Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Israelitische Wochenschrift · 1896-11-06 · 45 (6.11.1896) · p. Seite 756

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Israelitische Wochenschrift
Volume
5 (1896)
Issue
45 (6.11.1896)
Date
1896-11-06
Page
Seite 756 (sequence 16)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/4794838-9609712-9610509--1849-9610525
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Seite 756. Allgemeine Israelitische Wochenschrift. Nr. 45. finanzielle und andere Schwierigkeiten in Frage gestellt zu sein; neuerdings aber haben mächtige Gönner ihr lebhaftes Interesse an dem Bestehen derselben kundgcgeben, und es ist berechtigte Hoffnung vorhanden, daß sie der Anstalt erhalten bleiben wird. — Herr Claude G. Montefiore hat an: 20. v.M. in der Universität zu Manchester die diesjährige Eröffnungsrede gehalten. Es ist dies eine Auszeichnung, die Montefiore durch seine wissenschaftlichen Beiträge zur Bibelkunde sich wohl verdient hat. Die jüdische Gemeinde erblickt in der Einladung des Manchester College ein Zeichen jenes toleranten und aufgeklärten Geistes, auf den die Oxforder Unitaner mit Recht so stolz sind. — Bor dem Polizeigericht spielte wiederum ein Prozeß gegen einen jüdischen Handwerker wegen Sonntagsentheiligung. Ein jüdischer Schneider war angeklagt, weil er, obschon ihm nach dem Gesetz zwar freisteht, jüdische Arbeiter zu beschäftigen, seinen Laden aber geschlossen halten müßte, diesen letzteren aber doch geöffnet hatte. Seine Entschuldigung, cs sei dies nur geschehen, um die Waren der außer dem Hause beschäftigten Arbeiter in Empfang zu nehmen, wurde für ungenügend befunden, weil durch diesen Verkehr die Sonntagsruhe gestört worden war. Der Richter erklärt, daß das Recht des jüdischen Meisters respektive Gesellen, am Sonntag zu arbeiten, keineswegs angetastet werden solle, daß sich aber sicher ein Modus finden lasse, um dabei öffentliche Störungen der Sonntagsruhe zu vermeiden. Der Angeklagte wurde zu der niedrigsten Strafe von einem Schilling verurteilt. — „Kommst du in mein Gebiet, komm ich in dein Gebiet", denken hiesige Blätter. Weil die „Jewish Chronicle" seit einiger Zeit die Frage der jüdischen Arbeiterbewegung diskutieren läßt, bringt der „East London Observer" jede Woche eine Spalte „Jüdische Notizen." 3t. New Aork, 20. Oktober. Ein interessantes Schauspiel bot während der letzten Feiertage der Gottesdienst in Fordham. Dort hatten unsere Glaubensgenossen zwei Chasanim und eine — verzeihen Sie den Ghetto-Ausdruck! — „Chasante". Diese leitete den Gottesdienst bei den Frauen, wie es ihr Mann bei den Männern that, und schien Gebete und Melodien so gut zu verstehen, wie ihr Ehegespons. Brief- und Lragekasten. Erlaube mir anzufragen, 1. welches von den beiden Geschichtswerken Braun oder Bäck am meisten zu empfehlen ist? 2. Wie gelange ich in Besitz poetischer Stücke religiösen Inhalts oder solcher, welche Sitten und Gebräuche des Judentums in Dichterworte kleiden. (Ich denke z. B. an Jaum Kippur vor Metz 1870, Jahrzeit rc.) zwecks Behandlung in der Schule. 3. Ist der Engelglaube vom Standpunkte des Judentums aus gerechtfertigt? Der entschlafene Rabbiner Dr. Aub stellt den Engelglauben als unvereinbar mit dem Judentum hin. (In einem älteren Werke, dessen Titel mir nicht mehr genau bekannt.) A. G. — Kann mir einer der geehrten Leser ein gutes Mittel gegen plötzliche Versagung der Stimmbänder nennen? Wenn ich vorzubeten beginne, versagen die Stimmbänder oft nach dem ersten Tone, sodaß ich einige Sekunden innezuhalten gezwungen bin. C. — „Purus putus“, hier. Annonyme Zusendungen wandern unerbittlich in den Papierkorb, ohne je wieder das Tageslicht zu schauen. Die Redaktion eines Blattes muß immer wissen, mit wem sie es zu thun hat. Selbstverständlich wahrt sie unter allen Umständen Diskretion. Soeben erschienen das erste Heft des nbtt'n (Kasch iioah) fießröififie iflonatsfifirift für JUiffenfcfiaft^ £itteratur und £eßen. Herausgeber: W. Wyssotzki. Redakteur: U. fiinzberjj. Namhafte Schriftsteller sind als Mitarbeiter gewonnen. DieZeitschrift erscheint am Ende eines jeden Monats jüdischer Zeitrechnung. Preis: jährl. 13 Mk , Halbjahr! 6,50 Mk., vierteljährl. 3,25 Mk. Adresse: II. Linzberg, Beriin-Charlottenburg Straße 15 Nr. 3. Gelegenheitskäufe in plirln, MM«. Polstewnren piauinos, Kiider, Teppiche» Gardinen, Portieren» neu, sowie wenig gebraucht. Stets großes Lager. — Billige Preise. S. (Solbftaub, Zimrnerstr. 3 4, 1. Telephon: Amt l.. 1350. Tehillot Tel eljon für Kantor und Chor mit Orgelbegleitung von Gmanuel Kirschner, 1. Kantor in München sind soeben erschienen und zu beziehen durch Jos. Aibl’s Sortiment, Inhaber W. Salzer, München. Preis Mark 5,—, für die Herren Kantoren M. 4,—. Grabdenkmiilkt und Erbbegräbnisse — in allen Steinarten — sowie schmiedeeiserne Gitter fertigen in anerkannter Güte Siegfr. Hirschburg & Sohn Lothringenstr. 15. Wtißenfce b. Berlin, Lothringenstr. 15. glM- Gegründet 1806. Köpenicher Handwäscherei und Natur-Bleiche von ä, EITTIG, Köpenick, Giinickerstraße 19. Sauberste Ausführung und größte Schonung der Wäsche. Jeden Mittwoch Abholung und Zusendung. verantwort»»« Aedakteur: «. »evi«, «rrlin. — «rrlaz: Sieafried «rondach. »erli« W. 67. - »ruck: Arthur Schot»«, «erltn C., Aoßstr. »

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.