frankreich, Belgien und den USA. KAP1TALERHOEHUNG DER BANK LEUMl Das Kapital der Bank Leumi, Keute 3 Millionen IL, soll um weitere 2 Millionen IL erhöht werden. Den alten Aktionären wird dabei ein Bezugsrecht von 2:1 angeboten. ICampaia Unida pro Israel An alle unsere Beisteuerer, die .Aguinaldo | erhalten. Vergessen Sie nicht f ihre Beteuerung bezw. i i FUER DIE EINHEITSRAMPAGNE Annahmestellen: CAMPAnA UNIDA PRO ISRAELI Comité Centroeuropeo S * RMIENTO 2376, III f a. E.: 47-3820 3 und sämtliche angeschlossenen $ Gemeinden und Organisationen 3