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Allgemeine Israelitische Wochenschrift · 1896-11-06 · 45 (6.11.1896) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Israelitische Wochenschrift
Volume
5 (1896)
Issue
45 (6.11.1896)
Date
1896-11-06
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Nr. 44. ^ententi.) Unser Gch ' w den Tage?- ie Nachricht verbrenn st von Phanal-Haski«! l-rungen der Armenin ouss Bündigste zu tw derversolgtenArmemk! gesunden haben. Et -00 Personen vor, bie fte ihr Leben nur bn! sofort eine eingeheck ibreitern jener Lüge air dabei nur ergeben, im m vollen Preise GeW auf durch Ausruf aller, m, trotz Bezahlung, m i, was denn auch oh« w. W. Rosenau gab s amerikanischer Rabbion trage einige intereßM in amerikanischen Hoö e Chronik dieses FM. war Harvard. Bim ins Leben gerufen irufo Hebräischen, ChaldäW 22 wurde ein italieuW llehrer für Hebräisch e a Jahre 1816 ein HM ...» A-.A krtftfrttldn itica in Har^ tteratur. innen mit puläten StM davon, daß d> identen kaum ir erwidert Rosa« chsischM etter gelG W p» ** ** 1 97 ßl,‘ 0 V' l , 6,1.91, Nr. 45. Jahrgang V. Berlin, 6. Novemb. 1896. ♦- Nebst einer wissenschaftlichen Beilage „Ieschurnn Redakteur: A. (evin. Verlag: Liegfried Lronbach, Serliu \V. 57. Telephon: Redaktion VII, 4236. * Expedition VI, 796. Treu und frei I Bezugspreis vierteljährlich: Deutschland u. Gesterreich-Uugarn MK. 2,00, alle andern Länder MK. iS,50. post-Zeitungsliste Rr. 108. Die „Wochenschrift" erscheint an jedem Freitag mindestens 20 Seiten (2'/, Bogen), der „Jeschnrnn" Mitte und Ende jeden Monats mindestens 4 Seiten (*/j Bogen) stark. Zu beziehen durch die Post (Zeitungsliste pro 1896 Nr. 108) oder unsere Expedition. Anzeigen werden mit 85 |If6. für die einspaltige Petitzeile oder deren Raum berechnet. Bei Wiederholungen oder größeren Aufträgen tritt eine Preisermäßigung ein. Alle Annoncen-Expeditionen sowie unsere Expedition nehmen Anzeigen für dieses Blatt entgegen. Inhalt: ft & Beuel- @of_ eb.A,K-,^ $aIljt! i. -MO M Die Thätigkeit nach Innen. — Rabbiner Dr. Bamberger. Bon Dr. Rülf. — Zu der Rundfrage. — Wiener Briefe. I. — Wochen- Chronik: Palästina-Wein. — Unser Artikel „Konversion". — Q. e. d. — Der angespuckte Bürgermeister. — Feuilleton: Aus Palästinas Lehrhallen. Bon Dr. August Wünsche. — Das große Sterben. (Fortsetzung.» Bon Wilhelm Jensen. — Hier und dort. — Brief- und Fragekaste». — Kalender. — Anzeigen. Die Wlizkeit noch iiuttii. Der Zentraloerein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens hat laut Angabe des Statuts die Aufgabe, die deutschen Staa^bürger jüdischen Glaubens, ohne Unterschied der religiösen und politischen Richtung, zu sammeln, um sie zu bestärken in der thatkräftigen Wahrung ihrer staatsbürgerlichen und gesellschaftlichen Gleichstellung und in der unbeirrten w‘ Pflege deutscher Gesinnung. Insbesondere leiht der Vereiir seine Beihilfe zur Durchführung des Rechtsschutzes und wid- - met sich der Atlsklärung, Belehrung und Veredeltmg durch f Wort und Schrift. Die Durchführung des Rechtsschutzes * ist gewiß im hohen Grade beachtenswert, es scheint sogar, (als ob alles, was bis jetzt über die Thätigkeit des Vereins in die Oeffentlichkeit gelangt ist, im wesentlichen das Gebiet 7 des Rechtsschutzes betrifft. Es liegt mir durchaus fern, in den | Chorus derjenigen einzustimmen, welche gerade diese Seite i der Vereinsthätigkeit in oft herber Weise angegriffen haben, ebensowenig will ich den Verein verantwortlich machen für die manrtigsachen Mißerfolge, welche hinsichtlich dieses Punktes bis jetzt zu verzeichnen waren. Aber ich glaube, daß Rechtsschutz und nur Rechtsschutz unmöglich die ganze Kraft des Vereins absorbieren dürfe. Will man wirksam und nachhaltig dem Antisemitismus zu Leibe gehen, so geht :§ nicht an, einzig und allein der Abwehr von Angriffen, Schmähungen und Verdächtigungen sich zu unterziehen, das ind kleine Mittel, bereu Wirkung kaum kontrolliert iverden ann. Soll aber wirkliche und dauernde Hilfe kommen, so sind andere Wege einzuschlagen, größere Mittel in Anwendung zu bringen. In der tieftraurigen Zeit, in der wir leben, ist wohl jeder Jude, dem es heiliger Ernst ist mit seinem Judentum, dem die Zukunft seines Glaubens und seiner Glaubensgenossen am Herzen liegt, aus innerster Seele davon überzeugt, daß Heil und Rettung von anderer Stelle kommen muß, daß eine Stärkung und Kräftigung des Judentums an sich das beste und sicherste, ja sogar das einzige Mittel ist, um aller seiner Feinde Herr zu werden. Das Wort von einer innern Mission, von einer Erneuerung und Verjüngung des Judentums ist vielfach bereits von warmen Anhängern des Zentralvereins ausgesprochen worden, und wenn ich in diesen Zeilen zu dieser wichtigen Frage auch meinerseits einen Beitrag hinzufüge, so bin ich sicher, daß die Grundtendenz meiner Anschauungen von vielen geteilt wird, mögen auch über Einzelheiten die Meinungen vorläufig noch auseinandergehen. Ich will noch hinzusügen, daß ich die Anregung zu dieser Auseinandersetzung geschöpft habe aus dem vortrefflichen Werke des Oc. Leopold Auerbach: „Das Judentum und seine Bekenner in Preußen und in den anderen deutschen Bundesstaaten". Um es kurz zu sagen: Die Anbahnung einer würdigen, einheitlichen Organisation des Judentums in Preußen ist es, die uns zur Zeit noch fehlt. Wenn der Zentralverein dieser Aufgabe mit Ausbietung all seiner Mittel und Kräfte sich widmen wollte, so wäre das ein Verdienst, das ihm die Anerkennung und den Dank der weitesten Kreise innerhalb der deutschen Judenheit für alle Zeiten sichern würde. Wenn der Verein es sich angelegen sein ließe, für diese Ideen unter den deutschen Juden Anhänger zu werben, wenn er in Denkschriften, Petitionen und dahingehenden praktischen Vorschlägen die Regierung und die gesetzgebenden Körperschaften zu gewinnen suchte, so wäre das ein Ziel, aufs innigste zu wünschen, eine Aufgabe, des Schweißes der Edlen wert. Durch Gesetz und Verfassung sind die Bekenner der jüdischen Religion allen übrigen Staatsbürgern gleichgestellt; wie es in der Praxis damit bestellt ist, steht freilich aus einem anderen Blatte zu lesen. Aber wohlgemerkt, wie liegt

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