Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 16 (1955)
- Issue
- 1319 (26.8.1955)
- Date
- 1955-08-26
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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▼lern20 de Agoeto d# 1051* í «1H8CH1 WOCH SCHAU A flo XVI. — A<>. JLÍU9 — 7 eo Báeck-Instiiut von SCHALOM BEN-CHORIN Auf der Anfang Juni in [ rael und ln der Diaspora Jerusalem abgeschlossenen /Tagung des Council der Juden aus Deutschland, jenes •Dachverbandes, ln welchem der Irgun Olej Merkas Europa (IOME) und die entsprechenden Verbände ln England und USA zusammengefasst sind, wurde die Errichtung eines wissenschaftlichen Forschungsinstituts zur Sammlung und Bewahrung des Erbea des deutschen Judentums beachlospen. Das Institut trägt, wie bereits gemeldet, den Namen von Rabb. Dr. Leo Baeck, dem letzten gr<F »sen Repräsentanten des deutschen Judentums, der als geistiger und organisatorischer Führer in den Jahren der schwersten Anfechtungen die ehrwürdige Tradition des deutschen Judentum* nach innen und »useen verkörpert hat. Als Ergebnis der Gründungsverhandlungen sind *wei Programme anzueeken: eines auf lange Sicht ,dnd eines für das laufende Jahr. Zunächst lat die Herausgabe einer Sammel- •ehrift geplant, die tm kommenden Jahre erscheinen «öl* und ein Bild von den Zielen und Aufgaben des Instituts geben wird, wobei die Beiträge um einen Zentralgedanken gruppiert setn •ollen. Ferner ist an die Herausgabe von Monogra yhien zur Geschichte (im weitesten Sinne) des deutschen Judentums gedacht. Soweit irgend möglich, sollen die Publikationen sowohl in englisch und in hebräisch als auch in deutscher Sprache erscheinen und bei verschiedenen Verlagsanstalten des In- und Aus ande* publiziert werden. Das langfristige Programm sieht eine umfangreiche Materialsammlung *ur Geschichte, Literaturceschichte. Soziologie usw. 'des deutschen Judentum* vor. Diesbezüglich werden Vereinbarungen mit den bestehenden Archiven in Isgetroffen. Es ist bei dieser ¡Arbeit an reine Forschung gedacht, nicht an literarische Darstellung der Ver- ' gangenheit. Grosse Quellenj werke zur Geschichte des i deutschen Judentums, die ¡bisher nur teilweise publi- : ziert wurden und. heute so- | gar im Manuskript unveröffentlicht vorliegen, sollen mit Hilfe des Institutes herausgegeben werden. Forschungsaufträge werden an interessierte Forscherund 'Gelehrte vergeben [ Vorerst s'nd die Arbeiten des Leo Baeck-Institut» in den Büros der IOME ad- , ministrativ konzentriert, jedoch ist die Errichtung eines eigenen Heimes für das Institut geplant. Dieses Haus soll den Namen von Dr. Georg Landauer o. A. tragen, de» bewährten Führers des deutschen Zionismus, der bis in seine letzten Lebenstage hinein das regste Interesse für den Plan der Errichtung des Instituts zeigte. Das Beth Landauer soll in Jerusalem errichtet werden und ln diesem Heim sollen Bibliothek und Archiv, Vortragssäie des Instituts konzentriert werden. Da* Leo Baeck-Institut, dessen materielle Existenz aus den Reparationsgeldern der Claims-Conference gewährleistet ist, wird eine wichtige Rolle in der Sammlung und Bewährung des Erbes des deutschen Judentums zu spielen haben. Das Judentum in Deutschland hat wie kaum ein anderes, eine echte Symbiose mit dem europäischen Geist erlebt und aus dieser Begegnung erwuchsen Werke und Organisationsformen von bleibender und vorbildlicher Bedeutung. Sowohl für em autonome* jüdische* Ge- Zukunft erwachsen, godass der Arbeitsertrag des Instituts nicht nur von historischer sondern auch von zukunftsträchtiger Bedeutung sein kann. Es wäre allerdings wünschenswert, dass das Institut über die rein wissenschaftliche Arbeit hinaus auch in populären Publikationen für weiteste Kreise Zeugnis vom Wesen des deutschen Judentums ablegen würde. Ich denke hier an Sammlungen von bleiwerden.! bendem Wert, etwa an eine 1 repräsentative Anthologie! der Dichtung deutscher Juden von Süsskind von Trim-! berg bi* Else Lasker-Schüler, an Sammlungen zur ■ Geistesgeschichte des deut- Schaft von 1 sehen Judentums von Zuntz }über Geiger bi» zu Samson I Raphael Hirsch und in di» jüngste Vergangenheit und Gegenwart hinein: Hermann Cohen, Franz Rosenzweig, Martin Buber und Leo Baeck selbst. Auch die Geschichte de* deutschen Zionismus müsste im Rahmen solcher Sammlungen dokumentarisch verewigt werden. K£R£n iCAy£m£T C£tSfUA££ und Mitar- PP NEUES LAND FUER NEUE ERNTEN kann nur durch Landerwerb oder durch Landurbarmachung geschaffen werden. Bis heute hat der KKL insgesamt 180.000 Dunam urbar gemacht, so wohl in den Bergen wie auch in denen Ebenen. Der Plan für die nächsten fünf Jahre fordert, dass weitere 250.000 Dunam in Arbeit genommen werden. Die Böden sind hauptsächlich in den Judäischen Bergen vorgesehen, um ein Hinterland für Jerusalem zu schaffen, und die Wirt- Israels Hauptstadt auf eine sichere Basis zu ateilen, und im Galiläl sehen Hügelland, um jene nördliche Provinz Israels zu konsolidieren und zu entwickeln. Abgesehen von gibt e* noch sowohl vom Sicherhettswie auch politischen Standpunkt wichtige Gebiete besonders iui oberen Gabi, die gekauft werden müssen. Andere Bo denstrecken in verschiedenen Teilen des Landes hindern die Erweiterung von Siedlungen oder stehen der städtischen Entwicklung tm Wege, und der KKL hat deshalb Pläne gemacht, um 50.000 Dunam von niehtjiidi sehen Eigentümern zu kaufen. Der hohe Durchschnittspreis von 50 Dollar pro Dunam, der dafür ausgesetzt ’st, ist darauf iurückzuführen. das« sieh darunter guter landwirtschaftlicher Boden befindet Landerwe-b ist ein Zeichen de? Vertrauens in die zuknuft des Staates allen Spenderr beitern. DIE BESTEN BlTECHSEN DES MONATS: Fred Pinne:, Hille Spitz* Juana Weil. Teiegrammdiens t Bel freudigen und traurigen Ereignissen bedienen Sie sich bitte unsere* Telegramm-Dienstes. indem Sie. eine de? folgenden Nummern anrufen: 70-0472 70-9931 76-1125 73-491 6 40-1679 54-320» 0 8-2328 (Frl. Inge Hess) 48-1 727 (Sekie *v<at) Ziehen Sie es vor. die Telegramme direkt aifzu gehen, so verlangen SV h V.e dieselben bei unseren In« kassenten. ( FiaBit* eria Va* G«Hierin Jüdischer Abreisskalender Die Jüdischen Altersheime und Waisenhäuser nt Burzaco haben bereits auch von denen ein Teil nach entsprechender Urbarmachung als landwirtschaftliche Reserve dienen wird. Ehemalig» russisch» Juden, an ihrer Spitz» der israelische Erziehungsmini- •ter, Professor Dinur, planen ein historisch-literarische* Werk, um di» Roll» des in seiner Eigenart nicht mehr bestehenden russischen Judentum* zu zeichaeu und seine Bedeutung für spätere Generationen festzuhalten. Da« Projekt wird aus vier Sektionen bestehen, deren wichtigste eine Geschichte der jüdischen Gemeinschaft in Russland seit ihrem Anfang sein wird. (Die Geschichte den Bodeuflächen, die der ( i jn diesem Jahr ihren trartl- KKL während der letzten und des Volkes Israel». Die \ AKr«i«v,i.»drf Jahre erworben hat und Oalut, hat. die Pflicht, den Staat zu unterstüfzen, tm ureigensten Interesse. Das bedeutet, dem KKL zu helfen. seine Arbe'ten durchzuführen. Die Juden in Argentinien können ihren Bereitscha.ftswillen jetzt beweisen, und zwar damit., dass sie an den kommenden hohen Feiertagen und bei der Durchführung der Tfschri-Aktion de* KKL gedenken! Ein literarisches Projekt _» -- , der Juden ln Sowjetrus*- meinwesen im Staate Israel, jland wird in d«m Ausma*«, wie füdie Golah können ln dem genügend authentiau* dieser grossen geschichtlichen Erfahrung wertvolle Impulse für die edles Material verfügbar »ein wird, getrennt behandelt werden.) Ei|||lill!ll!llll!llilllll GESTERN waren es die Juden vom IARK HEUTE sind es die Juden von Marokko MORGEN kann eine andere Judenheit bedroht werden- Darum zeichnen Sie SOFORT Ihren Beitrag für die ee= Campaña I pro israe um allen Juden in der Welt eine Heimat zu bauen. Unida 1 1955 Der »rst» Band, der die Periode umfasst, die mit der Annexion von Teilen Polens endet, wird von dem Dozenten für Jüdische Geschichte Schmuei Ettinger behandelt werden. Prof. Dinur und Prof. Mark Wischnltzer von der Yeschiwah Universität, durch jüdischhistorisch« Arbeiten besten« bekannt, werden in drei Bänden die Zelt von 1772 bis 1917 behandeln: »ie werden von zwei jungen Forschern unterstützt werden. Die zweite Sektion wird der russisch-jüdischen historiographischen Literatur gewidmet sen und ausgewählte Beiträge jüdiecher Historiker enthalten. Hiev sollen Simon Dubnow* Beiträge In vielen periodisches Zeitschriften gesammelt, übersetzt und veröffentlicht werden. Ferner Brief# von Eliyahu Orshansky. einem der bekanntesten Forscher des örtlichen und ökonomischen Statu» der Juden in Russland, von Pesah Mark und anderen. Im dritten Sektor wird die Mitarbeit von Yad-Waschern angestrebt. weil hier, in einer einem Diktionär ähnlichen Form, die jüdischen Gemeinden innerhalb der historischen Grenzen Russlands dargestellt werden sollen. Die vierte und letzte Sektion »oll eine Anthologie der Literatur umfassen. Di© gewaltige Arbeit soll beschleunigt in Angriff genommen werden. In Israel wurden von verschiedenen Selten grössere Spenden aufgebracht. Schon jetzt werden Reproduktionen aus seltenen Werken ln N»w Yorker und I-ondoner Bibliotheken verfertigt. Man sucht, Bücher, die nur in Russland vorhanden sind, zu beschaffen. COMITE CENTROEUROPEO Pasteur 341, 6’, of. 1 T. E. 47-3820 und alle Sekretariate der angeschlossenen Gemeinden und Organisationen. Die deutsche Flagge Haifa. — In der vergangenen Woche erhielt ein deutsches Schiff erstmalig die Erlaubnis, die deutsch# Flagge in einem israelischen Hafen zu hissen, seit deutsche Schiffe Reparationswaren nach Israel bringen. Die Beiatzung erhielt die Lande-Erlaubni* 1 hat eine ItundreU* •«.¿roh Israel gemacht. —- Festbücher Festbücher werden aufgelegt durch Herrn Rodolfo Rubin: 40-2921 oder durch unser Sekretariat 48-1727. Aus unserer Arbeit Auf der Silberhochzeit de* Ehepaares Hugo und Miki Mandel wurden von Herrn Martin Bar 1.170.— Peso* gesammelt, wofür da* Jubelpaar }n da* Goldene Buch eingetragen wird. Auf der Brismflah von Oscar Winter in Bernal wurden von Fräulein Herta Wachenheimer $ 265.— gesammelt. Der Neugeborene wird in da» Sefer Hayeled eingetragen. Wir danken tionellen Abreissk Eilender ¡herausgegeben. der di3 jüdischen Daten neben den weltlichen mit allen jüdischer Feiertagen, Anfangszeiten der Freitagabende sowie Abschnitte der Thor*- Vorlesungen etc. enthält. Der Kalender ist sehr übe sichtlich und gut gedruckt und sollte in keinem jüdischen Haus fehlen. Die jüdischen Waisenhäuser unj Altersheime ln Burzaco besitzen e n grosses Gut, auf dem auch elne Svnagoge und Schule für die Kinder de Juden in der Umgebung neben Verwaltungsgebäuden vorhanden sind Die Leitung der Institute bittet alle Inte -essenten*. diesen Kalender in ihrem Büro. Viamcnte 2h 41. zu kaufen und dadurch, zu der Erhaltung diese* grossartigen riesigen Unternehmen?», da» eine Kleine Stadt für sich darsteJlt, beizu,steuern«, Dieser einzige jüdische Ai> reisskalend©r ist auch i«? den jüdischen Buehhand® hingen erhältlich. Die deutsch-jüdischen Iu»* »tltutionen werden gebeten, den Jüdischen Abreisskalender für ihre Büro» zm kaufen. I Mein bester Lebenskamerad, mein innigstge- Hebter, gütiger Vater, Schwiegervater. Bruder, unser Schwager und Onkel, Herr Julius Schwarz hat uns kurz vor Vollendung seines 75. Lebensjahres nach einem langen, mit aussergewöhnlicher Geduld ertragenen Leiden für immer verlassen. Ein uns vorbildliches Pflichtbewusstsein füllte sein Leben aua. In tiefster Trauer: ELSE SCHWARZ geh. BENJAMIN RUDI M. SCHWARZ LOTTE SCHWARZ geh GLUCK TERESE SCHILD gcb. SCHWARZ. New York LEOPOLD SCHILD, New York GEORG BENJAMIN, York (England) HERTA BENJAMIN geh. BENJAMIN, York (England) ELSA SCHWARZ gei». BEHRENDT (London) Die Beerdigung hat bereits stattgefunden. Buenos Aires, Juana Azurduy 2527. L U A C H (Kalender) Freitag, 26. August 8. Eiul Sonnabend, 27. August 9. Etai Ifl TEZE (Hafter*: Sonntag, 28. August 10. Eitel Montag, 29. August 11. Eiul Dienstag 30. August 12. Elui Mittwoch, 31. August 13, Flui