Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 20 (1959)
- Issue
- 1741 (22.12.1959)
- Date
- 1959-12-22
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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j- Marias, 22 de Diciembre de 1959 LA 8EMAR ISRAELITA und KUNST Iimrnl - Redaktion JlitatAtiicke A/o then iifie sein Galil *»«; it )are les ¡de, ■ Synagoie, " *- 1 ¿f'C' >®, das 5f fe* 101 « £* “frassöi das Efflek JÄ;5Sf£ H auch i m, die „ se ■* »»4?. lütezeit it dem ^«detächoi» w« jt ** '«■'tar “lte?iilfr jädiscbtn;en d« Gallig das ‘'ach ffi is tara als Stastiäder grcssa Ii- J*da mSi ilt um 200 mit gm SyiMripts nahen Uscha r*fa. ™. Er wird tu •iarchea, unter cesitan| und Fcirjtg lliche Utoe pa- 4 geordnet rtiauigeseictoe'.M «haa sollte tua demden Jude; es oder dienen, dar Tagen die lei», des Volkes fe» ud ihm geisrgen Die mgndii'Jica ussten Met im; des zentrale: Ba- Jerusalan scirlfc - rgelegt werden, da Seit die Juda »- in „Volk *e werden, um äh des römischer 1l. aushreiteten. Der tte die Lehessgen zu re|ek, * religiöser, Fa» leziehusg« «*“ t noch Intet*®’ ter als die freigelegten Reste der Stadt sind die vielen Grabhöhlen, von denen bis jetzt 21 entdeckt und gesäubert wurden. Wenn auch die meisten der Katakomben durch Räuberbanden ausgeräumt wurden, hat man noch einige Tonlampen gefunden und die vielen, meistens griechischen Inschriften geben manche interessante Hinweise über die Juden jener Epoche. Ausserdem nimmt man an, dass es sich hier um einen zentralen Begräbnisplatz handelt und nicht nur um die Gräber der Juden aus dem Ort. Fast alle Katakomben haben noch gut ernaltene steinerne Türen, die sich in den Angeln drehen. Es ist hier das erste Mal, dass auf jüdischen Begräbnisplätzen Ornamente gefunden worden sind, wie an den Wänden der Höhle Nummer 19 ’eine Menora und ein Menschenkopf. Die weitaus interessanteste Entdeckung ist die Höhle, die unter Nummer 20 in die 'Literatur eingegangen ist, die „Katakombe der Sarkophage”, mit drei Eingängen, von denen die Mitteltür zwei Flügel hat und 1,1 Meter breit ist, während die anderen nur 77 Zentimeter breit sind. In dieser langen, weit verzweigten Höhle hat man marmorne und steinerne Sarkophage entdeckt, wovon noch 130 erhalten sind, während die Marmorsärg« zerstört und nur noch Reste, die Ornamente und Figuren zeigen, vorhanden sind. Die Höhle ist 44 Meter lang, an beiden Seiten sind elf Gänge in den Berg gehauen, von denen der längste 47 Meter misst und aus verschiedenen Hallen besteht, die durch Korridore verbunden sind. Die Sarkophage sind ungefähr zwei Meter lang, einen Meter breit, und 80 Zentimeter bis 1,20 Meter hoch, während die Deckel ungefähr einen halben Meter hoch sind. Das Gewicht liegt zwischen drei bis fünf Tonnen. Es muss eine erstklassige Leistung jener Tage gewe- Geist im Judentum bleibende Gestalt gewann: was den Hasmonäern misslang, das gelang einem grossen Einzelnen: Maimonides, der in seinem „More Nebuehim”, seiner philosophischen Summa die Versöhnung aristotelischen Denkens und offenbarungsbezogenen Glaubens vollzog. Wir sollten aus dieser Erfahrung der Geschichte und Geistesgeschichte des Judentums lernen: es gibt die Möglichkeit, die heute nicht gesehen wird, den Zeitgeist der Demokratie mit dem Glauben in Harmonie zu bringen. Es gibt heute, wie immer, die maimonidisehe Möglichkeit, das Heilige zu bewahren, ohne das zeitbedingt Profane blutig niederzuschlagen, oder als letzte Grösse vorbehaltlos zu übernehmen. Von allen Wegen . Israels ist der des Maimonides der schwerste, aber auch der beste, der wahre Pfad des Lebens, den wir für unsere Generation und für unseren Staat neu zu suchen haben. K eplantislDiif Kreise wü«*- gewissen st Democst* “ eiheit, Dean* md KirdK-® :eit Israels rl». sie se «bM Demob#«** reiheit . »Uen *r lernet: fcAt* Viakkabäer i'i® a® ■¡ne k“® t iaanaW.^- lit ist Blindé; die sen sein, die Steinsärge herzustellen und in die Höhlen zu schaffen. Nur reiche Familien konnten sich derartige Beerdigungen in diesen Sarkophagen leisten. Man nimmt an, dass diese Höhle zusammen mit den anderen in Gebrauch gewesen ist, in denen die Bestattungen in Holz -und Bleisärgen vorgenommen wurden. Die meisten der erhaltenen Sarkophage sind ohne Inschriften oder Bezeichnungen, einige tragen Ornamente wie Löwen, Adler, Rosetten, Muscheln, eine Maske. Hier ist es auch wieder das erste Mal, dass man fünf hebräische Inschriften an den Wänden gefunden hat und sieben auf den Särgen neben sechs griechischen Inschriften, von denen zwei in der Eingangshalle den Besuchern Trost zusprechen sollen und von der Auferstehung reden, ein Begriff, der schon auf fremde Einflüsse deutet. Die hebräischen Inschriften weisen auf Familienmitglieder von Rabbisern hin. Diese Beschriftungen lassen die Möglichkeiten von Doppelbestattungen zu. Doch es bleibt noch ungeklärt, ob jeder der Sarkophage für nur einen Toten bestimmt war oder für mehrere Familienmitglieder. Trotzdem die Juden jener Zeitepoche aramäisch oder griechisch sprachen, sind in den bis jetzt freigelegten 21 Katakomben noch keine aramäischen Inschriften entdeckt worden, während eine andere hebräische Beschriftuna in Höhle 14 zu finden ist. Ein anderes Zeichen der Assimilation an die Kulturwelt des Helleninmus sind die Verzierungen und Ornamente, die in der grossen Katakombe gefunden wurden, — und das an einem Ort und aus einer Epoche, in der die Mischna redigiert wurde. Nach der Zerstörung der Stadt im vierten Jahrhundert haben natürlich auch hier die Beerdigungen aufgehört. Später haben die Katakomben als Zufluchtsorte gedient und wurden von Räuberbanden geplündert, die, wie die Trümmer zeigen, alle Marmorsarkophage zerschlagen haben, um das Gestein zu verwenden. Die Steinsärge konnten sie nicht öffnen, schlugen aber Löcher hinein, um sie auszurauben. Handwerkszeuge wie andere Reste, die im Schutt gefunden wurden, verweisen die Tätigkeit der Banden in das achte und neunte Jahrhundert, während andere Keramikfunde darauf hinweisen, dass arabische Hirten in der Zeit der Mameluken (13. bis 15. Jahrhundert Ihier gehaust haben. Durch einen Erdrutsch (Erdbeben?) wurden die Rui. nen der Stadt und die Höhleneingänge verschüttet, und auch im Innern der grossen Katakombe fand ein Steinrutsch statt und brachte die Erinnerung an den Ort zum Verschwinden, — bis die ersten Gräber im Jahr 1938 gefunden wurden. Trotzdem dieser Punkt sowohl verkehrstechnisch wie strategisch so wichtig ist, wurde später keine Stadt hier aufgebaut, und selbst die Kreuzfahrer übergehen diesen Punkt und begnügen Leihbibliotheken Dem lesefreudigen Publikum in Tel Aviv-Jafia stehen allein durch das Kulturdepartment des Arbeiterrats 23 Leihbibliotheken zur Verfügung, 2 grosse in der Stadt und andere in den von Arbeitern bevölkerten Vororten. Sie weisen etwa 80.010 Bände auf. Die neu eröffneten Leihbüchereien in Voror. ten bedienen eine durchschnittliche Leserzahl von 400 Personen. Das Hauptkontinger.t der Leser stellen Kinder; Frauen rangieren vor den Männern. Unter dem Lesestoff werden hebräische Uebersetzungen von Romanen und Abenteuerbüchern am meisten verlangt. Klassische Romane, wie a. B. „Krieg und Frieden”, wurden erst nach der Verfilmung stark gefragt. Peniateuch- Uebersetzung Der erste Band einer Pentateuch - Uebersetzung von Edmond Fleg ist kürzlich in Paris erschienen. Die weiteren Teile sollen bald folgen. Vereidigung Der erste Studienjahrgang von Absolventen der Albert- Einstein-Hochschule für Medizin in New York wurde auf die UN-Charter gegen Völkermord (Genocide) vereidigt. Die Vereidigung fand vor 3.000 Gästen statt. Doktor h. c. Dr. Jigal Jadin erhielt den Grad eines Ehrendoktors der Philosophie von der Brandeis . Universität Waltham, Massachusett. In der Urkunde wurde er als ein Beispiel für die Welt „in seiner Eigenschaft als Gelehrter-Soldat bezeichnet, der s’ch sehnt, das Schwert mit dem Spaten einzutauschen, der friedliche archäologische Schätze aus der Erde hebt.” 70. Geburtstag Vor kurzem vollendete der Buchhändler Gunnar Josephson sein 70. Lebensjahr. Der Jubilar gehört seit 27 Jahren dem Vorstand der jüsich mit dem entfernt liegenden und älteren Meggido jenseits der Ebene. Als Kuriosum sei noch erwähnt, dass kaum ein älteres Palästinabuch diesen Platz beschreibt, aber in der bei Göschen 1907 verlegten „Landes- und Volkskunde Palästinas” wird unter dem „Bezirk Akka” angeführt; „Scheeh Abrek mit vielen alten Gräbern”. Wobei nicht klar hervorgeht, ob der Herausgeber einfach das Grabmal des Scheichs gemeint hat, oder etwas von den Grabhöhlen gehört hatte, von denen vielleicht alte Legenden unter den Fellaehen umliefen. Für uns Heutige sind diese Ausgrabungen wie so viele andere auch,, nicht nur eine recht interessante Ansammlung von Altertümern, Mauerresten, Grabhöhlen, sondern auch eine Bestätigung jüdischen Lebens in diesem Teile des Landes nach der Zerstörung Jerusalems und nach dem misglückten Aufstand Barkochbas. Diese Epoche musste zu einem Ende kommen, als das christliche Byzanz die Herrschaft antrat — und für diesen Fall hatten die Weisen in Bet Sche’arim vorgesorgt, indem sie alles das gesammelt und redigiert hatten, was an Gebräuchen und Sitten im Volke bekannt war, die mündliche Lehre, die Mischj, na. dischen Gemeinde in Stockholm an und ist seit 22 Jahren deren erster Vorsitzender. Er gilt als der unbestrittene Führer der schwedischen Judenheit, und seine Freunde befinden sich unter den Juden aller Richtungen. Urheberrechte Amerikanische Filmproduzenten wollen, Berichten zufolge, die Popularität von Pasternaks Roman „Doktor Schiwago” ausnützen und den Roman verfilmen, ohne sich um Urheberrechte zu kümmern. Dagegen wehrt sich der Verleger des Werkes, der Italiener Feltrinelli, der erklärt, dass er der alleinige Eigentümer der Rechte und nicht gewillt sei, diese kostenlos abzutreten. Katalog hebräischen Wissens Wien. — Die ungarische Akademie der Wissenschaften in Budapest hat einen viersprachigen Katalog herausgebracht, in dem rund 600.000 Manuskripte und viele tausend Bücher verzeichnet sind, die sich mit hebräischen und jüdischen Themen befassen. In dem Verzeichnis stehen viele seltene und alte jüdische Bücher. Wie es heisst, ist der umfassende Katalog Orientalisten und interessierten Personen in aller Welt zugänglich. (ITA) Scholem Alechem auf chinesisch London. — Die Agentur Neues China kündigte an, dass die Werke Scholem Alechems in ganz China zum Verkauf gelangen werden. Der erste Band, der eine Ue- Ano XX. — No. 1741 - 5 bersetzung von „Der Markt” enthält, liegt schon in den Buchhandlungen aus Die Agentur teilte ferner mit, dass ein Sprecher der chinesischen Regierung den jiddischen Schriftsteller einen „Giganten de" Weltliteratur” genannt habe. (ITA) „Anne-Frank- Stiftung Kopenhagen. — In Kopenhagen ist eine „Anne-Frank- Stiftrng” ins Leben gerufen worden, die die Erziehu g und Ausbildung heimatloser Kinder in Israel unterstützen will. Margarethe Bohr, die Gattin des Nobelpreisträgers Professor Niels Bohr, wurde zur Präsidentin der Stiftung gewählt. In einem Rundfunkaufruf erklärte sie: „Anne Frank können wir zwar nicht mehr helfen, aber wir können ihren Brüdern und Schwestern eine bessere Zukunft verschaffen.” (ITA) Wir bitten um Ihre MITARBEIT bei der SAMMLUNG DES MATERIALS zur Erhaltung und Pflege der Tradition des deutschen Judentums Aus diesem Grunde hat die JUEDISCHE WOCHENSCHAU schon einmal ihre Leser und Freude aufgeforderi, alles ihnen verfügbare Material zur Verfügung su stellen. Die Jüdische Wochenschau hat eine Reihe von diesen Berichten durch ihren ständigen Mitarbeiter, Herrn Curt Wilk, dem Leo Baeck- Institul in New York zugeleitet, das die folgenden Beiträge dem dort geführten grossen Archiv zugänglich gemacht hat: Einsender 1. BIRNBAUM, BENNO 2. BIRNBAUM, SELMA 3. ERNST, ROSA 4. FELSENTHAL, MORITZ 5. HAMBURGER, ENRIQUE 6. HEILBRUNN, KURT ' 7. LEWINSKI, SIEGMUND 8. LOEWENSTEIN, DAGOBERT 9 LUSTIG, WILHELM 10. POHLY, WALTER 11. SCHUEFTAN, ISMAR 12. WEBER, LUDWIG 13. WILK, CURT 14. WIND, WALTER 15. WOHLMUTH, EMILIO 16. WOLFF, RECHA B. de 17. WOLF, ROSA Gemeinde Oppeln O/S Baldenberg (Grenzmark) Neutitschein (Mähren) Odenbach am Glau (Rheinpfalz) Chemnitz (Sachsen) Schmalkalden Baldenburg (Westpreussen) Lavelsloh — Diepenau Sulingen (Hannover) Gleiwitz (Oberschiesien) Göttingen Dyhernfuerth (Schlesien) Schwirz-Staedtel (Schlesien) Andernach/Rhein Berlin Ratibor (Oberschlesien) Dessau (Anhalt) Mannheim Mülheim/Ruhr Wir wenden uns an alle Freunde und Mitar. beiter um Einsendung NEUEN MATERIALS Jüdische Wochenschau, Pueyrredon 2190 Bs. As.