Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 20 (1959)
- Issue
- 1740 (18.12.1959)
- Date
- 1959-12-18
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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•2 — Viernes, IS de Diciembre de 1959 L À SEMAHk* ISRAELITA Afio XX. — Mo. 174t Die Zitadelle von Kairo (Schiuss von Seite I) schafter wieder nach Kairo entsenden zu können. Die Regierung MacMillan, die durch ihre Politik der Verständigung und des Ausgleiches der sich widerstreitenden internationalen Interessen einen weit beachteten Wahlsieg über die Labourpartei davontragen konnte, hat schon vor der Aufnahme der Beziehungen mit Kairo alles getan, um die Freundschaft der Aegypter zu gewinnen. Sie stiess auf erhebliche Schwierigkeiten, die weniger in der Haltung der Regierung Nassers zu suchen waren als in dem Be streben der Russen und der Amerikaner, die lästige britische Konkurernz auszuschalten. Da England auch heute noch starke imperialistische Interessen in verschiedenen arabischen Län_ dern vertritt, fällt es seinen Rivalen nicht schwer, Argu mente vorzubringen, die vor allem mit sentimentalen Einstellungen gegen die Briten rechnen, die einst die absohlten Herren des Mittleren Ostens gewesen sind. Dass England grosse Interessen im Mittleren Osten besitzt, zeigte die Intervention in Transjordanien, die im Einvernehmen mit den Nordamerikanern erfolgte, um dieses Königreich von britischen Gnaden vor dem ägyptischen Zugriff zu bewahren. Dadurch wurde zumindesten manifestiert, dass die Engländer auch heute noch einen bedeutenden Einfluss auf die Geschicke eines arabischen Landes haben, das der unmittelbare Nachbar Israels ist. Es erhebt sich also die Frage, aus welchem Grunde sie diesen Einfluss nicht geltend machen, um die Herstellung friedlicher oder wenigstens tragbarer Bedingungen zwischen Israel und Transjordanien herzustellen. Man wird diese Frage nicht einfach mit einer Dr, FREY Abifido PUEYRREDOM 3199 17 isq wf-i««— 11—IS Oto Handbewegung abtun können, dass die Transjordanier zu einer vernünftigen Regelung mit Israel nicht bereit seien. Haben sich die Kreise um den jungen König in Amman damit abgefunden, dass englische Truppen zur Verstärkung ihrer Position und zur Verteidigung ihrer Souveränität transjordanisches Gebiet besetzen, so dürften sie auch anderen politischen Vorstellungen der Briten aufgeschlossen sein. Schliesslich hat Grossbritannien trotz seiner eigenen grossen Sorgen und Schwierigkeiten gewisse Möglichkeiten, auf die Entscheidungen Husseins Einfluss zu nehmen. In diesem Zusammenhang sollte man daran erinnern, dass sich der britische Ministerpräsident MacMillan gerühmt hat, zu einer Annäherung zwischen Moskau und Washington in einem beträchtlichen Umfang beigetragen zu haben. Er machte seinen Anteil an dieser neuen politischen Linie geltend, die nach der Nixon-Reise durch die Sowjetunion und Polen zum Besuch Krutschews in den USA geführt hat. Der Wahlsieg der Konservativen beruhte im wesentlichen darauf, dass die britische Initiative die Voraussetzung für eine Befriedung der internationalen Situation geschaffen habe. Wenn man unterstellt, dass die Engländer mit dieser Argumentation Recht haben und auf diesen gewaltigen politischen Erfolg stolz sein dürfen, dann müsste man doch annehmen, dass es ihnen auch gelingen könnte, in dem israelisch-trän sj or dänischen Streit einen Weg zur Entspannung zu finden. Aber suchen sie wirklich einen solchen Weg, an dessen Ende der lang ersehnte Frieden stehen könnte? Da bisher eine ausgleichende Regelung weder gefunden noch überhaupt angestrebt worden ist, muss man wohl daraus schliessen, dass England an einem Ausgleich der israelisch-arabischen Interessen wenig gelegen ist. Es gibt genügende dokumentarische Beweise, dass die alte britische Kolonialpolitik die Gegensätze hochgezüchtet, wenigstens aber verschärft hat. Offensichtlich sind die Grundzüge dieser längst überholten politischen Weisheiten noch keiner Revision unterzogen worden. Der gesamte Fragenkomplex wird wieder aktuell, nachdem die Beziehungen zu Aegypten aufgenommen wurden. Nasser hat beinahe zur selben Stunde gewisse Forderungen aufgestellt und diese wie üblich mit Drohungen und Säbelgerassel begleitet. Nasser wendet sieh gegen das grosse israelische Projekt einer umfassenden Bewässerung der Wüsten des Negew durch Ableitung ungenutzter Wasserkräfte. Dies verstosse gegen das internationale Recht, so behaupten die Aegypter. Der Rat der Arabischen Liga soll zusammengerufen werden, um die Schritte zu beraten und zu beschliessen, die erforderlich erscheinen, um dieses israelische Projekt zu verhindern. Die Araber hatten sich auch gegen die Entsumpfung der Hule-Sümpfe gewandt, die mit einer Regulierung der Jordan-Wasser verbunden waren. Sie haben alles getan, um die Ausführung dieser gewaltigen Arbeiten zu vereiteln, die im Dienste der Urbarmachung weiter Landstrecken und der Beseitigung alter Krankheitsher- Kein Botschafter für Kairo Montevideo. — Die montevideaner Morgenzeitung „El Pafs”, welche das halboffizielle Blatt der Regierung ist, widersetzt sich in einem Leitartikel dem Vorschlag, der von der Exekutive dem Senat zugeleitet wurde und die Erhebung der uruguayischen diplomatischen Vertretung in Kairo in den Rang einer Botschaft vorsieht. Das Projekt ist auf Wunsch der Gesandtschaft der Vereinigten Arabischen Republik in Montevideo ausgearbeitet worden. „El Pais” schreibt wörtlich; „Bis vor zwei Jahren hatte uns noch nie jemand in Kairo vertreten. Damals wurde ein Geschäftsträger ernannt. Jetzt fordert die VAR einen Botschafter, der dort natürlich nichts zu suchen hat. Unsere Botschaft könnte höchstens dazu dienen, dem Vorgänger und Freund Nassers, Naguib, Asyl zu gewähren.” (ITA) La Semana Israelita Bfeemanario: aparase Im Martes y Viernes Editado por totrellai Editorial Ltda Verantwortlich: Dz. H. Swersensky Pueyrredön 2190 iv feg T. A 83-26IS Abano- Preise: Argentinien: $ 40. — pro Quartal rREAL PEN* ¡Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschäft CORRIENTES 569 T E. 49-5850 Judith Schenkolewski Kaltueetickerefen Schabboedecken - Tallispeutel - Käppchen Massot-Tasebec - Hand- und M aschinenstickeret von Bett und Tischwäsche BEBEDERO 358» T. E. 73-9155 J. Liebling *1 FOURNIERE — SPERAHOELZEB DIAZ VELEZ 5124 *1 * T. £. 43-2349/0340 T 2*** Propiedades Frankenberg berät Sie kostenlos und unverbindlich beim Kauf oder Verkauf von WOHNUNGEN HAEUSERN GESCHAEFTEM Montevideo 571, 4. 8t. T. E. 40-4937 7 79-7244 Conde 2020 76-0286 Servicios de lunch de categoría de gestanden haben. Es war ihnen sogar gelungen, eine direkte Intervention Eisenhowers zu erwirken, der die amerikanischen Hilfsgelder für Israel sperren liess. In dieser Kontroverse gab Ben Gurion nicht nach, sodass schliesslich Eisenhower sich gezwungen sah, seine Zwangsmassnahmen zurückzunehmen. Damals war Israel noch in den Anfängen seiner wirtschaftlichen Entwicklung und in einem viel stärkeren Ausmass als heute auf Hilfsgelder angewiesen. Damals war die ägyptische Bedrohung viel ernster als heute, denn noch waren die gegen internationales Recht verstosenden Angriffsvorbereitungen Nassers gegen Israel in der Sinai-Wüste nicht zertrümmert. Es liegt im Bereiche der Nasserschen Kombinationen, die aufgefrischte englische Dr. j B. Schwarcz ZAHNARZT ESTOMBA 2283 - 53-3314 RAYOS X PARADENTOSE Met VmnMldnnf Freundschaft in diesem Kampf gegen die „Eroberung der Wüste” zu mobilisieren. Israel soll sich wirtschaftlich nicht entwickeln, es soll der erstaunten Welt nicht den Beweis dafür erbringen, dass auch Wüsten wieder zum Leben erweckt werden können, wenn ein Volk seine konstruktiven Kräfte auf friedliche Ziele konzentriert. Vor allem soll verhindert werden, der Finanzwelt zu zeigen, dass die den kleineren Völkern gegebenen Anleihen sinnvoll für Entwicklungspläne ausgegeben werden können, anstatt sie für politische und für militärische Zwecke zu gebrauchen. Es ist nicht ausgeschlos- NERVEN. a. GEMUETS KRANKHEITEN Dr. M. J. Kahn RIVADAVIA 3635, 3* T. E. 49-7534 Mont., Mittwoch, Freitag 17—19 Uhr. TeL Anmeldung erbeten B B B B 9 » B > Jl I - FIAMBRERIA Castelli 373 - T.E. 47-4120 SONNABEND GESCHLOSSEN — SONNTAG DEN GANZEN TAG GEOEFFNET i | Koscheres Restaurant »Paso' Paso 452 (al fondo) — T. E. 87-9259 Unter Aufsicht des Vaad Harabonim der Kehilla MITTAGS, und ABENDTISCH Anrichten von kleinen Festlichkeiten und Banketten /ERLANGEN SIE OFFERTE sen, dass der gesamte Fragenkomplex von den arabischen Ländern vor die UN j gebracht wird, um erst einjmal durch eine Verschleppungstaktik die Ausführung der israelischen Pläne hinauszuziehen. Jedenfalls darf man schon jetzt mit heftigen internationalen Debatten rechnen, die erneut das Problem des israelisch-arabischen Gegensatzes vor die Oeffentlichkeit stellen werden. Bei dieser Auseinandersetzung wird es darauf ankommen, alle „eigenen” politischen und wirtschaftlichen Interessen der Grossmächte auszuschalten, die sich schon jetzt bei der Wiederaufnahme der Beziehungen zwischen Grossbritannien und Aegypten am politischen Horizont abzeichnen. Dres. COHEN : Dr. Dario Cohen Dr. Alberto L. Cohen» Cirugía Señora* Especialista de Niños « Dr. Jacobo Cohen Hígado - Digestivo Dr. José L. 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