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Jüdisches Volksblatt · 1921-10-28 · 65 (28.10.1921) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
3 (1921)
Issue
65 (28.10.1921)
Date
1921-10-28
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Freitag, 28. X. 1S21. WWBMBIMW - > JWUI"1»« lUHWW-iT Mbittfierung. 7N.-0str«m. 27. Oktober 1921. Diese Tage sind Tage tiefster Erregung mrd wir Juden, die wir niemals und nirgends Freude am Wasfenhandwerk hatten, die mir lnrmer und überall den Militärdienst als die drückendste und widerwärtigste aller Pflichten empfanden finden uns wiederum in der Lage, einem Befehle gehorchen zu müssen, der von außen an uns herantritt und der unserer inneren Neigung aufs schärfste widerspricht. Wir find Pazifisten und Antimilitaristen dem Blute nach und von den Tausenden jüdischer Heerespflichtiger, die heute dem Mobilisierungc-befehte gehorchen — und kaum einer wird sich seiner Pflicht entziehen — geht keiner leichten Herzens vder gar mit Freuden von seiner friedlichen Arbeit zur Kaserne. Diese Einstellung ist gegeben. Und doch obliegt uns, uns möglichste Klarhell über die Lage zu schaffen, in die wir hineingeftellt sind und aus der für uns so schwer empfundene Pflichten erwachsen. Welche Bedeutung hat der heutige mitteleuropäische. Konflikt für uns Juden? Dem ersten Anscheine nach erfolgte die Mobilisierung in der Tschechoslowakei, um in den leichtsinnig und plötzlich entfesselte!« Streit zwischen Karl Habsburg und Nikolaus Horthy gegen den erfteren und für den letzteren einzutreten. Fast noch bevor die eben ausgesprochene Mobilisierung zur Geltung kommen konnte, war auch dieser Streit schon entschieden und Karl unschädlich gemacht. Damit hätte, so meinten viele, auch unsere Mobilisierung ihren Zweck cingebüßt. Daß sie trotzdcni aufrecht erhalten wird, deutet darauf hin, daß sie weitergehende Absichten hat. Die gestrige Erklärung des Ministerpräsidenten gab dies zu. ohne doch über dis Natur dieser Absichten Deutliches zu sagen. Und doch kann dem ganzen Zusammenhang der Dinge nach die Absicht keine andere sein, als die Entwaffnung Ungarns zu erzwingen. Und das giht dieser Mobilisierung ihre posüive Bedeutung für. uns Juden. Den Kampf gegen die habsburgische Reaktion hätten wir mit dem Bewußtsein mitgemacht, daß sich auch die größten Politiker über die Rückwirkungen eines bestimmten Kurses in einem Nachbarlande auf die Verhältnisse im eigenen Staate meist getäuscht haben. Ein Krieg zur Verhütung von Ereignissen, die man für die Zukunft befürchtet und über die. man sich leicht täuschen kann, ist ein Präventivkrieg, der verdammenswerteste aller Kriege. Und selbst wenn wir die Besmchtungen teilen, sehen wir nicht ein, daß das bisherige Regime in Ungarn ohne Bedrohung, ja auch nur weniger bedrohlich kür die Nachbarn wäre als eine habsburgifchs Restauration. Das heißt: Wir sind gegen Karl, wir sind aber auch gegen Horthy, wir würden es vom allgemein politischen Standpunkt aus einer Mobilisierung nicht für wert halten, den einen zu beseitigen, um den andern zu stützen .Weit stärker wirkt dieselbe Ueberlegung, wenn wir uns auf den jüdischen Standpunkt stellen. Karl ist ja nicht Karl: Karl ist Osztenburg, Karl ist der Klerikalisn'.us. Karl ist die schwarze Reaktion. Und Horthy ist nicht Horthy: Horthy ist Hejas, j Horthy ill Pronay, Horthy ist der weiße Terror. Und als Horchy gegen Karl gesiegt hatte, da war das erste, daß feine Truppen in die jüdischen Stadtvierttl von Budapest zogen und die schwersten Eczesie gegen jüdische Passanten, jüdische Kasseehäuser. gegen die Börse und gegen die Druckerei der Judenfreundlichkeit verdächtiger Zeitungen verübten. Ordnung in Ungarn, Ruhe in Mitteleuropa kann nur werden, wenn die Säbelherrschaft in Ungarn endet, wenn die Bande von Räubern und Meuchelmördern, die dort heute regiert und die mit der größten Frechheit die von ihren Vertretern besiegelten Verträge in den Schmutz tritt, endgültig der Machtmittel beraubt wird. Und darum stehen wir auf dem Standpunkt: Eine Mobilisierung zum Schutz Horthys gegen Karl machten wir gezwungen, unserer staatsbürgerlichen Pflicht gehorchend, mit: eine Mobilisierung, die Horthy den Weg schicken will, den Karl gegangen ist, gewinnt für uns größte Bedeuttrng. Unaarn war durch Jahrzehnte vor dem Kriege das sudenfrenndtichlte Land Europas. Die Fnden wurden zum Dank dafür die größten nnyarischen Pattloten und Rationalisten. Das wurde ihnen selbst zum Verhängnis. Die schamlose Allimilation, die würdelose Verleugnung K>re^ Judentums mußte dazu beitragen,, den Wobt«« für den urwermeidlichc n Rückschlag zn de- Urtiinrn wm de das judenfeindlichste Land w-r '2'AIr. Wir wünschen keine Wiederkehr der Derhällnisie vor dem Kriege, wir wünschen nicht vaS Schauspiel der miedlverwachenden Judäo- »aatzaien zi» erleben. Was. wir wünschen, ist die Die prattische Bedeutung des XU. ZioMeuwugressss. Von Professor Otto W a r b u r g. Jeder, der unbefangen den Karlsbader mit den früheren zionistischen Kongressen vergleicht, mutz erstaunt sein über ihre Verschicdenartigkeit. Das Bild, welches dieser Kongrctz im Gegensatz zu den früheren darbot, war durchaus neu. Die Debatten drehten sich nicht mehr um Prinzipien und Methoden, sondern um die Beurteilung positiver Verhältnisse und ihre Auswertung. Es wurden zwar noch Resolutionen allgeineiner Natur gefaßt/ diese spielten aber nur noch eine geringe Rolle gegenüber dcneir, die sich mit praktischen Dingen Gefaßten. Unter diesen Umständen trat auch das Budget weit mehr in den Vordergrund als bisher, denn die Lösung der praktischen Aufgaben mußte ihren Siiederschlag in budgetären Forderungen finden. Daher hat auch ans keinem Kongreße die leidige Frage des Geldes eine solche Rolle gespielt wie auf diesein. uicht wegen des Geldes an sich, so-rdern wegen der aufbaucnden Arbeit, die mit sciirer Hilst vollbracht werden soll. Die Entwicklung des Zia-lismus in den letzten Jahren ist mit der eines s-ingeir Mar«, nes zu vergleichen, der sein von theoretischen Abstraktionen eingenommenes Stndium beendet hat und jetzt an das Leben mit seinen praktischen Anforderungen hcrantritt. Nurhandelt es sich für ihn nicht nrchr daruni, das 'th.eorctisch beite in die Dar mnziiscbe'. londern er mutz sich, denr Zwange der Alltäglichkeit Rechnung tragend, damit begnügen, das zn schaffen, was praktisch erreichbar ist n*?-" die ihm zur Verfügung siebenden Mittel genügen und wozu seine geistigen und moralischen Kräfre, ansreichen. - Kein Wunder, daß dieser Kongreß , dadurch, daß er sich von Utopien fernhielt, indem er sich im wesentlichen mit rein praktischen Aufgaben befaßte, auch auf Nichtzjonisten den günstigsten Eindruck machte, und ich glaube, daß die Folgen hiervon bald zn spüren sei-r werden. Vor allem mutz in breiten Kreisen fiintpatisch berühren, daß fast die ganze Arbeit und beinahe alle angenommei-en Resolutionen sich auf den Ausbau Palästinas konzentrieren. Die nicht Palästina gewidmete Arbeit in den Galitthländern wurde zwar in einem Nebensatz der 8. politischen Resolution auch als integrierender Teil der zionistischen Gesamtarbeit erwähnt, aber die ganze Resolution ist so gemäßigt gefaßt, die Erreichung der nationalen Rechte so durchaus auf die Anerkem nung der nationalen Minderhcitsrechte für diejenigen Teile des jüdischen Volkes, -oenhe diese Rechte verlangen, beschränkt, drß nur Böswillige hierin die Merkmale nationalistischen oder gar chauvinistisKen Ueberschwanges zu erkennen vermögen. Man wird schon zu Verdrehungen und Verfälsch-rngen des Wortlautes Zuflucht nehmen muffen, wenn man diese Bemerkung zum Stützpunkt eines Sturmlaufrs nehmen will. Wesentlichen Erfolg werden sich aber die Wortverdreher nicht davon versprechen köirnen. Viele eingefleischte Gegner des Zionism-rs werden, mehr ans Trotz und alter Gewohnbeit denn aus fortdauernder Ueberzcuguna, ihren alten Oppofftionsstandpunkt dem Zionismus gegenüber ausrechterhalten; die Nachdenklichen unter ihnen, sowie die Mehrheit der sogenannten Neutralen werden aber jetzt, nachdem der Karlsbader Lkongretz die Lage der zionistischen Bewegung geklärt und wieder funda-nentiert hat, keinen Grund mehr haben, sich der Palästina-Aufba!:arbeit fernzubalten. Vor allen, wird bei Nichtzionisteir natürlich das Matzhalten in den politischen Forderungen an genehm berühren. Die ackrr ans dem Kongreß angenoininerreli politischen Resolutionen siird so gefaßt, daß weite Kreise des Judentums sich schon auf ihren Inhalt hin zuin Aufbau Palästinas lverden vereinigen lassen. Eine Anzahl von Resolutioncrbeschäftigt sich damit, die F i n a n z i n st i t it t c auf eine breitere Grundlage zu stellen. So soll das Kapital des Jcwish Colonial Trust auf die Höhe von 2 Millionen Pf. St., das der Angst- Palcstine Bank auf 1 Million Pf. St. gerächt. Niederlaffungerr des Jekvish Colonial Trust in den wichtigsten jüdischen Zentren geschaffen und Institutionen für städtischen;nd ländlichen hypothekarischen Kredit, sowie »ine Industrie- und eine Zentralgenoffen- 'chaftsbank errichtet werden. Und zwar wer- ^cit schon im diesjährigen Budget eine halbe Million Pf. St. für landwirtschaftliche, industrielle, kommerzielle lind Hansban-Kreditc in Palästina reserviert. 50.000 Pf. St. werden 'chließlich als Beteiligung an der Errichtung einer Kraftanlage bereitgestellt. Diese Bewilligüngen müffen selbstverständlich auch nach außen hin guten Eindruck machen, und ebeirso die Wahl eines airs Fachleute!« bestehenden Finanz- und W i r t s ch a f t s r a t e s. dem alle geschäftlichen Transaktionen der zionistischen Bewegung i'nterstellt werden sollen. Zeigen doch diese Beschlüsse, daß ein ernstes Bestreben vorhanden ist. die wirtschaftlichen Ausgaben der zionistischen Bewegung auch wirtschaftlich zu behandeln, indem sie einer fachmännischen Organisation unterstellt werden. — Die Nationalst uds-Resolutionen des Karlsbader Kongresses haben den Beschluß der Londoner Jahreskonferenz 1920 bestätigt, den N a t i o n a l f o n d s znm Träger der jüdischen Bodenpolitik in Stadt und Laich Erez Israel zn niachen. Außer seinen durch eigene Sainnrlungen sich jährlich vermehrenden Einnahmen (1920 fast 10 Mill-oncn Franken gegen 1 Million Franken im Jahre 1913s sollen ihm 20 Prozent der Einnahmen des Keren Hajeffod zufließen; das rvären bei der erwarteten Jahreseinnahlne von IIP Millionen irp Jahre 1921/22 allein schon 800.000 Pf. St. Daß cs sich hierbei um das dringende praktische Bedürfnis bandelt, jederzeit Gelder genug in Händen zu haben, um bei eventuellen Landangeboten zu vernünftigen Preisen schnell zugreistn zu können, ist auch für den Fernstehenden plausibel. Haben doch größere, letzthin getätigte Londkärne die gervöhnlichen Spendeneingänge schon für Jahre hindurch in« Voraus festgelegt, sodaß für neue größere Käufe auch neue große Mittel aufgebracht werden inüffen. Der auf den« Kongreß erstittefc Bericht des Nationalstichs zeigt zwar aufs deutlichste, daß diese Institution^ im lest , te nJahre schon recht großzügig gearbeitet ha« i (wenigstens im Verhältnis zu den früheren i Jahren und in Anbetracht der beschränkten -Mittel), da sein doch den jüdischen Landbesitz!in Erez Israel in diesem einen Jahre unge- Wicdsrbersielliurg von Ordnung und Freihett. Weirn die Politik der tschechoslowakischen Republik dazu führen wird, dieses Ziel zu erreichen, «vird sie die Syinvatbi.n aller Juden der ganzen Welt eu* ihrer Seite haben. Was uns selbst anlangt, uns Juden in der Tschech-cklou-akei, so hoffen wir noch ein zwe'ieS. Wenn man inobiliüert und an die Möglichkeit eines Krieges denkt, so muß man rvissen, das; seder K,ieg eine sehr schwere Belasttlngsprebe jür die innere Festigkeit des Staates ist und daß jmer Swat diese Belastungsp« obe am sichersten verttägt, der leinen Bürgern ausnahmslos dar weitestgebende Maß von Befriedigung ihrer mit dem Stnatswohl vereinbarten Aspirationen gewährr. Diese Tage weiden den, tschechischen Volke ze'gen daß es seine Politik, die Politik des Friedens H üUelearopa, die Politik der von Bedrotzungeii freien lctttscho,'tlichen Entwicklung, wett. sicherer verfolgen kann, wenn sie mit keinem inneren Feind«» zu rechnen hat. Gerade in diestn Tagen bat ein tschechischer Politiker in eiw-r Rede viel von den inneren Feinden der Republik aesp-ochen. Die Zeit ist danach angetan, uu« den Tschechen zu zeigen, daß die Partei, die alz nneutbehrliches Rüstzeug den .Hinweis auf den inneren Feind braucht, sie in den Sumpf führt, in dem die Machthabcr des alten Oesterreich erstickt sind. Freie und entgegenkommende Politik oegenübe« den Minoritäten in« Lande verbürgt die Festigkeit des politischen Kurses nach außen. So dollen wir, daß die Mobilisierung außer dem viclen Uebel, das sic dem Einzelnen und der Gesaa-'.ben zweifellos bringen muß, doch auch -regen mit sich bringen wird, der jenes Uebcl rechtfertigt und letzten Endes wieder aushebt. Herrmann. 26. Tischri 5682. fahr auf das Vierfache steigern konnte. Aber was wollen die 7000 Hektar Landbesitz des Nationalfonds besagen in« Verhältnis zu der Gesamtfläche Palästinas, die etwa 400mal jo groß ist? Es werden also ganz bedeutende Gelder bereits für die nächste Zukunft zuni Zwecke des Landkaufs beuötigt, und hierzu beizusteuern, werden sich auch Nichtmitglieder der Organisation unschwer entschließen, wenn inan die Propaganda in richtiger Wett'e betreibt. — Hierzil sowohl für die Verwaltung und den Zukauf von Ländereien wird jedenfalls auch der Beschluß des Kongresses vorteilhaft sein, die Leitung des Nationalfonds nach Palästina zu verlegen. Aber mit dem Landkauf allein ist es nicht getan. Ist zwar die Ampeliorierung der Boden gleichfalls Sache des Nationalfauds, es verlangt doch die eigentliche Kalonisationstätigfeit ihre besondere Fonds. Daß diese, u. zw.- in verhältnismäßig bedeutender Höhe, budgetmäßig zur Verfügung gestellt werden, «st das besondere auszeichnende Merkmal dieses Kongreßes gegenüber den frühere««. Bis ’um Wiener Kongreß galt noch die alte, auf Herzls Zeiten zrirückgehende Theorie, daß die Zionistische Organisation nicht kolonisieren, sondern nur die Bedingungen dafür schaffen solle, und bis dahin glaubte rnan auch, diese durch Landkauf schon in hinreichendem Matze geleistet zu haben. Daher war man gezwungen, nachdem die genossenschaftliche Farm sich aufgelöst und das'Lehrgut versagt hatte, und Dauerpächter, die über genügend Betriebsmittel verfügten, sich nicht gemeldet hatten. Nationalfondsländereien an Genoffenschaften in Pacht zn geben, denen nicht nur das Inventar, sondern auch die Betriebsmittel vorgestreckt werden «nutzten. Mit diesem verwerflichen uvd> unrentablen Systein und dadurch mit der ganzen Theorie soll von jetzt an gebrochen werden. Deshalb ist mit dem Karlsbader Kongreß die Periode zionistischer Kolonisation eingeleitet. Freilich kann mit den hiefür in diesenr Jahre vorgesehenen 300.000 Pfd. St. noch nicht allzu viel geschaffen werden, zumal da cs sich im wesentlichen sa um Ansicdlung mittelloser Landarbeiter, Legionäre und Jeme,üten handelt. Große Teile dieses Bugcts sollen ferner zur lleberführung von Chaluzim und neuen Emwanderen zur Landwirtschaft, sowie ruz Erprobung neuer Kolonisationsmethode!« verwendet werden; kleinere auch zur Aufforstung, Anstellung von Instruktoren, Begutachtung durch Experten, sowie für landwirtschaftliche Untersuchungen und Versuche. Aber hiermit sind vom Kongreß für die Kolonisation belvilligten Gelder noch bei weitem nicht erschöpft. Auch der Arbeits- und Ausrüstungsfonds für bereits iur Lande besindliche Einwanderer in Höhe von 50.000 Pfd. St., die .Kosten der neue«« Einwanderui«g in der Höhe von 90.000 Pfd. St. und gewiß auch ein beträchtlicher Teil des Budgets des Sanitäts-- und Schulwesens sind der eigentlichen Kolonisationsarbeit der Organisation zuzuordnen. Es erübrigen sich ««ur noch einige Worte über die Budgets der Knlturaufgaben zu sagen, deren materielle Förderung durch die Zionistische Organisation innerhalb der Orgauisation selbst leider auf teillveisen Widerstand gestoßen zu fein scheint, vielleicht nur in der Finanzkommissiou. Ein Berveis hiefür,ff, daß das Budget des S ch u I w e s e n s anstatr der drii«gend geforderten Erböhung sich einen Abst-'ch von 10.000 Pfd. St. hat ^fallen lassen müssen. Wenn dies auch mit der Finanzlage begründet wurde, so dürfte doch die unausgesprochene Absicht in der Finanzkommiifw« . die gewesen sein, auf die Bevölkerung Palästinas einen Druck ausziiüben, in der» mehrten« Urnfangc für ihre Schulen selbst zu sorgen. Die vom Sanitätsausschuß verlangte Unterstellung des gesamten Sanitäts- und KrankenwcsenS des Jischulv in Palästina unter die Zionistische Organisation und die Einrichtung eines Sanitätsdepartements in Palästina wurde in einer Kongreßresolution beschloffcn Wenn auch die im Budget belvilligten 128.000 jpw. St. sicher nicht ansreichen, um alle sanitaren ^cbürfitiffe des indischen PBästma zu befriedigen, so kann bicruit doch die sanitäre

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