Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 30 (22.4.1921)
- Date
- 1921-04-22
- Page
- Seite 7 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Rr.H Nr. 30 grettag „Iüdi | tf' e. s 9> iti“ - C! Vit>m Seite 7 mde erit $T fteften ,:i^n K«. » -! «.„.T «! Me» EM* <il 2fB*rfc^»5 «® jM,ewn f«»i£* «2!Ä4“ Äte *&» fffiXKSi lluM mötffouUns e Sftffifjs?***wä$ f .^ebürung. dii ^.^rbandes * M« JÄ (3tu> 3er ‘Bttt kür die AilsMn; r> f -w'ter Linie fsr - fc STrEeft^trfrb vor eßetn j? $c6räi!tcmw aßer im Vcr> cnge'Äofsenen ChalnziN * üt gute Lehldüchei uttb cwitt ««*>. und bei der 6nipw 'S de; Kchräich ku bhe Chs. Eruxpr vertan M > Zeitungen mb StftUjiijten Me ßofiütMhir aexbeit m ' u$ ccinßet mb inta:io t:r* cf»K Vertreter; i;r da; %* I, der die Agenden de; Der» iu MMn Stellt yt bfortu einzelnen Tragen die Änierande; mit be.cn de; PLa.W' imjübtt :ung a’frt THiglhkx n&i Mt ki HtbtiLyläle utib ihre: enh.it, der Daten übe: An> Idung und ALirand-rung. M allen anderen inunn ieibänden oder Aem e:n.;s-!«» BMie ület dir Arerit , und deLÄtaad an wÄM .27 t«?, aWesend Men, iluz: ■ ir£ Stäci, LeMrrn r, und Ärb.-BtN.^'. Aordi'tr- 3II. . t und Ärb/Ie m t,i t'chrn d. Alp, Kam.chp Ml Mr, LeNch t Mautner;)'- : Fch §-u^u, Tet.Ä« lln:tl Tr. Sy#W ^n' *Rihoiw 24- , der GiuppcnrttMter ln kn Gaad jüfcfcto? Sen «enfttoj! für SSöinun in Mcitz-KmotM. und .^ i5VjS*Ä ufibttffttf v-er.-r ^Dir Äe-mtni W »snÄ f t2#£ M ä ** "».^L «- in't yn0£rie< rn ilhalui'^ , ©LtN ^n9UU.fÄ'alf letiiag 3U ~ B Kr. 5--: gj«.t m*;s)ieMl s jn,, loma^ rf p i« ", lÄ» Chaluzverhand für die slow akei. Alle tschechoslowakischen Chaluzinr und Chaluzoth werden auf gefordert, sich im Chalurverbande für die Tschechoslowakei zusammenzr.- schlieken. Adresse für Jnformrtron und Meldung: Hans StraderKvMo-- tau, D ittr ich strafte 1. Lflizieller Teil. An unsere jüdischen Mitbürger! Die Londoner Exekutive der Zionistischen Weltorganisatiorr hat den zwölften Zioiristenkongrest für Ende August dieses t^ihres!ernberufen. Ter Kongreß wird ,aller Voraussicht nach in einer Stadt der tschechoslowakischen Republik tagen. Die Ausgabe des zwölften Zromstcnkongresses wird ' es vor alle,» sein, den Weg zum großzügigen Aufbau der jüdischen Heim stätte'in Palästina zu iveisen. Dieser Ausbau ist nicht mehr Angelegenheit einer Fraktion im Judentum, sondern Aufgabe aller Juden der Welt. Die Zionistische Organisation, die die Vorbedingungen für den Ausbau geschaffen hat, der vor allem die politische Grundlage in Form des zwischen den Großmächten vereinbarten Mandatsvcrtrages für Palästina zu danken ist, die Zionistische Organisation stellt jene Gruppe innerhalb des jüdischen Volkes dar, welche den Aufbau Palästinas am konsequentesten verficht und ihn am ausschließlichsten unter politisch-nationalen Gesichtspunkten betrachtet. Beweggründe religiöser und humanitärer Natur sind auch im Zionismus wirksam, doch sieht er die Mögliche kcit der Erfüllung des jüdischen Willens zur Rückkehr in da^ Land der Väter auf dem Wege, der großzügigen Ausschließung und Besiedlung des Landes aus Grundlage nationaler Kapitalien. Mögen einzelne Richtungen besonders Förderungen stellen, mag die zionistische Fraktion „Misrachi" den Aufbau ausschließlich im Geiste der religiösen Ueberlieferung, mag die zionistische Föderation „Poale Zion" und „Hapoel Hazair" die Besiedlung auf 'sozialistischer Basis verlangen, mag eine Richtung entschiedene nationalpolitische Betätigung auch in den jetzigen Wohnländern der Inden fordern, eine andere ebendiese Betätigung ablehnen — sie alle vereint das Ideal der Schaffung einer jüdischen Heimstätte in Erez Israel, das 'Ideal des Zionismus. Heute, da die Verwirklichung des Zionismus aus dem Bereich der Utopie in den Kreis drr realen Möglichkeiten gerückt ist, fordern wir unsere jüdischen Mitbürger auf, sich der allweltlichen zionistischen Organisation anzuschließen und diesen Anschluß durch Entrichtung der zionistischen Kopfsteuer, des Schekels zu bekunden. Die Zahlung des Schekels berechtigt zur Wahl zum zwölften Zionistenkongreß. Aus allen Erdteilen werden die Delegierten der zionistischen Massen hieherströmen, um sich über die wichtigen Fragen des Palästinaaufbaues auszusprechen und Beschlüsse zu fassen. Die Juden unseres Landes, die an jüdischem Gefühle und jüdischem Stolze nicht geringer sch echo slo--sind, als die irgend eines andern, werden dem Kongreß eine würdige Ansimhme bereiten. Dazu gehört, daß sie selbst sich in größter Zahl in die Reihen der zionistischen Organisatwn stellen und es so ermöglichen, daß'die tschechoslowakische Delegation am Kongreß eine würdige Vertretung des jüdischen Volkes m der tschechoslowakischen Republik darstellt. , Wer für den Aufbau einer jüdischen Heimstätte kür das jüdische Volk ist, wer ein Asyl für Opfer blutiger Verfolgung schaffen will, wer die Zukrmft des jüdiichen Volkes sichern will, der schließt sich der Zionistischen Organisation an und zahlt den Schekel/ Mähr.-Ostrau, am 19. April 1921. Das Exekutivkomitee des Zionistischen Zentralkomitees für den tschechoslowakischen Staat: Finzi, Rufcisen, Herrmann, Krieger, Wagner. Der Schekel beträgt samt der Parteisteuer in Böhmen 28 E c, in Mähren 'und Schlesien 25 E c, in der Slowakei 30 E c. Zahlungen nimmt jeder zionistische Vertrauensmann und Verein, die zionistische Parteileitung für Böhmen (Prag, I., Ruzova 24/III), ‘ das mährisch-schlesische Distriktskomitee für die Slowakei (Bratislava, Jägcrzeile 20), das Distriktskomitee für Äarpathorußland (Velkp Sevljus per Adresse Mor. Guttmann), sowie auch das Zionistische Zentralkomitee (Mähr.-Ostrau, Langegasse 24), entgegen. Aus Wunsch sendet das letzterq. Erlagscheine zu. , An alle Ortsgruppen und Vertrauensmänner des zionistischen D. K. fürMährenundSchkesien! Das mähr.-schlesische Distriktskomitee^ fordert alle Zionisten, gemäß den Beschlüssen der Exekutive in London und des Zionist Z. K. für die tschechoslowakische Republik auf, die Schekelagitation mit Energie durchzuführen und die verkauften Schkalim bis zum 15. Mai d. I. an das D. K. iabzusühren. Zionisten in Mähren und Schlesien werbet für den Schekel. Das zionistische Distriktskomitee für Mähren und Schlesien. Von den Wnchergerichlen. Obwohl gegen den Wucher außergewöhnlich! strenge Strafen gesetzlich festgesetzt sind. la> sen sich viele auch dadurch von der IVerübung dieser strafbaren Handlung nicht a/M eöen und betreiben den Wucher züm Schaden ihrer Mitbürger und mit einer nur den Preistreibecn und Wucherern eigenen Gefühkslosigkeit weiter, 2n den letzten 14 Tagen wurden im Sprengel der Staatsanwaltschaft! Mähr.- Ostrau wieder 3 Personen wegen Verstehens des Kettenhandels mit Tabak und Zigaretten 2um strengen Arreste in der Dauer wvn se 6 Monaten und zu je 10.000 Kr. Geldstrafe, im Ilneinbringl'chleitsfalle zu we teren 10 Tagen strengen Arrestes, sowie zum Ve lpste des Wahlrechtes und der Wählbarkeit venuteilt. Wegen Ilcbertretung der Preistreiberei wurden 5 Personen zu je 14 Tagen strengen Arrestes, sowie zuM Verluste d:s Wahl.echtcs und der Wählbarkeit veruckeiit. Die Preistreibereien be.ogen sib cu Ta^ bak, Zigaretten, Lucker, Milch und Br.t Die bedingte Verurteilung wurde rat: m vereinzelten Ausnahmsföllen zugedande! uod im Sinne des neu erschienenen Eesete; vom 14. März 1921 Nr. 129 Slg. lder Ges. und Ddg. ist die bedingte Verurteilung s.rst gänzlich ausgeMossen und die Bewilligung eines auch noch so kurzen Strafaufschubes feh: eingeschränkt. Außerdem droht den Wr:H:rern nach verbüßter Strafe die Einreihung m oie Arbeitsabteilungen. ss Aus Den Gemeinden ~ Möhr.-Sstraii. Die regelmäßigen Vorträge im Verein A h ch vath-THora werden wieder jeden Samstag von 3 bis 4 Uhr nachm, abgehalten, und zwar trägt Herr Rabbiner Tr. Spira Schulchan-Aruch vor. Gäste willkommen- 9 Die Bibliothekstunden in der jüdischen Zentralbibliothek finden nicht mehr Dienstag, sondern jeden Montag, von 1/26 bis V-7 Uhr abends im Beth-Hamidrasch-Zimmer der Jüd.. Volksschule statt. 0 Aus der Theaterkanzlei. Freitag den 22. Llpril geht die Oper „T 0 K e a“ von Puccini in Folge 5 blau in Szene. Musikalische Leitung hat Herr Kapellmeister Artur Feinsinger übernommen. Samstag den 23. April gelangt eine Neuheit zur ersten Aufführung: das liebenswürdige Lust, spiel „Der blinde Schuß" von Max Neal, dein erfolgreichen Verfaffer von „Der müde Theodor" „Parkettsitz Nr. 10" und zahlreicher anderer heiterer Stücke, die ihren Weg über alle deutschen Bühnen nehmen. Diesem jüngsten Werke Mar Neals liegt eine originelle Idee zugrunde, auf die eine wirkungsvolle lustige Handlung aufgebaut ist. für die eine Tiroler Sommerfrische den anmutenden Hintenxrund abgibt. Die Aufführung findet in Folge 1 rot statt. Sonntag den 24. April, 2 Uhr nachmittags, wird Richard Wagners große Oper „Tristan u n d I s v l d e", die stets vor ausverkauftem Hause in Szene ging, aufgcführt. (Außer Dauer- und Stammsitz.)'- — Abends 8 Uhr findet die erste Wiederholung des überaus heiteren Lustspiels „Der blinde Schutz" von Max Real in Folge 2 gelb statt. Bardiov. Bericht des Misrachi -Vereines- Das Vereinsleben war bei nn§ in der eben crbgelaufenen Mntersaison zieinlich rege. Es wurde glcichsmn eingeleitet durch eine Chanukkahfeier, beren reiWaltiges Programm in einer schwungvollen Festrede des Gg. Herrn Adolf Reichent h a l aus Trnava seinen Glanzpunkt fand. Es folgten im Laufe des Winters verschiedene Vorlesungen und freie Vorträge, die sich starker Frequ«rz erfreuten. Von besonderer Bedeutung tvaren namentlich die eminenten Vorträge: „Zionisnrus imd orthodoxes Judentum" von Vizepräses Herrn Chaim K a r n i 0 l; „Die häufigst vorkvmmenden Krankheiten bei den Juden", von Gg. Herrn Dr. Atlas rmd „Unsere Ausgaben in der Gegenwart" von Gg. Herrn Eisig Springer, Presov. — Dem „Jüdischen Nationalfonds" wurden in diesem Winter dank der hingebungsvollen Arbeit unseres N. F. Kommissärs Herrn Hermann G a r s e i u hübsche Suminen zugcsührl. Tie Selbstbestencrung ist endlich stabilinerl- — Purim wurde von den Gg. P. B c r n ft c 1 n, H. Garsein, Eh. Kläffer und B. S e l t c n r e i ch eine „Sammlung von Haus zu Haus" vorgenommen, die ein schönes Ergebnis hatte. — Der hebräische Kurs für die Bereinsmitglleder mußte infolae Erkrankung seines Leiters, des Ok*. P. Bernstein, leider unterbrockten werden; hingegen wurde unter Leitmrg des Frl. Rosa Bernstein ein hebräischer Kurs für Mädchen gegründet, der bereits schöne Erfolge aufzmveisen hat. Die so schön verlaufene Saii'on fand aber ihren würdimn Abschluß in einem von außerordentlichem Beifall belohnten, glänzenden Vortrag des Gg. Herrn Dr- Karl Fer'bstein aus Presov, in welchem er an die heutige Lage des Zionismus und dessen epochale Bedeutimg für die jüdische Zukunst rat» knüpfend, über' den „Keren Hajessod" ausführlich sprach und in herzerwärmenden Worten andas Publikum appellierte, sich an der heiligen Arbeit für den „Keren Hajessod" gebühreird zu beteiligen. Neber die hiesige Keren-Hajessob-Arbeit Iverden wir demnächst berichten. P- B. Mischer Sport Pr 0 ßnih. Der I. S. K. „Makkabi" Proßnitz, hatte in der Frühjahrssaison bisher fast jeden Sonntag ein Fußball- und Hazenwvettspiel ausgetragcn. Tie Erfolge entsprechen durchaus den Bemührmgen der Trainer Fischer sFußball) und Kobler (Hazena). Tie Fußballmannschaft spielte gegen Moravia, Proßnitz (4:0), Slovan, Mähr.-Ostrau (1:3), Zidenice (3:4), Prerov (1:2), Olympia, Brünn (2:1), Makabi, Mähr.-Ostrau (3:1), D. F. E. Olmütz (2:1). Weitere Wettspiele gegen, erstklassige Klubs sind schon abgeschlossen. Bisherige Resultate der Hazena (Mädchen): Gegen Knaben (Makabi Proßnitz (6:15); Zidenice (2:2); Sparta Proßnitz (8:2); Slovacka Slavia, Ung.-Hradisch (4:8); °Sparta Proßnitz (Meisterschaftl (6:1). Der I. S. K. Makkabi Proßnitz veranstaltet am 16- Mai l. I. in Proßnitz ein Sraßenlaufen, über 5 Kilometer, offen für Mitglieder der jüdischen Turn- und Sportvereine der tschechoslowakischen Republik. Anmeldungen sind an Herrn Josef Kobler in Proßnitz, Quergasse, zu richten. MIEDER ® Geradehalter für Schief gewachsene, Leib- und Hüftenhatter, NSiederleibbinSen f, alle Zwecke nach ärztlichen Anseben. Reparaturannahme. Miederhaus E. Lebowitsch, Mähr.-Ostrau, Hauptstr. 34. Tel. 700/2. Troppau, Oberring 52. 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