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Jüdisches Volksblatt · 1921-02-18 · 14 (18.2.1921) · p. Seite 6

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
3 (1921)
Issue
14 (18.2.1921)
Date
1921-02-18
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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erft* Freitag jüdisches 33o:f«Matl‘!y Nr. ein xcuuc'jmaii gezollt, C3 wird vielmehr ein Wechsel aus den lieben Gott gezogen, hakodausck boruch hu jeschalent. Der liebe Gott soll ihnen bezahlen ■ das tü nämlich ebenso bequem als es der allgenuln..- Denkweise entspricht. Wenn Ihnen also kein Dank, so ist Ihnen doch wenigstens eine Anerkennung dadurch geworden. das? schließlich bei den letzthin stattgefundenen Wahlen trotz des starken Wahlkamvfes alle des fettigen Ausschusses. imoserne sie nicht verzogen sind oder aus eine Wiederwahl im Vorhinein verzichteten, wied r ewäblt tvurden. Ich fühle mich auf das tiefste verpflichtet Ihnen für Ihre Mitwirkung aus das herzlichste zu danken. Denn wenn ich es auch war, der in den wichtigsten Angelegenheiten initmtiv ansgetreten ist, so hätte ich doch ohne I re ver'än ni-voll'Mit ite ii' tl cetüöff und iss daber das günstige Ergebnis ausschließlich Ihnen zuzurechnen. Ich will zum Schlüsse der Hoffnung Ausdruck geben, daß sich die Wellen des Wahlkampfes in kurzer Zeit glätten werden und das schöne Verhältnis, daß in diesen Räumen immer geherrscht fa*, wieder hier eintreten wird zum Dohle unserer Gemeinde und zur Ehre des Judentums. Hierauf meldet sich Herr Dc. Max Beer »um Worte: Meine Herren! Ich glaube im Namen aller zu sprechen, wenn ich Herrn Dr. Hilf für seine beispiellose Tätigkeit unseren herzlichsten Tank aus spreche. Ich g'aube nicht nur im Sinne der Anwesenden, sondern aller Kultusmitglieder zu svrechen, wenn ich behaupte, daß es in der ganzen Republik einen solchen Kultüsvorsteher wie Herr Dr. -Hilf nicht gegeben bat noch gibt. ES gibt keinen Mann, der in so uneigennütziger Weise und so ununterbrochen sich den Interessen der Gemeinde gewidmet hat und widmet, wie er. ÜVt Institutionen, welche Herr Dr. Hilf hier ausgezäblt hat, wären ohne seine hervorragende Tätigkeit nicht zustande gekommen, weil es in der ganzen Gemnnde kein einziaes Mitglied gibt, welches mit solcher Liebe der Sache hingegeben i -:,e, wir es Herr Dr. Hilf oe'an hat. Es sind die Wbrte des Dankes, welche ich hier ausgesprochen habe, keine Phrase. Wenn Herr Dr. Hilf in den letzten Wochen und Mona en hie und da angefeindet worden ist, so ist das nur von solchen Personen geschehen, die sich über die Arbeit, die er geleistet hat, kein Urteil bilden können. Sie haben sich zum Zeichen des Dankes bereits von Ihren " - cn erhoben. Wir wünschen. daß der!i > Gott Herrn Dr. Hilf als Lohn für seine Tätigkeit ein hohes Alter erreichen lassen möge und da ßcr seiner Familie und der Gemeinde noch lange Jahre erhalten bleibe. (Allgemeiner Beifall). Hieraus wurde die Sitzung von Herrn Dr. Hilf mit nochmaligem Danke an die Versammlung geschlossen. An die Mitglieder de§ Votlsvereines „Zion" . ' in Mährisch-Ostrau. Die Sek ion unserer Vereines „Jbhrrah", welche es sich zur Aufgabe gemacht hat, in Mähr.-Ostrau die Kenntnis der hebräischen Sprache zu verbreiten, kämpft mir finanziellen Schwierigkeiten und ist deshalb an unseren Verein mit dem Ersuchen um finanzielle 11nterstünung herangetreten. Da die Auflage eines besonderen Beitrages für diesen Ziveck in die Kompetenz der Generalversammlung fällt, hat der Ausschuß des Volksvereines „Zion" in feiner letzten Sitzung beschlossen, dem Ersuchen der Sektion „Lbbriah" in der Weste nahzukommen, daß den Mitgliedern unseres / Vereines empfohlen wird, die eminent zionistischen Ziele der Sektion „Jdhriah" ans die Weile zu unterstützen. daß^ jedes Mitalied des Vereines der Sekion „LLHriah" eiie f.ei o l g- Unlerstü:. zung von 2 Kronen monatlich zukommen läßt. Ter Beitrag wird durch die Jnkassantin de? Vereines einaehoben. Mit Zionsgruß Jü- > di'cher Polksverem Zion für Mähr.-Ostrau und« (Umgebung. Dr. H o ß als Obmann. # Di: dies ah'itzen A solventen fce* jrdlshen Fachschule in Mähr-Lst.au. veranstgttea am 23. Februar 1. I. in den Räumen der PclftlUy. Hauser eine Akademie nri anjchttetzen. §tm Tanz Der RZiertrag dem füd. Fachschulverein zu. der den Zweck hat. für mitte'! >fe. würdige Fachschüler dar Schulgeld aufzubringen. Neklamaionei find zu r'chrrn an Erih Eeßler. Mähr.-Ostrau. Straße oes 1. Mai. e Samstag, den 19. ds. findet allwSchentlH. Samstag. 8 Uhr a^ids im Älullokal de; Lafe Union e:ne sse.clllge Lulammenkunft der Mitglieder des Vereines km" in Mähr.-Ostrau statt. AI? Mt-1 esse begegnet leider das Lesezimmer, obwohl glieder werden ausg.fordert, sich an diesen geae b.ti durch eine große Zahl jüdischer Zeitschriften teie^cni^cit gegeben ist, sich üoer die aktuellen Probleme des Judentums zu unterrichten. Neben den „Jeschurum-Abenden" die in einzelnen Fällen dem „Jüd.-lit. Vereine" für seine Vortragsabende zur Verfügung gestellt werden, sind die „Gibel- Abende" zu nennen, die allwöchentlich am Donnerstag abgehalten einer Zahl eifriger Hörerinnen durch regen Gedankenaustausch das Verständnis eines vorgele'enen Bibe'a schnitteS vermitteln. Tie „Judenfrage" wird nicht Abenden zuk^rs-chtstch einzusinden. * The dasant des Sportklubs M a k a b i. Sonntag, den 20. Februar. 4 Uhr nach mittags im Palais de danke d?^ Ho!cl? National. Daucerlapcle. Bazar. Der 20. März bringt eine Ucbcrrajchung für Mähr.-Ostrau. Wie bereits mitgeteilt/ vernachlässigt, insbesondere Herr L.-G.R. Tr. veransta tet tec jü isch-nationale Frauen- und Wagner hat mit der Jugend Fühlung, ge- Mäüchcilverciii „Mirjam" an diesem Tage Wonnen, „Blau-weiß" wird sich neu entwickeln einen Jahrmarkt mit Bazar und allerlei Be-^ und das Turnen im neugegründeten „Jüd. lust^gungen für groß und Nein, der sich, den Turnverein" eifrig gepfleot. — Eine ,.Cba- Borbereitungen nach zu schließen, den bisher!- mischah aßar bischwat - Feier" der „Mauren Veranstalt», gen des Vereines wür.ig anweisen" im Si'unglsaale der Ku'tusgemeinde schließen dürste. Der Reinertrag fällt dem brachte Palästina-Tänze und hebräische Lie- Fonds zur Errichtung eines jüd. Kindergarder. Um das Gelingen hat sich Frl. Mela gar.ens in Mähr.-Ostrau zu. Fleißige Hände sind cjsrig an der Arbeit und verfertigen, mitunter mit sehr primitiven Mitteln, die schönsten Dinge, kunstgewerbliche Arbeiten, Kinderspielzeug und dergl. Das Material zur Anfertigung aller tiefet Sachen geht aber leider bald zu Ende und es ergeht daher an alle Mitglieder und Freunde des Vereines die Vitle, insoferne sie sich nicht selbst an der Arbeit beteiligen wollen, wenigstens alles entbehrlich» alte Material, das sich gewiß in jedem Haushalte finden wird, wie Seiden- und Stosfreste» alte Puppen und dergl. dem Vereine zur Verfügung zu stellen. Besonders an alle jungen Mädchen ergeht die Aufforderung durch eifrige Mitarbeit zum Gelingen des Ganzen beizutragen. Jede» Montag, 8 Uhr alends, Besprechung und Arbeitseinteilung in der Ka z ei: Dr. Felix W i n t e r st e i n, Mäl.rlsch- Ostrau, Teschnergasse. Die Bibliothekstunden in der iüdischen Zentrakbi'liothek finden nicht mehr D enstag, sondern jeden Montag, von Hz6 bis v»7 Uhr abends im Beth-Hamidrasch-Zimmer der Jüd. Volksschule statt. Aus der Theaterkanztei. Freitag. den 18- Februar findet die Äufführuuz d:S klassischen LustspicllS .Wa» ihr wollt' von Shakespeare in Folge 4 traun statt. AIS nächst« Neuheit wird der Übermütige Schwan» „'S e r müde Theodor' an» der Feder der ssve, bewahren Verfasser heilerer Bühnenwecke 3Jlaj Real i'nd Max F.rner Samstag, den 19. Februar aufg«, ■■uiiu .Der müde Theodor zählt zu den wirksamsten und erfolgreichsten lustigen Stücken, die seit Jah.ro über die Szene gingen und hat an fast allen deutschsprechenden Bühnen Dank seiner Überau» drastische» Situationskomik und den witzigen Dialogs durchschlagende Lachcrfolge erzielt. Sonntag, den 20. Februar halb 3 Uhr nachmittag» .TannHäuser' von Richard Wagrer. (Außer Dauer» und Stammsitz) Er wird ausdrücklich aufmerksam gemacht, daß diese Vorstellung pünktlich um halb 3 Uhr beginnt- — Abends halb 8 Uhr erste Wiederholung de» übermütigen Schwankes „Der müde Theodor' von Mar Real und Mar Fcrmr. (Auster Dauer- und Stammsitz.) Troppauer Brief. Aach längerer Zeit will ich wieder einmal berichten, was es bei uns Berichtenswertes gibt. Am 6. Jänner veranstaltete ein kleines Komitee eine kleine und sehr gelungene Unterhaltung im „Promenaden-Restaurant", deren Retnerträgnis von fast 2000 Kr. dem I. R. F. und dem Bebliotheksfond zu gleichen Teilen zufielen. — Am 17. Jänner fand die Generalversammlung des „Jeschnrim" statt. Das-wichtigste Ergebnis ist die Neuwahl der Leitung, die jetzt in den Händen Nabb. Dr. Friedmanns als Obmannes und L.-G.-R. Tr. WagncrS als seines Stellvertreters liegt. Interessant ist die Tatsache, daß das N. F. Kontingent — einschließlich einer Zahl Aktien der Kolonialbank und eines infolge verspäteter Absendung erst für das lausende Jahr verrechneten Betrages mit einem Gesamtbeträge von mehr als Kr. 30.000 um ca. 50o/o überschritten wurde. — Der scheidende Obmann-Stelkvertr. Dr. Grün wird zum Tanke für seine pflichtgetreue Mitarbeit über einstimmigen Beschluß der G. B. ins „Goldene Buch" des I. N. F. eingetragen. — Die Vereinsabende des „Jeschurum" finden allwöchentlich Montag, 8 Uhr abends im Saale der KultuSgemeinde statt, an einzelnen gibt es spezielle Vorträge, sonst immer Referate und' Diskussionen über zionistische und allgemein jüdische Fragen. Hie und da sollen auch Proben jungjüdischer Literatur gelesen werden. — Vom „Lesen" ist es nickt mehr weit zur „Bibliothek", die sich dank der beispiellosen Mühewaltung ihres Gründers in geradezu prächtiger Weise entwickelt bat und nicht nur von der Gesamtheit der jüdischen Bevölkerung, sondern auch von vielen nichtjüdischen Angehörigen der Intelligenz unserer Stadt eifrig benützt wird. Geringerem Jnttr- Schlesinger außerordentlich verdient gemacht. Ueber Hcbräisch-Kurse und »Lernen vielleicht nächstens einmal ausführlich. La * Israelitische K ulkusgemei n >».- Troppau. 31 106. 'Tagesordnung für die Sitzung des Ausschusses der ij -aSit. Kullusgemttnde in Troppau am Dienstag, den 22. Februar, tz Ubr abends 1. Wahl zweier Verifikatoren. 2. Bericht des Vorstehers. 3. Rechnungsabich'uß pro 1920. 4. Bericht des Rrvisionskomfieesl 5. Steuerrcklamatkonen. Vorstand der t|rael. Kul usgemeind: Troppau Ter Vorsteher: Gust. Finzi. O l in ü tz. Der jüdische Sportklub Haköah veranstaltet am 20. Februar 1921 um 8 Uhr abends im städtischen Redoutensaale in Olmütz eine große Akadenlie. Das Fest dürfte bei Weitem alles übertreffen, was in den letzten Jahren bei Akademien dargeboten wurde. Es haben erstklassige Künstler ihre Mitwirkung zugesagt und zwar kommen unter anderen der berühmte Prager Bariton Herr Max Kriener, weiterder bekannte Prager Komiker Herr Siegfried Hofer und die junge Olmützer Künstlerin Frl. Irene Grätzer. bk bereits in Wien bedeutende Erfolge errungen hat. 2/er Redoutensaal mit allen seinen bedeutenden Nebcnräumen wird eine feenhaft» Dekoration tragen und der untere große Garderobensaal wirdzu einer neuartigen Bar umgewandelt, in der eine Original Wiener Barmusik zu hören sein wird. Außerdem findet zum erstenmale ein mondänes Tanztournier statt. Zu dicsem Tournicr sind zugelassen: One» step, Foxtrott, ^Boston. __ Nennungen nimmt bis 18. Februar 1921 Herr Ing. Leo Deutsch, Olmü>', Denisstraße 45 entgegen. — Beitrag pro Paar 100 Kr. Die wertvollen Preise werden ab Montag, den 14. ausgestellt sein. Der Vorverkauf begann Mittwoch, den 9. im KinderkonfektionSgesckäfte des Frl. Emma Ieklinek. Olmütz. Wilsonpfatz Nr. 1. Mit Rücksicht auf die außerordentlichen Kunstgenüsse, die die Besucher bei dieser Unterhaltung erwarten und mit Rücksicht darauf, daß dieses Fest zur Erhöhung deS Ansehens der 5?akeah in Olmütz veranstaltet wird, rechnet die Vereinsleitung mit einer möglichst großen Beteiligung aller benachbarten jüdischen Vereine, die hiemit herzlichst eingeladen sind. EsiMiniifi wenn Sie sich behufs Einkaufes Ihres Bedarfes an Kleider - Anzusstoffeti. Baumwollwaren, Seiden und samten sowie Leinenwaren. 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