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Jüdisches Volksblatt · 1921-09-09 · 58 (9.9.1921) · p. Seite 5

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
3 (1921)
Issue
58 (9.9.1921)
Date
1921-09-09
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 58 Freite^ «er Bildhauer Hochmann, gefunden. Die Ausallem eins zielbewußte landwirtschaftliche Kolaan auf den Seitartfffer, der da? schwierige ltettung des Wiener Malers Wilhelm Wachtel nisationspolitrk. ivclche Höchsts Produktivität geschäft des Denkens und Schreibens )-,r ilm überist in der MühUnnnnkolonnads eröffnet worden.^währlciften und den Interessen des arbeitenden nommen. so flefebrl £ Seine Bilder aus der jüdischen Welt erregten'- ".r‘.fl':* f*~“t."" " ' ° Interesse. unter den Kongreßteilnehmern großes Einige sind bereits verkauft. Russische Dclegatisn. Der Permanenzaueichuß hat beschlossen, die Mandate der Delegierten aus Sowietrußland ___ ... ... .. gelehrt über'Zionismus, Uganda, Volkes entsprechen müsse. Die Konferenz wolle .-herzl, Baisour, über die tote hebräische^ Sprache, diese Frage gründlich durchberaten und chre — ach ja, für den Leitartikler und Spießer nt sie Beschlüsse späterhin als Forderung der Gesamttot, mausetot — über San Remo und Chrnm Werzheit der jüdischen Arbeiterschaft vor dein Kon-, mann zu sch—reiben versteht, dann geht er hm gretz zu vertraten. und spielt mF Seelenruhe seine Tarockpartw. Für Ws zweiter Redner referierte Agronom-ihn ist die „Judenfrage" gelost, lür ihn. der kes Ettinger-Ierrrsalem über ein Kolonisationsproj..verankert' ,st m semem deutzchen Bottum, das und der Sow, 'tulrame moji vou an3;-crrenneri.; jeft dessen Durchführung von den, „Landwirt-!kmen.Hocksitz l^t der Lesehalle Brunner 1B Delegierten wurdest nur emgemuntt,. frf)aftüd)en Ra' der Bereinigten Palästinensischen Deutschen Hauses, „verankert . die dagegen wurden rhncn Sitz uns Stimme in den j Uebeberorannisationen" verlangt wird. Ettinger bemerke ich für die große Menge her 2e]e' Kommissionen zugellandcn, Der be ngliche An-!^.» ^er anderem die Förderung der koopera- Blastes, stammt nichts von mir, daher ,st e. ,sch trag wurde von'Abg. Stricker gestellt, der ihn twcn Arbeiterkolonijatian. Errichtung von Sied-- Gänsefüßchen emaemunt. Damit mm, mich ,t damit begrstnocte daß einerseits dis Lsaalitat ,_ ur(..u.(..;t.«sw ,,»>> tMiaWuh des Mamats des Kongresses unanfechtbar bleiben dersrse'.ts solle doch die Mertsckü Achtung vor den Delegicrlei, zum Ausdruck gsbracht werden, welche trotz aller Verfolgungen durch die Soin-etregierung' an dem zionistischen Ideal festgehalten und die für sie besonders gefahrvolle 'Reife nach Karlsbad nicht gescheut hätten. Bildung von Sommissionetr. Pennanenzausschuß machte folgende Der Rorschläae für dic Bildung der Kommissionen: ,- ■ „ . , . . Cs wird eine pottttH* Kommission von 4f>, sine Katznelimi. Jabnoel, und Lewkowicz sowie Fe,!rtc vorlirat ä SäUm ^Si, u"'"- tr“üta««S y*. ,Ü Nutzen. jMätttn 5".,, das bi* %'r % Sie »eiJV ' ec v°che sich.- ^krtraney^,^ » . ^en Parteien e folgend lautet: n m'fMeß spricht' nnd Aneckennunq?9 'is4 >A-n %L^'D50mÄfr »ta Ne »Sy* l™ «■... * ^crinaneiiMichuß. 3um Präsidenten dezPem^mc ier * *¥«»«» Th» % 5nfl. mobw S- Minister 3r. £ci. l k gewählt. 51 ®ie Mderungm der Amh Die amerikanische Delegation 't pesslmist-sch. Die pessimistisches man m vielen Kreisen des Konae>- rt daher, daß Amsäka im lektaii» Organisation und ihrer Institute untersuchen \ßanb bei j)atn)teinna!)me »«%*- mb darüber fcetn Kongreß berichten wird. M Herbert SsMeis hat eine Lch. Dank des Aongresses. ahrm, weil er auf Amerika baute n Erwartungen gÄuscht wurde. W de^ zionistischen Kommission in l che Fehler gemacht worden. Die Aw erden daher grüMche Refvmen m e im Wesen mit den auf der Lord >r mittel- und oftmnpiif^in Sank; haften beschlossenen Wiener Thesen il mmen. Eie rerlangen: 1. Die FchlrM cht MchMg dir Drr«M^ d« i ,mk Kren. I. W \Ä« DWt, M dem Faftmnn rin vom »f er vmmtwvrM,«r Leiter M Mfe ionistische Kommission mu| M, i. Die Führung der Exekutive nchÄ ina überfiebeln unt) fid) bort als tiftituteren. Gin,Mt bleibt als Exg, ndon. Lsn den beiden Uhren, '* »Jüchrfches DaHsbrul. September Sekte 5 Ge- Bäueriiinen erzogen werden sollen. In der Diskussion zeigte sich, daß die auf der Konferenz vertretenen Gruppen Ettingers Vorschläge vor dem Kongreß energisch untermit ich nicht sage Friedhofsruhe ist über die hiesige Gemeinde onsgebreitei- Nur wanchm-ol nnrd diese unterbrochen durch einige stürmische Rekurse tveocn zu bockibemesiener Kiiltnssteuern. Die Proben für die Tempelgesänge an den bohen Feiertaaen haben stützen und zugleich Dr. Soskins neuen 'Das ist sicherlich'eine wichtige Sache einer auf Export beruhende Obst- und Getreideimj, no^ die rechtzeitige Erledigung der kusiur nach chinesischem Muster für Palästina. Fenipelsilzfraae/ Ein Kapi'el rst's, über daS sich ablehnen werden. An der lebhaften Ansivrachs! un^ f0r;r?iBrt, ließe. Ter Kionisten-Konareß beteilia^en sich Kaplan kWien), die Palästinenser für manche Leute nicht so wichtig zu sein, Drgcmisationskommission ebenfalls von 45, eine. tzvn (Wllna). Pakästina-KonunissiMi non 180 und eine Finanz- Immission von 120 Mitgliedern gebildet. Die Nalästina-Koinmiision aliedert »ich ui eine E>n- Palästina-Kommission gliedert sich m eine Einwanderung- und in eine Schulkommilsion. Die Finanzl'ommisston wird sich in eine Kommiffion inr Finanzen der Organisation, für die Finanzinstitute und für den Palästina-Aufbaufonds (Keren Hajessod) teilen. Es liegt ferner der Antrag auf Errichtung einer Rechnungskommission vor, welche die sinanllclle Grundlage und die Berechnungen für die Llrbeit in Palästina überprüfen soll. Es ist auch eins Kommission gebildet worden, welche die Haltung der Beamten der wie diele leidige S,tzfra>>? Und. während wir so friedlich schknmmern und uns im süßen Schlafe ungern stören lassen, Niub, just am 1- Elul, d. i. am 4- Sevlcmber, im hiesigen leitenden, ^demschdeinokratiscben Blatte ein Leitartikel erscheinen, Im Zusammenhang mii Ettingers Referat befaßte sich die Konferenz in ihrer zweiten Sitzung mit einem bedeiitnnasvallen Siedlungsplan .. -. des palästinensischen Arbeiters Leweowicz I gezeichnet von Dr. M. F., rmd dieser Leitartikel (Kinereth), der die genossenschostlichen Arbeiter-i sül'rt die alarmierende Ueberschrift „Der Indensie^lungen irr Palästina durchs Großsiedlungen, staat", aber nicht der des hochseligen, terreren. nn. ergänzen will Der Vorschlag benrht aus drei mevergeblichen HerM, sondern der des Dr. M- F. sentlichen B"nHen: der gemeinschastli^en Ar-,Wir kennen den Leitartikler sebr genau, wir beit, der Selbstversorgung im höchsten Ausmaß wissen, er gehört zu den im Dentschchm der hresi- und schließlich der Beteiligung der Angesiedelten, | gen Stadt „Verankerten". Ivse dirit, d. h. e8 ist die sich in der Investierung ihrer Energie, aus i sein Eigentum, dieses plastische Wort. M> F. zer. der doch keine Schuldverpflichtungen lasten, bricht sich also wieder einmal unseren Kopf. Er ausdrückt. Lewkowicz hofft auf diese Weile, die muß anerkennen, daß die Idee Herzls, „die mesiia. Prodicktwrtät des einzelnen Siedlers steigern nilche Idee der Wiedererweckung Lions," seit 25 und Siedler und Boden aufs innigste miteinan- > Zähren kräftia Wurzel geschlagen, daß sie „in die der verknüpfen zu können. Während man bisher j Breite nnd Tiefe" gewachsen sei und so weiter, in den genossenschaftlichen Kleinsiedlungen-kurz, mit süß-saurer Miene muß dieser Herr, der den Prof. , , . , . __ _____ _ ... . _ . Präsidenten Cfnrt) und den Minister für auskommen 23.080 Dunam in der Ebene Iesreel, der LioniSmu? ein Baum geworden, unter dem " .. “ “ _ *■ * ’ ~ ~ sich heute das Gesamtiudentum birgt. Er hc,t umlernen müssen, wie so'viele andere. Eine Wohlfahrtscinrichtung zur Unterstützung von Sängern obne Stimme, von Künstlern ohne Kunst und der« gleichen anderen Hilfsbedürstigen, ist er sreikich nicht. Auch dient er nickt dazu, bamit sich seine Vertreter allwöchentlich versammeln, iim sich bei nicht sehr koscheren Gelagen zu ergötzen und diese dann in lustigen Bars kortzusetzen. Der Dr. M. F. staunt darüber, das; die „tote" hebräische Sprache zur Volkssprache, zu Verhandlungssprache auf dem wärtige Angelegt nheitcn Dr. E. Bene? Dank- \n Betracht, wobei auf je 30 Dunam ein Arbeitelegramme ab.zvsenden. ter angesiedelt werden soll; mit der Zunahme Vegrutzunoskelki>r«mim cn Itordarr. ber Intensität soll auch die Zahl der Arbeiter st. A .. ,!vermehrt werden. Die Produktwn dieser Kom- An den durch Krankheit am Erscheinen vernni«e tötrt» in erster Linie auf den eigenen Gehmderten Wtme.ster Dr Max Nord au wurde g^uch, dann aus den inländischen Markt mrd eine ^uldigung^epesch^ abgesendet, ^n der ihm, erffc in setzter Stelle auf das Auslmid gerichtet sein. Als einziger Kredit, den jedes einzelne Mitglied der Großkommune in den ersten vier Lahder Kongreß seine Grüße übersendet. Znm Mandat. 'Tie englische Regierung veröffentlicht den redigierten Text des Palästina-Mandates, wie er dem Volkcrbundrat vorgelegt rourde. In --- _ . r. mneuen Entwurf ist das Lransjordanische in ba§ Mandatsgebiaet ausgenommen. ie Mt® MMM mehr te M i London betrieben werden mips hfe »iflmftifthen Arbrtlt. ren empfangen soll, gibt Lewkowicz die Summe von 26-5 Pfd. Lg. an. Schwerpunkt der zioniWen iina verlegt werden. Sokolow oll irische Drgamiahon ist entschM S Leitzmg und V-rant^ ichmen. MM ~ „ v Kongresse wurde. Herr Dr. M. F.! Unsere heilige Im Mitte-punkt der nachsteii Sitzung sta?id Sprache war nie tot, nur einige, die Augen haben das ausführliche Referat voir El. Joffe (Hapoel und wicht schen, Ohren undmicht kören, hielten sie chazairl über tic palästinensische Bauernsiedlung für tot, nein, sie lebt und ihre Töne werden unse- Nach Abschluß der Debatte setzte die Konferenz > ten Tvisagern noch lange in den Obren gellen, eine Kolonisastonskommission ein, die aus den. Das können sie nicht verwinden, daß ihre Vorder- Vertretern aller am Kongreß beteiligten Arbei-1 sag,mg zu Schanden geworden- Sie, die falschen tergruppen besteht und den Auftrag hat, ein ge- Rroübeten, sagten den Untergang des jüdischen mcinsames Programm der Arbeiterkolonisatlon Volkes voraus, und siebe, mächtig erhebt und reckt aufzustellen, Sa» späterhin den Namen des in! es bA ein politischer Machtfaktor ist es aeworden, der Konferenz vereinigten Blocks dem Kongreß. mit dem noch andere werden rechnen müssen, als „Für das arbeitende Palästina" ist der zur Beschlußfassung vorgelegt werden soll. Als unser Leitartikler. „Außerhalb ZionS," so Name einer Konferenz, zu der sich die gebesonders eifriger Anhänger der sozialistischen sch—reibt er, „gibt es wohl Juden, aber keine samte Linke des gegenwärtigen in Karlsbad Genossenschastskolonisation erwies sich im Laufe jüdische Nation." Hai man je einen solchen Stumpftagenden Zionistischen Weltkongresses vereinigt, der bisherigen Beratungen Kaplansky (Poale """ ”;'4U —3 —v hat, um gernsustame Richtlinien für die palästi-1 Zion), ein Muglied der Exekutive der Wiener nensischs Arbeiterpolitik aufzustellerr. Die Ini-. Internationalen" 2irbestsgeno!senschast. Für das arLeitende PalWIua. Allgemeine Aronistische Arbcikcrkonfcren; in Karlsbad. sinn, um nicht ein kräftigeres und bezeichnenderes Wort zu gebrauchen, gehört oder gelesen? Mit . . .. .. . ..Spannung lauscht jeder Jude und besonders der, tiative zur Einberufung dieser Konferenz geng | Die Konferenz hörte noch ein Referat von eS leider nicht gegönnt war, den Verhaublmr We verlauttt, überbnnzt fcXMl-g*., nungen, trotz lÄ-Ul issfSfwsji'; senden muget # m iß? duth vertreten welche eine Vereinigung der palästknensischen Arbeiterpartei Hapoel Hazair mit dem rechten Flügel der Zeire Hion darstellt. Mit ihren 113 Delegierten verfügt die Arbeiterkvnstrenz über ein Viertel der Gesamtstimmen des Kongresses: zu ihrem Präsidium gehören: E. Rubaschow (Poale Zion), Kaplan (Hitachduth), Schweiger (Zeire Zion), Dr. Schwabe (Hechaluz) und der russisch-sozialistische Zionist Eheilez. In seinem Eröfnwngsreferat wies Rubafchow-Wien, der die Sitzungen leitet, darauf hin, baß bereits der Begründer des Zionismus, Theodor Herzl, der Ansicht Ausdnick gegeben dabo, daß die zionistische Bewegung die große Arbeitsangelegenheit des jüdischen Volkes sei. Daraus folge notwendig, daß auch der fozir- . kistische Zionist sich an einem Kongreß beteiligen bet müsse, der vor der Welt die Verantwortung für - Dar ... MM'.T-.die Auswirkungen der zionistischen Bewegung r'aa Mann itatk.^f,«sky!'A trage. Wenn der Weltmrband Poale Zion auf --'^irfaenten 210 ient* Kongreß erschienen sei. so habe er dies in ...1 ’@ottn£®fl; dem klaren Bewußtsein getan, daß es hier le-!; ^r0* üatt -„Mtch : b'glich gelte, die Interessen des jüdischen ProlesKE"' tarlats wahrzunehmen u,rd dafür Sorge zu n; v . ^luuflü tragen, daß in Palästina ein von Ausbeutzmg l", -ormtagM’ [wies Gemeinwesen erstehe. Da die Erreichbarkeit he- ■ ' r. t«man5 ^‘4 be« •Ben emgrderuÄ)en Grad erreichen könne, habe man die Pflicht sich wenigstens Über die Zsn- «alprobleme des jüdifcheir Proletariats zu ver- «nblo«,. Li« auaenblicklich* Lau» erheiich« vor über diese wichtrge Einigung aller Gruppen des jüdischen Proletariats Ausdruck zu geben. In ihrer nächsten Sitzung wird die Konfenisten handeln politisch unklug (welche rührende Sorgen sich der deutsche Miä^l macht) und begehen ein Unrecht (welch furchtbare Anklage!), wenn sie auch außerhalb der angestrebten, gesetzlichen Heimstätze ihr zionistisches Ideal verwirklichen wollen, sei, so trompetet M. F., eine Unduldsamkeit renz Kaplanskns Borslllläge zur Reorganisation nsu .. - m * * der Zionistischen Organisation beraten. Das Er- '! ^oeche begebnis der bisherigen Besprs'tz"ngen kann als Ler^f ' ^5"^l!esagt hat, „wo Begriffe Beweis für den aufrichtigen Willen aller Betei- |.;2« ' Ke ist Äiwe, r^‘eu, ^eu i1^ n^en angesehen werden, die gegenwärtige Lage M. F, sist. Iu Eem Er sIlt ^n ' ' bessern und die Pwduktivität des jüdischen Palästina zugunsten der Gesamtheit steigern zu helfeir Brünner Brief. 1. Elul 5681. Des Schophars Ton, der heute tvieder erschallte. hat am Ende dieses, für «ns so denkwürdigen Jahres, gewiß mehr als suinbolische Bedeutung. Ruft «r uns doch zu: Dieses Volk der Juden, das so häufig, und nicht am wenigsten, von seinen sich so nennenden Freunden tot gesagte, wird weiter leben und sie alle überdauern, die an seinem Grabe schaufeln. Juda lebt und mögen sie sich über unsere wunderbare Auferstehirng noch so sehr die hohlen^ Köpfe --rbrechen, unsere Toten.- gröber. Der Z i o n i st e u - >K o n g r e ß, diese im- ,, r -zionistischer unbmöfcmtfeU. Gehört er nicht zu jenen Griechen, bie sich über die Revolution beklagen? Gegen alle ^tonten hat der Zionismus zu kämpfen, man möchte ihn mit allen Mittebl der Ungerechtigkeit und Gewalttätigkeit aus.der Welt schaffen, und nun kommt der Wolf und beklagt sich daniber, daß chm das Lamm das Wässerlein trübt. .Halte doch der Dr. M. Jy, Umschau in dem Volkstum, in dem er verankert ist, und dann spreche er von Unduldwinkelt, — aber nicht des Zionismus, sondern der Volksgenossen, deren Kuliurgemeinschaft er ange. dort und die ihn in ihr nicht dulden wollen. Liest ^r. M. F. da? „Brunner Montagsblatt" nicht? Weiß er mcht, daß an den Schulen seiner Volks, genossen, mit denen er verankert ist, — das schöne Wort laßt mich nicht los, — der Judenhaß üppig in ine Holme schreßt? Und da spricht ein Mensch von zwnistrscher Unduldsamkeit. Aus toelchem Titet nennen sieb M. F. imd seine „BundeSbrüder-" noch Inden? Bon der jüdischen Reliaion wollen sie sich st? ZI; ni»8 reiurä7 »» be7Sb»"S°w™«r L ffifhi*6? bMi!°>ch«> «-«M, NS»„. mid. W»S -r in nefiort nÄ hion, »ni 6W6t hemm* »n ftr™ Zerkylitternng nicht ein« solchen ansgeheckt, das gibt er dann in einem ) Judentum übrig? Nicht einmal ein schäbiger Nest Kbrt sein sollenden Lntartlkel von sich- Und der (Darum verschone man uns mit weisen (?) Beleh- Kssche. Spießer, das rst ein emener Gattungöbe-s rungen über Zionismus und jüdischen Nationalis. griff, liest die Worts unseres Philo,ophen, denkt, mus bot» der Seite des M. F. und seiner Bun. dstzü sn oar mLts. und stimmt dann tm LoSlird' deSb.xüders'. Vor loschen Freunden -enxchr« zM der Herr, mit »mseren Feinden werden w»r schon selbst fertig werden. Der Jude hat es satt die Hand zu küssen, die ihn schlägt, den Knüttel zu streicheln, der ihn prügelt. Der M. F. spricht von den Juden im „Golns", wir sprechen es „Galuth' aus. Auf das Wort kommt es nicht an, aber aus den Begrtss.- Nim, lieber M. F.. bleiben Sie und ihre lieben Brüder im Galutb, wir ober, freie Männer, Frauen, Jünaliuge. Greise, wir wollen aus dem Galuth heraus, in dem wir so lange gelebt. Die Teilnehmer am Kongreß pi :!'arl-ebad, alle» dre dort sind, und alle, die tm) i’ r " -eele anwezeni» sind, hochpochenden Herzenö euchmen sie dre Worte, die dort gesprochen teert , ne wissen alle. welcher Kulturqeineinichaft sie /-reu, es ist - - - . --------- - tz'düchen Voldeiin M. F. und seine <r-eno,a. r wissen, er hat deren noch viele, seiner ^urgemernschast, er aber lasse uns iim'er jut-tzä>es Volk, seine Sprache, die für ihn tot ist, aber fiir uns wunder, bar fortlebt, er lasse uns unsere Literatirr, unsere Kultur. Er sorge sich nickst für unS, wir werden uns unsere AngelegenlMten selbst besorgen.^ Ob ein Judenstaat erstehen ivird oder nicht, wie die Juden ihre Angelegenheiten zu ordnen gedenken, das ist ibre Sache und die ihrer bewäbrtett Führer, zu denen wahrlich M. F- und sein Anhang nickst gehören. Man lasse uns gefälligst mit solchen pWasch' mir den Pelz und mache ihn nicht naß"- Llrtikeln in Rul>e, in denen der alte, läiigst nicht meln genießbare Kohl wieder aufgewärmt wird, vom deutschen, französischen, englischen und, tvas weiß ich, welchen Juden noch. An wem die neue Zeit spurlos von'iber gegangen, wer nicht mitgelebt und mitgefühlt hat diese Wiedergeburt unseres jüdischen Volkes, wer sich, um darüber mitreden und miljchreiben zu können, allenfalls aus schlechten Zeitschrikten-Llrtikeln unterrichtete, der schweige lieber und blamiere sich nicht. Wenn Leute, wie unser Leitartikler noch einen klugen Rat annehmen können, so höre er aus diesen gut gemeinten. Inzwischen wird man über seinen Arrikel vom „Judenstaat" lächeln un.d über ihn zur Tagesordnung übergehen. Jwri. Am der Wroni! der »AMchsn Gaffe. Von Konstcmtinope! werden 400 ukrainischjüdische Flüchtlinge nach Argentiirien abtransportiert. Der litauische Deputierte Advokat Friedman nn, der schon Abgeordneter der russischen Diuna war, ist gestorben. Friedmann war ein Energischer Vorkämpfer für die jüdischen Rechte. Ter berühmte russische Sänger Sch a l j ä p in, der vor einer Europareise in Riga eintraf, teilt mit, daß er vom Moskauer hebräischen Theater „Habinah" beauftragt wurde, die jüdische Kultur- Welt in Europa auf die materielle Lage des Thea- 'ters aufmerksam z» machen und Mittel zur Sicherung de? Weiterbestandes des Theaters zu sammeln. Die Wilnaer Zeitung „Unser Frajnd" melde: von einein Besuch des volnischen Präsidenten P i I s u d s k i in dem kleinen Städtchen v l u - b o k a. Ter Präsideitt konferierte längere Zeit mit dem Vorsteher der jüdischen Gemeinde I. H. K a tz nnd meinte, er wolle aus dem Munde eines jüdischen Vertreters die Meinung darüber hören, durch welche Mittel die alten Wunden zwischen Polen und den Juden geheilt werden können; bei dieser Gelegenheit rückte Pilsudski mit der besonderen Weisheit hinaus, der größte Teil der jüdischen Jugend wäre bolschewistisch; doch hege er die Hosfnung, daß sich mit dauerndem Frieden ruhige Verhälmisse ergeben würden. Solche Enunziaiionen aus dem Mmtde führender pplnischer Persönlickckeiten bat man schon zur Genüge gehört und der Erfolg war die intmer großer toerdertde Hetze der „Rozwoj". (D. Red.) In Fünskirchen, das jetzt leider ivieder P s c § heißen wird, morden die weißen Hortßy. handiten fleißig die Iudeti. Schon irnrde der Arzt Tr. Withebn Schwarz meuchlings ermordet, auch mr ivöhshabenden jüdischen Familien werden Erpressungen begangen. Biele Juden verlassen unter Gefährdung ihres Lebens das Gebiet und flüchten nach Jugoslawien. In Deutschland wurden infolae der Ermor düng Erzbergers viele Tagesblätter eiligestellt.^ Diesen alldeutschen Radaublättern ist es genisinsam, daß sie neben sckstvärzesier Reaktion auch dem Nationalismiis huldigen. Der von einer neuen jüdischen Schrfsahrtsgesellschast erworbene jüdische Dampker .^.Zlon" verließ am 29. August Marseille, tmr steh nach Palästina zu begeben. , Laut Meldungen des I. C. Baus Reval fordert die gesamte konnnun-stische jüdische Presse rn Aufrufen gegen den Klertkasismus der Judeir und deii Zionismus auf. , , ,-2« Riga soll demnächst auf Jnititative des letaairdlsckpu, Verbandes für jüdische Wissenschaft und Kunst <in mit terrichtssprache eröffnet werden. Der Leiter des Bildungsdcpartements iit lübische Schulen eine Subvention vn 8 Millionen M-arr bewilligt. h 3« Lemberg beginnt eine neue Pogromhel'.e unter der Ratronanz der ehemaligen österreichischen Exzellenz von Glombinski. Än Warschau wird demnächst ein amerikani- Konsulat eröffnet, das den AusivanderunasstrM nach Mexiko regeln soll. .. Der rumänische Ministerr.at 5a! He>chtvss.n die rumänischen Grenimr kür.Äi«. ruisiichen,Flii-ll»j l\m w ltxmtv 41 I Ml

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