Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 41 (7.6.1921)
- Date
- 1921-06-07
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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14*' tSefte'S ftieitssfftg jüdisches VottsSlakt^ f, Simt Str. 41 (*•• i « i:; ‘ 81' &e*r; jic fr b*' ' * k , . > sfo F?t.? da *v < ■ 8l i » 15 & '' w D?'. m * ■ h: r& 1 : bx ler ■ : L f?. V. : * de mren Hajessod. Di« Konferenz zwischen Weitzmonn und Mack. Heber Jnitiitive einflußreicher jüdischer Persönlichkeiterd New Jorks trat eine inoffizicNe Koufereuz zur Anbahnung einer Verständigrmg zwischen den stür-rern d-v c-ropäischen und der amerikanischen Zionisten zusammen- An dieser Konferenz nahmen Tr. Weitzmann, Nssischkin- Richter Mack mrd Professor Frankfurter HI, die &)tch Stcmdpuukt vor der Konferenz darznleaeu suchten. In einer fast zweistündigen Rede' verteidigte Mack die Politik der amerikanischen zionistischen Exekutive und hob, ebenso wie der zweite Red. ner, Professor Frankfurter, die bekannten Vorwürfe hervor. Er trat besonders gegen die För- ' derung der „Eegenwartsarbeit" im jetzigen Mo- Ment sowie gsgen den Erwerb von Emek Israel tmd die schlechte Verwaltung der in: Bestbe der Zionist Commission sich befindlichen Gelder auf. In seiner Antwort wies Tr. Weitzmann auf die grundsätzlichen Differenzen zwischen der Exekutive der zionistischen Weltorganisation imd der amerikanischen zionistischen Organisation und die keineswegs einwandfreien Onertreibercien gegen den Keren Hajessod hin. Er erklärte, daß er und feine Kollegen mit Leuten wie Professor Frankfurter, die mit südischen Bestrebungen und jüdischer Politik nickst mitnihlen, nichts Gemeinsames haben. Ussischkin verlangte in seiner Rede Aktivität und Disziplin von der amerikanischen Exekutive. Eine derartige Kritik wie die deS Keren Hajessod könne nur auf dem Kongreß geübt werden, wo die Opponenten Geleaenheit haben werden, iFire Ansichten zum Ausdruck zu bringen. Er verteidigte den Erwerb von Emek Israel und erklärte, derartige Erwerbe bei jeder sich darbietenc.cn Gelegenheit vornehmen zu wollen. Die Reden der europäischen Führer machten 'einen starken Eindruck aus die Versammelten. Tie Konferenz zeigte. wie noüvendig imd rverivokl es sei, die Zineikck nnpariiischer Personen zn beseitigen und die Arbeit der europäischen Zionisten klamumachen. W. M. Z. Irr Kongreß der zimisLischen Weltorganisation findet am Donnerstag, den i. September 1921 in Karlsbad statt. — Me Sitzung des großen 31. 6, wird endgültig für Sonntag, den 10. Äull 1921 nach Vrag einberufen. kammelt, als daß sie auf den Schwindel dieser wahrhaft europäischen Kausalität hereinfallen dürfen. Modervell (kein Jude) der auf das Gerücht der Ereignisse in Tel- Awiw sich von Jerusalem aus an Ort und Stelle der Ausschreitungen begab, schreibt in den „Chicago Daily News": Dort (in Jaffa) traten die Schrecken der „bolschewistischen Revolution" bei näherer Prüfung in den .Hintergrund. Die bolschewistischen „Mengen", die die Straßen durchzogen, traten als geringfügige Häuflein junger Leute in Erscheinung, welche insgesamt an die 40 oder 60 einen kleinen Spaziergang nach Tel-Awiw unternahmen und dann nach Hause zogen. Das „Bolschewikenorgan" hatte das Aussehen eines Wochenflugblattes in hebräischer Sprache mit allgemein sozialistischem Inhalt. Die Bolschewiken-„Partei" beschränkt sich auf Jaffa und hat dort insgesamt gegen 50 Mitglieder. In Jaffa war Streik. In Jerusalem erzählte man, das seien die Anlegen des kommenden bostchewisti'chen Aufruirs. In Jaffa fand ich, daß üch der Streik au' vier Konditoreien beschränkte, deren Arbeiter eine Lohnerhöhung forderten. Die Anzahl der Streikenden betrug 20 bis 25. Es ist anzunehmm, daß wir uns in kurzer Frist ein deutliches Bild der Ir ustgen Episode werden machen können und cX; erwarten mit Rübe ore Au Hebung der Zensur in Palästina, die dem Geschichtsschreiber das Material für feine Forschung und dem Politiker die Erfahrungen liefern soll, dir ihn die Fehler' cec -Zsis «ZTLsLKßO e?forts. Seit der Umwandlung der zionistischen Leitung, die durch die Demission Nehemia de Liemes und I. Simons notwendig i wurde, waren es zwei Monate, die die zionistische Oefsentlichkeit ohne Unterschied der Parteirichtung mit großer Befriedigung erfüllten: Der von der neuen Leitung erklärte Wille die Alijwah unter allen Umständen aufrecht zu erhalten und die Einberufung des 12, Zionistenkongresses. Beide Ereignisse waren darnach angetan, der zionistischen Bewegung kräftige Impulse zuzuführen und so rüsteten alle Landsmannschaften eifrig. Keren Hajessod und Schekelpropaganda waren die ökonomische und politische Erwiderung der Verbünde und Fraktionen, die amerikanische Frage wurde in. ihrer ganzen Breite aufgerollt, die neue Fraktion „Binjan Haarez" trat auf den Plan und die oft- und mitteleuropäischen Verbände suchten eine Berständigungsmöglichkeit zwecks Durchsetzung ihrer gemeinsamen Ziele am Kongreß. Die Londoner Exukutive hätte gerne ihrem Werke die Krone aufgesebt, indem sie den Mandatsvertrag noch vor dem Kongreß 'unter Dach gebracht hätte, und es ist anzunehmen, daß sie bemüht war, ihn der Genehmigung des Völkerbundes noch vorher unterbreiten zu lassen. Diese friedliche und arbeitsreiche Atmosphäre, die dem Kongreß vorausging, wurde auch nicht durch das Gewitterwolkchen gestört, das kurze Zeit hindurch den blauen zionistischen Himmel bevolkte und sich nach dem energischen Lluftreten Churchills rasch wieder verzog. So schien es wenigstens unseren Optimisten. Die jüngsten Nachrichten aus Palästina haben aber alle Zionisten ohne jeglichen Unterschied ihres Temperaments wie ein plötzlicher Schicksalsschlag getroffen, was umsoweniger verwunderlich erscheint, als auch in Erez Israel weder die Regierung, noch der Jischuw auf das kommende vorbereitet waren. Wohl aber scheint es, als ob die Araber ihre Vorbereitungen bereits getroffen hätten, denn trotz den spärlichen Nachrichten aus Palästina kann man den verschiedenen Berichten, die die Zensur paßierten, entnehmen, daß der Zusammendana der jüdisch-kommunistischen Demonstration mit den Exzessen in Tel-Awiw in keinem anderen, als dem unschuldtasten «Her Zusammenhänge der zeitlichen Avfrinanderfolae steht. Mit der bewährten Formel „post hoc, ergo vropter hoc, haben die Juden in der langen Geschichte lhrer «olutb m umfangreiche Erfahrungen gewelches jüngst geflossen ist: sie werden aber dm wahre.i Sinn aller Opfer erschlichen, d e nich.s anderes meinen können, als: Versöhnung. Zer Korrgreß — und was dann? Bon Meir Großmann. Seit kurzer Zeit erscheint in London eine Zeitschrift „Die Tribüne" in südischer Sprache. Dieses Blatt stellt die äortsepung eines Organes dar, bas in der »triegszcit von Wladimir JabotiNSkY, berauSgeßeben wurde. Heute zeichnet als Redakteur Metr Grobmann,' die Richtung ist die alte, sogenannte a k t t v I st i s ch e. Die Gruppe der Aktivisten steht in entschiedener Opposition zum ofsiztellcn Zionismus mit der Begrüdung, daß er zu bedächiig, zu schüchtern, zu ängstlich ist, sowohl iw Aufstellen von Forderungen als auch in der Durchführung seiner Pläne. Die Aufsätze der „Tribüne" sind auch bann, wenn man mit ihren Folgerungen nicht überetnstimmt, für Sie Beurteilung des heutigen Zionismus von großer Bedeutung und wir hoffen, häufig unseren Lesern Üebersetzungen dieser Aufsätze übermitteln zm können. Wir wollen ein für allemal feststellen, daß damit eine Parteinahme unsererseits nicht erfolgt. Tie heutige Lage der Zionistischen Organisation erinnert oft an die Zustände Rußlands >n der Zeit Kerenskis. Nicht nur ihr heutiger innerer Zustand, sondern auch die Stellung in der Außenwelt weist viel Aehnlichkeit mit den ersten acht Monaten der russische ' Revolution aus. Ost scheint es sogar, daß sich auf der pol' tischen Bühne dieselben Gestalten mit den gleichen Gesten und Mienen bewegen; sie sehen nur etwas vertrauter, etwas jüdischer aus- Wie Rußland vom März bis Oktober, so ist Vergangenheit für die^ Zukunft v rme den Ir*, die zionistische Bewegung heute doppelgesichtig imd doppelherzig. Die eine Hälfte des Antlitzes lächelt und strahlt vor Freude noch rmter venu Eindruck des gewaltigen politischen' Erfolges, die andere ist vergrämt, erschrocken, verzweifelt. Vor den Augen schweben noch immer Vorstellungen von einem Juden staat, nach welchem von al> len Seiten Millionen müde" Wanderer ziehen, aber der nüchterneVersßand beginnt einzusehen, wie sen. Die wertvollste Lehre aber wirst das jüdische Voll aus dieser Episode zu zsichen haben und sie läßt sich kurz rn die Worte des Telegramms Dr. Hugo Bergmanns, usteres Lanomannes, an der JerufakrMer llnive: sttcstsbibiiothck zusammenfassen: von dcu'Ie effcrts (Berdcp.el: Eure Anstrengungen! So an wortet er au ei .e Ansr ge des böhmischen Diftrcktesoerbapdis nach dem: nebekhaft vorlärrfig noch all die erreichten Erso'.ge Wohlergehen unserer Landschule und Ehalu irzü^md. Allmählich verklingt das durch zwei Jahre in EreZ Israel. So antworteten auh die War-! wiederholte Hurra und in erschreckender Helle e". scheuer Zionisten au' die Nachrichten aus Pa-> scheint die Unfähigkeit der Bewegung, den politi» lästina, als sie ihre sihaluzim zum Protest 'gescheu Erfolg ailszunützen. Daraus erklärt sich, gen die Situation in Erez Israel u -erhand! gerade gleichzeitig mit der Proklamierung des aufbrechen hießen und begeistert zur Bann be stören Hajessod, die innere Zersetzung der Par- „l iteten. Wir w s en, daß der Ausnahm: u and, tei, darum bekennt die Leitung, daß sie heute der m Palästina herrscht, d'e Reglerung^wang nicht imstande ist, auch nur die Emigxationsbeweihre Truppenmacht au .zubieten, die Schvlbig,mg nach Palästina zu bcherrsechn, von einem gen vor ein Ausnahmsgerichch zu stell.u, Mawirklichen Allfbau des Landes gar nicht zu iprejckinengewehre in Strstüng u ormgen, arm ecte Aerovlane über den Kolonien krcu en zu lassen, kurz den ganzen Apparat jn Bewrgu lg zu setzen, dessen besseres cder schlechteres Funstisnieren wlost in Represstvsalie von uns , uc bedauert werden kann, die wir das un.ehl- >re Prävcntiomi.te. kennen und m ermüdender Elsichförmi ite!t den Juden der g sam en West seit mehr ais eineni Jahre oordemonstrieren: Die Anstediung möglichst, vieler Julen kn Palästina und die Au dringung der hiezu notwendigen Mittel. Die Clique von arabstchen L u^- beulern, Effendis und (Hroßgrundbesttzern. d e das arabische Voll gegen die Einwanderer aufhetzen, weit 'sie fürchten müss.n. vom St"v ne dieser besseren Menschen hlnwe g schw mm zu werden, kann nicht uch soll ni t M t denselben Misteln geschlagen werden. Jüd. ch: Arrest und jüdisches Kapital sollen das Antl.tz des Landes so verändern, daß sich in seinem Spiegel die Brudervölker erkennen und anerkennen Dalum Ist es begreisl ch. daß die zionistische Organisation ander ganzen Welt gegen d:ecuch nur temporare Einstellung der W-h Stellung genommen und protestiert hat. Der tschechoslowalväw Landesverband hat ein Protesttelegramm an den Kolonlalminister Churchill gerichtet und in v eien Ortsgruppen haben öffentliche Protestversainmlungen bereits paltge u den oder werden in den nächsten Tagen sta.ll finden. Jn Prag, Kaschau und Presov känr es zu Massenvrr>anM<u.lgen. aus Pilsen, Tepl.tz uiitanderen Orten ist vort u i., erst das Da- .um der Versammlungen unserer Redaktion betanntgegeben worden. Alle diese Berp-nMlungen tönne» nlur den einen Zweck haben, die Solidarität mit unseren Brüdern in Erez Israel und den Opfern einer verhetzenden Politck vor aller Welt zu bekunden Darüber hinaus aber daben die Lerfamm ungen in ihren Rrsolub.onen den unbeu gsamen Wil en erklärt, Pa ä ina als die jüdische Heimstätte auf'uri.btcn un> alle Opfer für dieses Ziel zu bringen. Diese O str werden unscheinbar sein gegen das des Viu.es, chen. Das ganze Volk ist mit der provisorischen Regierimg; wie ein Mann wird sich das Volk erheben, sie zu verteidigen! — Erinnert man sich noch dieser Worte?' Und als die Stunde kam, da ist kein Einziger aufgestcmdei^ um die schwache, hilflose, erschrockene imd stammelnde Regierimg zn schützn, obgleich sie mit dem neuen Rußland verbunden!var und rhni die Freiheit gebracht hatte. Auch das ganze jüdische Volk hak vor noch gar nicht langer Zeit auf den Gassen denlonstriert zn Ehren der Balfmwschen Dekla» ration, zu Ehren von San Remo. Alle Zionisten sind mit Leib cmd Seele für imd mit Weizmann und Sokolow — das sind doch heute Axiome — und doch sehen wir, wie dasselbe Volk schiveigt und sich nicht von der Stelle ri'ch.rt, da die „beliebten Führer" mit Tairsenben von Schwierig, leiten ringen. W>mrm? Weil ihneir ein tiefer Instinkt sagt, daß die Bringer der ErlösirrV hilflos, nnorgmiisiert, schwach rmd völlig unvorbereitet sind- Daskelbe, was Rußland durch sieben Monate getan hat, tim wir seit zwei Jechrcn: Manifesiationen, flatternde Fähnen, frendantrunkene Massen — das Volk demonstriert! Unzählige Versammlimgcn mit hochtönenden und natürlich imnier durchaus ehrlichen Reden; unendliche Krmfermzen imd Deraümgen, über denen regele mäßig Hoffnimgen schweben, baß bald der wirkliche „Hausherr" der Bsvegimg kommen und endlich Ordnimg schaffen wird, daß wir bald endlich eine wirkliche Leitung haben werden. Nud inzwischen? Juzivisch-n besteht eine permanente Krise, begleitet von unproduktiver Verschwendung nationaler Mittel. Ist denn die Londoner Konferenz nicht eine Art „demokratischer Beratung" gewesen und erinnea nicht jetzt die Losung „Kongreß!" an das Geschreß, das durch ganz Rußland getragen wi"rdc: „Hoch die Konstituante!" Mit denselben libertriebcuen kioffinmgen als ob ein Parlament Wunder tun mrd mit einem Male Wunden heilen könnte, die rief und organisch sind. Und als ob es imstande wäre, die Armut und Hilflosigkeit der müden Führer zu verbergen. Blicken wir nur etwas tiefer in den grauen Nebel rings um die Bewegung und wir sehen, wie die zionistischen „provisorischen Regierungen" sich ablösen. Eine kommt und die andere geht, keine hinterläßt eine Spur, keine bringt den Karren von der Stelle. Die Macht geh? aus einer Hand in die andere, bis sie zum Privilegium eines einzelnen wird. Die Aehnlichkeit. mit der unglücklichen Kerenskizeit wird noch weit größer, wenn wir aus einer getvissen Distanz den Präsidenten selbst betrach, ten. Dieselbe ständige Exaltation und Aufrichtig, keit — ein Meer aufrichtiger Stimmungen —. dieselben effektvollen Reden mit Gesten wie „Jü, orsches Volk, was hast dn getan?"; dieselbe blitzt schnelle Karriere, dieselbe. Ungenauigkeit in Perträgen und Beweglichkeit in Grundsätzen. Ae Stimmlmg von heute, die zufällige Wirkung oft zufälliger Menschen, der Mangel an Entschlösse!!- heit — das sind die Grundzüge unseres KereiM, der stark in Worten ist und schwach in Taten. Oft erscheint vor unseren Augen das Bild der Zeit vom März bis Oktober: Triumphreiseu, Fanfaren, Lobgesänge billiger Journalisten, Festwochen. Heute in London, rnorgen in Jerusalem, übermorgen in New Jork und demnächst in Warschau — unsere ganze jüdische Front entlang, die doch dem Sturm der ersten Krise nicht standhalten kann. Indessen vergeht die Zeit imd „man kommt nicht zu Geld" und auch nicht zu einer großen Auswanderung nach Palästina. Man hört nur von neuen Leitungen, aber die Organisation sieht man nicht >ünd spürt man nicht. Denn was tim die Zionisten, die berühmte „Million Schekelzahler?" Die Komitees leben ständig in Erwartung von Wundern von London her und die „Million" zerschnülzt wie Schnee an einem Sommertag — verwundert, erstaunt, verzweifelt. Gewiß, sie bekommt von Zeit zu Zeit eine Morphiumeinspritzuna. damit der Leichnam nicht in Berwesimg übergeht. Zuerst waren es dr« Ankündigungen für die Londoner Konferenz, dann die Sitzimg des großen AktionSkomitees und nunmehr, zuletzt, der zwölfte, Kongreß. „Bereitet euch für den Kongreß! Von ihm komnit die Hilfe", so stürmt es jetzt im zionisüschen Blätterwald- Und wieder wird der Lärnu nur zu Enttäuschungen sichren, wenn es so mei-| ter geht, wie es bisher ging. Daher muß man ein für allemal imd gerade, jetzt, so lange es noch Zeit ist, die Illusion und die übertriebenen Hoffnungen ans den Kongreß zerstören. Denn kein Kongreß, sei er noch so deinokratisch, kann ims helfen, wenn er ans derselben Art von Delegierten bestehen wird wie die Londoner Konferenz: aus einstigen Adeligen, willenlosen Fraktionen, welche Opposition gegen „Seine Majestät" spielen, und aus prinzipiellen Hedad-Schreieru, die mit glasigen Augen auf die Führer starren. Kein Kongreß ivird uns retten, wenn sich die Partei nickit bei Zeiten Rechenschaft; über alle Fragen gibt und Delegierte mit bcstimniten und klaren Direktiven sendet. Kein Kongreß wird unsere jetzige Lage ändern und die Bewegung auf den rechten Weg bringen so lange nicht eine Gruppe entschlossener Man-, n e r m! t st a r k e m W i l l e n k o m m t, ü »t, die Führung in ihre Hände zu nehmen, die jetzigen Exzellenzen erbarmungslos zu beseitigen eine Koalition frischer Kräfte l« schaffen. Und jetzt ist es die höchste Zeit, den erste» Schritt in dieser Richtung zu tun. Scho» W muß man diese Gruppe zu organisieren beginnen, die „Liga aktiver Z i o u i st e n", die rechtzeitig die Allgemeinheit über die wirkliche Lage anfklären, den neuen Bh'antinisnurs der : Führer zerstören und ihre Hilflosigkeit ansdeckeu j soll. Man muß Männer für die neue Führimg ' vorbereite n.die Aufgaben klar machen, die Ziele und Wege bezeichnen- Eine Liga von Aktivisten muß sogleich ge schaffen werden, eine Liga, die eine Art innerer Orden innerhalb der zionistischen Organ'Äisn> fein imd alle Entschlosienen, Aktiven und Unttj schrockenen vereinigen soll. Ueberall, wo cs zionistisches Leben gibt, muß die Liga ihre M glieder haben, die auf der Wache stehen und " richtigen Augenblick die Vertrauensmänner neueic Leitung werden. ,nt| Ser tn8 bi< e#* Truden pccite» chm b »Ser «mb 5«! dmi dn! 7# kwr Ütni m mt Ifal j Jtfl WC fielt m; *«4 ’ Vr Jot ietl Vl:-i ■’C¥?