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Jüdisches Volksblatt · 1921-03-04 · 18 (4.3.1921) · p. Seite 5

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
3 (1921)
Issue
18 (4.3.1921)
Date
1921-03-04
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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.^jwribtlt RiA Ur .1 Ä** SH ,/7-*«««w,: ' Präsidiums und der * Pt0P **»* der VM» und bet Ä«i«ttu„(s,e„&. nö‘" ™ und mtionft Saitsi uüb unievc 3}e^w 2 ^ömungen.i« ^d M allgeMiuen LM. tfation und ProxagLnea. 3 und Vervilügung des M. .. »nmende Jahr, WmniM - ...Wahl des zentralen üihn |: ‘iiatiou elitishrt' :tte!t, ■ ■’ 8- \x aSenlis: -geineulde ( 'anm!iiii§ ■ Kultus^ bjt Delt biK -h. pm : t ihre l letten > Die Lerbanve-stitunz bittet sMst'Fih, diefett IahresbenSÄ gsnehmigeud zur K-nntni? zu nehmen. Mähr.-Oftrau, aut 27. Februar 1921. Die Verbandsleitung. Der Vorsitzende: Dr. Alois Hilf m.p. Bilanz für das Jahr 1929. Aktiva. Kafla 6.311.03 Ausstehenve Beiträge 10 901.— Rückforderung für Steuer 713.10 Summa 19.S29.13 V a fT i v o. Ueberzahllle Beiträge 952.— KemvermSgen 18.977.13 19.929.13 Revidiert und richtig befunden. Mähr.-O'^au, 15. Februar 1921. Dr. Birnstein m.p. Dr. Jost Rustisen m.v. Die P. T. Kultusgemeinden, die int Sät Jahrcs-Mitgliebsbeiteäge? nach m Ni'ckftande sind, werden ersucht diese bis zur KsnerÄVersammlung begleichrn zu wollen. istmni W Mstzr.-Sstrmu gröffrtungstebc des Präsidenten Dr. Alois Hilr. Geehrter 5du'll.:srat! AS; & rrnehme heute mit dem Vorsitze im Neu«m..» en Kultusrats auch die Leitung der ze>om»e.t zZsfchäfte unserer Kultusgemrinde auf Eru^d der ne :en nunnrehr in vs le Wirksamkeit zerrÄencn Statuten, offen gesagt, n'ch ohne ein zewihes Bangen. Ich bin mir nämlich cinerseits versüßt. datz eine geschlossene, von einem einheitlichen Geiste ersü.üc Mehrheit, als deren Repräsentant ich d:e Verantwortung für alle von ihr gefasten Beschlüsse und deren A sfühmng zu tragen ine Stande wäre, hier in diesem Kultusrate nicht besteht, andererseits ist. mir aus meiner langjährigen Erfahrung bekannt, datz die gesamte Oeffent ichle't und insresond. unsere Gemcindemitgliedec dce ganze Last der Verantwortung für alle Vorkommliste in der Gemeinde und insbesondere für die gefasten Beichlüsse, de.en Tragweite ihnen ja erst durch die mit ihrer A ssührung vstsiunderen Wirk ungen zum vosten Bswutztsein gelangt, irr aller ibrer Schwere dem ausfühtcnden Organe und somit dem Präsidenten aüknbürden gewohnt sind, obwohl ihn diese Verantwortung nach de. gegenwärtigen Sachlage gar nicht zu treten vermag. Wenn ich nichtÄdeslowen'.gc: m ch denn ch der schwe'en und undan batemsillufgabk. unter solchen e 'schwerenden Umständen die Gemeinde- Verwaltung zu führen uwterz'ehe. so gstchieht es nur ans dem einzigen Grunde, wer. rch mich der allem Anschein nach nicht ungec cht e .tigcen Hoffnung hingebe. dah. nachdem de. Sturm, der in den letzten Wahlwochen die Gemeinö-r durchtLbte, sich offe.stiHt ich gelegt hat. bei der gemeinsamen A beit und info ge der hledmch bewseMelliglen steten Fühlungnahme unter dxn ■ in Betracht kommeiden führenden Persönliche teilet, die sich heute vielleicht noch fremd genübe.'stehen oder sich während der Wahl- '.eit ellfeemdet haben, sich eine vcrständmssolle Annäherung vollziehen nnd eine selbst bei fachlicher Pleinungsrer'ch edenh r doch innrer wob'''-Wende Benrlestung de' g'wnchii er ll e re uigei ei zie e wir ,'ie eine ro-- beih.iche Wi.k amle t einer Ve t.etung dann Ädtwendigerweise im Eefo'ge haben muh. Dah es me'n ehrlichstes Bestreben fem sürd, einen solchen gegenseitigen Vertrauen erweckenden Zustand heröeizuführen, Lesen tonnen S'e voll und ganz versichert sein, wobei sch aller'.ings vorausse^e, datz aste die mit mir ohne Rücksicht auf ich e Parirrzugrbör'gk. it eines Sinnes sind, etma'ge in den eirzelNtzN Lagern sich geltend machenden gegenteiligen Stlömurgen entiprechend einzudämmen mit-elsilftich fein werden, denn das Wohl der Gejam/gemeinde und nicht das «wellige Pa t imtereste im Auge zu haben, mutz immer unser Asteroberstes Gesetz sein. Bei dieser Gelegenheit will ich es nicht unterlasien. das A grnmerk des geeh %n Kullusratrs auf einen Umstand hinzulenten. der meiner Ansicht Ihre höchste Aufinetkiamleiü: verdient. Der revolirtionäre Geist der jetzigen Ze't bringt es Leider mit sich, vah hauptiächUM darnachgetrachtet wird, das Bestehend« niedel- Kureitzen. Dieses NieLerceifen vollsicht sich mit Üner beängstigenden Rauheit, m't der das Ausbauen ^e'bswceständlich wicht gleichen Sckr'tt halten kann. denn das Zerstören ist häufig das Werk eines Augenblickes, während das Aufbauen eine lange, mühevolle Arbeit erfordert. 2ch möchte dis geehrte BersamNllung bitku*. M. m. .»eEmeibeiv daß dieser Zerstörungsgeist auch in unsere Mille sei non Einzug halte. Cr ist auch durch und duuch nnjüd-ich. Wir Juden waren immer, gestüst auf eine Jahr.au-- sente aiteTradision, nur Aufbauor und küugt dies wie eine an uns ergehende Mahnung -aus den Worten eines unjeret hervorragendsten Lehrer hervor, der uns täglich zurust, al tikri bonajich elo baunojich: Se.d immer nur Auf- Lauer! Zerstöret nicht, was durch jahrelange Ucbung sich festgesetzt und eingebürgert hat. womit ich aber durchaus nickst sazer wi.l, oast man nicht dcm VolkseMpfinden der Gegenwart Rechnung zu tragen habe. Es soll aber auch hiebei der erhaltende Geist den Vorzug genietzem und soll seiner wirkenden Kraft nicht entgegengearbeitet werdm. Wenn aber schon umgrstaltet werden must, daim sollen wir immer unseren Blick auf die Vergangenheit richte.r. Die Rückkehr zur Vergangenheit bedeutet ni-chr immer ein>n Rückschritt in der üb.en Bedeutung des'Wortes. Die Renaissance war auch eine Rückkehr zum Altettume und war dach ein Fo.lfchritt;oirdergleichen, auch die Teschuwa bedeutet nichts anderes als Rückkehr und ist doch das vsst öhnendste Clement in unserer echab»nen Religion. In uns Juden lebt und wrbt ja überhaupt das Streben nach Rückkehr zur Vergangenheit irr voster Kraft, dem mir in oen vor der offenen Bundeslade geiprochÄNen Worten „chadefch jomenu Seiebem^ Asduck verstihsn, doch liegt diesem Sehnen und Trachten eben ein erhaltender und aufbauendet Sinn zu Grunde, von dem ich die cinmüt'ge Tätig, keü des geehrten Knlusrtakes erfüllt sthen möchte, insbefonders in unserer so bsoeutfamen Zeit, in welcher uns das ungeahnte, wir ein Wunder anmutende Glück zuteil werden soll, die Wiedergeburt des jüdischen Volkes auf dem eigenen heimatlichen Boden, im gen Lande seiner Väter, in E.ez Iisroer m Erleben m dürfen. Dieser Augenblick soll und darf in uns nicht ein unwürd'ges. zetfahrrnes, von kieinlichen Parteistre ti sielten klüstetes Geschlecht finden, da sollen und machen wir Alle geeint zum Grotzen, Gannn fr.eben, so datz auch für uns der Ausruf ste, P'a.-- m'.stsn seine Geltung habe: ...Hinoh mah tarw umah noinl schrwes achim.gam jochrd: Sieh, w'- herrlich schön ist es. wenn K uder ci res Blutes, uud das find wir doch?We, einträchtig und einmütig zusammen ragen- Zur Erreichung dieses Zieles w ll ich ä'.'l» nsir zu Gebo'e stehenden Kräfte in den Dstust der Gemeinde stellen und gelobe ich Ihnen in diesem für mich so ernsten und feier.ichen Augenblicke, datz ich oas mir anvert a te Amt unbeeinflusst von jedem ein seit'gm Parieigeiste, ausschlietzlich getragen von m i'>r innigen Liebe zu unserer Esmeinde'uno zum Iudentume zum Wöhle der Eesamrhe't such reu will und werde, wozu nsir Go st helfe uud wozu ich mir Ihre geschätzte Mithsife und das Zusammenwirken Ihrer Ai'er ohne llnierschied fieundlichst erbitte. (Grotzer Beifall.) Xtr jüd. ' Handwerkerverein für Mäbr.- Osrrau und Umzeb ng veranstaltet aus A riatz des 10jäh i on Befände; am Samstag, den 5. Mir; I. I in grofer Saale stos .» - tel National ein Tanzkränzchen. A>ck n 8 Uhr abends: Mui'k Tauber'aoel e Ent-'ee pro Person 10 LS Abgabe 3 Kr. * 3 c b c n f* t r* Die^ Bibliotbekstunten in der iüdischen Zentralli liothck finden nicht mesr D'enltag. sondern jeden Montag, von *46 bis Va7 llhr abends rm Beth-Hamidrafch-Zimrnec der Jüd. Volksschule statt. * Die rege'MätzigknVor^r^g? jm Be-esn Ahavath-Thora werden wieder jeven Samstag von 3 bis 4 Uhr nachm, abgsballen, und zwar trägt ocrr Rabbiner Dr. Spira Schu'.chan-Aruch vor. Gäste wil. kommen. Die Sportredoute des S. K. Makabi sindoch wie bereits milgetei-t, Samstag, den 12. März im „Narodni dum" statt. Einladungen ergel-cn bereits. Neklamationen sind an S t.etar Walter Kulka, M.-Ostrau, Loknlbahnhos, Tel. 535 zu richten. Die geehrten Vereine und Korporationen werden hiemit höflich ersucht, zu dem am Samstag und Sonntag, den 5. und 6. März l. I. stattfindenden 10jährigen Stiftungsfeste des jüdischen Handwerkervereine? recht zahlreich zu erscheinen. * Freie Lehrstellen für Uhrrnacher, Spengler, Schuhmacher. Schlosser und Schneider sind zu besehen: Anmeldungen und Anfragen sind zu richten an den jüdischen Hanbwerkerverein ,n Mähr.-Ostrau, Schloßgasse 13, Vortrag. Montag, den 14. d. spricht in emsr von der zionistischen Ortsg.uppe Mähr.-Ost au veranstalteten Versammlung Herr Rabbine. Tr. ieeopolö Goloschmied aus Protznitz über das Thema „Der Zionismus am Schsid'we^e". Näherer Plakate. ' * Aus der Theater kanzlesi Freitag, den 4■ März wird statt der Ltperctre;2rt Sbesireiaer" die Oper .Tenntzäu'er" von tuchard Wagner in Folge 4 braun aufgeführt. Samstag, den 5. Marz örfinuifübiurg d:8 Cb^“ rettenschlagers „H o l' mich der Teufel". (Außer Dauer- und Stammsitz.) Sonntag, den 6. März, 8 Uhr nrrö)nünagS erste Wiederholung der Operette .Hol' mich der st.ruf e 1“. (Außer Dauer- und Stammsitz.) — Abends ha'b 8 Uhr dritte Aufsübrung der Operette „H o mich der Teufel". (Äußer Dauer und Stammsitz.) Als nächste Schauspielneriheit wi'Ä etr? West Romain Rovands vorbereitet, das dreiaUige «icoolutionsftück „Wölfe". Der Aan:e Rollands, d:s .'v'h außerhalb Frankreichs literarisch hochgewerwcken Aerfasiers, der sich mit seltenem Mute während des Krieges stets zu pazifisistcheu und versöhnliche!^ Grundsätzen bekannte, bärgt für den dichterischen Gehalt dieses Schauspiels, das von reurig-m Demperamen: durchglüht, mit vollendeter Technik rrsigeuende Wirkil"? c-.uslöst. Israel. Kultus ge mein de Troppau^ Der Mendgottesdienst findet im Mär; um 6 Uhr aoends sto.it, am Fre'tag, den 4. d. M. zum ersten Male int nsure,.0oierten Tempel.1 | Die Frist zur Bestellung von Mazzoth en-- det am 4. März. Die Mitgikeder de.' Kultnsgememde werden nochmals darauf aufme.ksam gemucht, datz sp"ter einlang ende Besteh^ langen keine Berüäsich iigung f.nden können., i Bratislava. „Nordaus „Dr. Kohn" ausgeführt am 12. Felr.:ac durch die Literarische Sektion des Matlabäa Spmt.lubes B.atislava. Ls wird ein unvergängtzchos Verdienst der literarischen Seition dieses wacke een Sportklubs bstsbcn Norda. s prächt'ge; St ck „Du Kohn" dem BraUs avarr jäd'sckee.n Publik m näher gebracht zu haben. Was da an darstellerische n Können gsioj trn wurde, war van einer solch platt ch n Wlrkllchieit und fieni che' Wah he i, das; man sörmisch vergast, es n ch mit Beeufschaujpiekrn sondern mit jungen Menschen z t tu» zu haben, die mit ganier Hingabe sozusagen mit Leib und Sce'e bei der Sähe waren an-.- neckst spie.ten —. rein, ein gewastiges Stück .Hees Empfindens in die Handlung hlenein tr g n. Den Christian Moser spiele Wit l.n Steiner. Und w e er seine ungemein schw c ige Partie unermüdlich zu Ende spir.te. wie ec alle Register des Kampfes und Schmerzes, zur Darstellung brachte, werden den Z Hörern unvergeßlich ble'ben. Neben ihm rag e das Spie! Eugen Wern, bergers als Leüereckst von Ouinke abgerundet empor, der sich sowohl in dieser Rolle als rm letzten A ie als Amfchel Kohn als vollendeter Charakterdarsteller erwies. Den Dr. Kohn gab 2snS Ljpner mit einer ansgezeichne en A ffassupg seiner Pa.die -unillt in der Lie>.eswcrbung und später in feinen iFnsammrnstözen mit den Quinles eckte HrrzenrsiAntz antztzlogend Et ras männlich stol ere Haltung und Sprache > hat e den Estrst roch erhöht. Die anderen männlichen Da stellet f g. len sich durch er alles Spiel in die Darstellung ein, besonders sei der Rektor Kiehholt (Josef Grünhut) erwähnt. Die Christine spieite Frl. Leipnik, anfangs etwas lühl und z: rüal.mltend, ä er immer mehr in ihre Rolle ausgehend mit viel Gest; ck und Anmnt. Schmerze.nsausbcuch im e ten Vlft: war von hinreißendee Echtheit. Di- Dame hat entschiede.: ein chtnes schauspieterifHes Talent. A.s Maria war F l. H'rsch'tein r ch 5 er:. ♦ Insizenierung. Regie und D ssta.tung fielen! nichts zu wünschen übr'g und das P thtilunrl vernetz den Saal —, die DorsteAung nahm säst vier Stunden in An pruch in gehobene.' Stiurj nkung nnd mit §em W rnsch. die junge Spielergarde bald wieder zu sehen und zu hö en. S. K— r. Iübi,che Turn- und Sportgemei de in der tschechoslow. Republik. Auf Grund der Beschlüsse der Brünner Tagung der Turnvereine „Makalsi" vom 31. Oktober 1320 und der in Prag am 2 t. Nobember 1920 stattgefundeiren Tagung der m issien S er 0 ga isatio eer a de te die j Zrretvtciulng Ätat^<.i mic der jüd s^en S^orexekutive über die zu schaffende gemeinsame Organ:,aiion, die sämtliche'Turn- und Spor - betreibende Vereine fassen soll, j .. Cleündung einer solchen ZentraPrga» pt^alloi: stauben ,auja.>gZ verfchiebetre Kinder teile b Mise int Wege, die erst nach tangeren Bevha-dlungen bepsiigt werden tonnien. — Dar jüdische Sport ist aus verf st. denen Grüden noch Nicht derart organisierr, wie der Sport der anderen in der Republik le enden Nationen, was leicht erklärlich ist. — Erwägen wrc nur die Verhältnisse in Böhmen und Mahren, so sehen wir, daß die Tschechen und Deutschen -bereits vor dem staatlichen Umsturz iete Spor rerbände l alten, wa.re d die Juden, d - reu Spo t's rieb jüngeren Da ums ist und --st in le ter Zeit an Ausdehnung immer mehr und mesr gewinnt, derartige Verbände nicht hatten. — Die jüdischen Klubs waren della'.b bis in die jüngste Zeit und sind zum Teile noch j;c"t in anderst -- nationalen Verbänden oraani'iert. — lfi:sc>' S ortler haben lange die Errichtung ton cige - u Be äV en de a > a f» geideob.H, weil .m n-uttsichen Soortzlveigen fiaahtu,c Verbände gegründet w.rde' sollten, die samt iche Na ionen verci sigen so lte ', wodurch dann die natio 'ach l Berbän.e ü ep ü - sig rew'.'rdcn wären. Die Tschechen haben auch ta^ächll h i xt nationalen Verbände in faa -> i'idf)c Verbände umgewandelt, deren Mitglied jeder Ki'ub, 0 me Unterschied der. Nation, der seinen Sitz in der tschechoslowakischen Republik hat, werden kann. Vikcker konnten sie sich betreffs der Bedingungen des Eintrittes mit den übrigen Nationen nicht einigen, so daß diese Verbände staatliche V.rbände nur auf dem Papier sind. Man densi jetzt an die Errichtung staatlicher Verbände, in denen eine jede Nation ihr eigenes Haupt hätte. Diese B.r'ä'tnis'e bewogen nun die jüdis len S wrto ga is tio en zur Grün ung eigener jüdischer lsporrverbände chie auch zu.m Teil bereits e llstieren. Ci ze n S ortzw.ige si :d a le ding"; de « zeit noch nickst in eigenen Verbänden orgarusierj, welchem Umft ante, bei Auöarüei.ung der Statuten Rechnung getragen werden mutzte. Der von der jüdischen S^orteheku ire re.i.ein am wi. ter Mak..ik eitle: un; an gaebeiti tcStatutcnen wurs nimmt darauf bmllsicht und bestimmt, dast in die Hauptversammlung un i. den Haupt, usschuß die Delegierten jener Sportzwei w, die in Verbä-.de i orga 'iftert sind durch die belref e deu r>er».and-e-aus» schüfst entsendet werden, wären die Vertreer der nicht in Verbänden organi ier.en Svo.tzweige durch die Vereine entsendet werden. Bei der auf den 13. Marz 1921 nach Prag einberufenen Tagung sollen diese Staturen genehmigt und die jüdische Turn- und Sportaem.inde gegründet werden. . ... Durch t ie Gründung der Gemeinde werden alle jüdischen Vereine, die Turnen und S wrl betreiben in einer gemei. samcn ^rzauisasin: vereinigt, was zweifellos zur Hebung >-r Turn- und Spo:tlewcgu g beitra ,en wi-ch u.»d im Kreise jener, die die körperliche Rena>)ja..ce als wichtigen Faktor der na.iona en Bewegung überhaupt erkennen, erw itern. Tie erste Veranstaltung großen Sril-5, die unter der Flagge der neuen Gemeinde sie t* sinden wird, ist das Turn- und Sportfest, das in den letzten Tagen des Monates Juni 1921 in Brünn stat finden soll. KonsiituierendeHaupiversamm ung der Jüdischen Tnrn- und Sportgerueinde in der tschechoslowakischen Republik. Die Exekutive der jüdischen Turn-- nnd Sportorganisation in der tschechoslowalischen Republik beruft für den 13. März, um 8 Uhr vormittags in d-em großen Saale des Cafe „Edison", Prag, I. Na Prikopech eine Tagung sämtlicher Spor1orgauisa.isne:i in der tschechoslowa'ischen Republik zweck- Gründung einer, das Turnen und den S'wci rep.äs ntierenden' jüdischen Zentralorganifation ein. Programm der Tagung: 1. Verlesung des Protokolls der letzten Sporttagung. 2. Wahl der erforderlichen Kommission. 3. Tätigleitsbericht der E^emtive. 4. Debatte. 5. Oraanisationsreferar. 6. Debatte. 7. Grün u g der re: en Ora Kation, 8. Neuwahlen. 9. Debatte über die vorbereiteten Arbeiten zum Brünner Feste. * 10. Freie Anträge. Freie Anträge sind längstens bis zu« t>. März 1921 der Exekutive zu übergeben. Jene Vereine, die bisher die Einladung zur Tagung und den Sratutenentwurf für die „Gemeinde" nicht era'ten Hab« . werde i aujgeforde t darum, sofort bei der üdischen (r-> iwn-e der Turn- und Svortorga isalione i ir °0Jtlchechrs ow. Republist Pra.^ I., Cast- ..-chena Pfieoprch, zu schreiben. Dr. Ernst D e s e n s y. m. Hela Kafka, nw p. trat''

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