Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 20 (1959)
- Issue
- 1741 (22.12.1959)
- Date
- 1959-12-22
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/9616703-9611176-9611195--0081-9611202- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Año XX. — Ko. 1740 — 7 LA SIMARA ISRAELITA Año XX, — No. 1741 Das ist Arthur Lourie Nach der Abberufung Abba Ebans, der durch Jahre hindurch an der Spitze von Israels UN-Delegation gestanden hatte, und der Rückkehr von Aussenminister Golda Meir nach Israel, verloren die arabischen Delegierten keine Zeit, um den neuen israelischen Delegationschef Arthur Lourie herauszufordern. Der aalglatte Mahmud Fawzi, Aussenminister der VAR, liess eine lange Rede vom Stapel, in der er alle Logik ins Gegenteil verdrehte, denn er ist ein Meister in der Kunst, die dicksten Lügen mit der grössten Ueberzeugungskraft auszusprechen. Nach ihm startete der Sauditer Achmed Shukeiry seinen Angriff, in dem er alle Register zog. Nach dem Beispiel der Nazis brüllte er: „Es gibt kein jüdisches Volk in dieser Welt.” Die alten UN-Delegierten fragten sich, wie wohl Louries Antwort ausfallen würde. Sie hatten erlebt, wie Eban diese Schreier mit stahlharten und manchmal sarkastischen Worten bändigte, und wie Golda Meir ihnen ernste Vorhaltungen machte die aus dem Munde Eine Synagoge in Nazaret Tel Aviv. — Zum ersten Mal in 2.000 Jahren ist in Nazaret eine Synagoge eröff. net worden. Sie befindet sich im Zentrum der zu den ältesten Ansiedlungen Palästinas zählehden Stadt. Sie wurde gebaut angesichts der wachsenden Zahl jüdischer Einwohner. Mit ihrer Eröffnung wurde gleichzeitig zum ersten Mal ' ein jüdischer Gottesdienst in Nazaret abgehalten. Eine zweite Synagoge soll in Kürze auf einem die Stadt überblickenden Hügel errichtet werden. <ITA) ZILLA KATZ ' ALDO FELIX RAPOPORT VERLOBTE Cuyo 1192 Andonaegui 3179 Martínez Capital Federal Prov. Bs. Aires 19. Dezember 1959 WIE LIEGEN DIE FEIERTAGE DES JUEDISCHEN JAHRES 5720 Freitag, den 25. Dezember Sonnabend, d. 26. Dezember Sonntag, den 27. Dezember Freitag, den 1. Januar Sonnabend, den 2. Januar Sonnabend, den 13. Februar Donnerstag, den 10. März Sonntag, den 13. März Montag, den 11. April Dienstag, den 12. April Mittwoch, den 13. April Montag, den 18. April Dienstag, den 19. April Montag, den 2. Mai Sonntag, den 15. Mai Dienstag, den 31. Mai Mittwoch, den 1. Juni Donnerstag, den 2. Juni Dienstag, den 12. Juni Montag, den 1. August Dienstag, den 2. August Mittwoch, den 21. September Erew Chanukka 1. Tag Chanukka 2. Tag Chanukka 7. Tag Chanukka 8. Tag Chanukka Chamischa Assar b’Schwat (Neujahrsfest der Bäume) Fasten Ester Purim Erew Pessach 1. Tag Pessach 2. Tag Pessach 7. Tag Pessach 8. Tag Pessach Jom Haazma’ut (Unabhängigkeitstag Israels) Lag b’Omer Erew Schawuot 1. Tag Schawuot 2. Tag Schawuot 17. Tammus (Fasten) Erew Tischa b’Aw Tischa b’Aw Erew Rosch Haschana 5721 von SAUL CARSON einer strengen und doch gütigen Mutter zu kommen schienen. Lourie bewies bald, dass er seine eigene Art hatte. Seine Entgegnung war ruhig, würdig — und kurz. Er sprach weniger als eine Minute. Seine Bemerkungen in dem Bericht jener Sitzung füllten nur zehn Zeilen. Er schloss seine Ausführungen mit der Feststellung: „Ich will nur daran erinnern, dass sechs Millionen meiner Brüder im Europa der Nazis nur deshalb ermordet wurden, weil sie Mitglieder des jüdischen Volkes waren.” Am Vortage hatte Lourie die Behauptungen Fawzis mit den Worten widerlegt: „Ich darf hier im Namen meiner Regierung erklären, dass wir bereit sind, sämtliche Streitfragen mit den arabischen 'Ländern zu jeder Zeit und an jedem Ort beizulegen, den die Araber wünschen — und dies ohne jegliche Vorbedingungen.” Diese beiden Aeusserungen Louries gewannen ihm auf der Stelle die Achtung aller alten UN-Beobachter, der Diplomaten sowohl wie der Pressevertreter. Es versteht sich von selbst, dass ein Minister vom Schlage Louries sein Amt nicht über Nacht antreten konnte. Er hat eine gründ’iche Schulung durchgemacht, und einer seiner Lehrer war kein Geringerer als der grösste aller modernen jüdischen Diplomaten, Dr. Chaim Weizmann, dessen politischer Sekretär Lourie in den drcissiger Jahren in London gewewesen ist. Lourie, der 1903 in Johannesburg geboren wurde, studierte an der Universität in Cape Town und später in Cambridge und in Harvard. Er lehrte fünf Jahre lang Römisch-Holländiscir es Recht an der Universität Johannesburg und wurde bald nach seinem Eintritt in die Jcwish Agency in London von Weizmann nach den USA geschickt, wo er an führender Stelle zionistische Arbeit leistete. Der erste Kontakt Louries mit den Vereinten Nationen geht bis zur Geburt der UN im Jahre 1945 zurück, als er in seiner Eigenschaft als Mitglied der Delegation der Jewish Agency der Gründungskonferena des Völkertribunals in San Francisco beiwohnte. Er gehörte der israelischen UN - Delegation zur Generalversammlung der Vereinten Nationen bis auf drei Jahre die ganze Zeit hindurch an, seit Israel zur Mitgliedschaft zugelassen wurde. Seit 1957 ist er Israels Botschafter in Kanada gewesen. Der neue Chef der Israel- Delegation trat sein Amt mit reichen Erfahrungen im diplomatischen Dienst seines 'Landes an. Aber erst nachdem Eban abg'ereist war und Golda Meir ihre kurze Anwesenheit bei der diesjährigen -Versammlung beendet hatte, sah sich Lourie auf eigene Fiisse gestellt. Die Freunde Israels bei den UN schätzen ihn als einen geschickten Diplomaten und wissen, dass bei einem Manne von seinem Format die Interessen des jüdischen Staates in guten Händen liegen. Edmond Fleg - 85 Jahre Kürzlich vollendete der jüdisch-französische Schriftsteller Edmond Fleg das 85. Lebensjahr. Zu Genf 1874 geboren, hat dieser berühmte Autor stets eine bewusst jüdische Haltung eingenommen. Seine Romane und Gedichte lassen eine tiefe Verbundenheit mit jüdischer Geschichte und Tradition erkennen, und man darf von ihnen sagen, dass sie auch gebildete nichtjüdische Kreise Frankreichs mit jüdischem Wesen bekanntmachten, mit dem religiösen Charakter, wie er uns aus Bibel und Talmud überkommen ist, aber auch mit den Problemen, die das moderne jüdische Leben kennzeichnen. Am stärksten zeigt sich dies in dem berühmt gewordenen zionistischen Roman „Ein kleiner Prophet”, dessen deutsche Uebertragung im Jahre 1926 erschien und eine der wirksamsten geistigen und literarischen Waffen gegen die Assimilations _ Bestrebungen jener Epoche wurde. Die seelischen Nöte, die das Kind in diesem Büch von dem Augenblick an durchlebt, da es sich zum ersten Mal seines Judeseins bewusst wird, unterscheiden sich kaum von denen, welchen jüdische Jugend von heute ausgesetzt ist, die in einem fremden Milieu heranwächst und nichts von ihrem jüdischen Volke und dessen Vergangenheit erfährt. I In einem anderen Buch von Fleg, einer Moses-Biographie, finden wir interessante und lehrreiche Details, durch die versucht wird, die Heilige Schrift denjenigen Juden näherzubringen, die aus einer fremden Umwelt kommen. Auch gibt es aus der Feder des Dichters eine Biographie König Salomos, die ebenfalls zum grossen Teil auf dem Legendenstoff der „Aggada” beruht. In e:-. nein weiteren Werk, „Höre Israel”, ist die Geschichte des jüdischen Volkes in Gedichtform erfasst. Fleg teilt ihre Zeitabschnitte in das jüdische Kalendarium der ¡Feste ein: I Das Buch „Pessach” (Abra- Iham bis Mose, die Stammvä-! ter, Mizrajim, das Gelobte ¡Land)^ das Buch „Schawuot-’ | (Josua bis Nebukadnezar, 'die. Kriege Gottes); das Buch „Rosch haschanah” (Ezechiel bis Holofernes, die Ströme Babels) das Buch „Jom Kippur” (Pompejus, Herodes, der Fall des Tempels); das Buch „Sukkot” (Petrus bis Mohammed, der Schatten Roms, der Halbmond Ismaels); das Buch „Purim” (Der Garten des Kalifen, das Feuer der Mönche); das Buch „Schabbat” (Calvin bis zum 1. Weltkrieg). Allein das Buch „Pessach” enthält 19 Dichtungen, angefangen mit der Vision Abrahams, der den Befehl erhält, in das ihm gezeigte Land einzuwandern, über die Stammväter und die ägyptische Knechtschaft bis NEUES HOCHHAUS IN TEL AVIV Ein 12-stöckiges Hcc'nhaus soll im kommenden Jahr anstelle des Bet Ha’am an der Ecke Trumpeldor und Ben Jehuda Strasse, das gegenwärtig abgerissen wird, errichtet werden. In den Bau des Hochhauses sollen ungefähr zwei Millionen IL von israelischen und ausländischen Kapitalisten investiert werden. Auf dem Gelände von drei Dunam wird auch eine unterirdische Garage mit 100 Parkplätzen eingerichtet, mit automatischer Luftkühleinrichtuhg und Aufzug für die Wagen. Im selben Gebäude soll auch ein Filmsaal mit 800 Plätzen eingerichtet werden. Der Eingang in das neue Hochhaus sieht eine lange Passage von der Ben Jehuda Strasse aus vor, in der verschiedene Läden und Reise-Agenturen sowie die Büroräume einer Bank eingerichtet werden sollen. In dem Hochhaus soll weiter die Bibliothek der Stadtverwaltung Tel Aviv untergebracht werden. Ein Teil des Hochhauses Technische ORT-Schule Unter grosser Beteiligung wurde die Anmeldung von Schülern in der technischen ORT-Schule, in der Yatay 240, eröffnet. In dieser Schule wird theoretischpraktischer Gratisunterricht in folgenden Kursen erteilt: Mecánica — Tornería — Motores — Radio — Television — Peletería. Die Ausbildung in diesen Berufen bietet Jugendlichen und Erwachsenen nach Absolvierung eine gesicherte Zukunft. Eintrittsexamen werden nicht verlangt Die Schule wird in diesem Jahre eine grössere Anzahl von Schülern aufnehmen können. Die Anmeldung kann an jedem Wochentag von 14 bis 19 Uhr 30 voreenommen werden. wird ein Hotel beherbergen, das 140 Zimmer haben wird. Weiter sollen mehrere Luxuswohnungen und Büroräume in dem ersten Wolkenkratzer Tel Avivs eingebaut werden. Vier Aufzüge sind vorgesehen. Der Bau des Hauses erfolgt nach einem Entwurf des Architekten Dow Carmi und soll zwei Jahre in Anspruch nehmen. zur Geschichte Mose und der Bundestafeln. Die Gesami heit dieser Gedichte ist eia grosartiges Poem zur Offenbarung des ewigen Sinns in der Leidensgeschichte des jüdischen Volkes. An seinem 85. Geburts'ag dürften dem Dichter, der vor sieben Jahren anlässLc.i seines Besuches in Israel Gegenstand grosser Huldigungen gewesen ist, Ehrungen aus allen Weltteilen, von Juden und Nichtjuden, zu'.e» geworden sein, die in d:m Wunsch gipfelten, dass Edmond Fleg sich noch eines langen und glücklichen Lebensabends erfreuen möge. Curl Wilk „Arabisierung” ausländischer Banken London. — Präsident Nasser hat zwei Gesetze für d e „Arabisierung” ausländischer Banken und Versicherungsanstalten in Syrien unterzeichnet. Wie aus Damaskus mitgeteilt wurde, müssen künftig mindestens 70 Prozent der Anteile an Banken in den Händen von Staatsangehörigen der Arabischen Republik sein. In den Aufsichtsräten der Banken müssen arabische Bürger künftig entsprechend ihren Anteilen vertreten sein. Die ausländischen Versicherungs - Gesellschaften iu Syrien haben eine Frist von fünf Jahren, sich auf die neuen Bedingungen einzustellen. (AWZ) «.'''nMDgmBHRnMRRnRRRMVi Nach schwerem Leiden entschlief mein innigsterbebter Mann, Herr Herbert Cassirer im 62. Lebensjahr. EDITH CASSIRER. geb. WOHL HANS TEICH und Frau Hilda, geb. CASSIRER Kinder, Enkelkinder, Verwandte und Freunde Die Beisetzung hat bereits in aller Stille stattgefunden. Von Beileidsbesuchen bitte Abstand zu nehmen. Tucumän 410. mmmsmmmmmmammmmtnBBMtmmmmmmmmmm Campana Unida pro Israel {ywww»%v»»vwwww»wvwwvwwwwww»vwwww»vww»»\wwww»vw»%3 An alle unsere Beisteuerer, die Aguinaldo erhalten. Vergessen Sie nicht Ihre ßeisteuerung bezw. Restzahl FUER DIE EINHEITSKAMPAGNE Annahmestellen: CAMPAÑA UNIDA PRO ISRAEL!» Comité Centroeuropeo SARMIENTO 2376, III T. E.: 47-3820 und sämtliche an geschlossenen Gemeinden und Organisationen i*