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Jüdische Wochenschau · 1959-12-26 · 1742 (26.12.1959) · p. Seite 5

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
20 (1959)
Issue
1742 (26.12.1959)
Date
1959-12-26
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German, Spanish
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♦ Sábado. 26 do Diciembre de 1959 LA SEMANA ISRAELITA Afio XX. — No. 1742 — I Bewahrer unseres Erbgutes [Chanukka - Münzen > JDass da» geistliche Oberhaupt einer jüdischen Gemeinde im Vorkriegsdeutschland zugleich deren weltlicher Vorsitzender werden konnte — wahrscheinlich ein einmaliger Vorgang in unserer Zeit —, spricht für das Vertrauen, das einer Persönlichkeit entgegengebracht wurde, und für die Anerkennung seiner Autorität. Eine solche einzigartige Stellung hatte Dr. Max Grünewald, seit 1925 in Mannheim vom Jahre 1935 bis zu seiner Auswanderung nach USA (1938) inner er war der Gemeinde - Rabbiner und gleichzeitig der Vorsitzende Frauen unter 16 Jahren dürfen heiraten Jerusalem. — Das israelische Parlament nahm in erster Lesung einen Antrag an, der den israelischen Frauen erlaubt, vor Erreichung des 16. Lebensjahres unter gewissen Umständen die Ehe feinzugehen, nachdem die Argumente der religiösen Sprecher, das Mindestalter weiter herabzustezen, abgelehnt worden waren. Das Mindestalter für die Eheschliessurg bleibt weiter 17 Jahre. Das neue Gesetz gestattet jetzt die Heirat, wenn die Frau schwanger oder Mutter ist. Die Aendcrung schaltet die Sondergründe aus und überlässt die Entscheidung dem Gericht. Rabbiner Jacob Toledano ersuchte um Herabsetzung des Mindestalters auf 15 Jahre, weil das Klima heiss sei und die Entwicklung der Mädchen beschleunige. Er berief sieh auf die Gesetzgebung in England, Frankreich und Italien, wo das Mindestalter; je 16, 15 und 14 Jahre be- . trägt. (ITA) * von Dr. E. G. LOWENTHAL des Synagogenrats der Israelitischen Religionsgemeinde. Während dieser Periode, am 11. Mai 1936, wurde er, damals erst ein Enddreissiger, auch in den damals etwas erweiterten Präsidialausschuss der „Reichsvertretung der deutschen Juden” (Berlin) berufen. Seit 1944 wirkt Dr. Grünewald, unweit der Stadt New York, als Seelsorger der Synagogengemeinde ,,Bne Isrel” in Millburn (N. J.), ur.d auch hier hat er durch sein Verständnis für Menschen und Lebensumstände, durch seine würdevolle Haltung und, nicht zuletzt, durch sein Niveau als wissenschaftlicher Lehrer und theologischer und historischer Autor so beträchtliches Ansehen erworben, dass seine Anstellung im Sommer 1958 auf Beschluss des Gemeinde- „Board” auf Lebenszeit ausgedehnt worden ist. Das war weit mehr als ein rcutinemässiger Akt und mehr auch als eine freundliche Ge. ste. Sicherdich hat zu diesem ,Festhalten”, das auch dem Kreis gilt, dem sich Dr. Grünewald zugehörig fühlt, seine Position auch im aussergemeindlichen jüdischen Leben beigetragen. Gemeint damit sind das Ehrenamt d^s Präsidenten der „American Federation of Jews from Central Europe’*, der zentralen Vertretung der deutschjüdischen Nazi-Flüchtlinge in USA, das er seit 19?2 bekleidet, und das des Vorritzenden des New Yorker Arbeitskreises des vom „Council of Jews from Germany” gegründeten Leo Baeck-Instituts” (seit 1956). Im zweiten Jahrbuch dieses Instituts (1957) hat er ein Bild vom in der Sphäre der „Wissenschaft des Juden- HOTEL IAC01£O I Sierras de Córdoba:: Inh. LEO KAHN i; Rio Ceballos Casilla Correo 34 Auskünfte: 70-7018 l - « H. ROSENZWEIG TAILOR HENRY Nenes Telefon: 32.0913 Tucumán 563, piso 1 b . > » » *! Grösste Auswahl in hnp. und hiesigen Stoffen DAUNENDECKEN] - GARDINEN] IMPORT CHINTZ und VOILE BENNO DE LEVIE S R.L. T £. 76.4155 NUR: ECHEVERRIA 2242] STEUER- UND WIRT¬ SCHAFTSBERATUNG Buchhaltungen — Bilanzen RODOLFO HIRSCHFELD GUILLERMO FORDANSKI 25 de Mayo 489, 4’ p., Escr. 20 T. E. 32-9770 Buenos Aires CABLES: "ESCOMAR” tums” geschulten und geformten „modernen Rabbiners” zu skizzieren versucht, während er zum ersten die-' ser wertvollen Jahrbücher (1956) einen aufschlussreichen Beitrag über die schwierigen Anfänge der „Reichsvertretung” beisteu. erte. Der Name Grünewalds ist heute in amerikanischen wissenschaftlichen Zeitschriften von Rang wie der „Jewish Review” und von „Judaism” (abgesehen von den Sprachrohren der deutsch-jüdischen Imigration in USA, Israel und England) kaum weniger häufig zu finden als früher in der jüdischen Presse in Deutschland, wozu u. a. auch die hochstehenden periodischen Schriften „Der Morgen” lind „Jüdische Wohlfahrtspflege und Sozialpolitik” (beide Berlin) gehörten. Die zuweilen kritisch würdigende Darstellung des eigenartigen, oft falsch int:rpretierten geistigen u-d sozialen Phänomens „deutsches Judentum” hat Max Grünewald in neuester Zeit Israelische Experten Jeruasem. — Verschiedene Sachverständige der Kolonisations _ Abteilung der Jewish Agency befinden sich in unbezahltem Urlaub als technische Ratgeber in einigen afroasiatischen Ländern, die sie bei ihren Bemühungen unterstützen, die kolonisatorischen Erfahrungen Israels auf ihre Verhältnisse anzuwenden. Dies Erklärte Raanan Weti,z, der Direktor dieser Abteilung bei der Plenarsitzung der zionistischen Exekutive. Weitz gab bekannt, dass die Experten gegenwärtig in Birmanien, Nigeria und Französisch _ Sudan tätig sind und von diesen Ländern aus in andere Gegenden gesandt werden sollen. (ITA) Ehrung für ¡General Aramburu ' Das Instituto Judío Argentino de Cultura e Información gab im Sitz des Amerikanischen Klubs ein Bankett für Generalleutnant Pedro Eugenio Aramburu und seine Gattin, Sara Herrera, des. sen Anlass der kürzliche Be. such des argentinischen Expräsidenten in Israel auf seiner Reise durch verschiedene Länder der Alten Welt bot. Der Einladung waren zahlreiche Persönlichkeiten der verschiedensten argentinischen Kreise gefolgt. Man sah Dr. Alberto Gainza Paz und Gattin, General Ernesto Florit, Adolfo Lanús und Gattin, Capitán de Navio Francisco Manrique, Dr. Juan S. Valmaggia, José P. Barreiro, u. a. m. In Vertretung der Israel-Botschaft wohnte Botschaftsrat Dr. Mordechai Awida in Begleitung seiner Gattin dem Bankett bei. „Unabhängigkeitspark Tel Aviv. — In Anwesenheit des Premierministers, kirchlicher Würdenträger und von Diplomaten wurde in Jerusalem der „Unabhängigkeitspark” eröffnet, die grösste Anlage ihrer Art in Israel. (ITA) in zunehmendem Mass beschäftigt, in Wort und Schrift. Zeugen dafür sind, beispielsweise, seine Abhandlung „The Forgotten German Jew” (in: „10 Years American Federation”, New York 1952) und die Einführung, die er drei Jahre danach zu Eric E. Hirshlers „Jews from Germany in the United States” (Verlag Farrar, Straus & Cudahy, New York) verfasste. Als bewusster Jude wendet er sich gegen die vielfach zu beobachtende Tendenz des Vergessenwollens unserer jüdischen Herkunft im deutschen Kulturbereich, und so wirbt er für den Gedanken der Erhaltung und Bewahrung deutsch-jüdischen Erbgutes, wie es sich das Leo Baeck-Institut zur Aufgabe setzt. Max Grünewald, am 4. Dezemeber 1899 in Königshütte als Sohn eines jüdischen Lehrers geboren, in Breslau fachlich und wissenschaftlich ausgebildet und krafc seiner human-gerechten Ge. sinnung und seiner geistigen Solidarität das geworden, was er heute ist und verkörpert (neuerdings auch als Exekutivmitglied des „Board of New York Rabbis”), darf in all seiner Bescheidenheit mit einem gewissen Stolzgefühl auf sein Können und Wirken blicken. m -Xi Im Laufe des Monats Dezember erscheint die neue Chanukka-Münze, herausgegeben von der Medaillon- und Münzen-Abteilung der Bank des Staates Israel. Sie ist die zweite der Chanukka-Serie. Die Münze wurde zum Gedenken an das Jubiläum Deganias, der ersten Gemeinschafts-Siedlung, und zum Jubiläum der Landwirtschafts-Gemeinschaften Israels h.:rgestellt. Auf einer Seite zeigt sie eine Abbildung Deganias, mit Häusern, Zypressen und Palmen. Die andere Seite trägt die Ziffer des Wertes der Münze, 1 TL, das Wort „Israel” und die Jahreszahl 1960 sowohl in hebräischer als auch in arabischer Schrift. Die Münze wurde in der königlichen Münzstätte in Utrecht, Holland, geprägt. S'* ff N J J Medaille für Menschenrechte Mexico City. — Die m"xikanische „Front für Menschenrechte” hat dem französich-jüdischen Staatsmann René Cassin eine Medaille verliehen. Dieser Preis gelangt alle 10 Jahre zur Verleihung und wurde im Namen Cassins vom französischen Botschafter in Mexiko, Jean de Lagarde, anlässlich einer Feier im Informationsbüro der UN in Empfang genommen. ITA) Die Abbildung zeigt di« Chanukka-Gedenkmünze, die anlässlich des ldjtihrigen Jubiläums der SlaaisgründuDg zum ersten Mal ausgegeben wurde. Sie ist zur Erinnerung an *wei jüdische Könige geprägt worden, König Mai alias Aclogenus, der als erster die Menora als Slaatsemblem, und König Alexander Jannai, der die Menora mit den beiden Sternen verwendete. JETZT IM NEUEN HAUs f i&D Pension Familiar M. Flamm I Quader von der Laguna;! ¡chäscomus F. C. N. G. R. unter Aufsicht Sr. Efcrw- Rabbiner Dr. Oppenheimer J | Zimmer mit priv. Bad CHASCOMUS, CORDOBA 98 Inf. m Buenos Aires: T. E. 76-2312 und 70-5805 Rechtzeitige Anmeldung erbeten cñ KERErtKAYEMETH f sie DIE BRUECKE ZWISCHEN UNS UND ISRAEL IST DIE BLAUE BUECHSE DES KKL

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