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Israelitischer Reichs-Bote · 1882-08-11 · I./II. Beilage zum Israelitischen Reichs-Boten Nr. 31 & 32. · p. [Seite]

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Journal
Israelitischer Reichs-Bote
Volume
8 (1882)
Issue
I./II. Beilage zum Israelitischen Reichs-Boten Nr. 31 & 32.
Date
1882-08-11
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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Geschlechts z. B. סוסו Und bte viert' erscheint im Vordergrund als Mann, doch im Hintergrund sich haltend, sieh et man das Weib ihm an d. h. der Buchstabe י dient als Praefir zur Bezeichnung des männlichen Geschlechts z. B. ישמר und als Suffix zur Bezeichnung des weiblichen Geschlechts z. B. שמרי. Streitet eilet rasch herbei rc. d. i. diejenigen, die mit den Waffen des Geistes um die Lösung des Räthsels streiten. Seine Deutung kann sehr leicht Euch ein israelitischer König künden nämlich יהוא (S. z. B. König I. 19. 16,), dessen Name sämmtliche vier Buchstaben enthält. IV. Sechs der Fälle giebtes, die sanfte Ruh' gewähren dem Zuerstgeborenen d. h. das א quiesciert nach Zere, Patach, Segol, Cliolem, Cliirek und Schurek z. B. ,ראשית, חטאת פלא ראש, ראשון, קרוא Der Fall, in welchem das nach einen: Kamez quiesciert, zählt hier nicht mit, weil beide, nühmlich das Kamez und Alepli, lautlich identisch sind. Diesem folgt alsdann der zweitgeborene Bruder d. h. das n, das in nur fünf Fällen quiesciert und zwar nach Kamez, Zero, Segol, Cliolem, und Kibbuz z. B. (Lev. 21, 5) .עשה,1 עשה,2 עשה,3 עשת* יקרהה3 Der jedoch nur meistens dreimal ist am Ruder d. h. Am weiften quiesciert das ה nur in 3 Fällen und zwar nach Kaniez, Zere und Segol. Den zwei jüngsten Brüdern ist die Ruhe nur vergönnt in zwei Fällen d. h. Die beiden Buchstaben ו und ׳ quiescieren nur nach den ihnen organverwandten Vocalen, und zwar das ו nach Cliolem und Schurek und das י nach Ckirek und Zere. Ihre Namen schwerer als man die anderen nennt. Nämlich die Aussprachen des ו und ׳ die aus den Lippen, resp. dem Gaumen kommen, ist difficiler, als die des א und ה, die der Kehle entstammen. Schlaget nur im Buch der Lehre nach rc. Siehe Gen. 1. 27, woselbst die Worte ויברא פה הארס Vorkommen, von denen das Wort ויברא mit ו und ׳, und האדם mit ה und א beginnen, demnach die Buchstaben אהו״י aufweisen. V. Von den Brüdern ist der jüngste rc bis Sehen sich ganz dreist erkühnen d. h. Der Buchstabe י ist an Zahlenwerth um vier größer als der Buchstabe ו, wie das auch bei dem ה der Fall ist im Vergleich mit dem א. Die zwei mittleren sie gelten rc. bis Beid' zusammen ganz so viel. d. h. Der Zahlenwerth von ו und .ד beträgt gerade so viel wie des des א und י, nämlich 11. Werden gar gewogen rc. bis Als sie tragen schier d. h. Wenn wir alle vier Buchstaben nach ihrem Zahlenwerthe abschätzen, so erhalten wir die Zahl zweiundzwanzig, gerade so viel als es Confonanten überhaupt giebt, die von den Vocalen gleichsam getragen d. i. bewegt werden. VI. Die Gestalt des ersten an dem Kopfe rc bis erkennen kann d. i. der Buchstabe א, der sowohl einen Kopf und Arm, als auch einen Fuß und Rumpf hat. Am bekannten Doppelzeichen wird der zweit' erkannt, d. i. Der Buchstabe ה, der aus einem ד und ו besteht. Doch der dritte ist schlank rc bis an Baches Rand. d. i. der Buchstabe ו, der in der That einem schwanken Rohre ähnlich gebildet ist. Und der viert' ist ähnlich einem rc. bis allerorten schaltet d. i. der Buchstabe ׳, der eines jeden Buchstaben Ansatz bildet. Tauchet unter rc, bis meines Räthsels Sinn. Mit diesen Worten soll gesagt werden, daß es eines tiefen Nachsinnes bedarf, um das Räthsel zu erklären. Pr. H. Tietz. Lese : 1 so, 2 sei, 3 86, 4 sau, 5 chu. (Nachschrift.) Frankfurt a. M. 10 August. Wir kommen eben von unserer Reise zurück, und berichten für heute kurz über eine am 4 und 5Curr. stattgefundeneSynagogeneinweihung in Brühl bei Köln, der wir die Ehre hatten, beizuwohnen. In Stommeln, auch nur einige Meilen von Köln, findet am 11. und 12 d. M. (siehe Annoncentheil,) ebenfalls eine Synagogeneinweihung Statt. Hoffentlich wird diese Feier nichtsoviel Gelegenheit zu 96הלול^, als dies in Brühl der Fall war. Vor Allem vermeide jeder יהודי nach dem ersten Weihakte bei dem eingetretenen ש׳ ק׳ per Rvoß und Wagen oder Eisenbahn, oder mehrstündige Fußtour heimzureisen. Ebenso ist es ein offenbarer הלול wenn sich Israeliten am שבת an den Eingängen der Conzerthäuser in höchsteigener Person niederlassen und den Cassirer spielen. Für ein solches Amt, (so sagten wir auch in Brühl) giebt es Personeu genug, die für eine Kleinigkeit an Geld dasselbe übernehmen. In Köln ist das Gerücht verbreitet, daß von der Religions- Gesellschaft, welche die Synagoge des dortigen Lehrer-Seminars besucht, ein Grundstiick für 65000 Mark angekauft ist, um eine größere Synagoge zu bauen. Auch soll das Seminar vergrößert werden. Auch in M. Gladbach hat mau endlich mit dem Bauen eines Gotteshauses Ernst gemacht. In schönster Lage der Stadt ist ein Grundstück erworben, welches mit der zu errichtenden Synagoge auf 100 000 M. Kosten geschätzt wird. Wir sind im Voraus überzeugt, daß die Gemeinde M. Gladbach, welche als eine religiöse Mustergemeinde bekannt ist, mit 100000 Mark mehr leisten wird, im Bezug auf Gebäude, innere Einrichtung und religiöse Institutionen, als manche andere Gemeinde, welche 100000 Thaler verbaut und dennoch nichts dem hohen Zwecke Würdiges für jene große Summe erhält. (Man halte nun Umschau darüber in Bonn.) Die Trsza CWaer Angelegenheit nimmt immer bedenklichere Dimensionen an. Die Agitation der Judenfeinde, welche sich durch falsche Alarmnachrichten besonders thätig zeigte, ist seitdem die Oberstaatsanwaltschaft Preßprozesse gegen eure Reihe Blätter anstrengte, verstumnrt. Die bisherigen Untersuchungen in der Sache waren resultatlos. Der Vertheidiger der wegen der Vorfälle in Tisza-Eßlar verhafteten Juden Scharf und Genossen hat beim Gerichtshöfe in Nyiregyhaga beantragt, daß seine Klienten, die seit zwei Monaten ihrer Freiheit beraubt sind, entweder in Unterfuchung genommen werden, oder auf freien Fuß gesetzt werden. Die von Budapest telegraphisch gemeldete Nachricht, daß alle Juden in T. E. verhaftet, und ihr Vermögen gerichtlich conscribirt worden sei, beruht jedenfalls, wie wir annehmen dürfen, auf Unwahrheit. Von jüdischer Seite, schreibt ein Blatt dem wir die Gewährleistung dafür überlassen, soll man behaupten, daß der Schächter, ein roher Mensch, von dem Mädchen verhöhnt, demselben einen Faustschlag auf den Kopf versetzt habe, und das betäubte Mädchen sodann in den Tempel gebracht worden sei, wo der Rabbiner ihr zur Ader ließ. Da dasselbe kein Lebenszeichen von sich gab, sei ihr Leichnam verborgen worden. Auf unserer Rückreise sprachen wir einen sehr glaubwürdigen ungarischen Glaubensgenossen, der uns unter Ändern mittheilte, es sei ihm, am 9. d. M. die Nachricht direkt zugegangen, daß der Abgeordnete Onody in Untersuchung gezogen werden soll, wenn nicht gar verhaftet sei, indem derselbe von dem Verschwinden des Mädchens Wissenschaft haben soll. Es herrscht in allen Kreisen der ungarischen Einwohnerschaft die höchste Desperation über das räthselhafte Verschwinden und Nichtwidersinden des Mädchens, und ist daher Verdacht gegen die Antisemiten. Hinsichtlich der vielen von den Zeitu ngen mitgetheilten den Schächter von Tiszla Eßla betreffenden Gerüchte, theilt der betreffende Gewährsmann mit, daß hier ein fingirtes Schuldbekenntniß Seitens des Schlächters vorliegen soll, der sich mit Einverständniß der übrigen Gemeinde, zu jener Rolle verstand, um der Judenhetze dadurch ein Ende zu machen. Die Unschuld wurde bei der Untersuchung doch an den Tag kommen. Bisjetzt sind noch nicht die geringsten Indizien einer Schuld, seines Blutspur, Instrumente, oder dergl. vorgefunden worden. Wir schrieben bei dem ersten Auftauchen der Tisza Eßlaer Angelegenheit dem betreffend:: Herrn Correspondenten, die Judenschaft mußte auf Unterfuchung in den Häufern der Änkläger und Agitatoren nach Corespodenzen u. s. w. dringen. Unser Begleiter erzählte nun Fälle aus den Jahern 1848 — 1852 die ähnliche Ereignisse betreffen, nur welche wir später unfern Lesern mittheilen werden. Die Synagoge in Alexandrien geplündert. Nach den neuesten Meldungen aus Alexandrien wurde während des Bombardements auch die vorige große Synagoge, beibenannt ״Synagoge des Propheten Elias", gänzlich ausgeplündert. Nach der Ueberlieferung der egyptischen Juden wurde dieses Gotteshaus noch vom Propheten Elias gegründet, der in demselben auch als Prediger und Vorbeter fungirt haben soll. Eine andere Ueberlieferung will wissen, daß einige Gesetzrollen dieser Synagoge aus dem ehevlaligen jüdischen Tempel in der egyptischen Stadt Heliopolis stammen. Dieser Tempel, der eine getreue Nachahmung des jerusalemitanischen Tempels war, wurde von den Ptolomäern eigens zu dem Zwecke erbaut , um die Juden Egyptens vom Hohenpriester in Palästina unabhängig zu machen. Dieser junge Tempel bestand jedoch nur einige Jahre. Erwähnenswerth dürfte es hier fein, das Plato erzählt, er habe in Egypten viel mit einem gelehrten Juden verkehrt. Man glaubt nun, es sei dies der Prophot Jeremias gewesen, der ein Zeitgenosse dieses Philosophen war und eine zeitlang in Egypten in der Verbvnnung gelebt hatte. Bidefkasten dev Redaktion. E i n e r f ü r V i e l e. C ö l n. Ihre lange Beschwerdeschrift über die heutigen jüdischen Zustände im Allgemeinen und Besonderen, ist zwar in jeder Weise gerechtfertigt, und spiegelt die wirklichen jüdischen Gemeinde- und Familienverhältnisse in überraschender Wahrheit wieder, aber wir müssen den Abdruck desselben uns für noch einige Zeit Vorbehalten, indem wir grade im Begriffe sind eine ganze Reihe ähnlicher Artikel von unserer Redaktion selbst ausgehend zu veröffentlichen. Wir haben nämlich die feste Ueberzeugung gewonnen, sowohl durch unsere eigene Anschauung, als auch durch Mittheilung von allen Seiten, daß die heutigen jüdischen Verhältnisse an allen Gliedern, in jeder Seite des äußeren wie des inneren Lebens von einer schweren, wenn auch nicht unheilbaren Krankheit betroffen sind. Es ist dringend nöthig, wir sprechen hiermit die Ueberzeugung aller Derjenigen aus, die es ernst und gewissenhaft mit dem Judenthum meinen, daß entschieden, mit aller Kraft, mit Strenge und Ernst an die Heilung des Aussatzes, den wir am Judenthum unserer Zeit bemerken, gegangen wird, ehe dieser Aussatz .zu einer tödtlichen, unheilbaren Plage geworden ist! Ein gut renommirter הון augenblicklich ohne Stellung, streng religiös, sucht eine Vorbeterstelle zu den bevorstehenden hohen Feiertagen. Offerten sub. K. 100 an die Exp. d. Bl. (7223) Haushälterin- Gesuch! 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