Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 6 (21.1.1921)
- Date
- 1921-01-21
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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t 'Seite 6 Sret!'c?g „'Jüdisches Dolksblaü" Berichten, welch: von den jedes reüg:öre Ge fü&I verletzende Benehmen eines Teiles der Angehörigen des neuen Jischub erzählen. Das religiöse Judentum wird sich aber mit der Beruhigung, dah das Geld, welches zu nicht geringem Teile eben van diesem religiösen Judentum stannnt. nicht zu antne-igrö-en Einrichtungen verwendet werden soll — was ichrigens vorderhand noch der Durchführung bedarf, nicht begnügen. Es ist der ausgesprochen antireligiöse Geist, welcher von den ral’ifalen Elementen nach Palästina verpflanzt wurde, der cs dem religiösen Juden zu seinem größten seelischen Schmerze unmöglich macht, sich dem Aufbauwerke in Erez Israel, das für ahn pie aufhören wird, das Erez Hakdoscha zu sein, zu beteiligen. -Hoffentlich wird es gelingen di: bestehenden Hindernisse aus dem Weg zu räumen, an welcher Arbeit der Misrachi. so wie bisher. auch weiterhin mit Aufgebot seiner galt* Kraft mithelfcn wird. ss An? den Gemeinden es Mätzr.'Sstrarr. Die reg-'mäßigen Varträge im ein?lharath - T!;. ora werden wieder jeden Samstag von 3 bis 4' Ilhr nachm, abgehalten, und zwar tragt Herr Rabbiner Dr. Spira Schuichan Aruch vor. Gäste willkommen. 21. Jänner 9t. 6 labi" im. Wahlflugblatt unseres Blattes ohne Wissen dar Vercinslcitrtng cingerückr wurde. * Malabi-Zportverein: Unter stützet den Sportverein Makabi, der cs sich zur Aufgabe macht, die lörperlichc Ertüchtung unserer Jugend herbeizusühren. Ter Sportplatz des Mähr.-Istrauer Vereines wird für die kommende Saison ausgebaut werden müssen, inan trägt sich, wie wir hören, mit dem Plane, auf dem Sportplätze ein eigenes jüdisches Sporthans zn errichten. Ter Sportverein Makabi, der ein unpolitischer Verein ist, verdient die Unterstützung und Mitarbeit aller Juden. TaS Interesse, das für den jüdischen Sport in unserer Republik zu Tage /tritt, muß in erster Linie bei uns -Juden sehr rege sein, daher sollte jeder Jude Mitglied dieses Vereines werden! Dibliothelstnuden in der jüdischen Zcn t ra l b i b l i o th e! finden jede,, Dienstag von tgL—hp? Uhr abds. im Beth-Haniwraich-Zimrmr der Jüdischen Volksschule statt. Das Publikum wird eingeladcn, die Bibliothek eifrig zu benützen. AuS der Theaterkanjlei. In dem NolkLäick in drei Aufzügen .gebildete Menschen" von Viktor Leon, daß morgen Freitag, den 2t. Jänner mit Willy Thaller als Gast gegeben wird, sind neuen dem Wiener Künstler in den Hauptrollen die Tomen: Hanna Frchm Jenny Rainert, Käthe Stein und die Herren: Egon Engelmann, Max Gstöttner, Erwin Lehndorff, Hans Mahler-Marton, Ttla Äozel, Hugo Schneider und Rein- .n beschästigt. Die Jnszeiüerunz hat Herr ruer- und bald Weiglin rreruita t Hugo Schneider übernommen. sAußcr Dw Stammsitz.) Samstag, den 22. Jänner find» die Aufführung von Anzengrubers „‘M eineidbauer" mit Willy Thaller als Gast außer Taueru>w Stmnmsitz statt. Jit bet Rolle des .Ferner" verabschiedet sich Willy Haller von dem hiesigen Publikum. Sonntag, den 23. Jänner, 3 Uhr lmchn>iU<»;s wird Lehars Meisteiopcrette .Tie blaue Mazur", die stets vor ausvcrkauftem Haust in Szene ging,;um 17. Male aufgeführt. (Außer Tauer- und Stammsitz.) In der Soirntag, den 23. Jänner, halb 8 Uhr siattfindenden, von Kapellmeister Aich vorbeivitetcn Ausführung von „Rigoletto" wird ein hier besonders gern gesehener Gast Richard K u b l & von der Wiener VolkSover in der Partie des Herzogs auftreten. Herr Kubla, ein geborener Oltrauer, hat anläßlich seines im Vorjahr hier veranstalteten Li-d-n-, abends neuerdings belviesen, daß er zu den hervorragendsten Vertretern seines Faches gehört. Das Gastspiel des gefeierten Künstlers dürfte hier da? größte Interesse errege«. (Außer Tauer- und Stammsitz.) Erhöhte Opernvreise. Als nächste Opernnenheit wird Mittwoch, den 28. Jänner Richard Wagners .T a n n h ä u s c r* gvgeben. Achtung, Briefmarkensammler! Der Sammelstelle des Jüdischen Natkonalfonds m Mähr.-Ostrau ist es gelungen, eine Anzahl kompletter Sätze der provisorischen Palästinamarken mit englischem, arabi schcm und hebräisbem Ausdruck zu etchalten. In Anbetracht dessen, daß diese Marke nur kurze Zeit als Provisorium in Geltung steht und nur eine sehr geringe Auflage davon hergestellt wurde, wird diese Marke in kürfester Zeit hohen Seltenheitswert besitzen, ganz abgesehen von dem kulturhistorischen Interesse das diese erste Briefmarke mit hebräischem Aufdruck für jeden Freund und Anhänger Lek jüdischen Sache besitzt. Die zur Verfügung stehenden Sätze von je sieben verschiedenen Werten sind von 8er Sammelstelle des Jüdischen Nalionalsonds in Mähr.-Ostrau, Großegafft 57 zum Preise von 100 Kronen gegen Voreinsendung des Betrages od. Nachnahme zu beziehen. --- tl ssssü ZMrscher Edsrt Feftstcllnng. Wir werden ersucht, nochmals ftftzusteilen, daß das Inserat für den Sportverein Der Antisemitismus im Grazer Fustballspovt. Der durch den im Deutsch alpenlänoiscben Fuhballve.band herrschenden Amisemfi ti-mus in seiner Erichen; arg bedroh e Sport klub Hakoah, Gral;, hat sich mit folgender Eingabe an den Oesterreichischen Futzball-Verband nach Wien gewendet: „Wir erlauben uns, dem löblichen Österreichischen Fußball-Verband folgende Angelegenheit zur Kenntnis zu bringen, die die Zustande im Grazer Verband und deren antisemitische Tendenzen beleuchtet. Wir Litten womöglich noch vor Beginn der koimnenden Saison Abhilfe zu schaffen. — Am 28. Dezember 1920 fand unter Leitung, des Obmannes des Steirischen Fußballverbandes Herrn Ing. Blaschek, eine offizielle Sitzung statt, zu welcher die Sekfionslerter aller Grazer Fußballvereine, zwecks Auslosung oer Meisterschaftsspiele für di: kommende Saison geladen waren. Nach den Bestimmungen für die Meisterschaft wäre der Sportklub Hakoah an die Reihe gekonrnren, Veranstalter seiner sämtlichen Spiele zu sein und hätte als solcher dir Pflicht zur Bestellung des Platzes. In Graz gibt es nur zwei spielfähkge Platze, und zwar die der zwei erstklassigen Vereine, Sportklub Sturm und Grazer Athletik-Sportklub. Zu Beginn der Auslosung teilte Herr Ing. Blaschek als Obmann des Verbandes mit, daß die Auslosung nur dann den Zweck erfülle, wenn der Sportklub Hakoah aus sein ihm zustehendes Recht, Veranstalter zu fein, verzichten würde, da die beiden vorgenannten Vereine laut ihrem Schreiben an drir Verband erklärten, ihren Platz nur dann für die Meisterschaftsspiele zur Verfügung zu stellen, wenn Hakoah nicht Veranstalter sei: dies stelle auch beit offiziellen Beschluß des Grazer Verbandes dar. Auf Anfrage unseres Sektionsleiters Herrn Med. Franz Rosen er- Ilärte Herr Ing. Blaschek, daß cs nicht in der Macht des Grazer Verbandes liege. Im übrigen gebrauchte der Vorsitzende lächerliche Ausflüchte. Wir möchten dazu noch bemerken, daß in der ,ftidigen Platzangelegenhcit der Wiener Verband seine strikte Weisung bereits nach Graz hat ergehen lassen, die, aber wie aus dem Vorhergesagten hervorgeht, bis heute nicht befolgt wurde. Wir bitten deit Oesterreichischen Fußball-Verb an o nochmals eindringlichst um Hilfe." ,Ma- ErstRL Herren-Modesalon Viad. iiokäa, M.-OftS’au, Oderfurtergasje 7 Herrenanzüge und Uniformen werden prompt in modernster Ausführung geliefert. Anfertigung aus eigenen und gelieferten Stoffen. Spezialität: Anfertigung schwarzer Balitolietten. MäSfge Preisei Solide Bedienung! Ueberall «ich im kleinsten Orte, werden fleißige. energische Damen und Herren , aBs Verträte? för eine bestcingcführte, beliebte, erstklassige deutsche Lebens- und Aussteuer-Vers.-Anstalt gesucht. 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