Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 35 (13.5.1921)
- Date
- 1921-05-13
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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f WM ■.. -iJEii, Deve 4 55t;fta'a .ISdikKes »olfSSIat* 13; f, aä. > Sr »ö * Ie‘ 'jiötw <i0,öer! de s P- N ■**<> u» . K 3s fb Tr m It p föße für Arbeien der Rechtsschützstelle zur Verfügung zu stehen hät. Der di'nsthabcnde Anwalt hat _ im Falte .seiner Verhinderung während dieser Periode für seine Stellvertretung Sorge zu trogen. Die Rcchtssu'chenden haben sich an die KultusgcMeindckanzlei zu wnd n welche sich Mit dem diensthabenden Anwelte auf möglichst kurzem Weg: /reg Imäßig telephonisch) über den Zeitpunkt der Beratung des An- -Mattes und dem Rechtssuchenden in Tie.- bindung zu sehen und dem Rech:ssuhendrn die notwendigen Anweisungen in die er Richtung zu erteilen, hat. Zur Legitimation ist dem Rechtssuchenden e n: ch ifstihc Anwe sung in der ÄulmsgcMnndckanzl i auszust.llen. Dis KultusgemAndekanst i hat im Falle einer Jnampruchnahm» nach Art I., Punkt a) den Rechtssuchenden ohne Westerleitung an den diensthabenden Anwalt dann abz westen, wenn ihr bekannt ist, das; derselbe nicht feur Kategorie der' Unbemittelten gehört und den diensthabenden An.valt hievon zu verständigen. V. Alte in einer Dienstper odr angefallenen Wachen find von dem diensthabenden Anwal e, bis zu ihrer Beendigung zu bearbeiten urd zu vertreten. Als Auhciltstag der Ange'.egcuhe'.- ten c) gilt der Tag der Beschlußfassung der Armenkommission. Der Anwalt kann jedoch die Uebernahme der Vertretung äblc'hnen, wenn a) der Fall nicht in den sub. I. gekennzeichneten Kreis der Rechte sch hstellr fällt, b) wegen offenkundiger Aussichtslosigkeit^ c) wenn ihm im Falle einer Inanspruchnahme^ nach An. I, ai bekannt ist, daß der Rechtssuchende nichi zu den Unb'Mitteben gehört. Dem Rechssuchenden st.ht das Rech?u, gegen diese Ablehnung b.im Leiter der Rech s- WuWells Mündt.ch oder schrist.ich Vorstellungen zu erheben und der Lei'.er ist in bringenden Fällen beroch stgt, der Vorstellung i'el ft startzugcben und d:e Uebernahme des Falles durch den diensthabenden oder durch einen -anderen Anwalt der Rechtsschutzst Ile anzuordnen. Hat in einem solchen Falle ein anderer Anwalt die Vertretung für den diensthabenden übernommen, dann ist der diensthabende veipfstchet, eine i-i der Dienstperiode des Uebernehmers angefaloene Rechtssache nach Wahl des Uebernehm.rs für diesen z i führen. Äst der Fall nicht dringend oder erachtet der Leiter die Beschwerde nicht für begründet, dann entscheidet hierüber die PleuarversaMmbwg der Anwälte der Rechtsschutzst ile. . Bei Einschreiten der Rechtsstellr .m Sinne beÄln. I. d) ist der mit (der Vertretung zu betrauende Anwalt an die Sektion V zu bestimme». VI. Eine Plenarversammlung aller der -Rechtsschutzstelle angehörigcn Anwälle. für besten Tagungen die für dir 'Sernon für soziale Fürsorge jewstis geltende Ee'chästsordtfitng Ancndung zu finden hat, ist ja euch Bedarf mindestens aber eiuma! in vier Monaten vom Lester der Rechtsich etzste I: stuzuberufen. Diese Einberufung hat aus zu ersslgen, wenn mindesten- 3 der Nech.sschutzstelle angehörige Anwälte dstse unter Angabe oer Tagesordnung verlangen. Zur Einberufung e uer solchen Plenarversammlung ist auch der .Präsident der Kultusgemeinde oder fein Stellvertreter, sowie der Obmann der Sektion für sozial- Fürsorge berechtigt, wenn der Leiter der Rechtsschutzstclir dem von einer dieser Personen gestellten Verlangen auf Einberufung der. Plenarversammlung n cht entspricht. VII. Der hauptsächliche ZwA dieser Plenarversammlung ist der Austausch der in der Rechtsschutzstelle gemach'en Erfahurrgen. Zu diesem Behuse sowie zu statistischien Zwecken ist auch ein besonderes Tagebuch an'.ulegen, 'in welches vom dienst h abenden Anwal e die von ihm übernommenen Fäl: und de Art ihrer Erledigung unter g mauer. aber möglichst für zur Darstellung des Sachverhalces e nzutragen find. Der weseMlich; Inhalt des Tagesb iches ist der Plenarverfamml mg bei jeder Tagung mitzuteilen, soweit die Mitten iü:g n-cht schon in einer früheren PlenarD'rrsaMml mg esolgtc. Vlll. . Acber die Tagung der PlenarbersoMm- «retung vorg-cbracht n Do.stelmngm und Me Klrt ihrer Erledigung ist ein Beschverd,buchen führen, welches vom Leiter t^tjzu-erahreu ist. x' ' IX. Aeber die Tagungen der PstnaroersaMmlung wird ei l Bro ekeUbuch g führt, wchche» m ' drr Kultusacmeinde'aeziei ou lie't .. Atfwr* M q>: 2 y - dt zu teil, ft sd?rAn->ersteal: verpflichtet, sein volles Honorar gegen diejenige Partei geltend zu Machen, weihe siälM'ch Anb.mistclh.it .vorge.ch tzt hst. D.r eingccai.gcne Betrag ist der .ArMenkaisa der KultnsgeMeinde abzusühren. XI. Die Beamten der Kultusgemelndr sowie die Armenkommission derjlben st vervilchteh über Verlangen des Leiters der Rechtsschutzsteile, sowie des diensthabenden Anwales Erhebunaeii -l'üer d:e Vermtzg'ensverhälmis'e der Rechtsfuchenden vorzunehmen. XII. Tie Rechtsschutzst,lle untersteht der Aufsicht de- Kultusrates, welchem auch das Recht zusteht, die Wahl des Leiters oder seines Stellvertreters jederzeit zu widerrufen. Dem Präsidenten der KultusgeMrinde und dessen Stellvertreters sowie dem Obmanne der Sektion für soziale Fürsorge steht daz R.'cht zu, an den PlcnarvrrsaMml mgen in t be chleßrnbet Stimme teilzupehmen. Andererseits ist aber der Leiter der Rechtsschutzstelle zit jeder Sitzung der Sektion V oder jeder ArMrnkommis ion in uelch-e: Angeo en heilen der Rechtsschutzstelli zur 'Dcrha-d.ung kommen jollem cinüukadrn. In diesen Angolcgenheiten steht ihm das Recht zu, an den Verhandl ngrn mit beratender Stimm.- t.ilzunehmcn. XIII. Der Inhalt des Statutes d->r ÄNchtSschutzstellr ist aus geeignete Weist zur öf'entlichen Kenntnis zu bringen. * Mähr.-Ostrau. Donnerstag, den 5. ds. fand im Bräuhaussaale eine ösfentüche Versammlung statt, in der Herr Leopold Lebowitsch, Generalsekretär des Mtsr.achi aus .Berlin, über „Orthodoxie und Zionismus" sprach. Der Versammlung solzie Scunstaa abends eine interne Zusammenkunf., die unter Vor iz von Herrn L i ch t i g aus Presov stattfand und in der Herr Lebowitsch, der Srkreiär des Misrachi-Zentralbüros in Bratislava Herr Müller sowie der Vorsitzende Herr Ljchtig sprachen. 'So gediegene und tempcramen volle Darlegungen wie die der Herren Lebowitsch und Lichrig haben wir selten gehört. Die Versammlung führte zur Gründung einer Ortsgruppe des „Misrachi" in Mähr.-Ostrau, der nach den erfreulichen Aufpstien der Anfang ein gedeihliches Wstkrn b-schieden sein dürste. Mich alov re. Am 19. Nissan fand hier die dritte ordentliche Ceneralversammlung des „Zeires Hamisrachi" statt. -Herr Armin Mstt'manu eröffnete die Versammlung; nach einlsiteuden Worten von Herrn SaMu Ahrenfeld erstattete Sekretär Eh. Mal; den Tsngkeits-! berickst, Sami Goldfinger den Kasiaberichts! Armin Friedmann den Na.ionalsondsbrrich':. 2n der Debatte sprachen u. a. d e Herren Eichenbaum, Samu Ehrenseld und Malz. Ein neuer ISgliedttger Ausschuß wurde gewählt. — Am 24. Nissan sprach mit großem Erfolg Herr Leopold Lebowüsch, G:- neralfekretär des Misrachi. Wer weiß etwas über die jüdische Abstammung anzugeben von: Julius von Wiesner. Botaniker, geb. in Tschechen bei Brünn 1838; Emil Orlik,- Maler; August Weismann, Zoolog, g:b. 1834 in Frankfurt; Albert Matkowsky. Schauspieler, gcb. 1358 in Königsberg? Eel'l Zuschriften an Dr. Awraham Schwadron, Wien,!X., Seegaste §5/15.; Visen;. In Berichtigung eines Druckfehlers stellen wir fest, daß sich Herr Alfred Juhn, ohn des bekannten Gurken-rportems Herrn Bau! Juhn in BifeM, mit Fräulein Grete Uftmann aus Boskowitz vermählt hat. Bei der Hochzeit wurden 300 K6 für den Süd. Nationalfonds gespendet. Barissia-Jvrdania. Die Chargenwahlen für das SS. 1921 hatten folgendes Ergebnis: M. A. C. Albert Perl. Erstchargietter, 2ng. cand. Hans ttervenka Zwritchargielter, ch m. Johann Strauß Drutchargierter. Eaya. Montag, den 25. Aprl sprach über Einladung des hiesigen „Jüdischen Dost-rates" Tr Gustav Kohn, jMähr.-Ostrau) übcv- „aktuelle jüdisch: Fragen". Der Refcrent ükes namentlich auf die Bedeutung der Schekrlaknon im heurigen Jahre hin und sprach die Hvisming aus, daß auch Gaya^ in diesem Jahre eine größere Au abl Schek lim aus ringen werde, 'als früher. Der Vorsitzende d/r Versammlung Dr. Schindler <Daych re-> -^eriene übvc die Tätigkeit des ZstntM^ tages. Ernst Hayek ermahnte diesenA n die für den Keren Hajessod noch nicht gezeihn-.r haben, dieses schnell nachzuholrn. Tr o pp au. Seit dem letzten Berichte geht das jüdische und insbesondere das zionistische Leben ruhig seinen Gang weiter. Purim brachte uns eine unter der Leitung von Irma Weinstein und eines zahlreichen, rührigen Komitees stehende „Kopfredoutc",^ die übercwstimmenden Urteile zufolge das Ereignis der Sa son war. Ter beträchtliche Reingewinn floß letalen jüdischen Wohlfahtszwecken und dem Jüdischen Nationalfonds zu. Unsere im ^Blauweiß" organisierte Jugend veranstal etr am 2. und 4. April ihre Purimfeier, die am ersten Alende eine wohlvorbereitete Akademie, b;e nebst musikalisch-rezitatorischen Darbietungen auch eine ganz außerordentlichgute Aufführung des Erillparzerfchen Esther-Fragments brahrs, Don Vorträgen sind za erwähnen die Veranstaltungen des jüd.-l t. Vereines, der einmal Frl, Martha Finkler, das Mitglied de Troppauer Stadttheaters als East begrüßte, Frl. Finkler las mit gewohnter Kunst jt. a, auch Brbel und Psalmen. Gg. Dr. Leschner sprach beim nächsten Vereinsabend über „Radha und seine Lehre". An einem der allMöstenilichen Vereinsabende des „Jeschurun" r.forierre Eg. Dr. Gustav Kohn über den Zionistentag und gab ein anschaulibes BD von deichn Beratungen. Den eigenst chen Kern zien st scher Arbeit^ leisten die Zusammenkünfte des „Jeschurun", die am Montag jeder Woche im Saale der Ktstkusgemernde stastfinden und alle Probleme des jüdischen Lebens zum Gegenstände der Besprechung machen, insbesondere die augenblicstich dringlichen Fragen von Schekel und Keren Hajessod. Alke Troppauer;Eg. werden darauf aufmerksam gemacht, daß Nationolfonds--Telegrarnmblankette erhält ich sind bei Bsitin und Israel, Kuklusgemeinde. ssss Mischer Sport Jägern dorfer Sportverein komb. — Hakoah Troppau. 3:4 (0:3). In der ersten Halbzeit Ueb-erlegenheit der Hakoah, die durch Wurzel,i2) und Grün erfolgreich ist. Nach der Pause wird oas Spiel offen und es gelingt Jägerndorf auszugleichen. Knapp vor Schluß erzieit Hakoah durch Groß il das siegbringenüc Tok. Bei Hakoab gut: Winterberg, Ticho, Haas, Jmr-, Wurzel. Grün. ZwerMal wöchentlich informiert Sie über die Erscheinungen des gesamten jüdischen Lebens Die jüdische AuKdkchM eas Bentealorgau der deutschen. Zionisten, vrigrrlal-KorrespprlÄdnteu irr Palästina mrd iv allro jüdischer! Zerrtrerr der Wett Ltg-'.i -,c e-ne WckLLlLse Berichterstvttmrg. Die stieoretischen Grundfragen des Zionismnrs und des Jweentums werden von de» besten jüdischea SchriMeSer» behandelt. 4 Abounirmmts nimmt nur die Erped'tion der „Jüdischen Rundschau" entgegen. Bezugspreis für Mähren 25 K pro Quartal, Redaktion und Verlag: Berlin W, 15, SLchiischestraße 8. Mai ffr. )35 Keine Vertreter! Keine Vertreter! Billiger als überall. Talis aus Wolle obet Seide , ( . von Kc 200.—. Barmizwatalis.. „ 160 — Brautgebctbuch.. , , . 50.- Teslllln.. 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