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Jüdisches Volksblatt · 1921-01-14 · 4 (14.1.1921) · p. Seite 6

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
3 (1921)
Issue
4 (14.1.1921)
Date
1921-01-14
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Freitag »»Jüdisches SSoTfsftXatt* Eichung des Großen Aktionskomitees. <JLd. Korr.-Bur) Tie Kaufe enz des Trogen Aktionskomitees wurde f r den 6. Februar nach London einbcr fen. Man errvartet» dag auch d'e ameri anis.hen De'eg er len an der Konferenz teilnchinen werden. Mischer Sport Die Selbständigkeit des jüdischen Sports. Anläßlich der Gründung des jüdischen Sportverbandes in der Tschechoslowakei schreibt die „Wiener Morgenzeitung": In Prag ist der jüdische -Sport um ein gutes Stück weiter als bei uns; er hat bereits volle Anerkennung in den allgemeinen Sportverbänden gefunden. Neben dem tschechischen, deutschen und slowakischen Verband rangiert der jüdische, die sämtliche wieder einer obersten Leitung unterstehen. In anerkennenswerter Weise äußert sich das sicherlich nicht judenfreundliche „Allgm. Sportblatt", Reichenberg über die Nengrnntmng. Wir entnehmen dem interessanten Artikel nachstehende bemerkenswerte Stellen: - „Wer nur einigermaßen in die sportlichen Verhältnisse der tschechoslowakischen Republik Einblick hat, wird diesen Schritt begreifen und folgerichtig finden. Der Umsturz ließ die jüdischen Vereine wie Pilze aus dem Boden schießen. Ihr Sitz in verschiedenen Sprachgebieten brachte auch ihre Organisation in den verschiedenen Verbänden mit sich was natürlich wiederum die typische Zersplitterung jüdischer Kräfte bedeuten mußte. Die Stellung in einigen Gauen war naturgemäß nicht die rosigste, die jüdische Sportbewegung war, wie jede junge Bewegung, dem Mißtrauen, oft auch der Nichtachtung ausgesctzt. Das Bedürfnis nach Selbständigkeit gewann umsomehr an Boden, als ja die geistige Sphäre der einzelnen Gauleitungen von der ihr untergeordneter jüdischen Klubs grundverschieden war und eigentlich kein 'inneres Gemeinsamkeitsgefühl aufkommen ließ. Damit waren die Voraussetzungen für dieH Schaffung des eigenen Verbandes, der als erster Teilverband eines zu gründenden „Allgemeinen Turn- und Sportverbandes" gedacht ist, gegeben. Ausschlaggebend für die Gründung des eigenen Verbandes und seine Selbständigkeit war vor . . . allem die Stellung der Klubs in Mähren, | wo vorläufig der Schwerpunkt des jüdischen j Svortlebens in der Republik liegt. Ter Ber-I band ist um eine moderne Organisation be-, müht, die die von anderer Seite geschehenen i Fehler vermeiden soll.! 1 Die Errichtung des eigenen Fußballverbandes stellt natürlich nur einen Anfang dar; bis das Bedürfnis und damit die Berech- ' rigung für die Schaffung weiterer Verbände, j wie Schwimmen, Leichtathletik, Turnen usw. j vorhanden ist, wird an die Schaffung dieser j Verbände geschritten werden und man kann wohl sagen, daß diesen Organisationen erne gute Zukunft beschicken ist, wenn man beoenkt, daß innerhalb des tschechischen Schwimmocrbandes zum Beispiel die Schwimmer des, Prager Hagsbor und des Brunner Makkabi die} besten Leistungen der Republik aufwiesen. Die Schaffung dieser Verbände, sowie die Zusammenfassung des gesamten jüdischen Sportes unter eine gemeinsame Leitung ist die Aufgabe der „Jüdischen Sportexekutive", welche seit eineinhalb Jahren besteht und auch die Gründung des Fußballverbandes vorbereitet hat. Hier ist noch viel Arbeit zu leisten. Natürlich nur rein sportliche, keineswegs politische, wie denn überhaupt nach dem Grundsätze gehandelt wird, jedwede National- oder Parteipolitik' auszuschalten und einzig und allein das Ziel vor Augen zu haben., dem jungen Juden die körperliche Ergänzung zu seiner geistigen Ausbildung zu verschaffen. Dies hat umso größere Bedeutung, als der jüdische Verband in der Tschechoslowakei nicht der einzige bleiben soll. Er ist als Glied einer Kette gedacht, die sich nach und nach über die ganze Welt zu erstrecken härte. In den Nachbarstaaten, wie Oesterrerch, ■ Deutschland, Ungarn, Polen, Rumänien und i Jugoslawien usw. soll die Gründung jüdischer 14. Jänner Nr I Verbände angeregt werden und die den Juden eigentümliche internationale Srellung könnte den künftigen jüdischen Weltsportverband zu einem Faktor machen, mit dem in her Sportwelt wird gerechnet werden müssen." . Gau Nordmähren-Schlcsten I. F. V. in der tschcehoslowakischcn Republik. Sonntag, den 16. Jänner 1921, 10 Uhr vormittags, Sitzung des Ausschusses im Sitzungssaal der Knltusgemcinde in Mähr.- Oftrau. Erscheinen sämtlicher AnSschußmitglicder dringendst geboten. Feststellung. Feststellung. Ter S. K. Makabi ersucht uns mit Rücksicht auf seine stets beobachtete Neutralität in politischen Dingen festzustellen, daß das S. K. Makabi betreffende Inserat in der letzten Ausgabe unseres Blattes nicht von det Klubleitung zur Einschaltung bestellt wurde. bei Sachen, die an sich beweglich sind, deren! EigcmXcfft als Zugeh-r einer unbeweglichen' Sach: verschwiegen wiro 10). ...rät wird auf den Beg'nn des neuen Tezcu..iuins. sowie auf die Verpflichtung zur ordnue.gsmäs.igen und rechtzetigen Einbringung j.-r Bekenntnisse und D rmözensverze'.chniste drücklich aufmer sam g m,v t und leigcff daß es im eigensten Inter ' : der Partei , die vorstehenden nerungen gern .,,r Richtschnur zu neh... HELENE GRAUBART MORITZ ROTH EMPFEHLEN SICH ALS VERLOBTE. / CEMERftE (SLOVENSKO), IM JÄNNER 1921. Gcbuhrenäqurvalent. Einbekennung des Vermögens für das 8. Dczenium. Bon der F nanz-Bezirks-T: ekt vn in CI mütz erhalten wir folgende Zuschi t: Mit der Verordnung der Regi runa der Tschechoilowa.ischen R pu li. vom 19. Okt her 1920, Sl. d. E. u. V. Nr. 587 (Dezentralvercrdnung) wird die Bemessung und Entrichtung des Gebühr ^äquivalentes und die Einbekennung des dieser Abgabe untcr.iezenden Vermögens für dar a chte Dezennium (1921 bis einschließlich 1930) normt r.. Das abste Dezennium beginnt mit dem 1. Jänner 1921. Zum Bchufe d r Hemeffung des Gebührenäquivalentes ist dar gesamte im 8 1 der Dezennalverordnung näher bwerchnete Vermögen nach dem Stande vom 1. Jänner 1921 und zwar längstens bio Ende Mai 1921 beim gefertigten Amte einzubekennen. Die amtlichen Drucksrrten für die Einbckennung und für di: V.rmögensverzeichnii e samt dazugehörigen EinlagSbögen sind um den Gestehungspreis von 30 h per Bogen <K' ,-r E 60 h) in Prag beim Eefälls- 'Jiü : (Truchlarska 1109-i>I.) und am Lande bei den Steuerämtern erhält.ich: dortielbst ist auch der Separatabchruck 'der zitierten Dezennalverordnung, enthcr tmd die Beleh Mg über die Verfassung der Dermögensbe euntnisse. um den Preis von KS 2.— zu haben. Ausdrücklich wird hrrvorgehoben, daß nur auf amtlichen Drucksorten ve faßte Bekenntnstse und Dermögensv.rzeich i e angenommen werden. Gesellschaften, Vereine und Anstalten. weiche zur öffentlichen Rechnungslegung verpflichtet sind, haben dem Bekenntnisse auch die Bilanz respektive den Rechnungsabschluß für das Jahr 1920, die Vereine nebstbei 1 Eremplar der zurzeit geltenveO Statuten ctv zulegen. Tie rm § 2, Absatz 2, der Dezennalverordnung näher ang fthrt n Crw.ros^esellschaften, Genossenschaften, Vereine und Anstalten unterli.gen dem Gebührmäquicalc.ite nur bezüglich des unbeweglichen Vermögens samt Zugehör. Wird eine gesetzliche Befre'ung von der Entrichtung des Eet ührenäq ioalenteo angestrebt, so ist dieselbe geltend zu machen und die behördliche An-.rkmnung de.srlben unter Anschluß der erforderlichen Nachweisungen und Behelfe zu erwirken. Im s 34 der Dezennalverordnung wird bezüglich der nicht rrchtze t gen oder der unrichtigen Einbekennung na.bst hendes best mmt: Auf die Unterlassung der rechtzeitigen und ordnungsmäßigen Einbekennung (§ wirs der § 80 des Gesetzes vom 9. Februar 1850, R. G5. Bl. N. 50, in der Art angewendet, daß hie zweifache Gebühr wä rend des ganzen zehnjährigen Zei raumes-für welchen d e Bemessung des AequivalenteWu geschehen har, eingehoben wird (Finan m n st.rialerlaß vom 30. März 1652. R. G. Bl. Nr. 85. Punkt?). Tie Verheimlichung od r unrichtige Angabe der e'ntzubekennenden -Ge en ä d: u . er liegt nach 8 84, Z. 3, des Gesetzes vom 9. Februar 1850. R. G. Bl. Nr. 50, der Behandlung nach dem Strafgesetze über Gefälls übertrrtungen. Dies gi 1 pamentli h auch, wenn Freitag den 14. Jänner X8 Uhr abends Zusammenkunft im Deutschen Hause. Bericht über die Abstimmung, Ausfertigung von Stimmlisten- Antragen. Teilnahme für jeden Abstimmungsberechtigten dringend notwendig. «swi WSMtSMKSKELLKM, Erstkl. Herren-Modesalon VBad. BlokSa, H .-Oftrau, Oderfurtergawe 7 Herrenanzüge und Uniformen werden prompt In modernster /us'Uhrung geliefert Anfertigung aus e'gen-n und gelieferten Stoffen. Spezialität; Anfertigung schwarzer Balltoiletten. MäBIge Preise) Solide Bedienung! Höchste Preise zahlt für Brillanten, Juwelen, Platin. Gold, Silber, falsche Zähne und Antiquitäten, Re-; poraturen an Uhren und Eoldwaren rasch ' und billig. I. Borak, Uhrmacher, Mächr.-Ostrau, Bahnhofstr. 30. Zyr Beachtung! 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