Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 43 (14.6.1921)
- Date
- 1921-06-14
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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R*art wen IÖW , gJjM&ölfMRlK I AUü^ÜI ■ hä»en ermikk 18iB8B898B{g u elSune änPra|[| i. kisr k^>s- •jc In NSA fasse?« HiKSS kVi: laiarei Mmwummer 1 H. ISreSak'iou ««d Admi«tKeaiio»: MSb-Zsch-vstrau. Lanak«aM M (Ma» ifiTivte auch mi» Slfidnerf «erdk» n«t »Sk« Grwihr antfenommtn und aufbewahrl *t»* Berpslichmns *ur Rückknidvng wird «ich» »»erkannt. Eprei» tzi/nden da> «edaktio» tsaltch »VN n b«r >s Uhr vor»ttt°as. Eigentum jüdischen Verla««»' re«. Ge». «- b. V tn MilSrtlch-VKraa HcrauSacber n»d verantworiUche, Redakteur Dr. >>A»S» Herrma»» tu Mägr^Ostrau. DiÄtstrg, 14. VI. 1921. m>twu»m«wi.iiil.,ii i ■■■ ■'■ um« im— Nr. 43 3. Jahr. Monnement KiSSA monatl- K 7.- «« tei» Berka»bde» netti#* t zü'T -N» »irtschast- - >ffru der bewntzle» >n ganz«» tschecho» ' ,'aate «ub t» Galt» .!». — Nnlerate kokte»« ' öte. «fach gespaltene Mil» ,lr- Anträge für In» ckernehmen anher der ._ :t» .«rioM alle gröberen Annoncenrxpedtttone». Erscheint te» de» Dienstag und Freitag. >-5681. Hkrümg uno oer 3WMSMUÜ. Das Washingtoner Empfangskom tee zur Begrüßung' der tn^ Amerika weilenden zionistischen Delegation'erhielt ein Schreiben Hardings, in dem es heißt: Ich fühle mich gedrängt, Jhnm mein freundschaftlichstes Interes e für tzie zionisti ch B wegu ig zum Ausdruck zu bringen. Jeder. der alle vt: Leistung'n de »ndjschen Volles kennt, mutz daran glaube >, l.«z es eines Tages seine historische Vck.kshe mal wieder erhalten mied, um eine neue und g öhere Epoche seiner Fö.deru g der Mens-ststkeit cinZul.itcn. 2ch b ttc Sie, meine; fortgesetzten Antereises für dis Sache versichert zu sein, der Sie solchen Eifer widmen. LeUwerfe Aufhebung des LandungsverbotLs in Palästina. Einem Telegramm der Zionistischen Organisation in London an die Palästina- Aemter zufolge hat der Oberkommissär Herbert Samuel die Landung derjenigen Palästina-Wanderer, die sich bereits in den Hafenstädten Europas befinden, wieder erlaubt. Die Zionistische Organisation bemüht sich darum, daß diese Bewilligung auf alle unterwegs befindlichen Chaluzim ausgedehnt werde. e= Keren ßajeffod. s%ss Keren Hajessod - Samm! ung in Fiume. Man meldet a«; FruMe: Da der hiesig: Zionistenverein Chiru.h infolge bestch.d'ger Abwesenheit der meisten Vorstandsmstg ieder vollstäildig feiert, haben zwei hiesige Zonisten', die Herren Linden und Dragoner, aus eigenem Antrieb ein: Keren Hajesfod-SanMlung o:r- «nsiallet. Die Subfkcip io i aus Be läge, welche ln vier Jahresraten eimuzah.en sein werden, har schon in den ersten Tagen die CümMe von 30.000 Lire überschritten und man hofft auf weitere günstige Ergebnisse. Herbert Samuel über die Lage in PaliUma 'Anläßlich der Geburtstagsfeier des Königs von England gab Sir Herbert Samuel, der High Commjssioner für Palästina, eine Erklärung über seine Politik ab, in der er Zunächst über die Maßnahmen zur kulturellen Hebung der Bevölkerung und über das begönnere Schallwerk lxrach. Zur politischen Lage übergehend, erklärte der High Commissioner: „Ich bedaure, daß die Harmonie zwischen den Bekenntnissen und Völkern Palästinas, die mit g-ößtem Elfer;« fördern bestrebt war, noch nicht e r icht wurde, und ich habe sorgsam darüber nachgedacht. welche Maßnahmen die geeignetsten zu deren Sicherung wären. 2ck möchte wieder einmal auf das unselig: Mißverständnis zu sprechen kommen, das in bgzug auf den Satz der Balfour-Dcklaration — die Errichtung eines nationalen Heims für die Juden in Palästina < besteht. Ich höre von verschiedenen Setten, daß die arabische Bevölkerung Palästinas nie ihre Zustimmung geben wird, daß ihr Land, ihre heiligen Stätten, ihr Grund und Boden ihnen weggenommen und Fremden üb.rgeben lve.den soll, daß sie nie einwill.gen wttd, daß eine jüdische Regierung eingesetzt werde, die über die mohammedanisch: und christliche Majorität regieren solle. Die Leute sagen, sie verstünden nicht, wie es denn möglich sei, daß b-ie wegen ihrer Gerechtigkeit auf der ganzen Welt bekannte brttische Regierung je in eine derartige Politik hätte einwilligen können. Meine Antwort ist, daß die britische Regierung, die tatsächlich vor allem anderen für die Gerechtigkeit Sorge trägt, einer solchen Politik nie zugastimmt hat und auch nie zu stimmen wi d. Nicht des ist die Bedeutung der Bakfour-Dellarätiön. Es inag schon sein, daß die Uebersetzung^ der erta r scheu Aus rücke i ns Arabische ih e richtige Bedeutung nicht widergibt. Sie bedeutet, daß den Ju >en, die ein über die gante Welt -erst eut>.Ä Volk sind, deren Herzen aber stets aus DMst na gerichtet sind, die Möglichkeit gegeben fest hier ihr Heim zu begründen und daß manche unter ihnen — innerhalb der durch die'Aa'st nid der Jntere fen der gMnwärtig n Bevölkt u g silierten Grenzen — nach Palästina ko. m?n sollen, um mit ihren Mttt ln und A streng ngen das Land rmn Vorteils aller seiner Einwohner entwickeln M hecken. Sind welche Maßnahmen notwendig «in di: mohammedanische mt) chr stli se Bevölk r n z vo r d:r Befolgung dieser Grundsätze in der Prarls und davon zu überzeugen, daß ihre Rechte tat Lchlia geschützt sind, to werden soMs Maßnahmen ergriffen werden. Denn di: briti ch: Reg e rrng. der das Mandat das Glück der paläftmenjis. len Bevölkerung anvert:a lf, wird ih: nie eine Ko-; lltlk aufzwingen, die dieser BevölksrunZ e nrn Grund geben törrnte, sie al>s eine ihren religiösen, poiisischen und ökonomischen Interessen entgegengesetzte Politik zu betrachten. In bezug airf die Einwande-f rung ist es in oer Tal nötig, baß ihre Ausdehnung in e'n striktes Verhältnis zu der im Lande vorhandenen BchchiäftigungsMöglichkeit gebracht weroe und .ferner, daß die Beschäftigung den Charakter, einer neuen und permanenten Arbeit trage. Die Einwanderung wurde eingestellt bis zun« Zeitpunkt, da ein Ueberblick über die Lag; Vorhänden sein wird. Weiters wird verfügt, daß nachstehende Kategorien zugelassen werden können: Touristen, materiell unabhängige Per.oneir, Handwerker Verwandte von km Lande Ansässigen, die von diesen abhängig sind und Personen, die srchere Aussicht auf Beschäftigung bei namhaft gemachten Arbett g:ern oder llntemehMungen haben. Außerdem wird efn« b>schrän ten Unzahl von Personen, die zur Zeit der IDerkünduu^ der Elmoand.rungs pe re in einem1 eu opäsichen Hafen angekommen sind vder bereits auf einem Schfs waren, die Erlaubnis zur Eimeise erte'lt werden. S; muß ents l iehen »auerkann w r en drß di geg nwä tige x Be dingungen in Palästina eine Maste.»einwanderung nicht gestatten. 2 b age dafür Sorge» daß die Bevölkerung Palästinas enger mit de: unter dem Mandat eingese^t^n Derwrlcung verknüpft werde. Die Frage der Sicherung einer freien und autoritativen Meinungsäußerung wird jetzt vzn der Regierung in London ma der größten Anfme k am eit erwogen. Inzwischen schlage ich vor, unverzüglich Schrit.e zu ergreifen, um eine g-ün^lichcre Beratung über die wichtigen Verwaltungsangelegenheiten zwischen der Regierung und jenen verantwo reichen Personen zu srchern, welche im Rainen aller Bevölkerungsschichten sp ech n Bein"3p krafttreten des Äiandats bedhf chüig die Regierung Englands Vorkehrungen für die Einsetzrmg einer Regierung in Palästina zu treffen. Die Interessen der nichtjüdischen Bevölkerung werden n icht nur vom Mandat selbst voll gesichert sein, sondern es wird ganz gewiß in diesem JnstniMenI dafür gesorgt werden. Wie kürzlich mitgeteilt wuroe, werden unver- Sügt'ich Schpitte zur Wiedereirrführung des Wahlsystems jn die Mrnizipien unternoyrmen weroen." Sir Herbert Samuel schloß seine Rede mjt ein- 'n Hinweis mrf die traur gm Vorfälle in 2>cksta uns sagte, er erwarte zunächst den Gericht des Unt rsuch ngsk mit es. bevor er darüber seine Meinung äußere. Es fei aber versichert, daß nichts derartige Verbrechen, wie Mord, Totschlag und Plünderung, entschuldigen könne. Die Schul:ig»n werden ihrer verdienten Strafe nicht entgehen. Inzwischen sprach er den FamAien der Ermordeten und Verwundeten sein herzliches Beileid aus. Ar Klärung. Von Emil W a l d st e t n, Prag. Wir brachten tm kurzem die liefesitzung eures Artikels, dm Prof. Musil ür der arntlichen „b-sl. Republika" von« 15. Mar 'veröffentlicht hatte. Auf diesen Artikel antwortet in den „ckidovske Lepra-- vy" Emrl Waldstein u. a. sollendes: Professor Musil, der in Zeitschriften verschiedener politischer Richüngen häufig über die Verhältnisse in Palästina schreibt, veröffentlichte aßt 15. Mai in dem amtlichen Blatte „CÄ. Republika" einen sehr interessanten Artikel. Lr verwahrt sich darin gegen bte SeW€- digung. wie er sagt, des Erekutiotomttees des Zionsverbai^des in London, der bu ch Vermittlung Smserer dortigen Gefandischaft M Mnister.üm des Auswärtigen eine unstangreichs Denkschrift überreicht habe, in welcher er sich mit den Attikeln Prof, Musils über Pttästina befaßt und inbirelt verlangt, daß unsere Regierung diesen zum Schweigen brirge. Prof. Musil weist in seiner weiteren Drregnng den Vorwurf der Parteilichkeit zurück uno bemüht sich einerseits nachuweisen, daß er ein Freund des Zionismus ist, anderseits.daß die Nachricht ten. die er aus verschiedenen Blättern gefchöost und dann kombiniert hat, wahrheitsgetreu sind. Schließlich beschuldigt er die zionistucpe Erelutioe, daß 'sie die Meinungsfreiheit nickt nrn- Äenne und die Freiheit der Forschung beschränken wollen Diese Angelegerrheit verdien' ''orgfällige Beachtung von mehr als einem Standpunkt, In den ^.Zrdooske Zpravy" wurde schon wie-- derholl darauf hingewiesen, daß die Artikel! Prof. Musils, die Shne sichtliche wistensün'stsiche Ambitionen in verschiedenen Prager Tageszettvngen erscheinen, auf Grund einer willkürlichen Auswahl von Nachrichten aus arabischen, gegen den Zionismus voreingenommene», B'ckttern Zusammengestell: sind und den wirlichen tt^Ttzältnissen in Palästina nicht ent sprechen, insbesondere dann nicht, wenn von dem dorMen Judentum die Rede ist. Prof. Aiusil ivar schon seit vier Jahren nickt in Palästina und schreibt seine Arti er in Pra-z, stützt sich dabei aus den jüdischen Bestreüungen feindlich>e Stimmen und überträgt die Auf-, fassung. die er so gewonnen hat, auf.ein sbreiteres Lesepubllkum. Aus feinen Artsrein h:t niem.nid erjak reu. was a» positiven Lei,tun gen in der kurzen Zeit bisher von Iden eingewanderten Luden vollbracht Milde, welch«: Institutionen errichtet, welche Beuren durckgeführt, wieviel Feld besät und bearbeller, wieviel Baume gepfllrnzt, wieviel Boden vor dem Flugsand der Dünen geschützt wurde. Aus seinen Nachrichten ersuär der Leser nichts von der Organisation des hebräischen Schul.verke». von dem ärztlichen Dienst, von den Methoden des Lampfes gegen die Malaria, vvy den vielen geistigen Strörmmgm im Sckoße, des palässinensischen Judentums, von feinen Pqv>» teien und Zeitschriften, von seiner Wirtschaft, lichen Lage und Zukunft, von den ersten Anfängen und Versuchen industrieller Unternehmungen. Viel, sehr viel vorn palästinensifche» Leben entging der kritischen Feder Professor Musils uns es waren das durchwegs Ding», mit denen die palästinensische Judenfchafl sich stolz vor der ganzen Welt rühmen kann. Dafür entging aber seinem gründIWen Studium ausländischer Zoitung.n nichts, was auf die jüdische Lolvnisasion in Palästina einen Schatten werfen l&nnte. Das gespann.« Kft FmiAetM. Bewegung mit Arabern. Von I. GH. Brenner. Einige Tage vor seiner grausamen Ermottung durch die Araber veiösfentlihte Brenner im „Luntres" folgende Notiz über unkerc Beziebungen zu den Arabern: Gegen 4lbsnd verirrte ich mich in den jllmbigen Wegen zwischen den Bojaren außerhalb der Stadt. Alle geboren den Arabern, Jck> ging an einem Hmrse vorüber, vor dessen Tür ein kleiner Effendi sitzt mit Mei älteren Nachbarn, nA-en ihnen steht An jurger Araber. Ich grüßte sie, sie antworteten nicht, ^ch ging weiter, ivandte mich um und sah, daß das boshafte Absicht war. Ich dachte dann: weml die Hypothese cuch richtig wäre, oatz ti: Eingeborenen unsere Brüder sind und daß »n oen palästinensischen Fellachen viel jüdisches E'lut fließt — ich will von ihnen nichts juiiüm, lick habe keinen anderen Ausweg, ich muß m ihneil vorüber, ob sie es wollen, oder nicht. Aber lieber begegne ich einem Ru fen in TaMjbow. geschweige denn einem Litauer in der llmgelung von Lomto, als diesen orienialikt°:en Polen. Illach singen Schiiten auf einem anderen f»tcg stieß ich cir einen Araber, der sin alte Flumoen ciner ebcMü'.aen burov.uNe« LiteE geklcidet war und eine alte Spitzhacke auf dpr Säulter trug. Er holte mich ein. indem er l'mmerz» Chawadfcha (Herr) rief. Ich sah, daß es kein erwachsener Araber war. wie ich in der ersten Minute angenommen hatte, sondern ein 13- oder 14jähriger Arbeiterjunge. Er fragte mich etwas, indem er laut und sentlich schrie. Ich konnte ihm leider mchi antworten. da ich des Arabischen nicht mächllg bin. Ich fragte ihrr nur: „Arrs Sulejma?" d. l).: bist du aus dem benachbarten Dorfe' Su'.ejiMl. wormrf er antwortete ,daß er an dieser Bajare arbeitet. Auf msine Frage bestätigte er. iurß sie jenenr Effendi gehört. Er erzählte mir, soweit ich ihn verstehen konnte, daß er weder Vater noch Mutter habe, die während des Lrieges gestorben seien. Ich fragte ihn „Kadesch?", d. h. wieviel bekommst du täglich. Er antwortete mit besonderem Sivlz: „Tmanja Grüsch", d. f>: 8 Piaster täglich. "Nicht gut" sagte ich ihm. Er verstand zunächst dicht, ob es zu viel oder zu wenig te r«o erzählte mir ausführlich, daß es Arbetter gibt, die 15, ja 20 G.ufch pro Tag verdienen. Er aber habe noch kleine Geschwister, die er von feinem Verdienst ernährst. Alles kommt von Allah. Da habe ich mich fu cht'-ar g 'ch'M, daß ich bis jetzt noch nicht aratifch sprechen gelernt habe. Wenn ick doch sprechen kö.mkc' Krbestenöer Waise, innger Bruder, ov min die Gelehrten Recht haben oder nicht, ob du nrkr blutsverwandt bist ober nicht, ich bin doch für dich verantwortlich. Ich müßte dich doch belehren und dir zeigen, was menschliche Beziehungen sind. Nein' Nicht die Rev!>lutionsnracherei «m Orient, auf Befehl Anes bestimmten Lvmttses und laut Auftrag einer bessim-nten soMistifchen Postlik! Nein, keine Politik, l das ist vielleicht nicht unsere Mfgub.", das anachei, wir aus DerzweiflunA. wenn wir keinen anderen Ausweg haben! Sondern men'cklicke, seelische Berührung, langjähr ger andauernder Verkehr und ohne jede Absicht außer der Absicht eines Bruders uni: eines Freundes. „Sclwtom Herr", verabschiedete sich der Lunge von m.'r,^ als er sah. daß My .beschäftigt war, aber aus seinem Wschiedsgruß konnte man doch eine gewisse Genugtuung heraushörerr. daß es ihm gelungen war, wie ein Erwachsener mit einem Erwachsenen zu sprechen Ich erwiderte feilten Gruß bebenden Herzens und irrte wetter im Dunkel der Nacht. Knaben und Mörder. Zwei Erzählungen von Herrmanu Ungar. 1020 E. P. Tal il Cck, Verlag Leipzig, Wien. Geh M. 12.—, g«S. 15.— Ln diesen beiden ErAhiv'.rgen, die sckembar die Erstlingsjrüchte Ungars sind, zeigt sich sich erlich .ein starsts. ee^chez Talent, Die Entwicklung eines kleinen Lnaben, der in einem Siechenhense einer kleinen mährischen Prvoinzst-ckt erzogen wird, ist mit starken Strichen gut gezeichnet, die erwachende Serualltät gut mchempsnnden, die dann letzten Endes zur Triebkraft des zum Jüngstng und Mann herangereisten Knaben geworden ist. Ungar hat die Sucht, von der Naftjr zurückgebliebene Individuen zu zeichnen, sich m ihre Pslcholvgie emlebend. sie llckendig nckt allen ihren Vorzügen und Schwächen zur Darstellung zu bringen. Es gelingt. Es gelingt ihm sogar, dem Leser zu suggerieren, daß er selbst, der Dichter, solch ein von Natur mich körperlicher und materieller Armut bedachtes armes Dienschenkind sei, was jedoch in Wirkllchksit Ilicht suttifft. Und um namentlich den Leserinnen die Jl.usion zu rauben, oder vielleicht ihnen die Illusion M geben, 'ei hervvrgehoben, daß Ungar keineswegs irgend ein schwacncr oder gar verwachsener Züngling sei odc. war, sondern^ ganz im Gegentsil!, Er war während des Zrieges ein sehr schmxcke? .Artilleriereserveosti Da? r«; n:6e be:. Den beiden Er.äy »nge„ h.iftet auch gewisser Zug zur Grnu.amkch und Er-entrj- Lität an. den wir aber als Konzession öle heulige Zeit hinnehmen wollen. Ungar wird in der europäischen Literalnr eine große Zg-, kunft prophezeit, wir w -l en hoffen, daß üw'elem iungen DinvsUaune wtkell «ir>