Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 52 (29.7.1921)
- Date
- 1921-07-29
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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KMirmmmer 2 K. q,, „T" 0"0"o»d,,S;,^ Mm. ieL!.. mit c eines urgemeinSe tun Lez chm " **■ "* «Rtamu, KSZr Jei der Israel. Sultusoefif '^Mr°ße 3, mZT ' ■*»» *»■**. »„81»,, whhiibbm Mtaeme/nde lähr,.Ostrau. ®^t.*0ftrau, m, 18, Zlil, m. llehisteite) i\4)»Vt G. lUm «MrgMMdi ÄW-kS« intakt M tmt ÄWÄr füc bii idjen Mn M Liictzuilg. it knmtn MMlienmeiiiM ii MMeHiaxL, @e?alt .liaj Utktiif (auch Pensiaaii'Iriil (afoi ch-' mit :cn belegten Asch fc 10. ävguf i bet ilrariitiidjtn UichMiwc t klMbmW, siMisi>nir,.s»rW».b N rfffffffiiiin und voilkommtni* . , i. » j Kh «rituelle' Vorsdrt «ePtst auch das Miw t, Hangeid irnerMItJ* ftiück- M Alltel tttW M «jw rOsr-A? - I jjfiflf'irn und Jtbmtniftratton: MSb^Ich-Ostrau, Lanae«asie 24. ®to»4lfitpte auch mit Stüdporf »erben nnt ohne Gewähr angenommen unb aukbewahrl. Eine Berpilichtun« ,ur Rückiendung wirb nicht ,«erkannt. Sprc^ ftunben bev Redaktion täflliffl von 11 bis » Hör vormittags. Eigentum ^»iibiichen BetloacS* reg. tSen. m. v. H. tu Mäi-rtich-Liiraa SerauSgeber und verontworttichcr biedakteur ^Dr. Huüv Herrmanrr iu Dtüür.-Dstrau. Freitag, 29. VII. 1921. ■MMHnanDFWi I Nr. 52 Abonnement *,£*!” Das jüdische BolkSblatt" 1» krl I Lokalblatt. lonbern al» Verkam nettuno bagn btrufen. beti notti nalen. kulturellen und mtrticha» lichen Fnterekken der bewutzte Iudenichail tm gan,«u ti«^«A slowakischen Staate und tu Gal ,ien ,u dt.-'. - Inlera'e koste e ,jj Nach gespaltene Mi, Anträge iür In >'.6i „men auber d<> alle gröberen A,. . Erscheint i*] ittöß. BeschiMe der Sitzung Des groüen AMonstomitee». I. Wehrmacht. Das A.-K. beauftragt die Exekutive, alle ent' sprechenden Maßnahmen zu treffen für die Wieder- Herstellung deS früher bestehenden jüdischen Regimentes zu treffen. .II. Organisation und Kongreß. 1. Ort und Zeit des Kongresses. Der Beschluß der Exekutive, den Kongreß für den 1. September 1921 "und die folgenden Tage nach Karlsbad einzubcrusen, wird bestätigt. 2. Palästinensische Delegation. Palästina erhält das Recht, für je 300 Scheket einen Delegierten zu entsenden, wobei festaestellt wird, daß di? Sonderverbänd: die Anzahl der palästinensischen Schekel in ihrer Gesamtzahl, nicht ausnehmen dürfen. 3. Rechte der A.-K.-M i t g l i e d e r. ES wird festaestellt, daß nach den Beschlüssen der Londoner Jcchreskonferenz Mitglieder des A.-K., die keine Delegierten sind, kein Stimmrecht im Plenum des Kongresses im übrigen aber die vollen Rechte eines Delegierten haben. 4 P e r m a n e n z a u s s ch u ß. Der Perma- . nenzausschuß wird derart gebildet, daß die einzelnen Landes- und Sonderverbände für je 10 Delegierte ein Mitglied, für einen Neberschnß von 5 Delegierteübcr 10 Delegierte ein tveiteres Mialied^in den P.-A. entsenden, verbände mit 6 .bis 9 Delegierten entsenden ein Mitglied in den P.»A. Landes- und Sonderverbände, welche mehr als 30 Deleaierte hoben, wählen für je weitere 20 Delegierte bezw für einen liebe'sthvß von. 11 Delegierten;e ein Mitglied in den P.°A. Kleinere Landsmannschaften können sich. Zusammenlegen und iür je 6 Delegierte ein Mitglied in den P -A. wählen. Andere als so gewählte Mikglieder des P.-Ä. iBirilftimmens gibt es nicht. A.-K.-Mtglieder, die nicht Delegierte sind, werden nicht in diesen Schlüssel eingerechnet, sind aber in den P.-A. wähllvir. Für die Beratung der Frage der russischen Delegierten entsendet die Exekutive 3 Mitglieder des russischen Merkas in den P.-A. 8. Kongreßwahlen Die von der Exek'ilive ausqcarbeitete Wahlordnung wird genehmigt. 6. Legitimation sausschuß. Für den L.-A. werden vorgeschlagen: Llschwanger, Dr. Emil Margulies, Dr. Kabn (Haagl. Max Kober, Berl Locker. Als Erso.x.männer: Dr. Hugo Herrmann, Dr. Eugen Rosenberg. Spitzer (Agram), Pros. Rothenstreich, Kaplan, Levin Epstein. 7. Geschäftsordnung Auf dem 12. Kongreß wird die kontinentale Geschästpraxis am genommen. Außer ani 1. und 2. Tage, an denen das Plenum je eine Bor- und eine Nachmittagsitzring abbält, tritt das Plenum täglich erst um 3"vhr nachm zusammen. Am Vormittag tagen die Kommissionen. Es sind folgende Kommissionen zu wählen: 21) Politische Kommission, B> Palästraa- Kommilsion mit 3 Nntermuppen, a) Kolonisation, b) Immigration, c) Kultur. E> Finanzkommtspon, D) Bankkommission, E) Organisationskommrspon. Jeder Antrag muß erst an eine Kommission ge^n, die Kommissionsbeschlüsse werden dem Prästdniw vorgelegt. Reben dem Finanzbericht ioll ein Bericht überalle Finanzinsiituie erf.wttet werben. Die Sitzmmen der Bank- und Rationalfond,? sind an den Schluß des Kongresses zu schen. Alle Berichte »sind mindestens 3 Tage ftüher gedruckt vorzulegen. Kein Referat darf länger als eine Stunde dauern. 8. Tagesordnung des Kongresses: 1./9. 1. Sitzung: Rede Wetzmann, Rede Sokolow, Begrüßung ansprachen. 2. Sitzung: Wahl des Büros. Bestätigung des P.-A, — 2-/9. 3. Sitzung- Erläuterung des gedruckten Berichtes der^ Exekutive ditrch" ein Mitglied der Exektrtive. 4. Sitzung: Generaldebatte. — 4., 5., 6-/9. 5., ö.,"7. Sitzung- Palästinareserat a) Ausbau, b) Kultur, c) Ammigration. 7., S./9. 8., 9. Sitzung: Organisationsreferat, Finanzen, Finanzinstitnte, Debatte. — S./9, 10. Sitznwi: Keren Hajess'^. Debatte. — 11.,.'9. 11. Sitzung: Wahlen. 9. Rednerliste. Für die Rednerlisten haben ztinächsi alle Gruppen, die mindestens 20 Mitglieder zählen, das Recbi, einen Redner zu stellen. Die Reihenfolge dieser Redner richtet sich nach der Größe der Gruppen. 10. Reisezuschüsse, Tic Exekutive wird aufgefordert, den Delegierten aus Ländern mit schlechterer als der tschechvsloN-akifchen Baluto Reisezufchüsie zu gewähren. Ter hiesür aufgewendete Beiuag darf insgesamt Pf. Sterl. 300 nicht üker'chreiten. Die Zuschüsse sind den Landesbezw. Sonderverbänden zu überweisen, die den einzelnen Delegierten bis zu XL 500 pro Prfon zuweisen. IH. Budget. « DaS A,-K. empfiehlt dem Kongreß, das vorgelegte Palästinabudget anztmehmen. — In Anbetracht der Dringlichkeit beschließt daS A.-K. folgende Posten des Budget sa>on jetzt zu bewilligen. 1. Pf. Sterl. 100,000 für eine Hypothekenbank, 2. Die für die laufenden Ausgaben bis Ende September benötigten Summen. 3. Für Vorbereittmgsarbeiten zur Kolonisation der Bank für die Zeit bis Ende September bis zu Ps. Sterl. 20.000, dis nötigenfalls aus dem 2lnteil des,Nationalfonds an Keren Hajessod als Anleihe zu entnehmen sind, 4. Die für die Erwerbung der Audja-Konzession bis Ende Septetnber benötigten Summen. 8. Das Schnldbndget biS zur Hohe von Pf. Sterl. 100.000. 6. Das Budget der Versuchsstation m der Höhe von Pf. Sterl. 10.000. IV< Immigration. 1, Das A. C. beschließt, Me Zionistische Kommission zu ersuchen, bei der palästinensifchm Regierung darauf zu dringen, daß entsprechend der offiziellen Zusage alle Personen jetzt die Ernreifeeclaubn's erhallen, die vor der zeitweiligen Sperre im Besitz des englischen Bisums waren. 2, Ta» A. C. empfiehlt der Exekutive, zwecks Weiterbeförderung der zmückgehaltenen Palästinawanderer einmalig 1000 Pfd. St. zur Verfügung zu stellein. 3, Das A. C, beschließt, idach die Exekutive im Einklang mit den Beschlüssen der Londoner Konfennz noch vor dem Kongreß Darlchen an unbemittelte PÄästinafahrer, die dem Lande unentbehrlich sind, zu gewahren hat. ' 4, Die Palästina-A-eniler muffen auf Grund der Londoner Beschlüsse mid gemäß den Resolutionen von Mähr.-Ostrau ouf föderativen, Grundlagen organisiert werden. Bei ihnen haben Arbeiteoabierlungen zu funktionieren, die von den Vertretern der Arbeitergrufpienmgen geführt werden. Valästina-Aemter, die im Laufe von vier Wochen nicht in diesem Sinne reorganisiert werden, dürfen keine Subventionen von der Leitung bekommen. 8. Das A. C, empfiehlt dem Kongreß, dir Alijah au? Mitteln des Keren Hajeffod zu unterstützen. V, Allgemeines. 1, DaS A. C, unterstützt die Forderung de? Waaid Leumi, darairf hinzuwircken, daß die jüdischen Genteinden Palästinas als öffentlich rechtliche Jnstttutronen anerkannt und ihnen daS Steuerrecht verliehen werde. 2. Das A. C, begrüßt den Beginn einer energischen Arbeit zugunsten des Keren Hajeffod in Amerika und die darauf bezügliche Resolution der ziowstischm Konvention von Cleveland, 8. Das A. C. nimmt die Mtteilung vom Rücktritt der Herren de Liewe und Ginen zur KemitniS. Das A C. bestätigt ibie Berufung der Herren Cowen. Eder, Jubotinsky, Richiheim und Ruppin in die Exekutive. Das A. C macht darauf aufmerksam, daß nach den Befchlüffen der Londoner Jahreskonfevenz jed: Llenderuna in der Exekutive dem A. C. rechtzeitig zur Kenntnis und Befiätigm'.g mitgereilt werden muß. Fevwetva. DoWreute zur Geschichte des ziouismus DaS Kapitel „Dte Deklarationen der Ententeregierungen" in SokolowS eben erchtencner Geschichte beS Zionismus*) tm «,Renaisiance"°Verlag in Wien enthlllt solgenbe nicht uninteressante biplomatische Nrten, bte wir mit Bewilligung bes Verlages abbrncken. Nach diesem überaus wichtigen Erfolge sge» meint ist die Balfouc-Deklaration vom November 1917. Anm. d. Red.), der als das Fundament der künftigen Politik in und um Palästina zu beirachlen ist, stellte sich die Notwendigkeit heraus, mit *) Nahum Sokolow: „Geschichte be» Zionismus" mit Vorrebe von A. I. Balfour. „Renaissance"» Verlag, Wien—New Aork Davis Erbtracht, den übrigen Ententestaaten angesichts der neuen Sttuation, die durch die britische Deklaration geschaffen war, in engere politische Fühlung zu treten. Es wurden Verhandlungen mit den maßgebenden Faktoren in der französischen und italienischen Negierung gepflogen. Die Verhandlungen »raren von Enolg gekrönt und die offizielle Be. stätignug der britischen Deklaration durch Frankreich und Italien imrrde der Welt in folgenden offiziellen Dokumenten übermittelt: Mimstere des Affaires Ettangeres: Direktion des Affaires Politigues et Commerciales Paris, 14. Februar 1918. Monsieur! Wie es im Laufe imserer Unterredung am Samstag, dir 9. v. Nt. vereinbart wurde, hat die Negierung der Republik in der Presse ein Evmmmriguee veröfentlicht, um ihre, Haltung gegetiüber den zioriistischen Bestrebungen, me auf die Schaffung einer nationalen Heimstätte sierm^ ^l,kctt P^^stin-a hinzielen, zu präzi- Ich übermittle Ihnen hiemit dessen Wortlaut 'Md ergreife die Gelegenheit. Sie zu der großmüti- -'gen Hingebung zu beglückwünschen, mit der Sie ^L^wlrklichung der Wünsche Ihrer Glaubens- Mpssen durchzusetzev bestrebt sino, M MnW für den Eifer zu danken, mit welchem Sie sie mit den Gefühlen der Sympathie bekannt manchen, die ihre Bestrebungen in den Ländern der Entente und vor allem in Frankreich erwecken. Genehmigen Sie, Monsieur, die Versicherimg meiner Hochrchtung fgez. P i ch o n.) M. Sokolow. Hotel Meurice, Paris. Herr Sokolow, der Vertteter der zionistischen Organisation ist heute inorgens im Ministeririm des Sbeußern von Herrn Stephen Pichon empfangen worden, der sich glücklich schätzte, ihm zu versichern, daß zwischen der französischen imd britischen Regierung in der Frage einer jüdischen Ansiedlung in Palästina vollstes Einvernehmen herrscht. Nachstehend folgt die Erklärung, die von der italienischen Negierung an mich, als Repräsentanten, der zionistischen Organisation durch den italienischen Gesandten in London abgegeben ivurde. Sehr geehrter Herr! London, im Mai 1918. , Im Aufträge Sr. Exzellenz des königlichen Mmisiers des Aeußern Baron Sonnino babe icb die Ehre, Ihnen in Beantivortnng der Anfragen, die an ihn gerichtet wurden, mitzuteilen, daß'sich die Recperung Sr. Majestät freut, die Erklärungen, dre bereits von ihren Vertretern in Washington, dem Haag rmd Saloniki abgegeben wmden, zu bestätigm. Sie wird sich dafür einsetzen, daß die Errichtung eines jüdischen VolkStmnS in Palastina erleichtert werde, vorausgesetzt, daß die rechtliche rmd politische Lage der berertS bestehen, den rligiösen Gemeinschasten und die büraerlichen und politischen Rechte der Judenmfmsl kblM did Eren Ländern genießen, nicht beeinträchtigt or Empfangen Sie, sehr geehrter Herr, den Ausdruck meiner vorzüglichen Hoch.rchtung sgez.) Jmpenali. Ka 01 M. Nahum Sokolow 175 Piccadilly W. 1. In der Rede, die Präsident Wilson am »MM 1.918 fol ZWWlktz ÄÄt iM tzje gtz. 23. Thamus 5681. 4. Das A. C. drückt sein Bedauern barül* aus, daß es von der Exekutive entgegen den B stimmungen der Londoner Iahreskonferenz wc; vsnd eines vollen Jahres nicht einberufen wurs Zu den Erzessen in Jaffa fordert das A. C.: si 1. Strenoe und gerechte Bchrafung aller J den Mocdtaten und Plünderungen Schuldigt ohne Rücksicht auf ihre soziale Stellung im Lay sowie den vollen Ersatz des Schadens. ji 2. Uebertrayung derjenigen zivilen oder mtz tärffchen Stellungen im Lande, welche zu poW scheu Verfügunqm oder zum Wasfenttagen | rcchtigen, nur an solche Personen, deren Loyal:., gegenüber der Balfour-Deklaration und der e ihr beruhenden Poliiik außer Zweifel steht. 3. Abschaffung aller Beschränkungen der jllschen Einwanderimg. Die Regelung der Einwc dernng soll im Einverständnis mit der zionis scher? Organisation diirchgesihrl werden. i Das A. C fordert die Exekutive auf, da < Eveigniffe in Jaffa und in den Kolonien geze. haben, daß die Landespclizei nicht geeignet - bei' der Regierung eine gründliche Reform l Polizei zu erwirken. j * Das A. C. fordert die Exekutive auf, darr hinzuivirken, daß die endgültige Regelung \ Grenzfragen Palästinas in einet solchen Wo erfolgt, daß die wirtschaftliche Entwicklung u die Wohlfahrt des Landes sichergestellt werden? DaS A C. fordert die Exekutive auf, darr hlnzwoirken, daß die Vorschriften des Mandah unerschütterliche Garantien für die Verwi lichung des jüdischen nationalen Heimes in P lastina enthalten sollen, daß das Mandat so ix! als möglich die endgültige Bestätigung deS W kerbundcs erhalte und daß es die internatioi anerkannte einzige Grundlage der rechtlichen Os r.ung und der im Lande zu schaffenden gess: geberifchen Institut!oire>r bilde. Vis dahin m?o keinerlei Maßnahmen getroffen werden, welche f eianet sind, einen der Balfouc-Deklaration wrderlausenden -Zustand zu schaffen. j Jas jüdische Jerusalem. | In „The Z'onist Revedieck^ chester) beendet E. M. Epstein fr > Aussühmngen fola«ü>:rmas.en: Tie picht orchodoren Juden sind polt'' Ungeteilt. Wenn wir auf dem rechten.FÜügel i! ginnen, so finden wir hier eine kleine Grrn I von Gemäßigten und Unparteiischen, ^eu:e l ren Alter es ihnen versagt, zudenstürmischen S \ Lialisten zu gehören, und so wenden sie sich^ den Liberalen. Sie besitzen keine ^Partei) wohnlich als eine erschöpfende Darlegung der Kriegsziele der alliierten Mächte angesehen wird, winde der 12. Artikel des Weltfriedens-Program. mes folgendermaßen fcsigelegt: „Ten türkischen Teilen des jetzigen ottomanischen Reiches soll eine gesicherte Souveränität gewährleistet werden, den übriqenRationalitäien aber die sich gegenwärtig unter türkischer Herrschaft befinden, soll unbedingt Sicherheit des Lebens und die Möglichkeit völlig ungestörter, autonomer Ent- Wicklung verbürgt und die Dardanellen als offene Durchfahrt für den Schiffs- und Handelsverkehr aller Nationen unter internationaler Garantie sreigegeben werden." Diese Erklärung itmrbe von den Zionisten als Aeuycrnng der wohlwollenden Haltung angesehen, welche die amerikanische Regierung rmd besonders ihr Präsident der zionistischen Beweguna gegenüber einnahm. Präsident Wilson gilt als der Wortführer der Ententeprinzivien und seine wohlwollende Stellrmg zur Verwirklichung der zioni- Itrichen Ziele rst den Zronisten nicht unbekannt, der,n diese Ziele stehen in völlioer Ueberernstimmung mit dem Grundsätze der Gerechtigkeit gegenüber kleinen Nationalitäten, deren imzwerfelhastester und ausgesprochendster Vertreter Präsident Wilson ist. Seine Ansprache nimmt nvnr auf die Jndenfrage oder auf Palästina nicht ausdrucklrch Bezug, aber seine Absicht ist vollkommen lar. Im Augrrst 1918 schrieb Präsiderrt Wilson folgenden Brief: i Mt tiefem und lebhaftem Interesse habe ich verfolgt, welche die Weizmann-Komnnssion auf Veranlassung der britiscber- Regierung für den Wiederaufbau Palästinas geleitet hat und rch nehme die Gelegenheit wahr, rrm der Befriedigrmg Ausdrnck zu verleihen, die ich über den portjchrrit der zionistischen Bewegung in den Bereinigten Staaten und in den Eirtente-Ländern seit der von Balfour namens der britischen Remerrtng abgegebenen Erklärung empsinde. in der England die Errichtung einer nationolen Heimstatte :i,r das nid. Volk in Palästina billigt und das Versprechen gibt, daß die britische Regieruna die größten Anstreirgrmgen machen werde, um die ErdiM Zieles zrt erleichtern, wobei selbst. verständlich nichts uternommen werden soll, rr den bürgerlichen und religiösen Rechte der Nil joden in Palästina oder der staatsbürgerlich! Rechtstcllung der Juden in den übrigen Land« Abbruch tun könnte. Ich glaube, alle Amerikas werden durch die Meldung tief bewegt sein, l sogar in dieser Zeit der Bedrängnis die W^ I rnamr-Kommission den Grundstein zu einer hebr schen Universität in Jerusalem legen konnte,ji der Hoffnung, daß diese den Keim zu einer gl stigen Wiedergebrnck in sich trage." 1| Tie öffentliche Meinung Amerikas. betraS diesen Brief als ein wertvolles Dokument, das ausgiebige Unterstützung der zionistischen s dwrch Amerika in Nebereinstiirrmimg mit dev tischen Deklaration beinhalte. (Sitte Geschichte des Zionismus. Wer sich über die Geschickte des Zioninsr von ihren Anhängen bis zur jüngsten Gegenw rnformieren wollte, war genötigt, selbst zmn siorrker zir werderr. Er fand nur Material , nirgends die zusammenfassende Darstellung, ihn übcr das Werden dieser Bewegung und rl lehr gen Stand fortlaufend unterrichtet hätte, erschien im vorigen Jahr Adolf Böhms „Zi stische Bewegurrg" (im Wcltverlag, Berlin): sie m prägnanter Form und in nefeindringei Betrachtungsart, diese Geschichte bis zum 2 Herzls. Wie wir setzt erfahren, wird' noch vor Zwölften Zionistenkongreß in Karlsbad der zw Band dieses Werkes (ebenfalls im Weltverlag, die Geschichte des Zionismus bis zur Gegen« behandelt, vorliegen. Man darf mit Recht drese Darstellung gespannt sein, die ein Mann! Range Böhms diesem neuestcir Abschnitt der sthickie gegeben hat. Der bereits erschienene ■< Teil laßt vermuten, daß wir in diesen beiden P den nun wirklich „d i e" Geschichte des Zionisr m deutscher Sprache vorsiegen haben. 999999999999 99 252806